Streit wegen Apfelbaum und Birke

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von bottroperin1987 25.04.11 - 15:54 Uhr

Hallo erstmal,
hatte gestern einen heftigen Streit mit meiner Gartennachbarin (si ewohnt nicht bei uns im haus sie besitz ein eigenheim haben halt nur leider die gärten nebeneinander)

Ich habe sie gestern freundlich drum gebeten ihren Apfelbaum zu schneiden da er auf unsere Seite hängt und ich dieses jahr keine lust habe gefühlte tausend von gammligen Äpfel bei mir zu sammeln..

sie hat mich prompt blöd angemacht, ich habe ihr gesagt wenn sie es nicht macht schneide ich die äste ab die bei mir auf der seite sind..

sie natürllich sauber und meint eich soll es garnicht wagen ihren baum anzufase, schliesslich muss sie den dreck von meiner birke auch wegmachen..

wir sind letztes jahr im sommer da eingezogen und wir habe eine ca.10 meter(?bin schlecht in schätzen) hoche birke im garten stehen die wir auch nicht schneiden bzw. fällen dürfen (haben schon überall uns erkundigt)

Darf ich ihren baum fällen oder nicht? bzw kann ich mit irgendeiner strafe rechnen wenn ich es mache?


lg Sandra

Beitrag von bu83 25.04.11 - 16:12 Uhr

Juhu,

Keine Ahnung wie die Rechtslage ist. Aber wenn sie den Dreck deiner Birke entfernt und die Äpfel ist es doch ausgeglichen. Manche Probleme sind auch hausgemacht.

In dem Sinne: auf gute Nachbarschaft.

Lgl

Beitrag von bu83 25.04.11 - 16:13 Uhr

Und du ihre Äpfel, meinte ich, sorry

Beitrag von sternchen718 25.04.11 - 16:15 Uhr

soweit ich weiß darfst du alles was über die Grundstücksgrenze hängt abschneiden.
Aber nagel mich bitte nicht drauf fest aber es gibt bestimmt jemanden der dir das bestätigen kann mit nem passenden link dazu.

hier bei uns war das noch nie ein Problem. aber meine Nachbarn sind auch recht umgänglich.

lg
Corinna

Beitrag von windsbraut69 25.04.11 - 16:34 Uhr

Warum willst Du den Baum gleich fällen?
Das ist doch bisschen überzogen, oder? Wenn Du aber Lust auf Stress mit den Nachbarn und eine Anzeige hast, nur los.

M. E. gleicht es sich tatsächlich aus, wenn Du die Äpfel entsorgst (die kann man ja auch vor dem Vergammeln pflücken und essen) und sie den Dreck von Eurer Birke...

Gruß,

W

Beitrag von bottroperin1987 25.04.11 - 19:35 Uhr

ich hab mich vertippt sorry, meinte die äste abschneiden#schein die bei mir sind

Beitrag von ichbins04 25.04.11 - 17:24 Uhr

hallo,

ich würde die äpfel vor dem vergammeln einfach pflücken und essen
gruß

Beitrag von morjachka 25.04.11 - 19:56 Uhr

Hallo!

Ob du das darfst, weiss ich nicht, aber ich würde die Äpfel einfach aufessen#mampf.
Vielleicht kannst du ein Netz drunter machen.

Beitrag von geli0178 25.04.11 - 22:16 Uhr

Hallo,

mit der Baumfällung auf dem eigenen Grund würde ich mich noch mal beim Grünflächenamt erkundigen. In einigen Bundesländern wurden die Satzungen geändert was dazu führte das in der Zeit wo gefällt werden darf (Herbst - März) es bei uns in den Gärten und Grundstücken ganz ordentlich losging mit den Fällarbeiten.

Alles was an Gesträuch über Deinen Gartenzaun hängt kannst Du abschneiden oder auch ernten. Der Pflaumenbaum vom Nachbarn hängt bei uns auch so arg rein das wir darum gebeten haben das der Baum eingekürzt wird. Netterweise verstehen wir uns mit unseren Nachbarn super und im Laufe des Jahres wird der Baum gekürzt. Die Pflaumen sind nicht wirklich schmackhaft :-(.

VG Geli

Beitrag von parzifal 26.04.11 - 00:44 Uhr

Man darf ernten bei überstehenden Zweigen?

Obwohl die Früchte im Eigentum des Nachbarn stehen?

Wenn sie von alleine runterfallen gehören sie einem selbst. Aber vom Baum pflücken.... Wie soll das rechtlich funktionieren?

parzifal

Beitrag von parzifal 27.04.11 - 06:58 Uhr

Schade. Deine rechtliche Lösung hätte mich interessiert insbesondere, weil ich sie für falsch halte.

Beitrag von geli0178 27.04.11 - 10:48 Uhr

Guten Morgen,

bei uns ist das durch die Satzung im Grünflächenamt geregelt. Als wir noch einen Kleingarten hatten stand das auch in der Satzung der Kleingärten. Wir hatten damals einen riesigen Pflaumenbaum der sehr weit über unseren Zaun ragte. Alles was darüber ragte gehörte der Allgemeinheit.
Ich weiß jetzt nicht ob das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist.

VG Geli

Beitrag von parzifal 28.04.11 - 04:34 Uhr

Was meinst Du mit "bei uns"?

"Bei uns" in der Gemeinde für private Grundstücke?

Das kann ich nicht glauben. Welche Satzung sollte das sein?

Oder meinst Du mit "bei uns" ausschließlich die Kleingärten (warum dann "auch")? Kleingärten gehören einem doch gar nicht. Da gelten doch die Spielregeln des Eigentümers bzw. des Vereins.

Gruß
parzifal

Beitrag von geli0178 28.04.11 - 12:06 Uhr

Hallo,

zum einen gibt es das private Nachbarschaftsrecht und zum anderen Kleingartenverordnungen. Die Kleingartenverordnungen sind für Vereine gültig und bei uns stand in der Kleingartenverordnung das das Obst was über den Gartenzaun ragt dem Nachbar bzw. der Allgemeinheit gehört. Bei unserem Garten waren eine Pflaume und ein Kirschbaum betroffen. Da wir einen Garten hatten der auf drei Seiten Wege hatte und die Bäume so standen das Äste auf die Wege des Vereins ragten konnten sich alle an den Früchten bedienen. Wir hätten natürlich die Wahl gehabt die Bäume so zu schneiden das die Äste nicht auf den Weg ragten, aber dann wären 2/3 des Baumes weg gewesen was optisch nicht schön ausgesehen hätte. Uns hat das nicht gestört das sich die Allgemeinheit an dem Obst bedient hat, da von der Menge eine Großfamilie satt geworden wäre.
Beim privaten Recht ist das was anderes. Da wir jetzt Eigentum haben und der Obstbaum der Nachbarn auf unser Grundstück rüberragt incl der Früchte die das Teil im Sommer trägt. Wir haben unseren Nachbarn mehrmals darum gebeten den Baum so zu beschneiden das nicht mehr die Früchte in unser Grundstück fallen, aber unser Nachbar weigert sich da der Baum zu groß ist. Wir haben uns daraufhin bei einer Rechtsberatung erkundigt und die meinten zu uns, dass wir den Baum selber einkürzen können und die Früchte ernten können. Das dumme bei uns ist nur das der Baum über 10m hoch ist und ich ab Juni verwurmte Pflaumen im hinteren Teil des Gartens liegen die uns überhaupt nicht schmecken :-(.

VG Geli

Beitrag von parzifal 28.04.11 - 14:56 Uhr

Bundesrechtlich ist im privaten Bereich das Ernten verboten, weil die Früchte dem Eigentümer gehören.

Das Kürzen der Äste ist nach Ablauf einer Frist zulässig, wenn man eine nachvollziehbare Begründung/Rechtsschutzbedürfnis hat (z.B.Verschattung, Verschmutzung).

Landesrechtlich kann ich dazu nichts sagen. Aus welchem Bundesland kommst Du denn?

Beitrag von -sommertraum- 25.04.11 - 23:12 Uhr

Ja, darfst du...

bzw. du kannst sie drauf hinweisen, das sie es bitte selbst tun würde, und wenn sie nicht reagiert, dann darfst du selbst hand anlegen...

Beitrag von windsbraut69 26.04.11 - 07:35 Uhr

Sie sprach vom "Fällen"!

LG

Beitrag von bottroperin1987 27.04.11 - 12:58 Uhr

ich habe doch geantwortet das ich mich vertan habe und eigendlich meinte die äste abschneiden :-p

Beitrag von parzifal 26.04.11 - 00:39 Uhr

Du darfst nicht einfach den Baum fällen.

Es kann auch nicht einfach jeder Ast etc. abgeschnitten werden der herüberragt.

Es muss schon ein Rechtsschutzbedürfnis vorliegen, was bei Dir aufgrund der Verschmutzungen der Fall ist. Du kannst also verlangen, dass der Baum beschnitten wird.

Du musst nachweisbar eine angemessene Frist setzen bis wann der Baum geschnitten sein muss. Nach Ablauf dieser Frist besteht ein Selbstvornahmerecht.

Sollte die Beschneidung aber unfachmännisch erfolgen drohen Schadensersatzansprüche. Falls man einen Fachmann beauftragen will, sollte in dem Fristsetzungsschreiben stehen, dass nach Ablauf der Frist ein Gärtner beauftragt wird dessen Kosten vom Nachbar zu ersetzen sind.

Der Zustand vor Beschneidung sollte aus Beweisgründen dokumentiert werden.

parzifal



Beitrag von luluhaben 26.04.11 - 16:51 Uhr

Die Rechtslage ist so....
Du weist darauf hin, das sie ihre Äste abschneiden soll(die überhängenden), ab da gilt eine Frist von ungefähr 2Wochen( weiss ich nicht ganz genau, musste nochmal genau nachhaken auf der Gemeinde).
Sollte die Frist nicht eigehalten werden, kannst du einen Landschaftsgärtner holen, der die Äste kappt und sie bekommt es in Rechnung gestellt, oder du machst es eben.
So habe ich es erfragt, da wir ein ähnliches Problem hatten.
mfg

Beitrag von bottroperin1987 27.04.11 - 13:01 Uhr

Danke,
werd ihr also einen schönen Brief zukommen lassen & dann schauen was passiert


lg Sandra