Traurige Woche hat begonnen :-(

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von jujo79 25.04.11 - 11:49 Uhr

Hallo!
Pünktlich zum Start der besch.... Woche hat es mich erwischt und ich weine den halben Morgen. Bis dahin ging es noch ganz gut bzw. ich konnte mich gut ablenken. Anscheinend bricht es nun wieder aus mir heraus.
Im September 10 hatte ich eine FG, der ET wäre der 28.4. gewesen und nun denke ich natürlich die ganze Zeit daran, dass ich jetzt entwede mit Riesenkugel oder mit Baby auf dem Arm hier sitzen würde. Dazu kommt, dass ich gerade meine 2.FG hatte und das macht alles noch trauriger. Wenn ich doch jetzt wenigstens schon wieder ss wäre. Morgen habe ich Geburtstag und habe keine Lust darauf, aber ich muss mich ja schon für meine beiden Kinder freuen, die die ganze Zeit geheimnisvoll tun und schon voller Vorfreude sind. Und morgen muss ich auch wieder zum FA, um gucken zu lassen, ob der HCG-Wert ordentlich sinkt.
Zu guter Letzt ist mir gestern auch noch eine Plombe im Eckzahn rausgefallen und ich habe Zahnschmerzen. Ich habe einfach das Gefühl, kein Monat vergeht, in dem nicht irgendwas ist. Seit September hatte ich 3 Mal die Grippe, richtig doll, was ich sonst fast nie habe, meine Rückenschmerzen sind doller, eine Zahnkrone ist mir ausgebrochen, ich hatte Herzrythmusstörungen und Verdacht auf SD-Probleme (was sich zum Glück nicht bestätigt hat).... Ich glaube, mein Körper ist total aus dem Gleichgewicht gekommen und ich komme gar nicht richtig zur Ruhe. Uaaaah, das soll endlich alles aufhören.
Klar, nicht jeder Tag ist blöd und es gibt viele Momente, in denen ich mich an meiner Familie erfreue, aber es kommt einfach immer wieder hoch. Und wir fühlen uns einfach nicht komplett, es fehlt jemand in unserer Mitte.
Ich weiß, es geht hier einigen so, aber es musste einfach mal wieder raus...
Grüße JUJO

Beitrag von wertvoll 25.04.11 - 12:11 Uhr

Ich kenne auch diese "Auf und Abs", auch diese Tage, wo man überhaupt keine Lust hat, vorallem sich zu freuen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, vorallem um zu verarbeiten.
Ich weiß, es ist nicht einfach, aber ich denke, Du solltest Dir Zeit nehmen, um zur Ruhe zu kommen und zu verarbeiten. Das wäre jetzt erst mal das wichtigste. Denn ich denke schon der Gedanke an eine neue SS setzt deinen Körper und Deine Seele unter Druck, wenn dass andere noch nicht verarbeitet ist. Und damit tust Du Dir keinen Gefallen!

#herzlich wertvoll (die auch im Sept. 2010 ihren kleinen Kämpfer verloren hat)

Beitrag von jujo79 25.04.11 - 12:47 Uhr

Hallo!
Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass man eine FG wirklich so verarbeiten kann, dass sie einen nicht mehr beschäftigt. Die Trauer wird immer wieder hochkommen, auch wenn viel Zeit vergangen ist. Ich hatte das Gefühl, dass ich meine 1.FG akzeptieren und nun wieder durchstarten kann, zumindest hat mir mein Kopf das gesagt, mein Körper eben nicht immer. Und besonders in dem Zyklus, in dem es geklappt hat, war ich echt gelassen und nicht so extrem hibbelig, was eine erneute SS anggeht. Das war auch der 1.Zyklus, in dem ich keine Schmier- und Zwischenblutungen hatte.
Das mit dem Warten ist echt leichter gesagt, als getan, mein Mann wir schon bald 41, und außerdem hat mir das Warten beim letzten Mal ja auch nichts gebracht. Dazwischen waren ja 6 MOnate vergangen. Und ich weiß nicht, ob es wirlich wieder durchhalte, erstmal wieder zu verhüten. Das kam mir schon beim letzten Mal widernatürlich vor.
Klar, du hast nicht unrecht, mit dem was du schreibst, aber ich denke, das, was mir hilft, ist eine erneute SS, die dann hoffentlich komplikationslos verläuft. Hört sich vielleicht blöd an...
Liebe Grüße JUJO

Beitrag von wertvoll 25.04.11 - 18:27 Uhr

Was ich meinte ist, dass ich bei manchen das Gefühl habe, sie konzentrieren sich nur auf eine erneute SS, verarbeite nicht, sondern verdrängen und denken unbewusst, mit einer erneuten SS ist alles wieder gut. Ich denke, so funktioniert es aber leider nicht.

wertvoll (der das warten auch schwer fällt, die auch lieber von einer erneuten SS träumt, als zu weinen, zu schreien und die Trauer und den Schmerz auszuhalten)

Beitrag von sonnenstrahl70 25.04.11 - 12:16 Uhr

Liebe Jujo!

Ich kann dir sehr gut nachempfinden wie es dir im Moment geht #liebdrueck - ich hatte letztes Jahr auch 2 FG, eine im Aug. 10 und die Letzte im Dez. 10...auch ich wurde ständig krank... mein 40. Geburtstag war im Dez. (5 Tage nach meiner FG) - mir war wirklich nicht zum Feiern zumute......wir haben kein grosses Fest gemacht, alle ausgeladen - aber ich musste ihn natürlich doch noch mit meinen Kindern feiern...

Im Moment geht es mir wieder ganz gut, jedoch weiss ich nicht wie ich mich fühlen werde, wenn mein Letztes #stern ET hat (am 27. Juni, der Geburtstag meines Mannes) und ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder schwanger bin... denn einer fehlt einfach noch, obwohl ich schon 3 Kinder habe....

Ich wünsch dir ganz viel Kraft und dass es dir bald wieder besser geht und natürlich, dass du bald noch ein gesundes Baby in deinen Armen halten kannst!

LG #sonne

Beitrag von jujo79 25.04.11 - 12:38 Uhr

Hallo!
Danke für deine Antwort! Mein Trost nach meiner FG war irgendwie auch immer, dass ich dann, wenn der ET gewesen wäre, sicher schon wieder ss bin. Deshalb kam diese FG irgendwie zeitlich auch besonders fies, sofern man das sagen kann, denn FG machen immer traurig.
Oh Mann, wenn ich in deiner VK nachlese, frage ich mich, wie du die Hoffnung so gut behalten konntest und kannst. Gab es denn eine Ursache dafür, dass du dieses Schicksal so oft erleiden musstest? Das kann doch nicht immer "Pech" gewesen sein, oder?
Ich dachte einfach nach meiner 1.FG, dass ich mit diesem Sch...-Thema nun "durch" bin. Klar, war naiv, und eine Garantie hat man nie, aber irgendwie muss man ja auch positiv denken.
Ich drücke uns beiden die Daumen, dass es schnell wieder klappt und bleibt, damit unsere Wunschkinder Teil der Familie werden können.
Grüße JUJO

Beitrag von sonnenstrahl70 25.04.11 - 12:51 Uhr

All die Jahre wusste ich nicht woran es lag, dass ich so viele #stern hab ziehen lassen müssen - es wurde nie etwas (bei unzähligen Untersuchungen) festgestellt.

Vor kurzem habe ich den FA gewechselt (wegen einem Pilz, den ich nicht los wurde) und er hat die Ursache entdeckt:
Ich habe eine leicht herzförmige Gebärmutter (uterus arcuatus) und damit erschwert sich die Einnistung.

LG #liebdrueck

Beitrag von turrita 26.04.11 - 07:32 Uhr

Guten Morgen, Geburtstagskind!

Auch wenn dir nicht wirklich zum Feiern zumute ist: Mir ist in der letzten Zeit sehr bewusst geworden, was für ein Wunder wir an einem solchen Tag feiern. Dass ein Kind vollkommen gesund zur Welt gekommen ist und es bis hierher geschafft hat! Darüber - also über dich - freue ich mich sehr. Es zeugt auch von der Hoffnung, dass es dieses Wachsen und Werden gibt, auch wenn wir hier alle auch andere Erfahrungen haben.

Du wirst einen Weg finden, diesen Tag zu überstehen. Lass dich überraschen, lache, weine, stehe Mitten in der Familie und zieh dich auch mal zurück. Alles hat heute Platz.

#liebdrueck

Beitrag von jujo79 26.04.11 - 10:54 Uhr

Danke für deine lieben Glückwünsche und Worte. Du hast recht, mit dem was du schreibst, aber heute fällt es mir besonders schwer, es so zu sehen.
Ich hatte noch nie so einen traurigen und verkorksten Geburtstag. Erst musste ich heute morgen zum Zahnarzt wegen der rausgefallenen Plombe im Eckzahn und dort war auch noch die Arzthelferin sichtbar schwanger, und dann noch zum FA, um für die HCG-Kontrolle Blut abzugeben, und natürlich dort auch 2 Schwangere im Wartezimmer. Und in 2 Tagen der ET meines ersten verlorenen Krümels...
Trotzdem haben mich deine Worte berührt, danke!
Grüße JUJO