gemeinsames Sorgerecht und Unterschriften

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von rammsteinengel 24.04.11 - 19:26 Uhr

Frohe Ostern erstmal.

Zu meiner Situation. Ich habe mit dem Vater meiner Tochter (7 Monate) gemeinsames Sorgerecht. Heute ärgere ich mich darüber das ich das gemacht habe, aber ändern kann ich es ja nicht mehr. Seit der Schwangerschaft gehen wir getrennte Wege, da er das Kind nicht haben wollte. Nach ein paar Wochen hat er sich aber besonnen und kam regelmäßig mit zum Arzt und liebt sie seit der Geburt abgöttisch.

Ich habe von Anfang an den Umgang gefördert und übers Jugendamt wurde auch vermittelt (da wir uns nicht besonders verstehen, er ist etwas herschsüchtig) trotzdem ging es gleich nach der Geburt vor Gericht, da er das Aufenthaltsbestimmungsrecht für sich will und meinem Nachnamen nicht zugestimmt hat.

Ich hab zwar "gewonnen" wenn man das so sagen kann, der Ärger hörte trotzdem nicht auf. Übers Jugendamt haben wir nach dem Abstillen Zeiten ausgemacht wann er das Kind hat.

Nun ist es so das die Sommersaison begonnen hat und er selbstständig ist und bei gutem Wetter das Geschäft gut läuft. Wieder ein Schlichtungsgespräch beim Jugendamt es wurden neue Zeiten besprochen. Wochenende solle er arbeiten und ich das Kind haben, dafür nimmt er sie dann IN der Woche. Kam mir auch ganz recht da es mir ohnhin mit 3 Tagen zuviel war, schließlich ist der Lebensmittelpunkt ja hier.
Er tobte, das will er nicht, am liebsten will er sie die ganze Woche und ich dann am Wochenende, was ich natürlich nicht möchte.
Ich habe ihm 2 Tage angeboten (von Dienstag auf Mittwoch) und ich möchte gern Regelmäßigkeit (was das Jugendamt auch wichtig erachtet das sie noch so klein ist)
Nun hat er einen Krippenplatz in seinem Ort besorgt und fordert meine Unterschrift!
Ich weiß ja, daß wir beide bei Kinderbelangen unterschreiben müssen, aber sie lebt bei mir und ich möchte auch das sie bei mir bleibt und hier in den Kindergarten geht. Muss ich das wirklich unterschreiben?
Er sagt, sobald er die Unterschrift hat, wird er wieder vor Gericht ziehen und diesmal gewinnen.

Ich bin verzweifelt und bis Dienstag wenn ich meine Anwältin wieder erreichen kann, ist noch so lange hin.

Es ist mit ihm wirklich nicht zu reden, ich versuche es seit Monaten, komme ihm ständig entgegen und langsam hab ich das Gefühl ich spiel ihm die Bälle nur zu. Das das Jugendamt versucht zu vermitteln, klappt zwar, aber richtig ruhig wird es nie. Zum Glück passiert das nie vor dem Kind, zu ihr ist er wirklich ein guter Vater, aber der ewige Druck und die Angst jedes halbe Jahr das Kind verlieren zu können macht mich langsam mürbe.

Hat vielleicht jemand ähnliches Problem oder weiß Rat. Wäre sehr dankbar.

lg Sue

Beitrag von silbermond65 24.04.11 - 20:44 Uhr

Nun hat er einen Krippenplatz in seinem Ort besorgt und fordert meine Unterschrift!
Ich weiß ja, daß wir beide bei Kinderbelangen unterschreiben müssen, aber sie lebt bei mir und ich möchte auch das sie bei mir bleibt und hier in den Kindergarten geht. Muss ich das wirklich unterschreiben?

Nein ,mußt du nicht !
Und schon gar nicht mit dieser Drohung:

Er sagt, sobald er die Unterschrift hat, wird er wieder vor Gericht ziehen und diesmal gewinnen.

Der Typ spinnt doch.
Ist ja schön ,daß er sich auch um das gemeinsame Kind kümmert ,aber erst will er sie gar nicht und dann will er sie dir am liebsten wegnehmen.......was soll das?
Geh Dienstag sofort zu deiner Anwältin.Die Zeit bis dahin kommt dir zwar lang vor,aber morgen ist ja Feiertag ,da kann er auch nichts machen.

Beitrag von rammsteinengel 24.04.11 - 20:56 Uhr

Hallo Silbermond,
vielen Dank für die Antwort und ich bin froh, daß du es ähnlich siehst.
Dachte schon, ich werde hier zerrissen, weil er sich ja kümmert (weiß ja selbst wie selten das ist)

Er meint, er macht das zum Wohle des Kindes. Er hat ein eigenes Haus auf dem Lande, Geld genug (zahlt aber nur 76,- Unterhalt) und ohnehin viel mehr Ahnung von allem.
Bei mir wäre alles eine Zumutung, enge Wohnung, noch 2 Kinder (da kommt sie ohnehin immer zu kurz) und ich würde sie gar nicht fördern können. Die Gegend wo wir wohnen ist ihm natürlich auch nicht recht... und ich könnt noch 100 Beispiele nennen.

Mit dem Jugendamt führe ich natürlich auch ständig Gespräche, mir wurde aber auch klar gesagt, das er eben 50% Chance hat das Kind zu bekommen, genau wie ich. Somit bin ich ziemlich ängstlich das es klappen könnte. Ihm das Kind "entziehen" würde ich zwar nie, aber etwas weniger halte ich für gut. Nur was ist für das Kind am besten`? Sie ist bei beiden glücklich, aber auch noch so klein.

Alles zum Kindswohl ist wirklich schwer zu beurteilen und das JA ist mir da auch nicht wirklich die größte Hilfe, fürs Vermitteln zwischen Vater und mir bin ich aber dankbar, da ich allein gar nicht zu Wort komme.

Und so wars auch beim Gericht, er hat große Reden geschwungen, sich als Superdad dagestellt und mich nur schlecht gemacht. Da Ruhe zu bewahren ist fast ein Kraftakt.

Beitrag von nadineriemer 24.04.11 - 21:50 Uhr

Hallo,
laß ihn drohen,damit kommt er nicht weit und das wird er auch bald merken.Wenn das Kind bei dir gut aufgehoben ist,warum sollte man es dir weg nehmen.Jugendamt halte ich immer daraus,weil wirklich greifen tut es ja bei euch anscheinend auch nicht,sonst würde er nicht weiter drohen.Mach so etwas mit deiner Anwältin.

Nadine

Beitrag von silbermond65 24.04.11 - 22:01 Uhr

Er meint, er macht das zum Wohle des Kindes.

Zum Wohle des Kindes setzen sich beide an einen Tisch ,schauen ,wie es laufen kann und soll und dann wird gemeinsam entschieden.
Aber nicht so wie der werte Herr mit irgendwelchen Drohungen und nu mach mal.

Beitrag von rammsteinengel 24.04.11 - 22:49 Uhr

Genau mein Reden, mit dem Mann nur leider nicht machbar. Danke für eure Antworten, Dienstag ab zur Anwältin.

Beitrag von ppg 25.04.11 - 11:44 Uhr

Nach dem, was jetzt in Deinem Post steht, stellt sich die Sache schon anders dar.

Zu beengter Wohnraum ( 12,5 qm pro Person ) mit Ausnahme der Gemeinschaftsräume ist eine Überbelegung, die nicht nur zur Wohnungskündigung sondern selbstverständlich auch dazu führen kann, das das eine Kind entnommen werden könne. Besonders dann, wenn diese Wohnung womöglich auch noch an einem sozialen Brennpunkt ist. Wenn es bereits Verhaltesauffälligkeiten bei den anderen Kinder gibt, dann ist es auch möglich, das deine Erziehungsfähigkeit in Zweifel gezogen werden kann.

Ich an Deiner Stelle würde mir einen Anwalt nehmen. Auf der Stelle.

Andererseits ist ein großes Haus auf dem Land ja auch nicht wirklich schlecht für ein Kind. Warum sollte ein Kind immer eher bei der Mutter aufwachsen, wenn es auch andere (villeicht sogar bessere ) Alternativen gibt.

Versuche möglichst sachlich abzuwägen , was das Beste für dieses Kind ist.

Ute

Beitrag von nadineriemer 25.04.11 - 12:10 Uhr

Hallo,
wie vielen Harz 4 Müttern müssten dann wegen zu engem Wohnraum die Kinder weg genommen werden.Das ist erst mal nicht so,da die Arge mit den Sätzen was Wohnraum u.s.w angeht seit 1.1.2011 sogar noch weiter runter gegangen ist.Dann ist es so das man mit einer Harz 4 Wohnung nicht mal eben in einer der besseren Gegend wohnen kann,aufgrund dessen das man sich halt an den Mietspiegel halten muß.
Das ist ein sehr weit her geholtes Argument,weil dann würden viele Harz 4 Kinder nicht mehr bei ihren Müttern leben.
Wenn ihre anderen Kinder auffällig sein sollten,ist es auch kein Grund ihr das Kind weg zu nehmen.Vorallem haben ihre anderen Kinder nichts mit dem Vater zu tuen,sie scheinen aus einer anderen Beziehung zu sein.Diese Kinder gehen den Vater nichts an,wurde mir selber beim Familiengericht mitgeteilt,das der Vater meiner kleinen nichts mit meinen Söhnen zu tuen hat und es ihn auch nichts angeht,wie sie leben und was mit ihnen ist.Es geht nur um unser gemeinsames Kind.
Bei einer Kindeswohlgefährdung werden Kinder in der Regel raus genommen und das scheint hier nicht der Fall zu sein.Es gibt auch noch andere Gründe warum Kinder Auffällig sein können,ohne gleich als nicht Erziehungsfähig zu gelten.

Nadine

Beitrag von parzifal 25.04.11 - 15:53 Uhr

Deine Ausführungen sind zutreffend. Sie stehen aber in keinerlei Widerspruch zu denen von ppg.

Was ppg geschrieben hat, hat doch Hand und Fuß.

Wer bei der TE der "bessere" Betreuer ist kann doch gar nicht beurteilt werden, weil dazu fast jeder Sachverhalt fehlt.

Mitgeteilt wurden nur die Wohnverhältnisse. Dies ist ja nur ein kleiner, winziger Teil der in die Betreuungsentscheidung einfließt.

Wenn aber sonst beide Elternteile vollkommen gleich gut zur Betreuung geeignet sind, sollten Wohnverhältnisse etc. ja wohl hoffentlich nicht vollkommen unberücksichtigt bleiben oder?


parzifal

Beitrag von nadineriemer 25.04.11 - 16:46 Uhr

Wer Geld hat ein Haus ein großen Garten der bekommt das Kind?
Gut das es in der Realität nicht der Fall ist.
Dann fangt mal an den Harz 4 Müttern die Kinder weg zu nehmen,weil die meißt wenig Platz und auch wenig Geld haben.

Nadine

Beitrag von parzifal 25.04.11 - 20:56 Uhr

"Wer Geld hat ein Haus ein großen Garten der bekommt das Kind? "

Das ist das was Du lesen möchtest. Nicht das was geschrieben wurde.

Du machst total auf Polemik statt mit einem Fünkchen Realismus an die Sache zu gehen.



Umgekehrt gefragt. Wären die Wohnverhältnisse denn immer total egal?

Beispiel:
Beide Elternteile sind gleich gut geeignet und haben ansonsten die gleichen Voraussetzungen wie Bindung zum Kind etc. (UND DAS IST DER ABSOLUTE SCHWERPUNKT FÜR DIE§ ENTSCHEIDUNG, DER AUCH NIE IN ABREDE STAND).

Das eine Elternteil wohnt aber in total beengten Verhältnissen in einemsehr schlechten Umfeld. Das andere in einer in bester Lage mit gutem Umfeld.

Deine Lösung dieses Falles würde mich interessieren.

Dies auf die Formel zu reduzieren "Aha, der mit dem Haus bekommt das Kind", ist dem ernsten Thema absolut unangemessen.

Oder genau deswegen diesem das Kind nie zu geben ebenso.

Weshalb sollte der Umstand der Wohznverhältnisse vollkommen unberücksichtigt bleiben? Denn nur wenn Du das denkst, kommst man ansatzweise zu einer nachvollziehbaren Sichtweise für den vorliegenden Fall.

parzifal

Beitrag von nadineriemer 25.04.11 - 21:18 Uhr

Hallo,
das Kind lebt bei der Mutter seit seiner Geburt und es gibt keinen Grund ihr das Kind daraus zu holen.Kein Mensch würde das Kind daraus holen nach allem was der Vater sich jetzt schon geleistet hat.
Sie kann wegen seinen Drohungen und Unterstellungen gegen ihn auch Gerichtlich vorgehen.
Eine alleinerziehende Mutter hat in der regel was das Finanzielle angeht eher weniger wie der Mann wenn die Kinder bei ihr bleiben.Viele sind auf Harz 4 angewiesen bekommen keinen Unterhalt und sollen auch noch dafür bestraft werden indem man ihnen die Kinder weg nimmt?
Mal gut das beim Gericht nicht das der Ausschlaggebende Punkt ist.

Nadine

Beitrag von parzifal 25.04.11 - 23:10 Uhr

Mir scheint Du willst nicht verstehen worum es ppg ging.

Du resümierst immer wieder, dass das Finanzielle nicht den Ausschlag geben kann und soll.

Damit rennst Du doch offene Türen ein.

Und es geht auch nicht darum, dass jemand hier wirklich glaubt, dass der Mutter das Kind weggenommen wird.

Es vertritt doch keiner die Ansicht, dass der Vater jetzt die Betreuung erhalten sollte.

Du legst den Schwerpunkt worum es geht vollkommen falsch (oder siehst ihn gar nicht).

Es geht darum, dass ppg empfohlen hat zu prüfen was das Beste für das Kind ist.

Und daran kann doch überhaupt nichts Negatives sein.

Was die beste Entscheidung ist kann hier doch gar keiner entscheiden, der die konkreten Umstände nicht kennt.

Beitrag von silbermond65 25.04.11 - 12:40 Uhr

Andererseits ist ein großes Haus auf dem Land ja auch nicht wirklich schlecht für ein Kind. Warum sollte ein Kind immer eher bei der Mutter aufwachsen, wenn es auch andere (villeicht sogar bessere ) Alternativen gibt.

Dann sollte ich meine Tochter wohl auch schnellstens zum Vater geben.
Der wohnt in seinem Haus mit Garten auch allein und hier hat sie nicht mal ein eigenes Zimmer.

Beitrag von rammsteinengel 25.04.11 - 13:49 Uhr

Mahlzeit euch allen,
wir sind auf Wohnungssuche und es ist einfach nur schwierig. Andererseits ist die Kleine ständig bei mir und schläft nur in dem Zimmer meines Sohnes, alles andere findet im Wohnzimmer statt. Bis sie ein eigenes Zimmer "braucht" haben wir wohl hoffentlich eine größere Wohnung gefunden. Kindeswohlgefährdung ist es nicht, das ist vom Jugendamt bestätigt.

Was mich nervt ist, daß er auf allen meinen "Schwächen" rumreiten kann, ich dagegen so gar nichts tut kann. Dieser ewige Kampf geht an die Substanz, ob es so gut fürs Kiind ist, wenn die Mutter ständig Angst hat? Jedes halbe Jahr vor Gericht ziehen (seine Anwaltskosten sind enorm hoch, der Unterhalt dagegen nicht) ist für mich auch Ironie. Aber so ist das eben, ich kann kaum etwas sagen bin aber den Angriffen ausgesetzt.

So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt, anfangs war ich so froh, daß er sich soviel kümmert (was ich auch immernoch bin, keine Frage) aber ganze drumherum könnte einfacher sein. Wird es aber nie, weil er es nicht will, es sei denn ich gebe ihm das Kind.

Beitrag von peti05 25.04.11 - 15:36 Uhr

Hallo

Haben wir den gleichen Mann?

ich misshandel meine Kinder zu Essen bekommen sie auch nichts...meine Wohnung ist grenzwertig......Schlechter Einfluss des grossen Bruders.....falsche Freunde falsches Umfeld....falsche Mutter.......mehrere Anzeigen und noch vieles vieles mehr

Ich bin ein grottenschlechter Mensch :-p

Unterhalt gibt es für den kleinen keinen Cent

Und ich warte nun sehnsüchtig auf dem Termin weil es mittlerweile schon beim Oberlandesgericht ist

Er will auch das Kind bei sich haben

In der 1 Instanz habe ich schon das Aufenthaltsbestimmungsrecht
zugesprochen bekommen.

Ich stimme voll und ganz zu es zerrt furchtbar an den Nerven weil man Angst hat was kommt als nächstes?

Nerven bewahren !!!

lg Petra

Beitrag von rammsteinengel 25.04.11 - 15:48 Uhr

ganz genau und weil immer dieses 50% zu 50% im Raum steht, kann man sich nie sicher sein und mit einem guten Gefühl weiter machen.

Ich hätte nur wegen dem stillen gewonnen, nun hätte ich ja keine Pluspunkte mehr und stillen ist vorbei.

Natürlich will ich eine gute Mutter sein und denke auch das ich es bin (perfekt ist man ja nie) aber dieses ewige Miesmachen????

Nun hat er noch eine neue Masche. Er will das Kind in der Woche, damit ich jetzt schon wieder arbeiten gehen kann. Natürlich geh ich wieder arbeiten, das ist nicht die Frage, aber das ist doch wieder nur "Schikane" damit er im besseren Licht seht. Bei ihm ist sie mit im Laden, unterhält die Kundschaft und alles läuft ja sooooooooooo wunderbar.

Dieses Gezerre am Kind kann doch nicht gut sein. Ich hätte so gern normale Papatage und Ruhe.

Beitrag von parzifal 25.04.11 - 15:46 Uhr

Die genannten Punkte sind doch nicht die allein entscheidenden. Und das wurde auch nicht behauptet!

Mir scheint Du willst absichtlich etwas falsch verstehen!

Wenn beide Parteien persönlich die gleichen Voraussetzungen für die Betreuung des Kindes mitbringen sollten dann Punkte wie Wohnraum, Umfeld etc trotzdem vollkommem außen vor bleiben?

Die Frage ist doch welche in der Person der Mutter bzw. des Vaters liegenden Punkte für den Verbleib bei einem Elternteil sprechen. Und die wurden hier doch gar nicht genannt.

Es ist doch vollkommen unklar, wer der bessere Betreuer ist, da hierzu jede Angabe fehlt.
Kennen tun wir nur bisher das Umfeld.

"Andererseits ist ein großes Haus auf dem Land ja auch nicht wirklich schlecht für ein Kind. Warum sollte ein Kind immer eher bei der Mutter aufwachsen, wenn es auch andere (villeicht sogar bessere ) Alternativen gibt. Und das hat es nicht verdient ins Lächerliche gezogen zu werden."

Was ist an dem Satz OBJEKTIV falsch?

Dass ein größeres Haus etc. nicht automatisch eine "bessere Alternative" ist wird nicht behauptet. Es kann aber ein Mosaikstein sein das im Gesamtbild erscheint.

Wenn bei beiden alle persönlichen Voraussetzungen zur Betreuung GLEICH sind, warum sollte das nicht den Ausschlag geben dürfen?




Beitrag von nadineriemer 25.04.11 - 16:52 Uhr

Ein großes Haus auf dem Land!Das ist es was ein Kind glücklich macht?
Es geht um ein Kind und dem ist es scheiß egal ob es im Haus oder in einer Wohnung lebt!Es geht um die Bindung die das Kind zum jeweiligen Elternteil hat und wie Eltern mit dem Kind umgehen.
Wenn die Mutter ihr Kind nicht gefährdet dann wird man es ihr so ohne weiteres auch nicht weg nehmen.Sie fördert den Umgang zum Vater und er macht nur Streß und Droht ihr.Ob das vom Gericht positiv für den Vater gesehen wird bezweifel ich sehr.
Ich würde übrigens gegen seine Drohung und seine falschen Anschuldigen eine Anzeige machen.Und eine Unterlassungsklage würde ich bei falschen Behauptungen auch über einen Anwalt einreichen.Das wirkt sich sehr positiv für ihn aus.

Nadine

Beitrag von peti05 25.04.11 - 17:29 Uhr

Hallo


Ich kann sie sehr gut verstehen!!

Dem Vater geht es nicht darum wie gut das Kind versorgt ist

Ihm geht es darum sein Recht zu bekommen mit allen Mitteln!!!!.

Was natürlich nicht heissen soll das er sein Kind nicht liebt.

Aber indem Fall wird die Mutter schlecht gemacht in der Hoffnung das Kind zu bekommen.

Aber in der heutigen Zeit ist es nicht mehr so laut dem Motto*Du bist ein schlechter Mensch du hast keine Rechte und wirst nun verurteilt*

Vielmehr sehen Jugendamt,Gericht etc den Elternteil der am wohlhabensten über den anderen Elternteil spricht bzw verhält.

Habe seit fast 2 Jahren damit zu kämpfen.

Jugendamt im Hause,ständige Anschuldigungen und noch so einiges.

Selbst das Oberlandesgericht wird jetzt nicht mehr anders entscheiden.

Der Kleine wird bei mir bleiben dürfen.

Ein Wechselmodell wird es nicht geben,da wir 80 km entfernt voneinander wohnen und so ein Modell setzt ein hohes Maß an Kommunikation vorraus was auch nicht gegeben ist.

Und es stimmt einem Kind ist es egal wo es lebt ob Haus oder Wohnung ob man Geld hat oder nicht.Liebe kann man(n) nicht kaufen.

Da geht mir echt wieder die Hutschnur hoch wenn ich das lese und das alles wegen gekränkter Eitelkeit und verletztem Stolz.

lg Petra :-)

Beitrag von parzifal 25.04.11 - 21:17 Uhr

"Es geht um die Bindung die das Kind zum jeweiligen Elternteil hat und wie Eltern mit dem Kind umgehen. "

Volle Zustimmung!

Weißt Du wie es bei der TE ist? Was ist wenn beide Elternteile gleich gut geeignet sind? Warum unterstellst Du automatisch, dass bei der TE alle anderen Punkte außer Haus etc. für sie sprechen?

Ich kann nicht beurteilen wer von beiden Elternteilen hier besser geeignet ist, da ich nicht weiß wie die Betreuung bisher funktionierte, wie die Bindungen sind etc?

Du trittst aber sofort für die Mutter ein, Und das ist einseitig.

Und nein, ich trete nicht automatisch für den Vater ein.

Warum glauben viele hier, wenn man nicht für einen ist ist man automatisch gegen einen?

Ich plädiere mitnichten, dass der Vater hier das Kind betreuen soillte, weil mir dafür das Hintergrundwissen fehlt.

Wieso hier aber veile denken zu wissen, dass die Mutter eindeutig den Vorzug erhalten sollte ist mir ein Rätsel.

Was ist also, wenn beide Elternteile absolut gleich geeignet sind?

Sollte dann pauschal die Mutter den Vorzug bekommen? Weshalb?

Und wenn beide Elternteile absolut gleich geeignet sind, sollten dann die Wohnverhältnisse und Umfeld nicht berücksichtigt werden? Siehst Du in denen kein Vorteil für das Kind?

Jedem der hier nicht blind für die Mutterseite Partei ergreift wird automatisch unterstellt, dass er für die andere Seite ist.

Lies nochmal den Beitrag von ppg in Ruhe durch. Dann merkst Du vielleicht erst dessen Neutralität, an der es Deinem mangelt.

Sie ergfreift eben keine Partei und sagt man soll prüfen was das Beste für das Kind ist.

Das Einzige was ppg "vorwerfbar" ist, dass hierbei das Unausprechliche und Unvorstellbare als MÖGLICHKEIT gesehen wird, dass dies auch der Vater sein KÖNNTE(!).

Außer, dass der Vater bessere Wohnverhälnisse hat als die Mutter wissen wir nichts was ein Urteil erlaubt. Die wichtigen Dinge wie bestehende Bindungen etc. kennt man nämlich nicht.

parzifal

Beitrag von nadineriemer 25.04.11 - 21:21 Uhr

Genau Utes Kinder leben ja auch bei ihr und nicht bei ihrem Ex,also kann sie leicht reden.
Sie hat ihre Kinder und andere Mamas sollen sie abgeben weil sie dann ein größeres Haus haben.

Beitrag von parzifal 25.04.11 - 23:19 Uhr

Du willst einfach nicht verstehen, dass ppg dies gar nicht geschrieben hat.

Kein Mensch verlangt hier bei derzeitigem Sachstand, dass die Mutter die gemeinsamen Kinder dem Vater zur Betreuung geben soll.

Es wurde verlangt, dass zu prüfen ist was das Beste für das Kind ist. Und das kann ja wohl nicht verkehrt sein.

Du machst statt dessen daraus, dass sie möchte das die Kinder zum Vater kommen. Dazu fehlt doch ausreichender Sachverhalt.

Auch Du hast keinen genügenden um Dich einseitig auf die Seite der Mutter zu schlagen.

Mein Beispielsfall (was wäre wenn beide gleich geeignet sind und die Wohnverhältnisse dazukommen)hast Du im Übrigen nicht beantwortet.

parzifal

Beitrag von rammsteinengel 25.04.11 - 23:34 Uhr

gleich geeignet????? Auch das ist wieder Ermessungssache.

Gleich lieben tun wir sie sicherlich. Ich hab meine kleine Familie, er hat sich. Was ist besser? Schwer zu sagen.

Vernünftig "teilen" klingt schon seltsam und ist es auch. Wenn man vernünftig kommunizieren kann jedenfalls einfacher, aber auch das ist nicht möglich.

Er will sie um jeden Preis ist aber auch nicht ganz unrichtig.

lg Sue

Beitrag von parzifal 26.04.11 - 01:12 Uhr

Hier kann keiner am grünen Tisch entscheiden wer wie geeignet ist. Dazu fehlt uns das Hintergrundwissen.

Ich wende mich nur dagegen, dass hier gleich einseitig Partei ergriffen wird.

Was ich bei Dir aber sehr positiv empfinde, dass Du versuchst objektiv zu sein (zumindest soweit ich das überblicken kann). Allein das spricht schon für Dich. Daher hast Du schon deshalb meinen Respekt.

Angst zu haben, dass der andere die Betreuung will und trotzdem zu sagen, dass ihr eure Tochter beide gleich liebt schaffen hier nur die wenigsten.

Gruß
parzifal