Kinderfragen? Wie erklären?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von zahnweh 25.04.11 - 00:15 Uhr

Hallo,

habe da mal eine Frage:

meine 3,5 Jahre, fragt aktuell öfter nach ihrem Papa und wann er sie besuchen kommt.

Die Situation ist folgende.

1. er hat sie als Baby ein paar mal gesehen
2. Umgang wäre möglich gewesen, wollte er dann aber doch nicht mehr (bis das Jugendamt auch nicht mehr wollte)
3. sie hat Fotos von sich und ihm von den wenigen Umgängen
4. sie weiß, dass sie einen Papa hat, hat ihn nur ewig nicht mehr gesehen. Darf auch jederzeit alles fragen.
5. er hat keinerlei Interesse und selbst wenn er es wieder bekäme, gibt es gravierende Gründe, weswegen das Jugendamt Umgang nur sehr skeptisch betrachtet und allenfalls betreuten zulassen würde

So, aktuell ist es so: sie fragt immer wieder nach ihrem Papa. Sagt, dass sie ihn besuchen will. Sagt, dass er mal wieder sie besuchen soll.... scheint sich da auch Hoffnungen zu machen.

Wie erkläre ich ihr,
- dass die Wahrscheinlichkeit ihn in den nächsten Jahren wieder zusehen gegen Null geht?
- dass er sie auf seine Art und Weise liebt hat, nur nicht präsent ist?


ohne, dass sie sich falsche Hoffnungen macht.
ohne, dass sie ihn sich als "perfekten Papa" vorstellt
ohne, dass ihn schlecht zu reden.
...


wie viel haben eure mit 3,5 Jahren verstanden bzw. was?

Gegenfragen werden gerne beantwortet, wenn sie einer genaueren Antwort dienlich sind :-)

Danke im Voraus.

Beitrag von lisasimpson 25.04.11 - 01:35 Uhr

Hallo

Am besten für ein realistisches Bild wäre natürlich ein realer Vater-
wäre ein besuch von euch mit ihm zusammen im zoo alle paar monate denn nicht möglich?

Ansonsten kann ich dir Irmela Wiemanns "Wie viel Wahrheit braucht mein Kind?" Empfehlen- aber auch Ihre Seite mit Literaturempfehlungen.
Dort gibt es einiges auch zum Thema Scheidungskinder und das erleben der Kinder (z.B. francoise dolto: Scheidung)

lisasimpson

Beitrag von arienne41 25.04.11 - 09:55 Uhr

Hallo

Mein Ex ist Fernfahrer.
Ich hab meinem Sohn gesagt das er mit dem LKW weit weg ist und nicht kommen kann. Das entsprach ja irgendwie der Wahrheit.

Du könntest ihr sagen das er weit weg gezogen ist (weit ist ja ein relativer Begriff) und deshalb nicht kommen kann.

Mein Sohn sagte mir dann irgendwann "Du Mama, der Papa will gar nicht kommen" und ich bestätigte es.

Er wird jetzt bald 7 Jahre und er redet selten über seinen Papa.

Ich rede nicht positiv und nicht negativ über ihn eher neutral.

Beitrag von dodo0405 25.04.11 - 18:20 Uhr

Ich habe es meiner Tochter so erklärt wie es ungefähr ist. Die "Er vögelt lieber 23-Jährige anstatt Verantwortung zu übernehmen" möchte ich gerne unter Verschluss halten.

Ich habe es ihr so erklärt:

Dass ihr Vater und ich uns nicht mehr lieben ("Warum Mama? Weil du nicht mehr hübsch bist...?" #schwitz) und er deshalb nicht bei uns wohnt. Und uns auch nicht besuchen kann, weil er jetzt ein neues Leben hat, in dem wir keinen Platz haben.