abstillen ja oder nein

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Beitrag von yvonneh1983 23.04.11 - 11:34 Uhr

hallo ihr lieben,

ich stille und fütter zu. da meine maus am anfang sooo abgenommen hat, musste ich leider zufüttern. bis jetzt hab ich bis nachmittag gestillt, ab ca 15 uhr nach dem stillen die erste flasche. stille etz u geb jedesmal danach die flasche.

aber langsam nervt es einfach. bin hin und her gerissen, ob ich weiterhin vorher stille oder abstillen soll. komm mir iwie wie ne versagerin vor, wollte eig 6 mon. voll stillen.

erzählt mir wie es bei euch ist!

lg yvonne u leonie 8 wochen

Beitrag von gnom79 23.04.11 - 11:48 Uhr

Hallo...

bin so aus dem KH nach Hause, stillen, zufüttern, abpumpen. Was ein akt.
Das sagte mir auch meine Hebamme und meinte ich soll einfach mal nur anlegen und schauen ob es funktioniert. Mein Vorteil war, dass meine Milchproduktion schon angeregt war. Bei dir sollte sie denke ich angeregt werden. Würde es mal ohne zufüttern und nur anlegen versuchen. Normalerweise spielt es sich dann ein. Am Anfang muss man dann halt öfter anlegen, aber es sollte sich einpendeln. Aber wenn du dir sehr unsicher bist, frag doch mal deine Hebamme oder such dir ne Stillberaterin.

Aber vorallem zwei Dinge:
DU musst dich damit wohlfühlen
Streß dich nicht

Beitrag von sunberl 23.04.11 - 12:06 Uhr

Also kleiner Tip, die Milchproduktion regelt sich nach der Nachfrage und ist spätestens nach 3-4 Tage so, wie sie gebraucht wird.

Also: Hör mit den Flaschen auf!!!

Beitrag von trieneh 23.04.11 - 12:12 Uhr

ich kann dir nur sagen,gib nicht auf.ich habe diesen fehler gemacht,als meine maus 8 wochen alt war.es war zu dieser zeit,mega heiß und ich habe stündlich gestillt,da meine hebi meinte,ich solle keinen tee zu trinken geben.war irgendwann total mit meinen kräften am ende und habe abgestillt.

nach ca 3 wochen,in denen ich mich erholt hatte,hab ich angefangen zu bereuen,so schnell aufgegeben zu haben.ich wollte auch lange stillen,aber ich habs nicht durchgehalten :-( heute ist meine kleine 11 monate alt und ich bin immer noch traurig darüber.dieses innige gefühl zu deinem kind,hast du nur,wenn du stillst.das ist wirklich was ganz besonderes.....

Beitrag von bobb 23.04.11 - 14:22 Uhr

"dieses innige gefühl zu deinem kind,hast du nur,wenn du stillst."

ich stille auch und bin definitiv dafür.aber wer nicht kann/möchte,kann auch ein sehr inniges gefühl zum kind/mit dem kind aufbauen!

Beitrag von trieneh 23.04.11 - 17:10 Uhr

ich meine nicht generell das gefühl zum kind,sondern meinte die innigkeit,die während des stillvorgangs herrscht..verstehst du was ich meine?hab mich wahrscheinlich mal wieder unklar ausgedrückt #schein

Beitrag von bobb 23.04.11 - 22:16 Uhr

ich versteh das schon.merk es ja selber.aber finde,daß es den reinen flaschenmuttis gegenüber gemein klingt.ich hoffe,du verstehst,was ich meine.

Beitrag von lilly7686 23.04.11 - 12:22 Uhr

Hallo!

Die Frage ist: was willst du? Willst du stillen oder Flasche geben?
Pfeif doch drauf, was andere denken!
Klar, stillen ist das Beste und ich persönlich würde nie wieder Flasche geben wollen. Ich möchte auch jede Mutter zum Stillen ermuntern, weil es einfach wunderbar ist.

Aber die wichtigste Frage ist immer, was will die Mutter selbst?
Was willst du?

Eine Versagerin bist du nicht, wenn du abstillst. Nein.

Aber wie gesagt, was du willst ist wichtig.
Willst du stillen? Dann lass die Flaschen weg, hol dir eine Stillberaterin ins Haus und stille! Es wird nicht einfach, da du schon sehr viele Flaschen gibst. Aber ich kann dir sagen, du wirst mit etwas Geduld und Zeit zu 95% wieder voll stillen können. Du musst nur durchhalten.

Oder willst du abstillen? Dann ersetze langsam immer mehr MuMi durch Flasche. Wenn die Brust spannt, dann streich aus. Trink etwas Salbeitee.

Stillberaterinnen, die ehrenamtlich arbeiten findest du hier:
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de

Alles Liebe!

Beitrag von zahnweh 23.04.11 - 12:23 Uhr

Hallo,

bei mir hieß es anfangs auch ich müsse zufüttern, laut KH. Meine Hebi unterstüzte mich und ich hab meine 7 Monate voll gestillt, danach noch weiter.

Flasche gab es nur als ich Prüfungen hatte und einmal mit Magen-Darm flach lag. Damit die Milchproduktion nicht weniger wird, hab ich sie während des Magen-Darm stündlich angelegt. Kam zwar nichts in den zwei Tagen, aber die Produktion ging weiter.

Später als sie nur noch einmal abends stillte und einen Infekt bekam, schaffte sie es wieder voll zu stillen. Nach 1-2 Tagen war wieder so viel Milch da. Kaum war der Infekt, stillte sie wieder nur noch einmal abends und die Milch passte sich an.


1. Tipp lass die Flasche ganz weg und leg sie öfter an (erst mal. Durch das Saugen wird mehr Milch produziert! Durch die Flasche weniger)

2. Tipp such dir eine Hebamme, die fürs Stillen geeignet ist und unterstützt. Anspruch hat man beim Stillen auf jeden Fall über die 10 Tage hinaus.

3. "Klub der stillenden Mamis" hier bei Urbia :-)
Da kannst du alles rund ums Stillen fragen und Infos holen und Mythen sausen lassen, die von der Umgebung oft mitbeeinflusst werden.

Ich bin froh, dass ich auf meine Hebi gehört habe und nicht aufs KH. Meine ist zwar bis heute noch leichter als andere, hat durchs Stillen (ohne Flasche) ihr Ausgangsgewicht damals schnell aufgeholt, ist super entwickelt und der Kinderarzt sehr zufrieden.

Beitrag von maerzschnecke 23.04.11 - 13:07 Uhr

Ich habe zum Glück nur die erste Lebenswoche zufüttern müssen. Ich habe echt gekämpft wie eine Löwin, damit ich ganz schnell voll stillen kann.

Wie alle anderen schon geschrieben haben: die Frage ist, was DU willst. Wenn Du stillen willst, Dir das wichtig ist, dann stimme ich meinen Vorschreibern zu: anlegen, anlegen, anlegen. Zusätzlich kannst Du als Unterstützung Malzbier, Malzkaffee, Stilltee trinken und ggf. noch Bockshornkleekapseln aus der Apotheke nehmen. Das regt die Milchbildung an. Du wirst sicher zwei, drei Tage am Stück NUR am Stillen sein. Das kostet Kraft und Nerven. Deck Dich mit Lebensmitteln ein, die gut satt machen und die Du nebenbei essen kannst und dann ab auf die Couch und Kind an die Brust. In ein paar Tagen bist Du voll stillende Mami. Zufüttern kannst Du an den ersten zwei Tagen immer dann eine Kleinigkeit, wenn Du wirklich wirklich wirklich nicht mehr kannst.

Die Flasche mit Fertigmilch ist natürlich der leichtere Weg für den Moment. Ich persönlich finde es aber wahnsinnig aufwändig. Man muss Fläschchen waschen, sterilisieren, Milch anrühren, Wasser abkochen, auf richtige Trinktemperatur achten usw. Die Brust ist immer bei Dir, richtig temperiert und sofort verfügbar.

Beitrag von sarahjane 23.04.11 - 13:32 Uhr

Keine Sorge, eine Versagerin ist sicherlich keine Mutter. Und Glück, Gesundheit, Wohlbefinden und gutes Gedeihen eines Kines hängen nicht davon ab, ob und wie lange es teilweise oder ausschließlich per Brust ernährt werden kann, darf oder muss.

Lasse Dein Herz entscheiden und mache Dich nicht verrückt. Auch mit Premilch werden die Kleinen gut groß.

Beitrag von flummimaus 23.04.11 - 14:33 Uhr

Hallooooooooo
..ja ja das Versager Gefühl hab ich auch...
..aber es können auch immer nur alle sagen....bloß weiter stillen bloß weiter stillen...und keiner sagt ..TOLL das du das wenigstens für ein paar Wochen gemacht hast..Hut ab..
..neeee alle meckern nur wenn man aufhören will.... :-)
... ich mußte abpumpen ...wollte es auch nur 6 Wochen durchziehen.....ging aber voll auf die psyche...habe es dann 3 Monate voll durchgezogen und stille jetzt seit einem Monat langsam ab..bin jetzt bei 1 mal am tag abpumpen..
...wenn man ein gutes Gefühl für sich und sein Kind hat jetzt abzustillen ist ..es auch gut so!!!! ;-)

Beitrag von kleinemausii 23.04.11 - 17:02 Uhr

Hallo

Ich würde auch nicht abstillen, sondern die Flasche weg lassen.
Wenn du ein paar Tage NUR Stillst wirst du sehen das auch mehr Milch produziert wird. :)
Mein Baby wird nun in ein paar Tagen 6 Monate alt und wird immer noch satt.
Ich denke noch lange nicht ans abstillen.

Liebe Grüße
kleinemausii

Beitrag von taewaka 23.04.11 - 20:38 Uhr

Liebe Yvonne,

es tut mir leid, dass euer Stillbeginn nicht einfach war und dass du jetzt bei der Zwiemilchernährung bist.

Ich möchte dir von ganzen Herzen raten dich an eine professionelle und kompetente Stillberaterin zu wenden. Solltest du über die La Leche Liga und die AFS keine passende Begleiterin vor Ort finden, nimm wenigstens eine Onlineberatung oder Telefonberatung in Anspruch.

Ich war selber vier Jahre in einer LLL-Stillgruppe aktiv und habe durch meine Tätigkeit mit einigen stillenden (und nicht stillenden) Müttern zu tun.

Bevor ich - an deiner Stelle - eine Entscheidung für das Abstillen treffen würde, würde ich mich maximal informieren wollen. Es gilt aufzuklären, warum ein vollstillen direkt nach der Geburt nicht möglich war bzw. zu einer Gewichtsreduktion führte und dies gilt professionell zu klären! Dann muss geschaut werden wie die Saugtechnik ist, wie dein Stillmanagement ist und geklärt werden, ob die Milchmenge sich steigern lässt oder ob es bei ungefähr diesem Niveau bleiben wird (was unwahrscheinlich ist).
Stillen ist nicht nur Ernährung mit der besten Nahrung, sondern angemessen Befriedigung des Saugdrangs, angemessene Nahrungsmenge, körperlicher und seelischer Kontakt.
Wenn du die Flaschennahrung gibst / geben musst kannst du versuchen das Stillen in Teilen zu immitieren. Beschränke das Füttern mit Flasche auf zwei (maximal drei) Personen, wechsele die Seiten, verwende einen Sauger mit kleinem Loch, bestehe nicht auf Leertrinken, sei deinem Baby beim Füttern zugewandt, ihr könnt dabei auch Hautkontakt haben.

Stillen ist eigentlich etwas vollkommen unkompliziertes, extrem praktisches und unglaubliches gesundes (für Mutter und Kind). Genau deswegen lohnt es sich darum zu kämpfen. Oft führen Mütter erfolglose und zermürbende Kämpfe, oft ist der Grund, dass sie keine (wirklich!) kompetenten BegleiterInnen an ihrer Seite haben.

Ich wünsche dir daher von Herzen, dass du eine gute Stillberaterin findest und dass du mit dem nötigen Wissen um das Stillen eine für euch passende Entscheidung triffst bzw. mit der Zwieernährung gut umgehen kannst.
Erwähnt sei auch noch: Das Handbuch für die stillende Mutter

Alles Gute!