Umzug-Tochter zickt rum....

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Umzugbaby 25.04.11 - 15:40 Uhr

Hallo zusammen...

Mein Freund und ich möchten zusammenziehen. Ich habe zwei Kinder. Alle verstehen dich prima... Meine Tochter macht schonmal so Bemerkungen mit nicht umziehen wollen... Was kann man im Ernstfall machen?

Lg

Beitrag von silbermond65 25.04.11 - 16:01 Uhr

Wenn sich alle so gut verstehen ,warum möchte sie dann nicht mit umziehen?
Gibts Gründe? Wie alt ist sie?

Beitrag von lisamey 25.04.11 - 16:04 Uhr

Es sind 80 km... Ihre Freunde. Neue Schule ... Etc.

Beitrag von Umzugssitu 25.04.11 - 16:16 Uhr

Sie ist 11

Beitrag von joy1975 25.04.11 - 16:50 Uhr

Warum kann Dein Freund nicht zu Dir ziehen?
Ich würde mein Kind nicht aus der Umgebung reißen, wenn es nicht unbedingt sein muß. Habe das bei meiner jüngeren Schwester erlebt. Wir zogen um (Hausbau) und sie mußte die Schule wechseln. Sie kam von einem guten Umfeld in eine totale Mobbing-Klasse. Inzwischen ist sie zwar erwachsen, aber ich kann wirklich behaupten, sie ist trotzdem nicht der gleiche Mensch, der sie hätte werden können, ohne diese Erfahrung.

Wenn ihr schon umzieht, wäre dann nicht mal ein richtig vernünftiges Familiengespräch fällig und nicht immer nur so im Raum wabernde Aussagen von allen?
Oder macht man das heute nicht mehr, dass man sich an einen Tisch setzt und alles bespricht?
Wie wäre es, sie einzubinden in Wohnungssuche etc.?

Wenn ich das so lese bei Dir "was kann man im Ernstfall machen", dann klingt das nicht nach einer offenen, gleichberechtigten Kommunikation, sondern man denkt, Du willst Ratschläge, wie Du Deine Tochter im Notfall verklagen kannst, dass sie mit euch kommt.

Und achte etwas mehr auf Deine Rechtschreibung.

Beitrag von blonde.engel 25.04.11 - 17:30 Uhr

Hallo...

"Was kann man im Ernstfall machen?"

Was ist das für eine Frage? Im "Ernstfall" ist dein Kind 11 Jahre alt und muss sich einfach dem Willens einer Mutter fügen... ob DAS allerdings eine clevere Vorgehensweise ist, wage ich sehr zu bezweifeln!

Dann hast du für die nächsten Jahre eventuell einen unglücklichen, einsamen, traurigen, noch bockigeren Teenager zu Hause rumsitzen...

Wir ziehen demnächst auch um und mein großer Sohn ist 11 Jahre alt. ER war der erste, den wir gefragt haben, ob es für ihn in Ordnung geht, dass wir dorthin ziehen. Hätte er NEIN gesagt, dann wären die Pläne (für dieses Haus oder diesen Ost oder was auch immer) gestorben! Meine Kinder stehen an erster Stelle und ich hole mir nicht mutwillig ständigen Steit und schlechte Laune ins Haus!

LG
Jenny

Beitrag von gh1954 26.04.11 - 09:32 Uhr

>>>ER war der erste, den wir gefragt haben, ob es für ihn in Ordnung geht, dass wir dorthin ziehen.<<<

Und wenn es für ihn nicht in Ordnung gewesen wäre? Würdest du Arbetslosigkeit in Kauf nehmen, nur damit der kleine Prinz, der mit seinen 11 Jahren überhaupt keinen Überblick hat, seinen Willen bekommt?
Das ist doch weltfremd.

Beitrag von blonde.engel 26.04.11 - 09:44 Uhr

Wow - schlechter Tag heute?

WO steht denn was von Arbeitslosigkeit?

Wenn ich "aus Spaß an der Freude" mit meinem Freund zusammen ziehe (was ich ja auch tue), dann müssen natürlich die Kinder einverstanden und "glücklich" damit sein!

Niemals würde ich zu meinem Freund ziehen, wenn meine Kinder damit ein Problem hätten!

Wir haben uns ZUSAMMEN etwas gesucht, was uns ALLEN gefällt!

Tja... ich bin wohl sehr weltfremd... #kratz

Beitrag von gh1954 26.04.11 - 10:01 Uhr

>>>WO steht denn was von Arbeitslosigkeit? <<<

Nirgendwo, ich habe das als Aspekt eingebracht.

>>>Wenn ich "aus Spaß an der Freude" mit meinem Freund zusammen ziehe<<<

Ich bin noch nie "aus Spaß an der Freude" umgezogen.


Meine Umzüge waren immer beruflich bedingt, da kann man nicht großartig auf die Befindlichkeit der Kinder Rücksicht nehmen, zumal Kinder sich meist schneller und leichter einleben als Erwachsene.

Beitrag von blonde.engel 26.04.11 - 10:14 Uhr

Hallo nochmal...

HIER geht es aber nicht um Arbeit oder Arbeitslosigkeit!
DAS ist dann eine ganz andere Situation.

Die TE möchte mit ihrem Freun zusammenwohnen - das alleine ist der Grund des Umzugs. Und wie schon erwähnt ziehen wir demnächst aus genau dem selben Grund um, aber bei uns wurden alle mit in die Entscheidung einbezogen und wir haben eine passende Lösung für uns alle gefunden!

Beitrag von ??????????????????? 26.04.11 - 08:29 Uhr

Was ist mit dem Vater Deiner Tochter? Wenn sie nicht mit zu Deinem Freund ziehen möchte und Dir das aber scheinbar so wichtig ist, könnte Deine Tochter vielleicht zum leiblichen Vater ziehen?

Beitrag von seelenspiegel 26.04.11 - 08:30 Uhr

Ich habe eine ähnliche Situation bei einem befreundeten Pärchen mitbekommen. Die Tochter war damals etwa so alt wie Deine, nur waren es nicht nur 80 KM sondern gleich knapp 500 KM direkt in den Norden Deutschlands.

Die Lütte war auch total geknickt...Freunde weg, Umfeld weg, neue Schule, neues Haus.....etc.

Das ganze hat sich gebessert als sich die ersten neuen Freundschaften entwickelten, und dann ist alles andere auch nicht mehr so schlimm.

Aber bis es soweit war, gab es wohl viele Tränen.....verständlicherweise.


Viel Glück beim Neuanfang !

Beitrag von lisamey 26.04.11 - 09:26 Uhr

Vielen Dank...;)

Beitrag von karo_austria 26.04.11 - 23:22 Uhr

Hallo!

Ich stand vor 2 Jahren vor dem selben Problem.

Ich war alleinerziehend mit 3 Töchtern und führte eine Fernbeziehung mit meinem Freund. Arbeitstechnisch sah es so aus, dass ich auch nach der Scheidung noch in der Firma meines Exmannes arbeitete - wurde allerdings ca. 2x/Woche gekündigt und wieder eingestellt - also nicht wirklich zufriedenstellend.

Mit meinem neuen Partner verstanden sich die Kinder mal mehr mal weniger. Vor allem die Große (damals gerade mal 11 1/2 Jahre alt) hatte noch immer die Hoffnung, dass Mama und Papa wieder zueinander finden und lehnte ihn prinzipiell ab und versuchte zu boykottieren wo es nur ging.

Die Jüngste (damals gerade 4 Jahre alt) war von ihm sehr angetan und eigentlich war sie die Erste, die unbedingt zu ihm ziehen wollte (immerhin hatte er 5 Hühner und einen großen Hund ;-) ).

Meine mittlere Tochter war zwar nicht hocherfreut aber sie ging mit Neugier in diese neue Situation.

Nach 1 1/2 Jahren Fernbeziehung beschlossen wir (demokratisch gesehen hatten wir sogar die absolute Mehrheit), dass ich mit den Kindern in das benachbarte Bundesland ziehen würden. Auch eine geeignete Wohnung war bald gefunden. Die beiden Jüngeren hatten sich auch gleich gefreut und sind mit Eifer an die Neugestaltung ihrer Zimmer gegangen und wir versuchten auch sämtliche Wünsche soweit wie möglich zu erfüllen.

Die Große allerdings war sehr enttäuscht, denn mit dem Umzug schwand auch ihre Hoffnung, dass Mama und Papa....
Auf jeden Fall wollte sie dann doch lieber beim Papa bleiben. Dieser allerdings (hatte auch wieder eine neue Partnerin und war inzwischen zu dieser 80 km in die entgegengesetzte Richtung gezogen) hat ihr diese Möglichkeit mit Vehemenz ausgeredet und wollte sie in einem Internat in meiner Nähe unterbringen.
Da ich einer Trennung der Geschwister sowieso nicht gerne zugestimmt hätte und nach meinem Umzug die erste Zeit arbeitslos war, womit mir die Finanzierung eines Internats gar nicht möglich gewesen wäre (der Vater hätte keinerlei Kosten dazu übernommen), habe ich diesem Vorschlag nicht zugestimmt und somit über den Kopf meiner Tochter hinweg entschieden, dass sie gemeinsam mit uns mitkommt.

Es hat viele Tränen gegeben!


Mittlerweile allerdings - wir wohnen nun seit mehr als 1 1/2 Jahren hier - sind wir hier alle sehr glücklich. Alle Mädchen haben ihre Freunde gefunden und sich gut eingelebt. Auch meine große Tochter hat bereits weitere Zukunftspläne geschmiedet und sich für Herbst in einer weiterführenden Schule in der nächsten Stadt angemeldet.
Generell muss ich sagen, dass seit dem Umzug auch die Noten der beiden Großen besser wurden. Die Jüngste beginnt nächsten Herbst mit der Schule und freut sich schon sehr.

Auch ich habe hier beruflich wieder gut Fuß gefasst und fühle mich in meinem Job sehr wohl und meine Arbeit wird hier auch wieder geschätzt.

Ich bereue meinen Entschluss hierher zu ziehen keine einzige Sekunde und würde mich immer wieder dafür entscheiden.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass auch der Vater der Kinder seinen Teil dazu beigetragen hat - leider im negativen Sinne. Durch sein Fehlverhalten in den letzten beiden Jahren hat er die Kinder sehr enttäuscht und teilweise sind die Kinder froh, wenn sie ihn gar nicht sehen müssen.

Ich denke, dass man ein Kind bezüglich Auswahl der Wohnung, Gestaltung von Räumen, Auswahl der Schule, etc. einbinden kann - doch ob es zu einem Umzug kommt, sollte meiner Meinung von Erwachsenen entschieden werden - ganz einfach, weil Kinder das Ausmaß einer solchen Entscheidung gar nicht erfassen können.

Ich denke, du kannst nur versuchen, deinem Kind diese Entscheidung so schmackhaft wie möglich zu machen - ev. gleich im Vorfeld div. Vereine oder sonstige Kontaktmöglichkeiten ausfindig machen, damit dein Kind so schnell wie möglich im neuen Umfeld integriert wird.

Ich wünsche euch ganz viel Glück und Durchhaltevermögen.

Liebe Grüße

Petra



Beitrag von lisamey 27.04.11 - 01:48 Uhr

Danke Dir. Deine Antwort kam aus dem Herzen. Das liest man.
Meine Tochter freut sich im Grunde total nur denkt sie auch ein wenig an ihre Freunde. Ihren Vater sieht sie genau wie jetzt auch sind ja nur knapp 80 km... Und wir müssen eh alle zwei Wochen min herkommen ... Ich denke das ich schon genug Herz und Verstand habe das Richtige für UNS zu entscheiden und nicht wie hier mal wieder stand nur an mich denke... Der Umzug ist ja auch erst nächsten Sommer. Ab Januar suchen wir alle gemeinsam unser neues Zuhause aus...;)))

Dir und Deiner Familie ganz viel Glück und Liebe in Euerm neuen Zuhause...

Lg Lieschen