Ist die Patenschaft mit der Konfirmation beendet?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von jessy02 26.04.11 - 01:53 Uhr

Hallo, ihr Lieben!

Gleich vorweg, ich möchte hier mit meiner Frage keine Grundsatzdiskussion zum Thema Religion lostreten, aber es interessiert mich nun doch, wie ihr das seht....

Folgendes ist meiner Frage vorausgegangen:
Unsere Tochter wird in drei Wochen konfirmiert und ich sprach mit einer ihrer Patentanten über den Ablauf der Feier, sowohl in der Kirche, als auch später dann im Familienkreis. Irgendwie fiel dann im Gespräch der Satz der Patentante "Naja, mit der Konfirmation ist ja die Patenschaft eh beendet". Ich gab ihr erst mal Recht, aber im Nachhinein geriet ich dann doch ins Grübeln.
Diese besagte Patentante hat sich seit der Taufe nur zu Anlässen gemeldet, die ein gewisses "Pflichtprogramm" (aus ihrer Sicht!) erforderten, also zu Geburtstagen, Weihnachten, Einschulung etc., aber nie "einfach mal so". Meine Tochter hätte sich vielleicht mal gewünscht, dass ihre Patentante ab und zu einfach nur mal ohne Grund sich mal kümmert, was mit ihr macht oder vielleicht auch nur mal mit ihr telefoniert. Es ist nämlich die einzige Patentante, die "vor Ort" wohnt, die anderen leben weiter weg.

Ich bin der Ansicht, dass eine Patenschaft, einmal übernommen, nie endet. Gerade mit 13, 14, 15 haben doch speziell Mädchen Fragen und Sorgen, die sie eben nicht alle mit Mama besprechen möchten oder können.

Meine Mutter hat mir erzählt, dass die Konfirmation zu ihrer Zeit sozusagen den Schritt ins Erwachsenwerden kennzeichnete, weil man damals oft mit 14/15 im April die Schule verließ, eine Ausbildung begann und dann eben "auf eigenen Füßen stand" und ein Pate dann nicht mehr so benötigt wurde. Aber das ist ja nun heute nicht mehr so....

Ich habe selber ein Patenkind, dass allerdings noch lange Zeit hat, bis es vielleicht mal konfirmiert werden wird oder auch nicht, aber ich käme nicht auf die Idee zu sagen "So, jetzt bist du konfirmiert und jetzt ist Schluss!"

Und das, was man früher mal gesagt hat, dass Paten dann an die Stelle der Eltern rücken, wenn denen was passiert, halte ich ja noch mehr für überholt! Ich seh mich als "Begleitung" und vielleicht auch als Unterstützung für die Eltern und für das Kind....selbstverständlich auch noch über die Konfirmation hinaus - wenn gewünscht.

Wie seht ihr das? Bin neugierig auf eure Meinungen, vielen Dank schon mal dafür....und dafür, dass ihr so weit gelesen habt, war ja doch etwas lang...

Liebe Grüße,
jessy

Beitrag von hustinetten 26.04.11 - 07:49 Uhr

Einerseits endet die Patenschaft mit der Konfirmation, denn dann sind die Kinder aus Sicht der Kirche erwachsen.

Aber ich versteh dich total gut, mir würde ein Pate, den meine Kinder nach der Konfirmation nicht mehr interessieren, auch sehr sauer aufstoßen.
Allerdings habe ich mit meinen Paten auch weniger gute Erfahrungen gemacht, sodass ich für mich mit dem ganzen Kram abgeschlossen hab.

lg

Beitrag von anom83 26.04.11 - 13:02 Uhr

Hallo,

also ich selbst bin katholisch und da ist die Patenschaft fürs ganze Leben.

Ich weiß aber auch, dass bei Protestanten die Patenschaft mit der Konfirmation tatsächlich endet. Schön finde ich das aber nicht.

LG Mona

Beitrag von anyca 26.04.11 - 13:16 Uhr

Kirchenrechtlich ist die Patenschaft mit der Konfirmation wohl wirklich beendet. Aber natürlich sehe ich meine Paten immer noch als Paten an - wie sich die Patenschaft gestaltet, ist ja ohnehin ganz unterschiedlich je nach Familie.

Beitrag von sarahg0709 26.04.11 - 17:29 Uhr

Hallo jessy,

offiziell endet das Patenamt mit der Konfirmation. Einfach, weil die Konfis in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen werden.

Wenn die Paten dann freiwillig begleitende für die Kinder da sein wollen, finde ich das in Ordnung. Muss aber nicht sein.


LG

Beitrag von twins 26.04.11 - 21:07 Uhr

Hi,
ich verstehe die Patenschaft, egal welcher Religion, bistzur Volljährlichkeit. Man sagt ja auch, das die Paten z.B. die ersten Ansprechpartner sein sollen, wenn den Eltern etwas passiert, und das ist sicherlich bis zum 18. Lebensjahr der Fall, danach können sich die Kinder alleine um sich kümmern - lt. Gesetz.

Grüße
Lisa
P.S: Unsere kümmern sich jetzt auch nicht um die Kinder aber das ist mir auch nicht wichtig, da ich weiß, wenn Not am Mann ist, stehen sie sofort an der Tür. Unsere Wohnen leider auch zwischen 600-100 km entfernt...da bleiben halt nur Geburtstagsgeschenke per Post....

Beitrag von bunto97 27.04.11 - 00:18 Uhr

offiziell endet das Patenemt mit der Konfirmation ,aber es liegt an der patentante ob sie den Kontakt danach abbricht und wenn es so ist dann hat ihr nicht viel daran gelegen.


Wir haben eine supertolle Patentante für unseren Sohn #verliebt
sie hat wirklich immer Zeit und die beiden sehen sich oft und telefonieren 2 x in der Woche miteinander.
Sie ist zwar die Freundin meiner Mama ,aber auch eine mir wichtige bezugsperson und für unseren Sohn sowieso.
Und ich glaube auch nciht das sich das ändern wird nur weil unser Sohn im Mai Konfirmation hat.
Sie ist die beste und tollste und liebste patentante die wir uns aussuchen konnten.


Wir haben allerdings noch eine 2 aber die ist eine absolute Nullnummer.
Sie hat ihr Patenkind im ersten jahr 3 x gesehen,dann sind sie umgezogen und wir konnten sie nicht mehr erreichen.
dann kam sie kurz vor der Einschulung 1 x vorbei,inzwischen ist er in der 7 Klasse...
Unser Sohn wollte sie eben nicht einladen also hat sie keine Einladung zur Konfi bekommen und ich lege auch keinen Wert darauf sie zu sehen.
Sollte sie doch bei der Kirche auftauchen kann ich es nicht ändern aber ich werde auch nicht mit ihr reden.


Beitrag von rienchen77 27.04.11 - 11:43 Uhr

Mit der Konfirmation ist das Patenamt beendet...aber ich auch ein inniges Verhältnis zu meinen Patentanten nach meiner Konfirmation gehabt...es gab aber keine Geschenke mehr...wie auch? sie selbst hatte 5 Kinder und genug Neffen und Nichten die auch nicht bekommen haben und sie ist mit 7 Geschwistern aufgewachsen ist. Das wäre der reine wahnsinn...


Ich kümmere mich noch um mein Patenkind, es wird auch immer mein Patenkind sein...von ganzen Herzen...

Beitrag von nightwitch1988 28.04.11 - 23:37 Uhr

hi

mein patenkind (6) bleibt mein leben lang mein patenkind, egal was irgendwelche regeln sagen.

aber prinzipiell stimmt das mit dem ende des patenamts.
es kommt aber denk ich mal auch sehr auf die einstellung der patentante/ des patenonkels an.

mein patenkind hat noch einen paten, der sich seit 2 jahren gar nicht mehr gemeldet hat aus heiterem himmel.
für mich wiederum ist die kleine fast wie meine eigene tochter und wird das auch für immer bleiben.

lg

Beitrag von nightwitch1988 28.04.11 - 23:39 Uhr

muss aber auch dazu sagen, dass ich zwar katholisch getauft, aber nicht (mehr) gläubig bin und für mich die patenschaft mehr herzensangelegenheit ist, als religion.

Beitrag von engelchen28 29.04.11 - 13:54 Uhr

hallo!
es hängt sicher davon ab, wie jeder einzelne pate die sache betrachtet. meine meinung ist, dass eine patenschaft nie endet, unabhängig vom alter. wenn die patentante deiner tochter die "sache als erledigt" ansieht, dann ist das so. ihr solltet darüber nicht traurig sein, denn sie hat ihre aufgabe sowieso anders verstanden, als ihr es euch gewünscht habt.
ich würde mein patenkind auch mit 15, 18 oder 28 irgendwohin mitnehmen, mit ihr etwas unternehmen, sie unterstützen etc.!
lg
julia