Allgemeine Frage zum Thema "Sauerstoffmangel bei der Gebrut"

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von binemaja84 24.04.11 - 19:22 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Kann es sein, dass ein Kind bei der Geburt allein durch Sauerstoffmangel eine diagonale Spastik bekommt?
D.h. es ist beim Laufen stark eingeschränkt und "schielt"?

Gruß
Bine

Beitrag von coko20 24.04.11 - 23:39 Uhr

eine "diagonale" spastik ist mir gänzlich unbekannt.
allerdings kann durch sauerstoffmangel klar eine spastik ausgelöst werden, die sich durch einschränkungen im laufen äußern kann.
warum fragst du?

Beitrag von elofant 25.04.11 - 20:23 Uhr

Was ist eine diagonale Spastik?

Beitrag von binemaja84 25.04.11 - 21:04 Uhr

Es geht um das Kind einer Bekannten... Die Kleine wird von den Eltern behandelt wie ein lästiges Anhängsel und permanent erniedrigt...
ich weiß ehrlich gesagt nicht was es genau ist. Jedenfalls ist die rechte Gesichtshälfte, der rechte Arm und das linke Bein betroffen.
Das linke Bein und den rechten Arm kann sie schlecht bewegen und muss sich immer mit den Armen ausbalancieren damit sie nicht fällt. Außerdem kann sie das rechte Auge nicht "fokussieren"- es läuft immer zur Seite.

Ich bin selbst schwanger und habe einen kleinen Sohn. Deswegen berührt mich das ganze so und ich mache mir einfach ein paar Gedanken.
Ich vermute nun, dass diese Bekannte sich in der SS an Toxoplasmose oder Listeriose angesteckt hat, da sie immer sehr nachlässig war was die Ernährung anging und zudem auch geraucht hat :-[ Sie wollte das Kind nie haben.

Sie sagt es kam durch Sauerstoffmangel. Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen.

Beitrag von coko20 25.04.11 - 22:55 Uhr

kann durchaus alles möglich sein.

Beitrag von kanand 26.04.11 - 09:22 Uhr

Ich finde es ziemlich unfair was du deiner Bekannten da unterstellst #contra !
Weißt du wie schweer es ist ein behindertes Kind zu haben? Vieleicht solltest du ihr ehr Hilfe anbieten als sie so anzufeinden.
Ich habe selbst eine Tochter die eine perinatale Asphyxie (so nennt man den Sauerstoffmangel unter der Geburt) erlitten hat. Auch sie schielt und läuft bis jetzt noch nicht. Die Beinchen sind bei ihr schlaff.
Du kannst ja bei Rehakids mal nachlesen was für schweere Folgen ein Sauerstoffmangel haben kann.

kanand

Beitrag von binemaja84 26.04.11 - 09:40 Uhr

wenn du wüsstest...

Die Mutter sagt selbst, dass sie ihre Tochter nie wollte und ein Kind nicht in ihr Leben passt. Als sie damals schwanger war hat sie auf nichts geachtet, geraucht, getrunken...alles gegessen.

Mich lacht sie aus wenn ich keinen Rohmilchkäse oder rohes Fleisch essen will.

Sie erniedrigt ihre Tochter sie solle nicht "so blöde gucken" oder beim laufen mal die Arme runter nehmen. Schreit sie an wenn sie anfängt zu weinen und reißt an ihr rum wenn sie nicht schnell genug läuft.

Sie war jetzt 3 Tage bei uns zu Besuch und die Kleine wurde nicht einmal gewaschen. Sie bekam keine Getränke und hatte Angst ihre Mutter zu fragen ob sie mal zur Toilette darf. Das Mädchen ist in jeder Hinsicht vernachlässigt.

Die Mutter auf das Problem anzusprechen ist sinnlos. Ein Angebot zur Hilfe ist hier fehl am Platz. Ich weiß nicht was ich machen soll.

Beitrag von kanand 26.04.11 - 11:00 Uhr

hallo binemaja
da hast du natürlich recht solch eine Vernachlässigung und Demütigung eines Kindes geht natürlich gar nicht.
Ich denke aber trotzdem gerade da braucht vor allem das Kind (aber auch die Mutter) Hilfe. Ich denke nicht von dir, denn damit wärst du überfordert.
Bekommt das Mädchen Therapien? Geht die Mutter mit ihr in ein SPZ? Vieleicht können die der Mutter sagen wo sie Hilfe bekommen kann. Es ist manchmal auch oft nicht einfach damit klarr zu kommen das man ein besonderes Kind hat (ich habe leider anscheinend sogar zwei davon, weiß also was man da durchmacht) und da kann man auch manchmal austicken. Aber da muß man sich dann auch Hilfe holen.
Wie alt ist das Mädchen denn?
Wenn sie sich gar nicht helfen lassen will, ist vieleicht auch ein Gang zum Jugendamt angebracht, zum Wohle des Kindes.

Beitrag von binemaja84 26.04.11 - 13:13 Uhr

Sie ist sechs Jahre alt.
Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt das Jugendamt einzuschalten. Mein Mann sagt immer ich solle mich nicht in deren Angelegenheiten mischen. Das würde zu nichts führen und ich wäre später diejenige, die Probleme mit dem Jugendamt und meiner Bekannten bekommt.

Außerdem kenne ich sie schon lange, habe aber bisher nie mitbekommen wie sie ihr Kind behandelt, da wir uns nur selten gesehen haben und sie die Kleine immer von anderen Menschen fernhält.

Ich habe wirklich Gewissensbisse!!
Das Mädchen hat so lange, schmutzige Fußnägel, dass sie bei den Temperaturen nichtmal Sandalen anziehen durfte! Sie hat zu meinem Mann sogar gesagt, dass "ihr Popo juckt" aber gewaschen wurde sie kein einziges Mal. Nichtmal die Zähne wurden ihr geputzt. Mehrmals am Tag hat sie mit den Tränen gekämpft- aber sie ist wohl mittlerweile in der Lage das Weinen auf Knopfdruck zu unterdrücken.
..und, und, und...

Ist das überhaupt ein Fall fürs Jugendamt? Ich bin mir nichtmal sicher ob ich dort ernst genommen werden würde. Nachher mache ich alles schlimmer als es soweiso schon ist!!

Beitrag von elofant 26.04.11 - 14:01 Uhr

In meinen Augen wird das Kind nach Strich und Faden vernachlässigt. Ruf das Jugendamt an. Wieso solltest Du deswegen Probleme bekommen? Mit der Bekannten - ok. Aber auf den Kontakt kannst Du sicher "verzichten". Aber warum sollte Dir das JA an den Karren fahren?

Unser Sohn ist auch behindert (nach Krankheit vor 2 Jahren, also nicht von Geburt an), aber ich würd ich ihn zu keiner Zeit so behandeln, wie Du das von der Kleinen schilderst.

Und wenn die Mutter die Kleine immer nur von der Zivilisation fern hält und sie dermaßen erniedrigt (selbst sagt, dass sie nir ein Kind wollte), ist es wohl das Beste, die Kleine kommt in eine Pflegefamilie!

Beitrag von daisy80 26.04.11 - 13:08 Uhr

Na aber sicher kann das eine Folge von Sauerstoffmangel unter der Geburt sein.
Mein Partner darf sich deswegen mit einer spastischen Hemiplegie (äußert sich ähnlich wie die von dir genannten Symptome, aber nur einseitig und in seinem Fall noch recht moderat) arrangieren.

Unterstellen solltest Du ihr so etwas wirklich nicht.

Beitrag von tigaluna 26.04.11 - 21:02 Uhr

Also eine Spastik kann durch Sauerstoffmangel entstehen.

Aber mal zu den anderen angesprochenen Sachen:

Geh zum Jugendamt. Sprech die Dinge an und sage Ihnen, das du niemanden schlecht machen möchtest, aber das du Hilfe für dieses Kind verlangst. Ein Kind stirbt nicht davon, wenn es 3 Tage nicht gewaschen wird, aber wenn so etwas ständig passiert und auch andere pflegerische Dinge nicht gemacht werden, dann ist das sehr wohl Vernachlässigung.
Das das Mädchen einen juckenden Po hat muss allerdings nicht direkt an der Hygiene liegen, ich vermute viel eher, das das Mädchen Würmer hat. Und die sollten behandelt werden. Ich hoffe du hast ein Jugendamt, welches nicht weg schaut- sei freundlich, aber hartnäckig!