Müssen Eltern volljähigen Kindern Unterhalt gewähren?

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Beitrag von salome25 23.04.11 - 13:36 Uhr

Etwas zu kompliziert und ich hoffe, dass jemand darüber Bescheid weiß

Mein Neffe hat ALG2 beantragt, er ist mir seiner Freundin zusammen gezogen und die ist schwanger. Nun hat das Amt meine Schwester angeschrieben, dass sie als Verwandte bzw. Angehörige da steht und geprüft werden muss, ob sie nicht Unterhalt an ihn zahlen kann bzw. muss.

Er ist in keinem Arbeitsverhältnis und macht derzeit auch keine Ausbildung.
Meine Schwester wohnt mit meinem anderen Neffen in einer großen Wohnung, die ursprünglich von 4 Personen bewohnt worden ist. Sie verdient ca. 1700 Euro insgesamt und hat Mietkosten von ca. 750 Euro u.s.w.

Wie wird das überprüft und warum wird das überhaupt überprüft?
Meine Mutter wurde auch nicht vom informiert, dass sie Angehörige ist, die evtl. in der Lage ist, mir Unterhalt zu gewähren, als ich ALG2 beantragen musste

LG
salome

Beitrag von fienchen1101 23.04.11 - 13:54 Uhr

Hallo,

wenn dein Neffe unter 25 ist, dann ist seine Mutter/Vater unterhaltspflichtig. Es muss natürlich geprüft werden, wieviel sie dem Sohn zusteuern muss.

Andersrum gefragt. Warum geht ein junger Mann nicht arbeiten? Die Zeitungen sind doch zurzeit voll mit Stellenangeboten. Damit würde er dem ganzen ALGII-Gedöns entgehen und braucht nicht zu betteln. Und Mama wird auch nicht zur Rechenschaft gezogen.

vg
Fienchen

Beitrag von harveypet 23.04.11 - 17:11 Uhr

Vorsicht!!! Diese Pauschalaussage stimmt so nicht. Sie kann dem Sohn da er nicht arbeitet, nicht studiert und keine Ausbildung macht durchaus Wohnraum und Essen zur Verfügung stellen!! Aber da die Freundin des Sohnes schwanger ist ergibt sich wieder etwas anderes. Also kann da nur ein Anwalt helfen.

Beitrag von daisy80 23.04.11 - 16:43 Uhr

Das ist immer eine Einzelfallentscheidung, ob die Eltern mit ins Boot geholt werden oder nicht und kommt auf die Lebensumstände, das Alter (wie ja schon genannt) und auch auf den Sachbearbeiter an :-)

Deine Schwester hat natürlich einen Selbstbehalt, der auch relativ groß ist - ich habe die Zahlen da nicht im Kopf, da meldet sich bestimmt noch jemand der es weiß - und wenn dann noch etwas übrig bleibt, könnte sie zur Unterhaltszahlung herangezogen werden.
Theoretisch kann es sogar sein, dass Deine Schwester zur Unterhaltszahlung an das Kind der Freundin herangezogen wird.

Beitrag von king.with.deckchair 23.04.11 - 17:22 Uhr

"und auch auf den Sachbearbeiter an"

Unsinn.

Beitrag von daisy80 23.04.11 - 21:19 Uhr

Sicher, so viele Sachen sind Auslegungssache und wenn es eben der eine anders auslegt als sein Kollege - hab ich bei meinen Teilnehmern schon so oft erlebt... Gleiche Situation, gleiche Rechtslage, unterschiedliche Entscheidung.