Frage an alle Schwangere in medizinischen Berufen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von beanie-86 25.04.11 - 15:06 Uhr

Hallo ihr!

Wann habt ihr eurem Arbeitgeber gesagt dass ihr schwanger seid? Wegen Kontakt mit Blut, Urin, Nadeln, etc.
Ich bin erst in der 6. SSW, habe am Donnerstag meinen ersten FA-Termin und bin mir total unschlüssig ob ichs nicht doch schon gleich sagen sollte.
Ich selber bin Arzthelferin und wollte eigentlich bis Ende der 12. Woche warten, weil man ja nie weiß (hatte auch schon einen Frühabort).
Aber nachdem ich mich dummerweise schon zweimal an der Acc*-Che**-Nadel (argh, bei dem in unserer Praxis hakt das, selbst mit Pinzette) gestochen habe bin ich mir doch nicht so sicher ob ich es nicht gleich sagen sollte.
Andererseits hat gerade eine Kollegin gekündigt und die finanzielle Situation der Praxis ist momentan echt besch*****, da möchte ich nicht 'zu früh' (falls doch noch was passiert, wovor ich solche Angst habe) alle aufschrecken und im Zweifelsfall noch gegen mich aufhetzen (die Erstkraft ist einfach eine schreckliche Frau, total laut und aggressiv).

Danke für eure Erfahrungen und Tipps!
#winke

Beitrag von sohnemann_max 25.04.11 - 15:11 Uhr

Hi,

ich arbeite auch in einer Praxis (allerdings nur Büro). Wir haben laufend Schwangere hier bei uns. Die Mädels sagen es sehr, sehr früh. Immer so in der 7. SSW. Die meisten sind bei uns eh entweder in der Chemo, im Labor oder im Röntgen eingesetzt. Von dem her MUSS es gesagt werden. Unsere Mädels wandern dann sofort an die Anmeldung. Haben - muss ich fairer Weise dazusagen - einen sehr hohen krankenstand. Unsere Schwangeren sind also sehr oft abwesend.

Nachteile hast Du sicherlich nicht, wenn Du bekannt gibst, dass es bei Dir so weit ist. Je eher desto besser. Was soll Dir passieren?! Nichts! Eine FG kommt in den besten Familien vor - sollte also in Deinem Beruf kein Thema sein.

LG
Caro mit Max 6,5 Jahre und Lara 23 Monate

Beitrag von maram1 25.04.11 - 15:19 Uhr

hallo,

ich bin altenpflegerin, und ich habe es glaeich gesgat als ich es erfahren habe, würed ich dir auch raten

Beitrag von sasa1406 25.04.11 - 15:18 Uhr

Also, ich bin Krankenschwester, und habe es auf der Arbeit erzählt, als ich es schriftlich mit Muttterpass vom FA hatte.

Wieso hast du Zweifel, dass jemand gegen dich aufhetzen könnte????

Als Schwangere kannst du nicht gekündigt werden.....
und wenn es auf der Arbeit Probleme gibt, sprech mit deinem FA, er kann dir sicherlich die Telefonnummer vom Amt für Arbeitsschutz geben, und da kannst du dich dann melden

Beitrag von beanie-86 25.04.11 - 15:24 Uhr

Naja, erfreut werden die nicht in der Praxis nicht sein.
An den Tagen an denen ich arbeite, arbeite ich alleine, also müsste für Ersatz gesorgt werden. Außerdem bin ich erst seit einem dreiviertel Jahr da. Das macht sich dann nicht so gut.
Ich habe halt Angst, dass wenn ich es gleich sage und dann etwas passiert, dass die Reaktion wohl ziemlich blöd wäre wenn ich erneut schwanger werden würde, oder dass sie schon vorher zu mir sagen dass die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin finanziell nicht tragbar für die Praxis wäre. Ich weiß, das hört sich blöd an, aber ich 'darf' auch nicht krank sein - da gabs schonmal ein ernstes Gespräch... #augen

Beitrag von mama20042011 25.04.11 - 15:19 Uhr

ich war glaub ich in der 8 oder 9 ssw...

ich musste es sagen da ich in der ambulanten pflege arbeite....

also ich würde es an deiner stelle nach dem arztbesuch sagen, damit dein chef dich evtl anders einteilen kann....

kurz danach hab ich allerdings mein bv bekommen, da meinem chef das zu riskant war...



lg mama 35 ssw

Beitrag von kaka86 25.04.11 - 15:22 Uhr

Ich bin Krankenschwester und hatte zu deinem Problem noch das des schweren hebens/tragens!!!

Nach den positiven Test habe ich überlegt es zu sagen, konnte mich aber Tag für Tag unter Vorwand von den Kollegen bei nicht zulässigen Dingen vertreten lassen. Manchmal haben die schon komisch geguckt, aber so konnte ich bis zum ertsen FA Termin warten.

Länger würde ich nie warten. Bei meiner ersten SS hab ichs probiert und mich gleich schwer verhoben und hatte tagelang ein schlechtes Gewissen!
WENN etwas passiert, weil du es nicht gesagt hast, wirst du glaub ich nich glücklich werden!

Im Falle einer FG wäre es natürlich doof für dich, gerade wenn du meinst, dass du dann Angst um deinen Job haben musst.
Wenn es dir allerdings darum geht, dass keiner von einer mögl. Fehlgeburt erfährt, kann ich das nicht ganz vertstehen....finde, dass das Tehma allg. noch ein viel zu großes Tabu ist!

Wenn du dich und dein Kind schützen willst, sagst du es spätestens nach deinem ersten FA Termin!
Alles andere liegt dann nicht mehr in deiner Hand!

Ich wünsch dir alles, alles Gute!

LG
Carina

Beitrag von mika1979 25.04.11 - 15:29 Uhr

Huhu,
also ich hab damals auch überlegt, wann ich es sage. Ich arbeite aber in der Radiologie und bin damit verpflichtet es sofort zu melden. Hab es anfang der Woche gewußt und dann Ende der Woche mitgeteilt. Da war ich 5+0. Dann hatte ich eine Woche Urlaub. Da mein AG aber sofort eine schriftliche Bestätigung darüber haben wollte, hab ich gleich ein BV bekommen. Aufgrund von KH- Keimen.
Auf der einen Seite find ichs auch doof so früh bescheid zu geben, da ja noch so viel passieren kann bis zur 12. Aber auf der anderen kann mehr passieren, um so länger du wartest. Zumal bei euch ja auch noch gerade frisch jemand fehlt, da könnte ich mir vorstellen, dass mehr Arbeit auf den Rest der Kollegen zukommt.#huepf

Grüße von mika und Bauchzwerg 18+3

Beitrag von susannea 25.04.11 - 15:32 Uhr

Was macht es denn für die Praxis für einen Unterschied ob du arbeiteest (normal) oder eine BV hast? Keinen, also gleich sagen, denn eingeschrnkt sagen ist am blödesten für sie!

Beitrag von anni.k 25.04.11 - 15:47 Uhr

ich arbeite in der amb. krankenpflege und habe es um die 6.ssw auch gesagt, denn mir war es vor allem mit dem heben viel zu riskant...zumal man ja in der amb. pflege in der regel alleine unterwegs ist.
so ende der 7.ssw bin ich eh wegen hyperemesis grav. in die klinik gekommen...spätestens dann hätte ich was gesagt *g*

also ich finde, wenn man weiß, dass an seinem arbeitsplatz gewisse risikofaktoren da sind, sollte man es auch frühzeitig sagen.
natürlich ist am anfang immer noch das risiko, dass was "schief gehen" kann...aber streng genommen kann auch später noch was schief gehen.
ich persönlich würde es immer rechtzeitig sagen...dann kann man sich auch keine vorwürfe machen, dass man es zu spät gesagt hat und in der zwischenzeit was passiert ist, was man hätte verhindern können.

Beitrag von derhimmelmusswarten 25.04.11 - 15:51 Uhr

Ich würde es direkt nach dem FA-Besuch sagen. Und Bestätigung vorlegen. Und du solltest natürlich nicht daran denken, dass was schief gehen wird. Aber auf einen AG, der einen danach rauswirft, kann man eh verzichten. In medizinischen Berufen finden sich doch immer wieder Stellen. Wenn die dich irgendwann raus haben wollen, machen sie es sowieso. Ich habe einen Bürojob und habe es in der 1. SS erst in der 16.SSW gesagt und in dieser auch wieder so um den Dreh. Aber da ist das ja auch kein Problem.

Beitrag von jassy87 25.04.11 - 16:09 Uhr

hallo#winke


ich bin auch ne AH und arbeite in einer Allgemeinmed. Praxis ich habe es meinen sofort gesagt (in der 8ssw) und okay wenns gar nicht anders geht spring ich auch ein beim blutabenhemen etc aber eher selten .aber ich denke du solltest selber entscheiden ab wann du deinem chef das sagen möchtest



lg jassy87 mit #babygirl unterm #herzlich (28ssw)


Beitrag von katharina-1979 25.04.11 - 18:55 Uhr

Hallo,

ich bin Altenpflergerin und arbeite auf eine beschützende Gruppe, deshalb habe ich gleich am ersten Tag, wo ich den positiven Test in der Hand hielt, mit meiner Gruppenleitung gesprochen. Meinen Kollegen habe ich es auch gleich gesagt, wegen schwerem Heben und aggresiven Bewohnern, das ich die nicht mehr mache. Das war für alle kein Problem, habe dann noch einen Termin bei der Berufsärtztin bekommen und die hat mit mir einen Bogen gemacht, ob ich auf der Gruppe gefährted bin. Sie hat mir auch noch gesagt was ich machen darf und was nicht. Es klappt eigendlich ganz gut bis jetzt.

Bei meinen ersten FA besuch habe ich gleich eine Schriftliche Bestädigung bekommen und in der Arbeit sofort abgegeben.

LG Katharina

Beitrag von karolin84 25.04.11 - 22:03 Uhr

Hey, ich würde es an Deiner Stelle ebenfalls sofort sagen.
Ich studiere Medizin und habe mich schon, bevor ichvon meiner Schwangerschaft wusste, für eine Famulatur angemeldet.
Habe noch vor Beginn dieser Zeit Bescheid gesagt und musste zurAmtsärztin. Diese hat mir erklärt was ich alles nicht darf, würde ich trotzdem diese Tätigkeiten ausführen, hätte ich keinerlei Anspruch auf Entschädigung wenn dem Ungeborenen etwas passiere, sagte sie.
Ich darf zum Beispiel nicht in den OP, kein Blut abnehmen, keine Wunden versorgen, keine infektiösen Patienten visitieren oder untersuchen, keine aggressiven oder unzurechnungsfähigen Patienten behandeln und und und..
Sag es lieber, dann bist Du auf der sicheren Seite. Glg, Karo