Irgendwie bin ich sehr traurig darüber ( bitte auch Männermeinungen)

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von fee1244 23.04.11 - 23:16 Uhr

Hallo,

vorab muss ich gleich mal sagen, wird es sich wahrscheinlich als Überreaktion oder hysterisch lesen, aber mich macht das echt traurig.
Mein Mann und ich wir kennen uns seit 7 Jahren und sind seit fast 4 Jahren standesamtlich verheiratet.
Unser Sohn wird im Juli 4 Jahre alt. Wir haben damals aber nicht wegen des Kindes geheiratet, da er ein gewünschtes Baby war. Mein Mann wollte plötzlich unbedingt heiraten. Ich habe damals zur standesamtlichen Hochzeit ja gesagt, mit der Vorraussetzung, dass die kirchliche im darauffolgenden Sommer sein wird. Leider kam das dann anders weil der Onkel meines Mannes verstarb und wir die Firma übernommen haben. Das habe ich verstanden und es war kein Thema, dass die kirchliche Hochzeit nicht stattgefunden hat.
Nun sind seitdem 4 Jahre vergangen und es kam nie wieder die Rede davon, geschweigedenn ein Heiratsantrag ( habe auch bei der standesamtlichen keinen ordentlichen bekommen). Nicht das ich will das er Rosen über mich streut oder in einer Kutsche vorfährt am strand. Quatsch. Einfach dass er sich mal Gedanken über uns macht und sich im klaren wird was er will.
Seit Februar haben wir nämlich einen zweiten Sohn und seitdem denke ich immer öfter wieder über eine kirchliche Hochzeit nach.
Es war schon immer mein Traum irgendwann in einer kleinen Kirche in weiss zu heiraten und mit meinen engsten Freunden und Verwandten zu feiern.
Vielleicht sind es auch noch meine Hormone... kann sein.
Auf jeden Fall waren wir heute bei seiner Familie Ostereier suchen.. Beim Kaffee kam dann plötzlich die Frage wann denn wir endlich mal kirchlich heiraten würden.
Von ihm kam dann die Antwort....: Erstmal noch gar nicht!!"
Mir und allen anderen im Raum blieb die Spucke weg und das Thema wurde gleich geändert. Jetzt wo aber die Kinder im Bett sind, muss ich sagen es verletzt mich schon irgendwie, dass von Ihm zu hören.
Ich will es auch gerne sagen, dass es mir weh getan hat, dass nachdem ich ihm 2 Kinder geboren habe zu hören. Nur ich will es nicht so sagen, dass er dann 3 Tage später einen Antrag macht. Ich will das es von seinem Herzen kommt wenn er sich irgendwann dazu entscheiden sollte.
Nur wie gesagt, ich bin echt getroffen und würde sehr gerne wissen wie Ihr das findet und wie Ihr reagieren würdet. Auch sehr gerne aus Männersicht.

Vielen Dank & schöne Ostern sagen,
Martina mit Moritz & Luis

Beitrag von emily86 23.04.11 - 23:23 Uhr

Redet ganz klar darüber.
Das ist doch wichtig.

Ich denke nicht, dass er möchte, dass du unglücklich bist!

Kann dich auch voll gut verstehen.

Red klipp und klar mit ihm,
dass du dir das sehnlichst wünschst
und du so wie es ist unglücklich bist.

Wenn er dich liebt wird er das verstehen
und ihr seid ja auch schon verheiratet,
daher sehe ich da nicht so das große Problem!

Beitrag von katha-rine 23.04.11 - 23:36 Uhr

Er kann nicht wissen, wenn du unglücklich bist. Redet darüber.

Wie wäre es, wenn du ihm einfach einen Antrag machst?

Beitrag von fee1244 23.04.11 - 23:41 Uhr

dass ich mit Ihm darüber rede, dass möchte ich auch unbedingt.
Nur nach dieser Aussage heute, will ich auf keinen Fall, dass er dann nach unserem Gespräch plötzlich einen Antrag macht. Es käm mir irgendwie nicht rechtens vor. Dass ich ihm einen Antrag mache hatte ich auch schonmal in Erwägung gezogen, allerdings kommt beim Gedanken daran leider in mir so ein Bettelgefühl hoch....... ooohhjjeee

Beitrag von gh1954 23.04.11 - 23:37 Uhr

Du hast nicht IHM die Kinder geboren, du wolltest die beiden Kinder doch auch, das hört sich immer so wie ein Opfer an, ich habe sein Kind getragen und geboren....
Ich verstehe dieses Gejammer oft nicht.
Da wird ein Kind in die Welt gesetzt, ein Wunschkind, warum kann man nicht vorher kirchlich heiraten?
Für ihn ist es alles gut so, wie es ist und nach vier Jahren Ehe und zwei Kindern wirkt so eine Traumhochzeit in Weiß in einer romantischen Kapelle eher aufgesetzt.

Beitrag von fee1244 23.04.11 - 23:45 Uhr

dass mit "Ihm" die Kinder geboren, war bei weitem nicht so gemeint, dass ich es nur für Ihn getan habe, es waren von ganzem Herzen beide Wunschkinder.
Das wir vorher nicht geheiratet haben, liegt daran, dass es vorher nie die Rede und auch nicht der Wunsch danach war.
Was wohl nicht ganz rüber kam bei meinem Thread ist wohl, ich hätte wenn ich gewusst hätte, dass es keine kirchliche Hochzeit gibt gar NIE geheiratet.
Es sollte erst eine geben 1/2 Jahr später.
Die dann ja leider aufgrunde des Todes des Onkels nicht war.
Ich wollte NIE nur standesamtlich heiraten, nur was machen wenn man es dann ist... na ja.
Soviel also zu aufgesetzt.

Beitrag von gh1954 23.04.11 - 23:49 Uhr

Ja gut, ich verstehe aber immer noch nicht, warum man ein Wunschkind zeugt, ohne vorher kirchlich zu heiraten, wenn das dir so wichtig ist.

Beitrag von borstie2000 24.04.11 - 06:56 Uhr

Vielleicht denkt er einfach nur pragmatisch: ihm ist jetzt eine kirchliche Hochzeit evtl zuviel Wirbel und wahrscheinlich auch eine Kostenfrage.

Vielleicht denkt er, daß ihr ja nun schon "verheiratet" seid - eben standesamtlich und gut ist.

Daß Du nicht damit glücklich bist, nachdem etwas anderes vereinbart war und Du Dir diese kirchliche Trauung auch wirklich gewünscht hast, kann ich verstehen.

Aber ohne darüber Reden wirst Du Deinen Dir standesamtlich angetrauten nicht zur Kirche bewegen können.

Viel Glück dabei...

Borstie

Beitrag von trieneh 24.04.11 - 11:02 Uhr

ich kann dich total verstehen...mein mann war zuerst nicht so fürs heiraten.da ich aber nicht bis zum sankt nimmerlandstag warten wollte,hab ich ihm einen antrag gemacht.als es dann um die planung der trauung ging,wollte er zuerst auch nur standesamtlich heiraten.ich habe aber gesagt,heiraten ist für mich kirchlich im weißen kleid.das beim standesamt ist und war für mich nur der formelle teil.gefühlsmäßig war die kirchliche trauung für mich das heiraten.

sag ihm offen,das du dir eine weiße hochzeit wünscht.falls er bedenken wegen derkosten hat,verbindet es doch mit der taufe deines kindes.da wäre die familie ja auch da und müsste beköstigt werden.

wie ich dich verstehe,gehts dir ja nicht um ne megaparty,sondern bloß um die trauung in der kirche.das kostenintensivste wäre dann ja das kleid.ringe und anzug für den mann,werdet ihr ja haben.

also,sag ihm,was du dir wünscht und das er dich sehr glücklich machen würde,wenn er nochmal JA sagt.

lg vanessa

Beitrag von fee1244 24.04.11 - 16:38 Uhr

Lieben Dank Euch allen,

werde wohl wirklich mal nen guten und ruhigen Moment abwarten und nochmals meine Gefühle schildern, es stimmt nämlich schon, wirklich verheiratet fühle ich mich erst nach der kirchlichen Trauung.
Auf jeden Fall Danke für die vielen Antworten.

Lieben Gruss,

Martina :-)

Beitrag von *stern* 25.04.11 - 07:18 Uhr

Hallo

Na ja, wenn ich ehrlich bin; nach vier Jahren wäre mir das auch zu viel!

Wir haben damals auch kirchlich geheiratet.
Allerdings habe ich heute eine andere Einstellung zur Kirche.
Bin auch ausgetreten.

Magst du des Kleides wegen in die Kirche?
Oder wirklich aus religiöser Überzeugung?

Beitrag von fee1244 27.04.11 - 22:33 Uhr

Hallo Stern,

wollte dir auf PN schreiben aber geht nícht.
Ich will nicht des Kleides wegen heiraten. Ich finde einfach in der Kirche trete ich nochmal irgendwie vor Gott ( auch wenn ich nicht oft in die Kirche renne), ich bin in mir in einem und meinem Glauben. Vielleicht auch weil ich denke meine Verstorbene Oma & Opa sind irgendwie dabei. Aber wie gesagt, wenn ich gewusst hätte, dass es so kommt .... Dann wäre es heute anders. LG Fee