Gemeinsames Sorgerecht

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sternchen1304 24.04.11 - 12:14 Uhr

Hallo,

ich gehör zwar selbst nicht hierher, habe aber eine Frage und hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Also mein Mann hat aus vorheriger Beziehung eine Tochter (jetzt 4 1/2) und hätte gern das gemeinsame SR.
Die Mutti hat damit zwar so die üblichen Bedenken, aber die können wir sicherlich ausräumen, denn sie kann natürlich ohne ihn zum Arzt und entscheidet Dinge des täglichen Lebens ganz allein.
Ihr größtes Bedenken ist, dass sie in der Arbeit folgendes Problem bekommt. Sie arbeitet eigentlich im 4-Schicht-System, konnte aber unter Vorlage einer Bescheinigung vom JA, dass sie das alleinige Sorgerecht inne hat in die normale Tagschicht wechseln.
Ihre Sorge ist, dass, wenn sie das Sorgerecht teilt, sie wieder ins 4-Schicht-System müsste.
Das ginge betreuungstechnisch allerdings nicht regelmäßig, weil wir knapp 100km auseinander wohnen und mein Mann ja auch berufstätig ist - ihr also nur bedingt diesbezüglich unter die Arme greifen kann (wobei er auch da ist, wenns mal brennt!).

Habt ihr ne Ahnung, ob das rechtens ist? Ich fürchte, da wäre auch das JA überfragt.#schwitz

Vielen Dank schonmal - auch dafür, dass wir hier jetzt keine Grundsatzdiskussion über das gemeinsame Sorgerecht anzetteln. ;-)
Jana

Beitrag von 16061986 24.04.11 - 12:42 Uhr

Normal hat doch das alleinige bzw geteilte SR nichts damit zu tun ob sie allein erziehend ist oder nicht... ich würde an ihrer stelle jetzt was austellen lassen,dass sie das alleinige SR hat,warten bis sie in tagschicht gewechselt ist und dann erst danach das SR teilen,vielleicht funktioniert ja das?

alleinerziehend ist sie ja trotzdem noch und selbst wenn der vater das halbe SR hat heißt es ja nicht,dass es anders ist. da versteh ich den arbeitgeber nicht wirklich

Beitrag von sarahg0709 24.04.11 - 13:27 Uhr

Hallo Jana,

sie ist doch immer noch allein erziehend, selbst wenn ein gemeinsames Sorgerecht besteht. Es ändert doch an der Betreuungssituation für das Kind nichts, außer es würde dann ein Wechselmodell praktiziert, aber das ist bei dieser Entfernung ja wohl eher nicht angedacht.

Wie ist das denn bei anderen allein erziehenden bei ihrem Arbeitgeber, die vorher verheiratet waren? Müssen die auch im 4-Schicht-System arbeiten, weil sie weiterhin das SR mit dem Ex gemeinsam haben? #kratz

In diesem Fall kann wohl auch eher das JA nicht weiter helfen, wohl eher ein guter Fachanwalt für Arbeitsrecht.


LG

Beitrag von parzifal 24.04.11 - 13:40 Uhr

Hat Deine Freundin das System des AG wirklich richtig verstanden?

Eine unverheiratete Frau mit langjährigem Partner soll wegen dem automatischen alleinigen Sorgerechts das "Privileg" haben in die Tagschicht wechseln zu können. Eine komplett alleinerziehende mit gemeinsamen Sorgerecht aber nicht?

Das wäre doch seitens des AG hochgradig unlogisch.

Deine Freundin sollte sich nochmal erkundigen, ob dies wirklich der Fall ist.

Beitrag von a11ure 26.04.11 - 05:54 Uhr

Genauso unlogisch ist es aber, dass auch beim Elterngeld das ASR Kriterium dafür ist, ob eine alleinerziehende Mutter 12 oder 14 Monate Eltergeld bezieht.

Das ASR ist oftmals Kriterium, um den Status des "Alleinerziehend" zu belegen.

Beitrag von sternchen1304 25.04.11 - 19:59 Uhr

Hallo,

das betrifft nicht meine Freundin, sondern mein Ehemann ist der Vater des Kindes, um welches es geht. Die Mutti demzufolge die Ex-Freundin. ;-)

Ich werde mal nach dem FA für Familienrecht und Arbeitsrecht suchen (ist ja eine willkommene Kombination bei Rechtsanwälten) und schauen, was der meint.
Es ist natürlich nicht im Sinne meines Mannes, da arbeitstechnisch irgendwelche Probleme zu verursachen.
Danke!
Jana

Beitrag von parzifal 26.04.11 - 05:27 Uhr

Zunächst sollte sich die Ex erkundigen, ob sie wirklich alles richtig verstanden hat, bevor man am Ende unnötig Kosten produziert. Sie sollte also beim AG explizit nachfragen, ob sich am Status quo etwas ändert, wenn das gemeinsame Sorgerecht erfolgt, sie aber voll alleinerziehend bleibt.

Sorgerecht hat ja nichts mit der zeitlichen Betreuung zu tun.

Auf den Widerspruch der AG "Lösung" habe ich doch bereits hingewiesen.

parzifal

Beitrag von sternchen1304 29.04.11 - 12:52 Uhr

Hallo parzifal,

mal schauen, ob du das noch liest, Beitrag ist ja recht weit unten.

Die KM wird sich nicht erkundigen. Letztlich ist es ja ihre "Ausrede" (?), warum mein Mann das gemeinsame SR nicht bekommen kann. Sie meint, damit geht sie jeder weiteren Diskussion aus dem Weg. Also können nur wir uns erkundigen und sehen dann weiter.
Danke!

Jana