Bekannte Hirnblutungen-künstliches Koma-noch Hoffnung????

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von agra 24.04.11 - 14:07 Uhr

Hallo

ich habe heute erfahren das eine weit entfernte bekannte hIrnblutungen hatte und nun im künstlichen koma liegt.sie wird morgen 50.ihre Töchter sind 17 und 15 und sind sehr fertig.

ich kannte sie nicht so gut.mit den Töchtern hab ich öfters gesprochen.

nun frag ich mimich wie es weitergeht?
wenn jemand im künstlichen komaliegt, kann man da noch hoffnung habne oder wird sie immer ein pflegefall bleiebn?

kennt ihr euch da aus?

ich bin echt schockiert und würd so gern was für dei mädels tun.
aber so gut kannte man sich jetzt halt auch nicht.......

Beitrag von prinzessin1983 24.04.11 - 14:32 Uhr

Hallo agra,

da kann man gar nichts vorher sagen! Leider!!!

Mein Sohn hatte letztes Jahr auch Hirnblutung und lag im künstlichen Koma. Man hatte uns gesagt, dass es Monate dauern kann. Nach 2 Wochen haben sie ihn geweckt. Also ganz anders als vorher gesagt.

Welche Folgeschäden auftretten, kann man erst einschätzen wenn sie aufwacht. Kommt darauf an wie stark war die Blutung, welche bereiche des Gehirns sind betroffen, wie schnell wurde ihr geholfen,...
Also es ist alles offen. Ich habe Leute kennen gelernt, die sich komplett erholt haben oder nur leichte Einschränkung haben. Wiederum leider auch komplette Pflegefälle.

Es ist meistens ein langwieriger Prozess, wo viel Geduld gefordert ist.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass sie sich rasch und vollkommen erholt. Für die Kinder wünsche ich viel Kraft und Geduld.

Lg Katharina

Beitrag von derhimmelmusswarten 24.04.11 - 17:55 Uhr

Es wird wohl darauf ankommen, an welcher Stelle des Hirns die Blutung stattgefunden hat. Aber da kann man wohl nur abwarten und hoffen.

Beitrag von chi2110 24.04.11 - 21:14 Uhr

Huhu...

ich kann mich den anderen nur anschließen... das kommt wohl immer darauf an wo und in welchem ausmaße die blutung stattfindet...

der papa von einer freundin ist letztes jahr im alter von 48 jahren daran gestorben #kerze... das ist immer noch unfassbar... freitag ist er einfach in sich zusammen gesackt und samstag haben die ärzte festgestellt das er bereits hirntod ist...

drücke euch die daumen das sie das unbeschadet überlebt #klee#liebdrueck

lg
claudia

Beitrag von melle_20 25.04.11 - 08:01 Uhr

Leider kann ich auch nur das sagen was die andern schon sagten...

Mein Vater brach am 13.9.08 einfach so zusammen, keiner wusste warum..nach ein paar minuten war er soweit wiedr ansprechbar aber komplett durch den Wind...Als er dann wieder weg ist und ich ihm rechts und links eine scheuerte und nicht wieder kam holten wir auch den RTW....Wurde sofort mitgenommen...Keiner wusste was es war/ist...Von einen Infarkt gingen sie aus...Im Kh 1std später bekamen wir gesgt er wird Notoperiert,starke Hirnblutung das ging 3,5std...

Er lag dann 7 tage im Koma, der erste versuch ihn aufzuwecken ging schief, der 2 klappte auch nicht, die Blutung war einfach zu schwer und wohl auch shcon zu lange da er dann auch noch einen Hirninfarkt hatte...

Schluss endlich starb er leider nach 8 wochen mit nur 58 jahren :-(

Ich drück ganz feste die daumen dass alles gut geht...

Beitrag von umsche 25.04.11 - 11:57 Uhr

Das ist ganz unterschiedlich. Meine Mutter hatte Hirnblutungen, fiel ins Koma und nach der Schichtaufnahme des Gehirns stand eindeutig fest, dass man nichts mehr für sie tun konnte. Wir hatten noch wenige Tage Zeit, uns von ihr zu verabschieden, dann schlief sie friedlich für immer ein.

Ich schätze, wenn die Ärzte deine Bekannte ins künstliche Koma gelegt haben, besteht noch Hoffnung. Wie groß die ist, werden wohl nur sie wissen.

Alles Gute.

Beitrag von mama2012 25.04.11 - 12:40 Uhr

hallo,

auch ich kann dir nur sagen das die hirnblutungen ganz unterschiedlich verlaufen können. ganz stark hängt es davon ab wie schnell geholfen werden konnte und welche bereiche betroffen sind.

ich war damals im 5. monat schwanger als mein vater einen schweren beidseitigen hirnschlag erlitten hat. ihm wurde zwar recht schnell geholfen aber auch er wurde ans künstliche koma verlegt und kam an die herz-lungen-maschine. damals wurde auch uns gesagt das sie noch nicht wissen wie die auswirkungen sein werden.. nach 1,5 wochen haben sie ihn versucht aus dem künstlichen koma zu holen. hat auch ganz gut funktioniert. er konnte allerdings nicht mehr reden, nicht mehr essen und seine komplette rechte seite nicht mehr bewegen. ich wurde seine betreuerin und mußte wichtige entscheidungen treffen. im krankenhaus wurde er noch an der halsschlagader operiert (bekam einen stend eingesetzt) und direkt nach dem krankenhaus ist er in eine langzeitrehe gekommen. dort hat er wie ein kleines kind alles wieder neu erlernen müssen. war eine harte zeit. weil das essen einfach nicht geklappt hat haben sie ihm über den bauch eine sonde gelegt welche (zum glück) nach mehreren monaten wieder entfernt werden konnte.

das ganze ist jetzt über 6 jahre her. mein vater lebt zum glück noch, ist allerdings in einem pflegeheim. reden kann er wieder, zwar nicht mehr normal wie früher aber er kann sich sehr gut verständigen. laufen ist schlecht aber mit einem stock kommt er über kürzere strecken ganz gut vorwärts. treppen steigen ist allerdings nach wie vor noch ein großes problem. seinen rechten arm kann er wieder bewegen, die hand ist aber so spastisch verkrampft das er sie nicht öffnen kann. beim waschen, anziehen und essen (kleinschneiden) braucht er hilfe. er ist aber ganz froh das es so funktioniert und er alleine zur toilette gehen kann. er ist für jeden tag dankbar den er seine enkelkinder erleben darf.

Beitrag von paula179 26.04.11 - 10:36 Uhr

Hallo!

Es gibt eigentlich immer Hoffnung!

Meine Mama hatte letztes Jahr eine Hirnblutung und anschließend noch zwei Hirninfarkte.
Man sagte uns, dass es sehr, sehr schlecht aussieht und dass sie wahrscheinlich stirbt. Wenn sie doch überlebt, würde sie nie wieder laufen können, nicht mehr sprechen und ihre rechte Seite wäre komplett gelähmt.
Das war vor einem Jahr. Sie kann laufen, nichts ist gelähmt und sprechen kann sie auch. Sie kann zwar nicht so wie früher sprechen, es ist noch viel durcheinander, aber das kann man ja wieder lernen. Laufen kann sie nur kurze Strecken, aber auch das kann trainiert werden.

Bei Blutungen im Gehirn ist es wirklich immer ganz unterschiedlich wie es der Person dann geht und ob sie es überlebt.

Ich wünsche Deiner bekannten alles Gute!!!


LG paula

Beitrag von eurasia 27.04.11 - 17:51 Uhr

Hey Du,

meine Mutter ist vor 4 Jahren mit Hirnblutungen durch Aneurysmen zusammengebrochen. Sie lag knapp 7 Wochen im künstlichen Koma und ist jetzt im Wachkoma mit zwischendurch "hellen" Momenten, in denen sie die Sachen um sie herum mitbekommt. Allerdings sind die extrem selten.

Eine Bekannte hatte auch Hirnblutungen und ihr geht es heute wieder sehr gut. Sie hat zwischendurch nur Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis.

Du siehst, der Ausgang ist immer unterschiedlich, so wie es meine Vorschreiber schon erwähnt haben.

Das Einzige, was Du tun kannst ist, immer für die Mädchen da zu sein.Unser Vater wurde innerhalb von Tagen zu depressiv, um für uns da zu sein, wir waren für ihn da. Meine Schwester und ich hatten uns und unsere Partner.

Das Schlimmste für die Angehörigen ist es, wenn sich das soziale Umfeld komplett zurückzieht. Natürlich kann ich das verstehen, man weiß eben nicht, wie man mit der Situation umgehen soll. Nur fühlt man sich als Kind im Stich gelassen...ich weiß, wovon ich rede...

Ich wünsche Dir die Kraft, mit der Situation umzugehen.

Lieben Gruß,
eurasia

Beitrag von grizu99 28.04.11 - 19:19 Uhr

Hoffnung gibt es immer!

Mein Stiefpapa ist im Garten zusammen gebrochen, meine Mum fand ihn. Wie lang er da lag, weiß keiner.
Er kam mit dem Heli ins KH und wurde 2x Notoperiert.
Die Ärzte sagten, wir sollten uns verabschieden, im "Bestfall" würde er ein Pflegefall sein, der im Bett liegt und nichts mehr kann, denn das Areal was im Gehirn voller Blut ist, sei einfach zu riesig.

Heute (3 Jahre später) sitzt er zwar im Rolli, kann aber sprechen, alleine essen, lernt gehen usw.
Einziges Manko ist das seine linke Körperhälfte gelähmt ist, aber er ist noch da :-). Soagr die Ärzte die ihn damals operiert hatten, können nicht glauben, wie gut es ihm heute wieder geht.

Alles gute für deine Bekannte!

Beitrag von enricoa 27.09.16 - 12:11 Uhr

Hallo

Meine Mutter wurde gestern (26.09.2016) am frühen Mittag ins Krankenhaus eingeliefert, da sie zu Hause in der Küche zusammen gebrochen ist. Mein Onkel und meine Tante die sie da vor gefunden haben gingen wohl von einem Schwächeanfall aus. Als im Krankenhaus ein CT gemacht wurde in der Röhre stellte sich raus das sie eine großräumige Hirnblutung hat (4-6 cm). Sie ist seit dem im künstlichen Koma und soll heute am 27.09.2016 langsam wieder zu Bewusstsein geführt werden um zu schauen ob ihr Gehirn noch arbeiten tut und ob sie von alleine aus atmen kann da sie auch zur Zeit künstlich beatmet wird. Der Arzt meinte große Hoffnung will er uns nicht machen da die Blutung relativ groß ist. Abschließend meinte ich zu dem Arzt: "Also kann man von einem Hirntod ausgehen"? und der Arzt bestätigte es mir. Wir können leider auch nur abwarten und hoffen was raus kommt und was uns der Arzt nachher zu sagen hat nach den ganzen Tests.