Ist das erlaubt?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von zuckerguss86 25.04.11 - 17:42 Uhr

Halllo, ich weiß nicht on das jetzt hier rein gehört aber Beruf und Finanzen erschien mir passend!
Eine Freundin von mir erzählte mir heute dass sie seit neustem ihre Haushaltskasse etwas aufbessert.
Sie kauft bei Ebay Bekleidungspakete so ab 20 Teile aufwärts. Die kauft sie nur wenn sie zu 2 Euro weggehen. Sie zahlt dann für 20 Teile 2 Euro + Versand! Also max. 10 Euro.
Dann nimmt sie die Sachen und stellt sie Einzeln wieder ein. Das Verpackungsmaterial kostet sie nicht da sie Umschläge oder Kartonagen kostenlos über die Arbeit mitnehmen kann.
Das einstellen bei Ebay bei Auktion von 1 Euro ist ja kostenlos soweit ich weiß.
Sie meinte beim Vesand ( Warensendung kostet 1,90) gibt sie dann 2,20 an. Das darf man ja man hat ja immer eine kleine Spanne nach oben.
Sie meinte wenn sie dann alle 20 teile zu je 1 Euro los wird hat sie einen Gewinn von 10 Euro gemacht.
Jetzt wollte ich wissen ob sie das überhaupt darf?

Beitrag von jensecau 25.04.11 - 17:51 Uhr

Hallo!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht erlaubt ist. Kenne allerdings die "Ebay-Gesetze" nicht ;-) Vielleicht kann man sich dort schlau lesen...
Ich frage mich eher, ob es ihr erlaubt ist von der Arbeit die Umschläge usw. mitzunehmen #schock Hat der Chef dem zugestimmt? #zitter Wenn nicht, ist das Diebstahl!!!!

VG

Beitrag von zuckerguss86 25.04.11 - 17:57 Uhr

Sie arbeitet in der Verwaltung und der Chef hat allen Mitarbeitern erlaubt von dem Zeug soviel mir zu nehmen wie sie brauchen. Das geht also in Ordnung

Beitrag von curlysue1 25.04.11 - 17:55 Uhr

Als privater Verkäufer ist es nicht erlaubt, alles was der Gewinnerzielung dient, muß als gewerblich angemeldet werden.

Sie muß dann auch Rückgaberecht und Gewährleistung einräumen.

Beitrag von zuckerguss86 25.04.11 - 17:58 Uhr

Ja aber wenn ich Sachen von mir selbst versteigere dann mache ich doch auch einen Gewinn... ist das nicht das Selbe?

Beitrag von curlysue1 25.04.11 - 18:09 Uhr

Du erwirtschaftest aber mit Deinen eigenen Sachen keinen Gewinn, weil in der Regel der EK höher ist als dann der VK.

Das nennt man Eigentumsumschichtung.

Beitrag von zuckerguss86 25.04.11 - 18:14 Uhr

O.k soweit habe ich das verstanden aber wenn ich z.b am Flohmarkt bin und kaufe mir eine Vase für 5 euro und verkaufe sie dann für 10 Euro weiter dann ist das doch auch erlaubt weil sie da ja schon in meinem Besitzt ist....
Ich denke das ist eine gesetzteslücke kann das sein? Ich dnek sie bewegt sich da in einer Grauzohne....

Beitrag von curlysue1 25.04.11 - 18:22 Uhr

Wenn Du es kaufst um es wieder mit Gewinn zu verkaufen ist es gewerblich, wenn Du es für zuhause kaufst und später verkaufst ist es privat.

Dann kommt es auch noch drauf an, wieviele Aktionen Du in einer gewissen Zeit einstellst, wo kein Kläger da kein Richter, aber wenn Dich/sie einer abmahnt kann es teuer werden, vorallem wenn sie über den gleichen Account ein und verkauft.

Beitrag von zuckerguss86 25.04.11 - 18:24 Uhr

Ich hab ihr heute auch schon gesagt dass ich das für sehr gewagt halte aber sie meinte nur: naja ich sage halt war für meine Mama aber der gefallen die Sachen doch nicht. Was könnte ihr denn im schlimmsten Fall passieren wenn ihr da jemand dahinter kommt?

Beitrag von curlysue1 25.04.11 - 18:54 Uhr

Das kann schlimmstenfalls Geldstrafen in 1000€ Bereich nach sich ziehen.

Beitrag von zuckerguss86 25.04.11 - 18:57 Uhr

o.k das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich werde ihr das nochmal sagen. Mal sehen was sie draus macht. Bleibt ja ihr überlassen!!!!!!! Ich würds nicht machen wäre mir zu gefährlich. Danke und schönen Feiertag noch

Beitrag von vwpassat 25.04.11 - 18:56 Uhr

Erlaubt ist das,

wenn man ein Gewerbe dafür anmeldet.

Ansonsten ist das Steuerhinterziehung.

Beitrag von ichbins04 25.04.11 - 19:50 Uhr

hallo,


man handelt ab dem moment "gewerblich", wenn man einen artikel erwirbt, den man gewinnbringent weiterverkaufen will....

da gibt es keine gesetzeslücke, das ist ganz klar definiert.

http://www.foerderland.de/1154+M5fe462c3eba.0.html

deine freundin handelt definitiv als gewerbliche verkäuferin !!

wenn sie dann noch so "schlau " ist, und über den account einkauft, über den sie die sachen wieder verkauft, wird sie relativ zügig post vom finanzamt bekommen, denn so ist der nachwei des gewerblichen handels total einfach nachzuvollziehen und zu beweisen....

gruß

Beitrag von goldtaube 25.04.11 - 19:57 Uhr

Sie geht mit dem Vorsatz ran Gewinn zu erzielen. Demnach ist sie kein privater Verkäufer und muss ein Gewerbe anmelden und auch entsprechend Gewährleistung anbieten.

Finanzämter überprüfen mittlerweile Ebay-Accounts und schauen ob z.B. private Verkäufer sehr viele Bewertungen haben und viel verkaufen usw.
Genauso werden gewerbliche Verkäufer überprüft.
Bei Ebay gilt sie, wenn sie das so weiter führt nicht mehr als privater Verkäufer und sie muss sich dort als gewerblicher Verkäufer anmelden und das mit allen damit verbundenen Pflichten.

Wenn sie das weiter führen will, sollte sie sich als gewerblicher Verkäufer bei Ebay anmelden und sie sollte ein Gewerbe anmelden.
Sie muss dann aber auch Gewärleistung geben und so weiter.

Beitrag von wemauchimmer 26.04.11 - 07:58 Uhr

Nein, sie darf Umschläge und Kartonagen nicht bei der Arbeit mitgehen lassen. Wenn sie erwischt wird bzw. jemand bei der Arbeit sich drüber aufregt oder ihr aus anderen Gründen ans Bein pinkeln will, kann ihr deswegen fristlos gekündigt werden.
Es sei denn, sie hat das schriftlich. Aber das wird wohl kaum der Fall sein.
LG

Beitrag von bettibox 26.04.11 - 07:58 Uhr

Unabhängig davon, dass sie in dieser Art und Weise als gewerblicher Verkäufer handelt, kann die Rechnung auch nach hinten losgehen. Erstmal muss sie dann jedes Teil einzeln überhaupt loswerden, die Ebay-Gebühren kommen auch noch dazu und dann der ganze Aufwand, mit einzel fotografieren (ich gehe mal davon aus, dass sie keine Bildrechte verletzt), tippen einstellen ob sich das auf Dauer rechnet?

Netten Chef hat Deine Freundin, wenn der Umschläge und Kartons umsonst rausrückt. #nanana

Beitrag von miau2 26.04.11 - 09:40 Uhr

Hi,
natürlich ist das erlaubt.

Jedes Geschäft macht nichts anderes: eine größere Menge günstig einkaufen und im besten Fall mit Gewinn wieder verkaufen.

Nur ist das ganze natürlich nur so lange erlaubt, wie sie es ordnungsgemäß angemeldet hat und dann ggfs. auch Steuern und ggfs. andere Abgaben dafür zahlt. Ihr Arbeitgeber muss ihr dann auch erlauben, eine selbständige Tätigkeit nebenbei auszuüben.

Und wenn alles ordnungsgemäß angemeldet ist und sie der Meinung ist, dass die 10 Euro die Mühe wert sind - ist doch ihre Sache.

Was ich nicht weiß ist wie es mit rückgaberechten bei gebrauchten Teilen, die man von gewerbsmäßigen Händlern erwirbt aussieht - vielleicht sollte sie sich mal selbst informieren, welche Pflichten sie hat.

Viele grüße
Miau2