Nochmal wg. "Sprache/Sprechen" 4jährige.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sandramutti 25.04.11 - 16:16 Uhr

hallo!

hatte letztens schon einen beitrag hier im forum, es geht darum, dass sich meine motte schon von anfang an arg zur logopädie quält, es vor jeder stunde bittere tränen gibt. während der woche der satz "ich geh nicht mehr zur logopädie" fällt. da kam eben der rat der logopädin, dass ich mit der maus zur psychotherapie evtl. sollte, da es nicht normal ist, wenn ein kind so weint (meckern ja, sagen, dass man nicht hin will, ja, aber so weinen und leiden... hat sie noch nie gesehen usw.).

jetzt wollen wir auch auf den rat von vielen von euch hin wenigstens eine pause mit dem ganzen einlegen, damit wieder ruhe einkehrt. #schein

habe die logopädin darauf angesprochen, sie war nicht sehr begeistert.
sie meinte, wenn die maus halt viell. mit ihr ein problem hat (was ich absolut nicht glaube, da meine tochter schon vor der ersten logopädie-stunde sie möchte nicht hin), wenigstens woanders weiterzumachen...

jetzt bin ich nur am grübeln. einerseits sagt eben die logopädin, bei der maus sind noch große defizite (sie hat spät zu sprechen angefangen, ihr wortschatz ist noch nicht so mega groß, ihr fallen manchmal wörter erst nach langem überlegen ein).

aber andererseits sagen viele familienangehörige, die auch die maus schon länger nicht mehr gesehen haben, dass sie doch "normal für eine 4jährige spricht"... mein mann meint auch ich übertreibe, das wird schon.
bin hin und her gerissen...

buchstaben/buchstabenverbindungen spricht sie nahezu perfekt aus. selbst das "sch", "s", "r", "kr" usw.

nur hakt sie halt etwas beim sprechen, braucht etwas länger für einen satz,
wie gestern auf die frage ihrer tante, wo denn der osterhase, das nest versteckt hatte, da meinte sie:
"der hat das bei dem "k..... hmmmmmmmmm .... kauf... kaufladen" versteckt und ich habs ganz alleine gefunden". #augen

und so in der art spricht sie meistens, außer sie sagt einfache sätze, mit wörtern die sie schon oft gesagt hat.
dann auch noch:
lese ich ihr bücher vor, kann sie sich meist schwierige namen usw. nicht merken/nicht wiederholen, kennt nicht alle tiere...

andererseits antwortet sie mir oft sehr schnippisch, wie "kümmere dich halt um deine sachen" oder "ich bin doch nicht blöd" usw., sie spricht auch mit fremden/anderen kindern...

meint ihr ich soll die therapie doch fortsetzen oder auf mein gefühl hören, wie beurteilt ihr die maus, im vergleich zu euren kleinen mäusen? müssen 4jährige schon "perfekt" sprechen und sich alles merken können!?

ach ja bis zur einschulung hat die kleine immerhin noch fast 2 1/2 jahre.

vergleiche sie eben gerne mit meiner großen tochter, die 2 jahre älter ist, und da liegen welten dazwischen (wobei die große auch erst so ab ca. 5 so sprachgewandt wurde!)


lg!

Beitrag von vb_82 25.04.11 - 17:31 Uhr

Hallo,

also ich muss gestehen, dass ich mit keinem meiner Jungs mit 4 bei der Logopädie war. Mein Großer sollte laut U8 hin, ich habe gesagt, dass ich abwarte, da er spät anfing mit sprechen, nun ist er über dem Durchschnitt, jetzt ist er 6 und kommt zur Schule, bei der U9 war es schon kein Thema mehr.
Thorben hatte bei der U8 kleinere "Auffälligkeiten" beim sprechen, das wurde bis zur U9 beobachtet, jetzt ist er bei der Logopädie, ist 5 Jahre alt und er macht mit viel Eifer mit. Wir spielen dort Spiele, dabei wird geübt. Ihm fehlt eigentlich nur das "sch", er spricht es als "ch" und soll das "Mundformen" üben. Ich hätte auch eher bis 5 gewartet, dann ist immer noch genug Zeit. Ich würde eine Pause einlegen und dem Kind mal Ruhe gönnen. Wenn selbst Angehörige an sich nix Auffälliges sehen umso besser...

Alles Gute.

Beitrag von zahnweh 25.04.11 - 18:09 Uhr

Hallo,

meine wird im Sommer 4 Jahre.

Ihr Wortschatz ist riesig, sprachlich macht sie immer wieder starke Sprünge (lange fast nichts, dann Sprung!)

""der hat das bei dem "k..... hmmmmmmmmm .... kauf... kaufladen" versteckt und ich habs ganz alleine gefunden". "

könnte von meiner sein. Warum? weil sie bei den vielen Sachen überlegte wo was genau war. Eine Verwechslung ist für meine Katastrophe. Deswegen überlegt sie vorher wo was exakt lag

der Osterhase war beim Baum, das Nest im Busch.

Wird sie gefragt, wo was war, fängt sie an, unterbricht im Satz:

"der Osterhase war im Bu... hmmmmmmm, der Osterhase war beim Baum. Das NEST war im Busch"

oder sie hat 1000 Gedanken von denen sie mir 999 gleichezeitig erzählen will. Da kommt dann einiges durcheinander, auch sprachlich.

Wenn sie von jemandem angesprochen wird, muss sie auch erst mal ihre Gedanken ordnen. "wer spricht mich an? - warum spricht der/die mich an? was will der/die von mir wissen? - was wollte ich der Person von mir aus erzählen?" Dabei überschlägt sie sich auch manchmal.

Buchstaben kommen mal mehr mal weniger. Wenigstens ist eine "Frau" keine "Sau" mehr :-p Mit "Fau" kann ich erst mal leben. HIn und wieder schmuggelt sich ein "r" mit rein. Dann passt das schon.

Vorlesen mag meine bis heute nicht. Sie turnt herum und erfragt sich die Geschichten. Wer wie heißt ist ihr völlig egal. Der Mann, der Junge, die Fau, der ander Junge... reicht ihr aus ;-)
Außer bei Sachbüchern, die mag sie gerne und gibt auch mal Infos wieder oder erklärt wo sie ähnliches schon gesehen hat.

Logopädie wurde vom Kinderarzt bisher nicht angesteuert. Das wird schon noch. Übung hat sie viel. Vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen erzählt oder singt sie. Noch nicht "korrekt", das wird schon noch. Ich selbst achte auf eine gute Grammatik und verständliche Aussprache.


ob dir das weiterhilft weiß ich nicht.
habe selbst kaum Vergleich.

Beitrag von sandramutti 25.04.11 - 19:53 Uhr

hallo!

danke für deine ausführliche antwort. sie hat mir schon sehr weitergeholfen.
ich sehe eben nur zum vergleich ein paar mädchen aus dem kiga, die sprechen nahezu wie wir großen, sind sehr mitteilungsbedürftig, meine kleine ist eher etwas schüchtern, zurückhaltender...
naja, aber langsam wird sie auch etwas aufgeweckter...
meinte grad zum papa:"nimm mal endlich die hand aus der hosentasche, schubs mich mal richtig beim schaukeln an"....#rofl
und das ganz laut, damit`s ja jeder hört...

mit sachbüchern probiere ich es auch mal mit ihr, denke die mag sie auch lieber als märchenbücher. außer rapunzel, das buch liebt sie.
der gedanke daran, dass ihr völlig egal ist, wie wer heißt und es deshalb nicht wiederholen kann, kommt mir bekannt vor.

Beitrag von babybaer4 25.04.11 - 19:15 Uhr

Hallo,

deine Tochter ist erst 4j alt!
Was spricht gegen eine längere Pause von einem 1/2-1 Jahr?
Deine Tochter scheint bis auf den Wortschatz kein Problem zu haben.
Also fragt nach wie ihr es im Alltag spielerisch fördern könnt .Wenn ihr merkt das sie keine Fortschritte macht könnt ihr immernoch weiter machen.
Zeit genug hat sie.

Lg Sabine

Beitrag von sandramutti 25.04.11 - 19:47 Uhr

das finde ich ja auch.
und wäre halt "nur" noch 1 jahr bis zum schulbeginn, würde ich schon darauf bestehen, dass sie die logopädie weitermacht.
aber ich habe eben auch so so viele spiele/bücher hier um das sprechen zu fördern... (wie haba ratz fatz, haba papperlapapp, sprechdachs, sprechhexe und und und).


viell. kann mir jemand von euch euch noch vorschläge machen, wie man das sprechen übt, den wortschatz erweitert!? tipps für bücher spiele usw....

denke mir, falls sie wirklich garnicht aufholt, versteht sie es evtl. auch später mal, wenn sie älter ist, warum überhaupt sie zur logopädie muss und macht dann evtl. auch besser mit, geht auch dann freiwillig hin.
aber jetzt leidet sie eben so richtig darunter...

kenne schon viele kinder, die zur logopädie gehen, aber alle sind 5 oder 6. allerdings meint eben die logopädin, dass sind die kinder, die die buchstaben nicht richtig aussprechen können, da genügts, erst später zu kommen, aber im fall meiner maus, sollte man schon so früh wie möglich kommen...

möchte halt nichts falsch machen...#zitter

Beitrag von babybaer4 25.04.11 - 21:58 Uhr

Hallo,

mein Sohn war ab dem 3.ten Lebensjahr bei der Logo wegen diversen Buchstaben die er nicht konnte.Ihn konnte keiner Verstehen und wir nur mit viel Konzentration.
Er hat auch spät angefangen zu sprechen aber ich habe die Erfahrung gemacht das er immer wieder Phasen hatte wo er auf einmal mehr Wörter konnte.
Unser Sohn ist gerne zur Logo gegangen und ich denke dadurch war er auch offen für das Lernen.
Deiner Tochter scheint es keinen Spaß zu machen und anscheinend macht sie zu.
Im Prinzip denke ich machst du es richtig.Bücher vorlesen,Spiele spielen und es müssen ja noch nicht mal Lernspiele die auf Sprache ausgerichtet sind ,sein.
Viel miteinander reden,korrigieren nur indem du das falsch gesagte oder das Wort was sie nach mehreren Anläufen gesucht hat richtig wiederholst:"Ja du hast einen ganz tollen Kaufladen bekommen!"
Deine Tochter hat noch 2 Jahre Zeit nehmt den Druck raus und schaut wie sie sich macht.

Lg Sabine

Beitrag von clautsches 25.04.11 - 21:01 Uhr

Hallo!

Ich finde, das klingt für eine 4-jährige ganz normal - und das Thema "Entwicklungsstottern" betrifft ganz viele Kids in dem Alter! (meins auch)

Würde an deiner Stelle die Logo wohl auch erst mal aussetzen.

LG Claudi

Beitrag von tapirschnautze 25.04.11 - 21:17 Uhr

Hallo,
ich war mit unserem Sohn (5 Jahre 5 Monate) bei der Logopädie anfang des Jahres.
Ich hatte vorher bedenken ob man da "ewig" hingeht und wann denn Ende ist.
Sie hat mir daraufhin vorher schon gesagt, dass sie eigentlich nur 6 bis 10 Behandlungen am Stück macht und dann Pause oder es ist gut. (unserer konnte kein "w")
Sie meinte jedes Kindes hat sein eigenes Zeitfenster indem es etwas lernt bzw. lernen kann und wenn das gerade für das Problem nicht offen ist, muss man einfach nochmal ein paar Wochen warten und es dann wieder probieren. Und nach 10 Behandlungen würde sie auch pausieren damit die Kinder weiterhin gerne kommen. (wir sind privat versichert wäre also möglich weiterzumachen)
Lange Rede kurzer Sinn: pausieren und schauen wie es weitergeht und nach ein paar Monaten neu entscheiden.
Liebe Grüße
Susanne

Beitrag von anarchie 25.04.11 - 21:26 Uhr

Hallo!

Dein Kind ist noch sehr jung, da drängt ja nix.
Und leiber ein Kind mit Wortfindungsproblemen, als ein kreuzunglückliches - SO sehe ICH das.

Davon ab wurde ich bei meiner Tochter fuchsig gemacht, weil sie so undeutlich sprach, mit 5,5 konnte sie noch immmer kein K zum Beispeil sprechen..
Sie hörte es richtig, bekam es aber nicht raus.
Sie geht auf einen Schule mit jahrgmagsübergreifendem Lernen, dort wird Voraschule, 1 und 2. Klasse gemeinsam unterrichtet - ich wurde echt massiv bedrängt, sie MUSS zum Logopäden.
Sie wäre kaum zu verstehen(was übertrieben war) und würde nicht rochtig schreiben lernen(was ich nicht glaubte, weil sie es ja richtig hörte und wusste, wie es richtig klingt).
Aber sie wollte nicht. ich weiss nicht warum, aber sie meinte nur, sie sei doch nicht doof, sie könne reden, sie geht da nicht hin.
Warum sie so negativ war? keine ahnung!
Aber wir schickten sie nicht hin, weil wir auch sicher waren, dass es so wird(wir sahen ja die Entwicklung).

Jetzt ist sie im januar 7 geworden, 1. Klasse - sie ist Klassenbeste und schreibt ganz toll...

Will sagen:
Hör auf deinen bauch und vertau deinem kind - und wenn du erstmal abwartest ist auch nix verloren...

mein 3.5 jähriger hat übrigems das letzte halbe Jahr ganz arg gestottert, so übel, dass er ein paar mal verzweifelt in Tränen ausbrach und sagte: "ich kann nicht reden mama, rede du für mich!":-(
Aber er tat es nicht immer..zwischendrin ging es wieder mal ganz normal...dann begann er den Satz wiede rmit 15 mach "Ich"...
Mit geduld hat sich auch das komplett gegeben.
Er spricht wieder ganz fliessend.

und er sagt "Bateboard" zum skateboard z.B....da fehlt noch ein bisschen was, aber solange ich Entwicklung sehe, sich nichts manifestiert, macht mir das keine Sorge.

Und mein 20 Minate-Knirps redet GARNICHT!:-p
Nur "Mama" gaaaanz selten mal "Papa", ab und an mal ein "quack" wenn er ne Ente sieht und ein "hüüüüü", wenn es ein pferd ist...das wars!
Auch das wird kommen...

lg

melanie mit 4 Kindern(8,7,3,1)

Beitrag von sandramutti 25.04.11 - 23:43 Uhr

"Und leiber ein Kind mit Wortfindungsproblemen, als ein kreuzunglückliches - SO sehe ICH das. "

finde ich mittlerweile auch. ;-)


mir wurden eben auch andeutungen gemacht, von wegen lese-recht-schreibschwäche evtl. später mal, wenn wir das mit der logopädie sein lassen...
nur andererseits korrigiert die maus sogar des öfteren ihre große schwester, die manchmal "turn" zu "turm" sagt, oder "lulian" zu "julian", schreibt schon für ihre 4 jahre einge wörter von sich aus (wie mama, papa usw.), und versucht ihren namen sogar schon zu buchstabieren...
bin eben sehr verunsichert... wiederspricht sich alles eben so sehr...:-[#schwitz

Beitrag von logomam 26.04.11 - 18:19 Uhr

Hallo,
wie dringend die Therapie bei deiner Tochter ist, mag ich aus der Ferne nicht beurteilen. 4-jährige dürfen natürlich noch Fehler machen. Es kommt eben auf die Art der Fehler an.
Ich bin Logopädin und würde nie ein sich über Wochen verweigerndes Kind behandeln - ganz egal, wie stark die Verzögerung auch sein mag. Ein wesentlicher Punkt in der Therapie ist Spaß und Freude an den Inhalten der Therapie. Als Logopädin arbeite ich in einem ganz sensiblen Bereich, immer mit der Schwäche des Menschen (egal ob jung oder alt).Darum ist die Therapie bei Kindern immer spielerisch und eigentlich auch undurchsichtig für das Kind. Das heißt, das Kind merkt nicht, dass es in einer Therapiesituation ist.
Deine Tochter hat ganz offensichtlich weder Spaß noch Freude. Das kann an der Therapeutin liegen (manchmal passt es eben nicht und das muss man schlucken) oder aber der Therapiezeitpunkt ist noch nicht da (in dem Fall sollte man 3 Monate pausieren, wobei ganz wichtig ist, dass die Kleine einen guten Start in die Pause bekommt durch eine tolle Einheit, damit sie sich auf den Neustart freuen kann) oder aber sie hat ein Störungsbewusstsein entwickelt und weiß genau, warum sie zur Therapie soll und weigert sich, weil sie ihre Schwäche zeigen muss. In dem Fall ist die Logopädin gefragt, deiner Tochter genügend Stärke zu geben, dass sie sich auf die Therapie einlassen kann.
Ich würde wahrscheinlich drei Monate pausieren und dann neu beginnen. Evt. über einen Therapeutenwechsel nachdenken.

LG