Diabetiker hier? Brauche Rat! Lang!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von sterni84 26.04.11 - 10:04 Uhr

Hallo ihr Lieben,

also ich versuche mal mein Problem zu schildern.

Ich hatte im Februar eine Bronchitis, mit 4 Tagen 40 Fieber und musste 2 verschiedene AB`s nehmen. 3 Wochen später bekam ich Herzrasen, woraufhin ich direkt zum Arzt gegangen bin. Dort wurde festgestellt, dass die Bronchitis immer noch nicht abgeheilt war. Ich bekam ein Langzeit EKG und Langzeit Blutdruck. Zudem wurde Blut abgenommen. Im Rahmen dessen wurde auch der Langzeitblutzuckerwert bestimmt.

Dieser lag bei 6,5. Also direkt an der Grenze. Bei der Besprechung der Blutwerte wurde mir gesagt, es sei alles in Ordnung, alle Werte wären gut.

Ca. 2 Wochen später musste ich nochmal zum Arzt um das Ergebnis des Langzeit EKG`s zu besprechen. Daraufhin meinte dann die Ärztin, ob meine Blutzuckerwerte inzwischen gut eingestellt seien und ob ich mit den Tabletten zurecht käme #schock

Ihr Mann, bei dem ich zur Besprechung der Blutwerte war, hat diesbezüglich nichts erwähnt, also auch kein Medikament verschrieben. Nun gut, sie echauffierte sich direkt, von wegen da bräuchten wir nicht drüber diskutieren, dass sei ne handfeste Diabetes und ich müsse ab sofort Metformin 500 mg nehmen.

Auf meine Nachfrage hin, wann und wie ich das Medikament einnehmen müsse war ihre Antwort: Hmm, nehmen Sie die Mal abends ein.

Ich fragte dann nach einem Blutzuckermessgerät. Da meinte sie, soetwas bräuchte ich nicht, ich müsse nicht messen. Meine Bedenken hinsichtlich einer Unterzuckerung wimmelte sie direkt ab.

So jetzt mein Problem. Kann sie wirklich anhand dieser einen Blutentnahme einen Diabetes Typ 2 diagnostizieren, mir einfach Metformin aufschreiben, ohne meine genauen Blutzuckerwerte zu kennen und mich noch ohne Messgerät nach Hause schicken? Vielleicht habe ich mich in den Wochen davor ja besonders zuckerreich ernährt?

Ich habe nicht ein einziges der typischen Symptome. Keinen vermehrten Durst, keinen Juckreiz, keine schlechte Wundheilung. Nichts.

Ich habe morgen früh einen Termin bei einem anderen Arzt, um mir eine 2. Meinung einzuholen. Das Metformin habe ich nicht eingenommen.

Achso, während meiner Schwangerschaft 2007 wurde ein Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert, der lt. Diabetologen nach Ende der Schwangerschaft wieder weg war.

Wie seht ihr die Sache?

LG Lena

Beitrag von mansojo 26.04.11 - 10:16 Uhr

hallo,

nach dieser aufklärung würde ich auch nichts einnehmen

sprich nochmal mit dem arzt bei dem die blutwerte ausgewertet wurden


lg manja

Beitrag von sterni84 26.04.11 - 10:20 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort.

Der Arzt, mit dem ich die Blutwerte besprochen habe, ist der Ehemann der Ärztin, die mir das Metformin aufgeschrieben hat. Also eine Praxisgemeinschaft.

LG Lena

Beitrag von mansojo 26.04.11 - 15:52 Uhr

ich nochmal

metformin bewirkt eigentlich keine unterzuckerung


allerdings kann der körper übersäuern und daher zu bewusstseinsstörungen führen


metformin ist für übergewichtige menschen geeignet


dennoch das verhalten der ärztin ist völlig induskutabel

löcher sie mit fragen was das medikament in deinem körper bewirkt
risiken nebenwirkungen??

sind die nebenwirkungen der therapie es wert diese zu nehmen

wurden im vorfeld deine nierenwerte bestimmt?

fragen über fragen

laßt euch bloß nicht sofort irgendwelche medikamente überbügeln

Beitrag von mansojo 26.04.11 - 15:54 Uhr

und nochmal ich

frag nach alternativen!

Beitrag von sterni84 26.04.11 - 18:38 Uhr

Bevor ich überhaupt anfange irgendwelche Medikamente zu nehmen, möchte ich wissen, ob ich tatsächlich Diabetes habe oder ob der Langzeitblutzuckerwert vielleicht einmalig erhöht war.

Es wurde ja auch nicht mal ein Zuckerbelastungstest gemacht. Ebenso wenig kennt sie meine Blutzuckerwerte, ob und wann ich zu hoch bin.

Nierenwerte waren völlig in Ordnung. Dafür habe ich einen Vitamin D Mangel.

Also mein Vater nimmt Metformin schon seit Jahren und ist mit Sicherheit 3 Mal die Woche unterzuckert, meist nach dem Mittagessen. Dann wird ihm schwindelig, schlecht und er zittert und ist kreidebleich. Er hat sich selbst ein Blutzuckermessgerät gekauft und testet sich regelmäßig.

Danke für deine Antwort.

LG Lena

Beitrag von letoline 26.04.11 - 11:21 Uhr

Hallo!

Gut das du dir eine 2. Meinung einholst.

Also ich denke mal das das HbA1 gemessen wurde. Gut 6,5%, wenn Diabetes bestünde, würde man da von einer befriedigenden einstellung reden.
Jedoch haben auch gesunde glykiertes Hämoglobin im Blut und da liegt man mit 6,5% eigentlich noch im normalbereich.
Also ich frag mich auch wieso die den Wert überhauot bestimmt haben, merkwürdig.
Naja also ich finde du hast alles richtig gemacht, erstmal die 2. Meinung abwarten und nichts überstürzen, vorallem muss sowas doch bissl im auge behalten werden, komische ärzte...

lg daniela

Beitrag von sterni84 26.04.11 - 11:24 Uhr

Hallo Daniela,

danke für deine Antwort.

Das habe ich mir auch gedacht. Vor allen Dingen gehen die mit diesem Thema viel zu stiefmütterlich um. Mein Vater nimmt seit Jahren Metformin und unterzuckert regelmäßig. Deshalb hätte ich für diesen Fall gerne ein Blutzuckermessgerät gehabt.

Na ja, mal abwarten, was die neue Ärztin mir morgen sagt.

LG Lena

Beitrag von derhimmelmusswarten 26.04.11 - 14:36 Uhr

Geh zum Diabetologen! Die Ärztin scheint ja sehr seltsam zu sein. Mit den Langzeitwerten kenne ich mich nicht so aus. Jedenfalls hat meine Oma Zucker und 6,5 wäre ein Traumwert für sie gewesen...

Beitrag von chnander 26.04.11 - 22:10 Uhr

Also ich arbeite in einer Reha Klinik für Diabetes!

Der HbAic Wert is super wenn du Diabetiker wärst!

Sonst ist er gerade an der Grenze !

Sie kennt keine Bz von dir also mal ein langzeit Tagesporfil wo sie sieh wie dein Zucker im Nüchtern und nach dem Essen liegt?

Bei solchem Wert müßte man schon mal einen oralen Glucosetalleranztest machen!Das heißt du mußt eine Zuckerlösung trinken pro kg Körpergewicht muss die 1 g Traubenzucker enthalten!

Da gibt es dann feste Richtlinien wie dein Zucker da bei diesem Test nüchtern nach 1 und nach 2 Stunden aussieht!

Daran kann man dann messen ob man Diabetes hat und welcher Typ du bist !

mit Metformin kannst du nicht unterzuckern und Diabetes merk man nicht erst wenn du es sehr lange hast und sehr hohe Werte !

Da müssern die Werte schon sehr niedrig oder eben sehr hoch sein damit du was merkst!

Das schlimme ist ja Zucker tut erst weh wenn du Spätfolgen hat Nervenschädigungen und und !Das passier wenn man Diabetes erst spät entdeckt oder nicht richtig behandelt!

Also such dir mal einen Diabetologen oder bitte deinen Hausarzt um einen oralen Glucosetolleranztest!Wenn du jedoch schon einen hohen Nüchtenwert hast liegt es auf der Hand das du Diabetes hast!

Ich hoffe ich konnte dir helfen!Meistens ist es so wer einen Schwangerschaftsdiabetes hattest kann man drauf waren das man in 10 Jahren in etwa Diabetes kriegt!mUß nicht is aber meistens so!









Beitrag von sterni84 27.04.11 - 10:29 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Ich war heute morgen bei einer anderen Ärztin und sie hat direkt Urin untersucht und leider habe ich Zucker im Urin und somit erwiesenermaßen Diabetes Typ 2. Am Freitag muss ich nochmal hin, zur Blutentnahme und um den nüchtern Wert zu messen.

Sie sprach allerdings davon, es erstmal ein Jahr lang ohne Metformin zu versuchen und die Werte über eine Ernährungsumstellung zu regulieren. Aber wenn Du sagst, dass der Wert für einen Diabetiker super ist, ist es ja vielleicht doch gar nicht so schlimm.

Na ja nun, dann werde ich wohl zukünftig mit der Diagnose Diabetes leben müssen. Nützt ja alles nichts.

LG Lena

Beitrag von chnander 28.04.11 - 13:54 Uhr

Ui wenn du schon Zucker im Urin hast es schon nicht so gut dann is deine Nierenschwelle überschritten und alles geht über die Niere!Ich denke mal da brauchst du mindestens ein Medikment!Vielleicht bis ja auch Typ 1
Diabetiker?

Na zum Glück hat man es frühzeitig erkannt dann kannst du auch den Spätfolgen vorbeugen!


DIR ALLES Gute !Mit der Diagnose Diabetes kann man heute sehr gut leben!

Es wäre gut wenn dein Langzeitzucker Hba1C bis 6,1 liegen würde also nicht viel mehr!

Beitrag von sterni84 28.04.11 - 15:16 Uhr

Hallo!

Typ 1 wurde ausgeschlossen, weil ich keine Ketone im Urin hatte und keinerlei Diabetes typischen Symptome habe.

Die Ärztin meinte, Zucker wird über den Urin ausgeschieden, ab einem Wert von 180.

Typ 1 kann ja nicht sein, da die Langzeitwert jetzt erstmalig erhöht ist. Bei früheren Untersuchungen war der Wert in Ordnung. Für Typ 1 bin ich ja eigentlich schon zu alt oder nicht?

Morgen früh gehts nochmal zum Blutabnehmen und am Montag dann zur Besprechung, wie weiter verfahren wird.

LG Lena

Beitrag von chnander 28.04.11 - 21:14 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus#Vergleich_von_Typ_1_und_Typ_2_.28Tabelle.29


also ich würde eher auf Typ 1 tippen

Beitrag von sterni84 29.04.11 - 06:23 Uhr

Hallo!

Ich überhaupt nicht.

Die rechte Spalte passt besser zu mir. Die Mutter meines Vaters hat Typ 2, der Vater meines Vaters hatte Typ 2, der Vater meiner Mutter hatte Typ 2 und mein Vater hat ebenfalls Typ 2. Alle erst im Alter bekommen.

Ich habe kein Gewicht verloren und keine anderen Symptome.

Na ja, gleich muss ich zur Blutentnahme und am Montag zur Besprechung, da werde ich es ja wohl erfahren. Obwohl die Ärztin Typ 1 völlig ausgeschlossen hat.

LG Lena

Beitrag von chnander 29.04.11 - 21:13 Uhr

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Diabetes/Wissen/Diabetes-mellitus-Typ-2-Zuckerk-119.html

Typ 2 ist meistens erst im Alter und beginnt schleichend !Nicht immer of auch bei Übergewichtigen !Hm na abwarten