Ist es zuviel verlangt?

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Beitrag von arienne41 22.04.11 - 22:37 Uhr

Hallo

Ich habe zur Zeit eine Fahrgvemeinschaft mit einer sehr lieben Ausländerin (woher ist ja egal).

Sie ist knapp 10 Jahre in Deutschland und kann noch nicht richtig deutsch.
Beruflich scheint sie nur die hälfte zu verstehen
Und genau das geht mir auf den Nerv denn ich erwarte das man wenn man in einem anderen Land lebt zumindest die Sprache des Landes nach 10 Jahren kann.
Ich habe einige ausländische Bekannte die können aber alle gut Deutsch.

Verlangt ich zu viel

Beitrag von ajl138 22.04.11 - 22:47 Uhr

Hallo,
auch wenn es sicherlich ein paar Steine regnen wird,ich denke da genauso wie du.

Dies wird auch sicherlich zu einer politischen Diskussion werden,was ein "Ausländer" soll/kann/darf......

Ich verstehe aber auch die Logik der Menschen nicht,die sich nicht die Mühe machen,die Sprache des Landes zu lernen,in Dem sie leben.
Würde für sie selbst doch einiges einfacher machen.

Genaus so wenig verstehe ich,dass manche Kinder fast nur die Muttersprache sprechen,bis sie in den Kindergarten kommen.Ich für meinen Teil würde versuchen selbst klarzukommen und dies auch meinen Kindern versuchen zu ermöglichen.

LG

P.S.: Dies bestrifft keine bestimmte Nationalität oder Mentalität.Damit das schonmal vorweg genommen ist.

Beitrag von altehippe 22.04.11 - 22:50 Uhr

Da ich mich immer bei "Goodbye Deutschland" über unsere Auswanderer beömmel, geb ich dir recht.

Beitrag von bezzi 22.04.11 - 23:22 Uhr

"Verlangt ich zu viel "

Ja, Du verlangt definitiv zu viel.

Beitrag von michele120377 23.04.11 - 00:20 Uhr

Hallo,

nein machst du nicht !! Es ist nur normal dass man nach einer gewissen Zeit in einem fremden Land die Sprache aneignet ... Ich lebe in Luxemburg (bin Luxemburgerin) und wir werden in unserem eigenem Land sprachenmässig unwahrscheinlich diskriminiert.

Die Läden wo man noch auf luxemburgisch reden kann werden immer weniger und es wird vorausgesetzt dass alles auf französich läuft.

Ist es zuviel verlangt dass die portugisiche Fachverkäuferin in der Bäckerei nach 11 Jahren (so lange arbeite ich nämlich schon in der Ecke) versteht wie die verschiedenen Backwaren auf luxemburgisch heissen??

Und obwohl ich ganz viele ausländische Freunde habe, und viele Freunde im Ausland habe, mutiere ich langsam zum "Rassisten" weil es mich einfach nur noch nervt dass ich meine Muttersprache nur bedingt reden kann und alles andere auf französich läuft.

Lg Michi

Beitrag von flying-phoenix 23.04.11 - 09:05 Uhr

von der anderen seite der grenze kann ich nur meine sicht abgeben, aber ich denke, dass es großteils von den unternehmen und der politik (obwohl ich mich mit luxemburger politik nicht auskenne) gewollt ist.

in den stellenausschreibungen steht ganz klar, mind. englisch, französisch wäre von vorteil.

ich suche momentan eine ausbildung und da wir direkt an der grenze zu luxemburg wohnen, sind französischkenntnisse sehr vorteilhaft. (für mich vorteilhaft, da ich 9 jahre französisch gelernt habe.)

grundsätzlich kann ich dir beipflichten, wir waren auch schon in der luxemburger innenstadt unterwegs und konnten in restaurant nicht mal auf deutsch bestellen, wobei ja luxemburgisch und deutsch sich in gewisser weise ähnlich sehen (nach 1,5 jahren verstehe ich zumindest grob die moselfränkischen ausdrücke und spreche sie mittlerweile bisweilen selbst). aber auch da musste ich französisch bestellen, allerdings auch bei keiner "einheimischen".

schade, dass kulturelle gepflogenheiten immer mehr vernachlässigt werden. ich hab jetzt 2 jahre mich immer wieder für luxemburgisch-kurse eingeschrieben, aber irgendwie waren die immer überfüllt (an der uni).

Beitrag von siouxsqaw 23.04.11 - 10:51 Uhr

Huhu!

Also ich gehöre ja der bestgeschützten Minderheit der Welt an ;-)
Deutschsprachige Belgier sind sehr erpicht auf ihr deutsch. Allerdings können wir (so gut wie) alle französisch nur möchten wir in unserer Gegend auf deutsch bedient werden. Wehe dem Wallonen der hier arbeitet #rofl

Nee, im Ernst. Sprache ist wichtig.
Allerdings kenne ich das so daß in Luxemburg bei einheimischen oder ortsansässigen Firmen, sogar im unmittelbaren Grenzgebiet (auch bei Banken und Versicherungen) die Leute einen Job bekommen die letzebösch kallen.

Natürlich zusätzlich zu Französisch und Englisch und meistens auch Deutsch.

Sind wir Grenz- und Sprachmischgebietsbewohner schon sehr im Vorteil.

SQ

Beitrag von pollypo 23.04.11 - 08:27 Uhr

Hallo

da sie sich scheinbar die letzten 10 Jahre damit recht gut durchgeschlängelt hat, geh ich mal davon aus dass es auch weiterhin so laufen wird #schein
Also, warum soll sie es lernen #gruebel Klappt doch auch so ganz gut.

Und nun zu deiner Frage:
Nein, du verlangst nicht zuviel #aha

Aber wie gesagt, du siehst dass sie unsere Sprache nicht beherrschen muss um hier zu leben ;-)

Gruss, die Polly #winke

Beitrag von derhimmelmusswarten 23.04.11 - 08:50 Uhr

Immerhin geht sie arbeiten... Ich kenne eine Menge Ausländer, die kein Deutsch können bzw. nur sehr sehr schlecht. Und die es auch gar nicht lernen WOLLEN! Insbesondere die Frauen. Aber was bringt einem diese Diskussion? Da werden wir nichts dran ändern!

Beitrag von altehippe 23.04.11 - 09:02 Uhr

Ein Forum ist ja auch nicht dazu da die Welt zu verändern ;-)

Beitrag von thea21 23.04.11 - 09:54 Uhr

<<<Immerhin geht sie arbeiten>>>

Hier bei uns gehen auch alle arbeiten...Hat ja schließlich jeder nen Obstladen/Gemüseladen/Dönerbude.

Beitrag von derhimmelmusswarten 23.04.11 - 12:58 Uhr

Die Männer ja. Aber die Frauen?! Ich kenne eine Menge Frauen (u. a. meine Oma), die Jahrzehnte in Deutschland leb(t)en und so gut wie kein Wort Deutsch sprechen. Vielleicht "Hallo" und "Tschüß". Die können nicht mal allein zum Arzt gehen. Und ich kenne auch viele ausländische Familien, denen das schlichtweg egal ist. Insbesondere was die Bildung der Mädchen angeht. Nach dem Motto: Die brauchen das nicht, die heiraten eh.

Beitrag von havanna0804 23.04.11 - 10:36 Uhr

Hallo,

nein, das ist wirklich nicht zu viel verlangt.

Wenn es mit der Sprache schon hapert, wie soll sie dann die einzelnen fachspezischen Arbeitsabläufe verstehen? Ich kann verstehen, daß Du genervt bist.

Ist ja wie einer Katze das Pfeifen beizubringen. Wenn man zuviel Zeit hat, schön und gut, aber wenn man sonst noch andere Sorgen hat...

Vielleicht merkt sie es ja selbst noch, und ändert was an ihrer Situation. Oder Du winkst mal mit dem Zaunpfahl. Oder schlägst gleich mit dem ganzen Gartnezaun zu. Ist ja nur zu Ihrem Vorteil, und Du hast dann auch was davon;-).

LG Sandra

Beitrag von vwpassat 23.04.11 - 14:09 Uhr

Ich finde, wer nach 10 Jahren nicht die Landessprache ordentlich versteht und selbst spricht, hier nichts zu suchen hat.

Beitrag von morjachka 23.04.11 - 14:24 Uhr

Hallo!

Jeein!

Kommt drauf an.
Jeder soll sein Leben so organisieren wie er möchte, ohne den anderen zu Last zu fallen.
Es gibt viele Gründe, warum man die Sprache des Gastgeberlandes nicht erlernt.
Ich lebe seit ca. 10 Jahren monateweise in der RF. Am Anfang arbeitete ich nur mit überzeugten Russisten zusammen (bin selbst auch eine).
In den letzen Jahren kommen immer mehr aufgeschlossene Leute die bestens Englisch, Spanisch oder Französisch sprechen, aber kein Wort Russisch.
Sie sind arbeitsmässig so gefragt, dass sie nicht zum Russischlernen kommen.
Da stellt der Arbeitgeber lieber Übersetzer ein, als Russischlehrer.
Und wenn diese Kollegen mal Ketchup statt Tomatensauce oder das falsche Mehl kaufen, leiden nur sie selbst darunter.

Wichtig finde ich, dass die Kinder solcher Leute richtig Deutsch lernen und dass ihre mangelnde Sprachkenntnisse ihre Arbeit nicht beeinträchtigen. Ihr Privatleben ist eher ihre Privatsache.

LG

Beitrag von eishaendchen80 24.04.11 - 14:37 Uhr

natürlich nach 10 Jahren sollte sie wenigstens ein Gespräch auf Deutsch führen und verstehen können.

Es ist ja nicht so das sie erst seit 6 Monaten hier ist.

Versuche doch mal mit ihr zu reden das sie ja von Berufswegen her gewisse Anforderungen vom Chef erfüllen sollte. Dafür sind ja sicherlich auch Deutschkentnisse in Wort und Schrift erforderlich.

Wenn unsererseits irgendwo hin auswandert sind auch Anforderungen zu erfüllen.