Nabelschnurblutspende - wer hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von hibbel-elena 22.04.11 - 13:01 Uhr

Ich bin am hin- und herüberlegen, ob ich das machen soll.
Auf der einen Seite habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir denke, das Nabelschnurblut, das Leben retten könnte, wird weggeworfen.
Auf der anderen Seite denke ich mir, wenn mein Kind gleich abgenabelt wird, fehlt ihm das auspulsierte Blut und ich will doch für mein Kind das Beste.

Wie denkt ihr darüber? Habt ihr euch da schon Gedanken gemacht bzw. Euch informiert?

Beitrag von mama20042011 22.04.11 - 13:04 Uhr

#gruebel ????


ob du spendest oder nicht, dein kind wird so oder so sofort abgenabelt, das hat mit dem spenden nichts zu tun....

das hat weder nachteile für doch noch für dein kind...

also ich machs und wüsste nicht was dagegen sprechen sollte?


man kann doch helfen....

lg mama in 35 ssw#verliebt

Beitrag von inga1981 22.04.11 - 13:09 Uhr

>> ob du spendest oder nicht, dein kind wird so oder so sofort abgenabelt, das hat mit dem spenden nichts zu tun....

das hat weder nachteile für doch noch für dein kind... <<

Das nenn ich mal schlecht informiert.... #klatsch

Beitrag von mama20042011 22.04.11 - 13:18 Uhr

dann nenn mir die nachteile die das haben sollte????????#kratz#kratz

außerdem hat das mit dem zurückpumpen keinen sinn....

und da bin ich sehr wohl gut informiert......

es sei denn du sagts mir das meine bekannten die auf säuglin und kinderstation arbeiten keine ahnung haben?

lg

Beitrag von mama20042011 22.04.11 - 13:20 Uhr

sorry, kein sinn war doof ausgedrückt, meinte ehr keien einfluss auf irgendetwas ob man es macht oder nicht

Beitrag von inga1981 22.04.11 - 13:26 Uhr

Meine Kritik bezog sich in erster Linie auf den Satz, dass das Baby ohnehin sofort abgenabelt wird. Und das ist mal völliger Quatsch!

Also ich weiß ja nicht wo Du entbindest, aber ich entbinde in einem zertifizierten "babyfreundlichen Krankenhaus" und da wird garantiert nicht sofort abgenabelt! - außer man möchte Nabelschnurblut spenden oder es muss ein Kaiserschnitt gemacht werden. Sonst wird wert darauf gelegt, dass die Nabelschnur noch auspulsiert.

Beitrag von mama20042011 22.04.11 - 13:41 Uhr

also das krankenhaus hat sowohl ne kinderstation als auch eine intensiv für säuglinge, also keine ahnung warum das dann da so ist, aber ich weiß wirklich von denen die dort arbeiten(meine bekannten)
und von der hebamme vom gvk das die das da so machen.....

also das man nicht wartet, sondern sofort abnabelt...

ich weiß allerdings nicht wie schnell die mit sofort meinen, aber vom auspulsieren halten die da wohl net so viel, sorry keine ahnung, um darüber jetzt weiter was sagen zu können müsste ich erst nochmal nachfragen

will da jetzt keine falschen aussagen machen


lg

Beitrag von shine1982 22.04.11 - 13:22 Uhr

hier zwei artikel für dich von Dr. Sven Hildebrandt:

"Spät abnabeln"
http://www.doula-ortenau.de/material/spaet_abnabeln.pdf

"Abwarten in der Nachgeburtsperiode"
http://www.doula-ortenau.de/material/abwarten_nach...ode.pdf

Beitrag von soelli 22.04.11 - 13:04 Uhr

Wir haben gerade das gleiche Thema bei uns gehabt und ich habe mich auch mit meinem Frauenarzt beraten, der gemeint hat, dass man heute weiß, dass das Auspulsieren der Nabelschnur dem Kind keinen besseren Start ins Leben gibt! Er hat gesagt, dass das Baby dadurch auch unnötig viel Blut mitbekommt, dass es in den ersten Lebenstagen wieder abbauen muss.

Daher haben wir uns dazu entschlossen es zwar nicht für uns einzufrieren aber es zu spenden.

Bin gespannt wie ihr euch entscheidet.

Beitrag von inga1981 22.04.11 - 13:06 Uhr

#winke

Vor der gleichen Frage stehe ich auch zur Zeit (37. SSW)! #schwitz

Ich hab mich dazu entschlossen zu spenden, wenn die Kleine nicht zu früh kommt und die Geburt normal verläuft. Andernfalls möchte ich meinem Baby auch den letzten "Schwupps" noch mitgeben.

Aber wenn alles gut ist, dann finde ich die Rettung eines weiteren Lebens wichtiger. Ich bin Kaiserschnittkind und wurde auch sofort abgenabelt. Früher hat man da nicht viel Trara drum gemacht. Und mir gehts trotzdem hervorragend. ;-)

LG

Beitrag von yvonnsch73 22.04.11 - 13:07 Uhr

Hallo
ich bin mit dem Thema so noch nicht konfrontiert worden. Habe immer nur Werbung gelesen dass man das Nabelschnurblut aufheben fürs eigene Kind.
Fände das mit der Spende aber eher sinnvoll. Wie seid ihr denn drauf gekommen? wird man durch das KH oder die FA darauf angesprochen?

Grüße
Yvonnsche

Beitrag von atik1 22.04.11 - 13:12 Uhr

hab auch überlegt zu spenden, jetzt haben wir uns aber entschlossen es privat einzulagern.
lg

Beitrag von hibbel-elena 22.04.11 - 13:15 Uhr

yvonnsch: ich habe vom FA eine info-broschüre mitbekommen und beim nächsten termin will er mit mir drüber sprechen. auch bei der kreißsaalbesichtigung haben sie uns darauf hingewiesen, welche möglichkeiten es gibt.

Beitrag von inga1981 22.04.11 - 13:16 Uhr

Was hat Euch dazu gebracht? Also wo siehst Du die Vorteile?

Ist nur reines Interesse. Wir dachten auch zuerst, dass wir es privat einlagern, aber haben uns dann fürs Spenden entschieden. Würde mich interessieren, weshalb ihr zu einem anderen Ergebnis gekommen seid.

Beitrag von atik1 22.04.11 - 13:30 Uhr

erlich gesagt, mein mann ist zu dem entschlus gekommen es privat einzulagern. ich hätte es gespendet. aber er möchte sich nicht irgendwann vorwürfe machen, wenn mit unserem sohn etwas nicht stimmt. es muss nicht sein, aber mann weiss nicht was die zuckunft mit einem vor hat.

Beitrag von inga1981 22.04.11 - 13:44 Uhr

Hm , ok. Aber ihr solltet wissen, dass EURE Nabelschnurblutspende bzw. die daraus gewonnen Stammzellen EUREM Kind nichts bringen, wenn es selbst an Leukämie erkrankt, weil bereits die Stammzellen wahrscheinlich schon Träger der Leukämie sind und man dann einen kranken Menschen mit kranken Stammzellen "behandeln" würde.

Wenn Euer Kind also an Leukämie erkrankt, dann würde man Stammzellen von einem gesunden Spender nehmen. - sofern es einen passenden Spender gibt.

Deshalb werden ja die Eltern des Spenders auch noch mal angeschrieben, bevor die Spende für Dritte verwendet wird, um nachzufragen, ob in der Zwischenzeit irgendwelche Erkrankungen beim Kind aufgetreten sind.

Zudem ist es mMn wissenswert, dass die Einlagerung auf eigene Kosten in jedem Fall erfolgt, auch wenn die Menge des gewonnen Nabelschnurblutes wahrscheinlich nicht ausreicht, um es später verwenden zu können. Das privat eingelagerte Nabelschnurblut wird zudem nicht genetisch untersucht und überprüft, ob es sich überhaupt eignet. Da stehen die finanziellen Interessen der einlagernden Firmen klar im Vordergrund.

Und was ich auch nicht ganz unbeachtet lassen würde:
Wenn Eure SPENDE Eurem Kind bei Erkrankung helfen kann und die Stammzellen noch vorhanden sind (also nicht abgerufen wurden), dann könnt ihr aller Wahrscheinlichkeit nach darauf zugreifen, weil ja die Übereinstimmung perfekt ist.

Das alles hat uns dazu bewogen lieber zu spenden, als privat für viel Geld einzulagern und im Notfall wahrscheinlich nicht mal was davon zu haben.

;-)

Beitrag von atik1 22.04.11 - 14:12 Uhr

ja, bei leukämie oder lymphdrüsenkrebs muss ich dir recht geben, dann bringen die eigenen zellen nichts, da können nur fremde spenderzellen helfen.
es gibt aber noch andere erkrankungen bei denen stammzellen eingesesetzt werden können.
klar ist das auf eigene kosten, die aber nur bei einer erfolgreichen einlagerung fällig sind. also falls aus irgend welchen gründen die einlagerung oder die korrekte gewinnung nicht klappt, gibts nur eine kleine gebür.
#winke

Beitrag von shine1982 22.04.11 - 13:16 Uhr

Ich werde nicht spenden, die Nabelschnur soll schön auspulsieren und dann kommt das Blut meinem Baby zu gute.
Beim Spenden wird das kleine ja direkt nach der Geburt abgenabelt.

Davon abgesehen wollen die unser Blut eh nicht, da mein Mann an Krebs erkrankt war. Ich hatte auch erst überlegt zu spenden und kam nur auf das auspulsieren weil unser Blut, wie gesagt, zum spenden nicht in frage kommt.

Das mit dem auspulsieren lassen ist so ne Sache über die, meiner Meinung nach, viel zu wenig berichtet wird. Weil immer die Spende im Vordergrund steht.

Beitrag von inga1981 22.04.11 - 13:20 Uhr

Also wenn das Blut ohnehin keine Verwendung finden würde, dann gäbs für mich auch keine zwei Meinungen. Dann ist auspulsieren lassen definitiv die erste Wahl!

Bei uns würde es nicht verwendet werden können, wenn:

- das Baby am Wochenende kommt (weil der Transport zur Blutbank dann nicht rechzeitig erfolgen kann - innerhalb von 48 Stunden)

- nicht genug Nabelschnurblut vorhanden ist (zB wenn die Nabelschnur zu kurz ist)

- das Baby per Kaiserschnitt geholt werden muss, weil dann andere Dinge rund um mich und das Baby wichtiger sind.

Beitrag von goldengirl2009 22.04.11 - 13:35 Uhr

Hallo,

wir haben uns beim 2. Kind damit beschäftigt.
Wir spenden nicht, lassen auch nicht einlagern sondern lassen die Nabelschnur auspulsieren.

Gruß

Beitrag von greeneyes 22.04.11 - 13:36 Uhr

Also ich werde es spenden. Denn wer weiß, vielleicht braucht es dringend jemand und es kann Leben retten!?

LG

Beitrag von juliz85 22.04.11 - 14:02 Uhr

wir haben uns auch damit beschäftigt und sind zu dem entschluss gekommen, dass spenden sehr sinnvoll ist und leben retten kann, einlagern dagegen ist teuer und es ist nicht sicher, ob dein kind dieses blut brauchen knn und wenn ja, ob es was bringt, da viele krankheiten, die man so kriegen kann dann auch schon mit drin wären.

Beitrag von 30052009 22.04.11 - 14:09 Uhr

Also wir werden das Nabelschnurblut spenden. Haben am Mittwoch auch bereits den Behälter von Eticur erhalten für die Spende.
Damit kann ich vielleicht jemanden das Leben retten. Übrigens können nur 30% der Spenden auch benutzt werden.

LG
Nicole 38. SSW

Beitrag von flugtier 22.04.11 - 16:37 Uhr

Wir können nicht spenden

- aber selbst wenn wir könnten muss ich sagen...sind mir die momentanen "Anbieter" dazu einfach zu dubios...

Beitrag von inga1981 22.04.11 - 17:52 Uhr

Echt? Was ist denn an der DKMS )Deutsche Knochenmarkspenderdatei) dubios? #kratz Ich denke, dass das ein ganz seriöser Haufen ist. Die wollen einem ja schließlich nicht das Geld aus der Tasche ziehen...

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