Nach KS noch spontan Entbinden?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lucas2009 25.04.11 - 14:29 Uhr

Hallo ihr lieben,
und noch frohe Rest-Ostern.
Ich bin zwar erst in der 14.SSW, aber ich mache mir schon Gedanken über die Geburt. Meine letzte SS verlief wg. einer Gestose nicht so optimal und die Geburt wurde über Tage eingeleitet und wurde dann wg. einer sog. Gesichtslage und einem Geburtsstillstand ( keine Wehen, Kind war eingeklemmt und hatte kaum noch Herztöne) ein KS.
Dieses Erlebniss ist bei mir noch SEHR Präsent und so stand für mich eigentlich vorn vorn herein fest, dieses mal wird es ein geplanter KS.
Naja nun ists aber so, das dieses Wusnchkind auch das letzte sein soll und ich mir eben schon Gedanken mache, ob ich es nicht doch spontan versuchen soll, da ich hoffe das es ein schöneres Erlebniss wird. Aber kaum fange ich davon an, kommen schon von allen Seiten die Horrorgeschichten wg. Narbenriss etc....
Wie sind eure Erfahrungen?

LG Julia mit #baby Lucas (2J.), 3 #sternchen im #herzlich und #ei (13+3)#verliebt

Beitrag von kitty307 25.04.11 - 14:37 Uhr

Huhu!
Laß dich nich verrückt machen.
Ich habe 2 abgebrochene Hausgeburten die im Ks endeten hinter mir und ich werde wieder eine spontane Entbindung versuchen. Diesmal aber von vornherein in der Klinik.
Vertraue dir und deinem Bauchgefühl.
Die Gefahr einer Uterusruptur liegt nach einem Ks bei 0,7 %.

Bauch auf kannst du immernoch.
Lg Kitty

Beitrag von lucas2009 25.04.11 - 14:40 Uhr

HUhu,
danke für deine Antwort. Ja das denke ich mir eigentlich auch. Also sollte es eingeleitet werden müssen, würde es sowieso ein KS werden, weil ich mir das nicht nochmal antue. Aber ich würde mir doch wünschen, einmal eine spontane Geburt mit zu machen.
Mein Mann unterstützt mich da, nervt eben nur, das man soviel Mist hört

LG

Beitrag von sephora 25.04.11 - 14:42 Uhr

Eine sehr gute Freundin hatte beim ersten Kind auch einen KS ( aus den gleichen Gründen wie du).
Beim zweiten Kind hatte sie einen Blasensprung, dann ein paar Stunden später richtige Wehen und nach insgesamt 6 STunden war das Kind komplikationslos geboren.
Weder Narbe noch sonstwas gerissen. Sie hatte noch nichtmal ne PDA!
Also warum sollte es nicht klappen. Wenn 2 Jahre dazwischen sind kein Problem haben die Ärzte gemeint.

Beitrag von lucas2009 25.04.11 - 14:46 Uhr

HUhu,
mensch sowas macht Mut. Mein Sohn ist fast drei wenn unser Mäuschen zur Welt kommt, von der Seite her würde es ja passen. Ne PDA würde ich mir eh nihct mehr setzen lassen, hatte beim letzten mal ganz schlimme Rückenschmerzen und pansiche Angst vor einer Lähmung. Blöd ich weiß!#augen
Das machzt mir Mut, das es Leute gibt bei denen es ohne Probleme geklappt hat.

LG

Beitrag von miau2 25.04.11 - 14:57 Uhr

Hi,
bei meinem Großen (wird jetzt bald 5 Jahre alt) hatte ich einen Wehenbelastungstest mit Blasensprung, grünes Fruchtwasser, und 9 Stunden nach Einleitungsbeginn (ich hatte keine eigenen Wehen) einen Geburtsstillstand mit pathologischem CTG - also Kaiserschnitt. Unser großer hat die erste Nacht auf der Intensivstation und die folgende Woche in der Kinderklinik verbracht - es ging ihm aber gut, wirkliche Sorgen mussten wir uns ab dem Zeitpunkt, wo er draußen war nicht mehr machen.

Alles andere als eine Traumgeburt.

Beim zweiten Kind wollte ich trotzdem gerne eine spontangeburt. Meine Frauenärztin war da nicht wirklich von begeistert, konnte mir aber nicht genau erklären, warum.

Also habe ich in meiner Geburtsklinik gefragt - diese Klinik ist auf Risikoschwangerschaften spezialisiert, hat über 2000 Geburten im Jahr. Dabei ist diese Klinik alles andere als kaiserschnittfreundlich (für einen echten Wunschkaiserschnitt sind die dort der falsche Ansprechpartner), hat dafür, dass eben viele Fälle dort landen, die nicht dem optimalen Verlauf entsprechen eine niedrige KS-quote. Also schon die richtigen Ansprechpartner ;-).

Für die betreuuenden Ärzte gab es überhaupt keinen Grund, warum eine Spontangeburt wieder so verlaufen sollte wie beim ersten Kind. Es wäre früher abgebrochen worden, aber es gar nicht erst zu versuchen - dafür bestand kein Anlass. 3 wochen vor ET wurde meine innere Narbe vermessen, dieses damals noch relativ neue Verfahren (damals gerade ein halbes Jahr im Einsatz in der Klinik) hatte zu einer erheblichen Minderung der Komplikationen durch die alte KS-Narbe geführt. Genau gesagt, hatte es in der Klinik bis dahin keinen einzigen fall einer Ruptur gegeben bei Frauen, die der nach dieser Untersuchung gegebenen Empfehlung gefolgt sind. Einer Bekannten wurde übrigens nach dieser Untersuchung nahegelegt, einen erneuten KS machen zu lassen - ihre Narbe war nur 1mm dick (meine deutlich über 3, das ist schon ein großer Unterschied).

Ich hatte wieder einen Wehenbelastungstest, wieder einen Blasenriss, aber dann war alles anders. Da ich kein grünes Fruchtwasser hatte und es unserem Kleinen gut ging sollte ich die Nacht auf der Station verbringen und am nächsten Morgen dann eingeleitet werden. War aber nicht nötig. Einige Stunden später habe ich mit mich starken Wehen wieder in den Kreißsaal bringen lassen, und am nächsten Mittag um halb 12 kam unser Kleiner spontan und problemlos auf die Welt.

Ich kann dir nur empfehlen, dass du dir eine gute Klinik suchst und dich dort beraten lässt. Wenn es noch ein drittes Kind geben sollte und keine medizinische Notwendigkeit für einen KS würde ich wieder so entscheiden.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von lucas2009 25.04.11 - 15:06 Uhr

Huhu,
danke für deine ausführliche Schilderung. Ja ich werde meine Mäuschen genau da Entbinden wo ich auch meinen Sohn bekommen habe. ICh habe mich da während meiner Krankenahusaufenthalte in der SS und auch danach sehr gut aufgehoben gefühlt...
Ich hatte Montags abends um 22Uhr auch einen Blasensprung und eben keine eigenen Wehen, bei dem Versuch erneut einzuleiten gingen die Herztöne eben in den Keller und der Prof. entschied schnell zum KS, obwohl er kein Freund vom KS ist.
Mein Sohn war keine 24 Std. nach dem Blasensprung auf der Welt.
Die Geburtsklinik bei uns hat auch einen sehr guten ruf. Naja ich werde mich vorher aber einegend beraten lassen und wenns möglich ist mein Becken vermesen lassen, weil ich eben Sorge habe, das es zu eng ist und ursächlich dafür das mein Sohn da nihct drurch kam.
Das mit der Inneren Narbenvermessung ist ein sehr guter Punkt, da werde ich mich genau informireren.
Danke
LG