Wie hoch darf die Rate im Verhältnis zum Gesamteinkommen sein ?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von kitti1976 25.04.11 - 07:33 Uhr

Hallo, Ihr Lieben,

wir schlagen uns gerade mit der Idee herum, ein Haus zu bauen. Dabei würde allerdings eine monatliche Rate von ca. 1000-1100 Euro herauskommen. Dazu kämen noch die Nebenkosten, die wir (incl. Versicherungen, Grundsteuer etc.) mit ca. 400 Euro angesetzt haben. Dies gesamte Summe würde ca. 40% unseres Einkommens ausmachen. Damit haben wir aber irgendwie ein psychisches Problem ... Schließlich binden wir uns mit dieser Rate für die nächsten 20-30 Jahre. Wie sieht das bei Euch so aus ? Welche "Hauskosten" (also Rate + Nebenkosten) habt Ihr so im Verhältnis zu Eurem Gehalt ?

Freue mich über viel Antworten !

LG Steffi

Beitrag von pummelchen74 25.04.11 - 09:04 Uhr

Hallo,

wir zahlen ca. 25-30% unsere Einkommens für unser Haus und Nebenkosten ab und ich finde das das schon viel ist. Man sollte sich ja überlegen ob man sich wirklich 20-30 Jahre so sehr einschränken will, oder wirklich noch ein bisschen Geld übrig hat, für Urlaub und Aktivitäten oder auch Reparaturen und Instandhaltungskosten.

Lasst euch mal von einer Bank beraten die haben einen bestimmten Betrag der monatlich noch zur Verfügung stehen muß. So war es zumindest bei uns vor zehn Jahren noch.

LG Pummelchen

Beitrag von blonde.engel 25.04.11 - 09:09 Uhr

Guten Morgen!

Ich finde, dass 40% schon recht viel sind... gerade beim BAUEN. Denn da vermehren sich die Kosten schnell und jeder Euro mehr Abtrag tut nachher irgendwann "weh".

Wir haben uns Eigentum gekauft und haben mit ALLEN Nebenkosten

Strom
Wasser
Fernwärme
GEZ
Telefon
Internet
Versicherungen
Grundsteuer
Müll
Straßenreinigung/-instandhaltung (Privatstraße)

auch ca 1500€ monatliche Belastung.

Das macht bei uns etwa 27% unseres Gesamteinkommes aus und ich finde schon, dass das recht viel ist...
Reche doch einfach mal für dich selber (ganz ehrlich und ungeschönt) aus, was ihr an festen Kosten so habt und ob IHR damit dann auskommen könnt!

LG
Jenny

Beitrag von emma81 25.04.11 - 09:13 Uhr

Hallo Steffi,

wir haben letztes Jahr gebaut. Unser Verhältnis ist momentan auch ca. 40 %, aber mein Mann ist auch Alleinverdiener. Wenn ich mit dem Studium fertig bin, und wieder arbeiten geh, ändert sich das Verhältnis natürlich.
Außerdem haben wir auch noch einige Rücklagen.

So, wie es momentan ist, wollte ich nicht die nächsten 30 Jahre leben, wobei ich denke, daß viele damit auskommen würden, deswegen kommt es einfach auch immer auf den eigenen Lebensstandard an.

Schreib dir doch einfach mal auf, was ihr pro Monat braucht, und dann siehst du , ob euch das Geld nach dem Hausbau ausreicht.

LG Susanne

Beitrag von joy1975 25.04.11 - 09:52 Uhr

Also 40% ist schon recht ordentlich. Ich zahle aktuell für mein Haus circa 1300€ Rate + die von euch erwähnten Nebenkosten, die sich auch so auf 400€ im Monat belaufen dürften. Damit bin ich auch bei locker 40% meines Einkommens, aber das ist entsprechend hoch und meine derzeitige Tilgungsrate mit 10% an der möglichen Grenze.
Würde ich die runterfahren, käme ich nur auch 700€ Belastung, aber ich will innerhalb von maximal 10 Jahren (aktuell siehts nach 8 Jahren aus) fertig sein.
Über 20-30 Jahre würde ich mir eine so hohe Belastung nicht antun oder habt ihr total krisenfeste Jobs (Beamte)?
Es kann soviel passieren und gerade im Alter droht oft eine frühe oder länger andauernde Arbeitslosigkeit. Ich habe im Verwandtenkreis viele, die ab Mitte 50 keinen richtigen Job mehr gefunden haben, Streß mit ihrem Arbeitgeber hatten etc.pp.
Deshalb plane ich auch so eng bzw. will mit Abbezahlen fertig sein, bevor ich Mitte 40 bin, damit ich mir später sicher sein kann.

Könnt ihr vielleicht in 10-15 Jahren nochmal mit irgendeiner Finanzspritze rechnen, die ihr jetzt übersehen habt? Lebensversicherung, Bausparvertrag, potentielles Erbe??

Überlegt bitte auch, wie gesichert eure Beziehung/Ehe ist. Die Scheidungsrate ist fast 50%, was macht ihr im Falle einer Trennung? Kann einer das Haus alleine halten? Nichts ist schlimmer als nachher kein Haus und noch einen Haufen Schulden, weil man sich irgendwo verrechnet/übernommen hat.
Plant das am besten mal mit einem Finanzberater durch (hab ich auch, konnte danach viel besser schlafen).

Beitrag von curlysue1 25.04.11 - 09:57 Uhr

Hallo,

wir haben aktuell 14% des Gesamteinkommen, wobei ich blos ein paar Stunden arbeite.

Das reicht meiner Meinung nach, wir wollen ja relativ schnell abbezahlen, damit wir mit ca. 35 schuldenfrei sind.

LG

Beitrag von anarchie 25.04.11 - 15:16 Uhr

Hallo!

Völlig relativ!

Wenn du 6000EUR netto hast und 2400EUR abzahlst incl NK - dann sind die 40% ziemlich ok.
wenn du "nur 3000EUR hast, wird es sehr eng...

Wir sind bei etwa 38% und das passt gut, wir leben recht gut - wobei es mir für 30jahre dennoch zu eng wäre - wir zaheln noch etwa 15 jahre ab(5 haben wir schon)
Mein Mann ist Alleinverdiener, ich bin bei den kids, wenn ich mitverdiene, siehts anders aus..

lg

melanie mit 4 kids

Beitrag von bunny2204 27.04.11 - 08:52 Uhr

Wir haben die Rate anders berechnet...wir hatten vorher 450 Euro Kaltmiete - dazu 400 Euro die ich jederzeit verdienen kann. Macht 850 Euro für die Rate.

So haben wir dann auch finanziert.

40% kommt mehr schon sehr sehr viel vor.

LG BUNNY