Schwanger! - Und jetzt?

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von das war nicht geplant 26.04.11 - 11:23 Uhr

Hallo zusammen,

zunächst einmal zu meiner Situation:

Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet und wir sind Eltern von zwei Jungs im Alter von 3,5 Jahren und 13 Monaten.
Unsere Familienplanung war eigentlich schon abgeschlossen, aber nun bin ich in der 6. Woche schwanger.

Mein Mann hat ganz toll reagiert, er sagte, wir schaffen das auf jeden Fall. Grundsätzlich habe ich da auch keine Zweifel. Wir sind finanziell abgesichert und wir beide sind gerne Eltern.

ABER: Wir leben in einem kleinen Haus, welches zwar uns gehört, allerdings lebt die Großmutter meines Mannes noch im untersten Stock, so dass wir mit uns (derzeit noch "nur" vier Leuten) in einer drei-Zimmer-Wohnung klar kommen müssen. Hinzu kommt, dass ich mit der Oma nicht besonders gut klar komme, da sie sich ständig in unser Leben einmischt. "Rausschmeissen" könnnen wir sie auch nicht, da sie Wohnrecht auf Lebenszeit hat. Sie ist zwar schon 90 Jahre alt, aber noch recht rüstig, so dass ich fast vermute, dass sie 100 Jahre alt wird.
Ausziehen können wir auch nicht, weil sie nicht alleine hier leben kann. Die Wohnung zu vermieten ist auch keine Alternative, weil sie dann ja immer noch auf sich gestellt wäre, zumal es ihr auch das Herz brechen würde. Ausserdem hat mein Mann seine Oma natürlich auch gern und da er ein so guter Mensch ist, würde er ihr nie absichtlich Leid zufügen, was ich auch verstehen kann.

Das Kind werden wir - so Gott es will - bekommen, aber ich bin nicht sehr glücklich mit der Situation, zumal unsere Großen ja jetzt schon kaum Platz zum Spielen haben.

Eine Lösung für mein (vielleicht vergleichsweise kleines ) Problem gibt es wohl nicht. Ich muss mich mit der Situation zurechtfinden. Dennoch belastet es mich und vielleicht kann mir ja der ein oder andere von euch Mut machen, dass es wohl klappen wird.

Danke fürs zuhören.

Sylvia

Beitrag von kullerulla 26.04.11 - 11:52 Uhr

was meinst du denn mit recht rüstig?
Meine Oma hatte in meinem Haus auch WOhnrecht auf Lebenszeit, aber mit 64 war sie gesundheitlich schon recht angeschlagen, sodass sie sich nicht mehr selbst versorgen konnte.
Als ich meine Tochter bekam und sie noch dazu ein Frühchen war, waren wir uns alle einig dass es so nicht mehr geht. Wir haben dann einen schönen Platz in einem Wohnheim gefunden.

Gut, meine Oma war anfangs auch nicht begeistert, aber anders ging es nicht.

Beitrag von kullerulle 26.04.11 - 11:53 Uhr

Ich meinte 74

Beitrag von windsbraut69 26.04.11 - 16:03 Uhr

Von unzumutbarer Pflegebedürftigkeit hat die TE doch kein Wort erwähnt!
Davon mal abgesehen, kann dann durchaus das Eigentum am Haus gefährdet sein...

Gruß,

W

Beitrag von das war nicht geplant 26.04.11 - 21:41 Uhr

Mit recht rüstig meine ich, dass sie sich mit der Hilfe von lieben Nachbarn, ihrer Tochter und meinem Mann noch relativ gut selber versorgen kann. Morgens kommt der Pflegedienst und hilft ihr beim Anziehen.

Bei ihr ist es auch so, dass sie sich einen Platz im Wohnheim nicht leisten kann und deshalb darauf angewiesen ist, hier wohnen zu bleiben.

Ausserdem ist sie ziemlich starrsinnig, so dass man ihr mit Geduld und guten Worten nicht beikommen kann.

Beitrag von kanojak2011 26.04.11 - 19:22 Uhr

Hi Sylvia,
ich habe den Eindruck, du weisst, dass es fur deine Familie schwierig ist.
Du schreibst, ihr konnt nicht ausziehen. Ihr konnt es tun. Mein Vater, eigentliche beide eltern, hatte sich verplfichtend gefuhlt etwas fur eigene Eltern zu tun. Jo, mein Vater fuhr monatelang jeden Tag nach drer Arbeit 50km hin und zuruck, nur um seine Mutter angemessen zu versorgen, dann kam es noch dicker. Er nahm sie in unsere 3 Zimmer Wohnung. Wir hatten kein Kinderzimmer mehr ,weil sie es besetzte. Mein Bruder machte sein Abi auf dem Flur im Wohnzimmer...ganz tolle Verhaltnisse...
Meine Grossmutter wurde dann in unser neues Haus eingenommen..

Die Pflege Angehoriger ist Sache, die euch ehrt, leider habe ich als Kind erfahren mussen, dass es bestimmte Grenzen haben muss, wenn man diese nicht respktiert, ist es fur dich Kinder nicht so toll.

Du schreibst aber selber, sie ist schon mal 90. Klar, solche Menschen konnen ire lang leben, tun sie es aber eher selten. Es kommt die Schulzeit, dein Kind will sich Freunde nach Hause einalden und dann ???

Ihr konnt es naturlich mal probieren...du willst hier doch eine Aufmunterung, man kann dies aber kaum tun, wenn man an die Kinder denkt.Mit einer Untervermietung wurdet ihr Tei ldes Geldes bekommen, entweder damit ihr jemanden zu der Oma holen konnt oder damit ihr euch eine Miete leisten konnt..aber das muss man erstmal erkennen.

Bei aller Liebe zu samtlichen Omas, die eigene Familie zu schutzen ist noch wichtiger...


Alles Liebe

Beitrag von das war nicht geplant 26.04.11 - 22:03 Uhr

Danke für deine Antwort.

Wie bereits geschrieben. Ausziehen ist vorerst keine Alternative. Mein Mann ist kein Mensch, dem das Schicksal seiner Oma egal ist. Denn wenn wir ausziehen würden, wäre das Todesurteil über seine Oma gesprochen.

Es wird wohl so laufen, dass wir den "Unfall" erst einmal zu uns ins Zimmer holen und wenn unser Großer in zwei Jahren in die Schule kommt, müssen wir uns nochmal Gedanken machen, wie es weitergehen kann.

Aber vielleicht hat sich unser Problem bis dahin auch von selber erledigt.

Beitrag von salida-del-sol 26.04.11 - 19:36 Uhr

Hallo,liebe Sylvia,
ich finde es total klasse, dass ihr das Kind bekommen wollt, auch wenn es nicht geplant war. Denn ungeplante Geschenke sind immer die schönsten Geschenke. Wenn ich in meinem Leben nur bekommen hätte, was ich gewollt hätte, dann wäre mein Leben leer und kalt geblieben.
Es ist auch ein gutes Fundament, dass Dein Mann hinter diesem 3. Kind steht, denn zu 2. lassen sich manche Probleme leichter lösen als alleine.
Kennst Du die Betten, die wirklich fast unter der Decke sind.? Die sind noch geschickter als Doppelstockbetten.Die gibt es als Ehehochbetten, da schlaft ihr kurz unter der Decke. Und diese gibt es auch in einzelner Ausgabe, in kindersicherer Variante. Denn die sparen Platz ohne Ende.
Unter dem Bett, kann dann Schreibtisch, Spielfläche, Wickeltisch, Schrank... und vieles Mehr sein.
Wenn Euch das Haus gehört, könnt ihr es dann geschickt um 1 -2 Zimmer vergrößern? Frage danach einen Architekt, die haben manchmal schon bei uns Einfälle gehabt, wo wir gar nicht darauf gekommen wären.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von das war nicht geplant 26.04.11 - 22:08 Uhr

Danke für deine lieben Worte.

Leider sind diese Hochbetten bei uns nicht möglich, da unsere Schlafräume im Obergeschoss sind und die Deckenhöhe beträgt dort nur 2,2 m und zudem sind auch diverse Schrägen vorhanden.

Auch ein Umbau ist eher schwierig. Wir haben vor einigen Jahren renoviert und wollten dabei die Zimmer umgestalten, mussten aber leider feststellen, dass das nicht möglich ist, da einige Stützbalken im Weg stehen würden. Ein weiteres Zimmer abzutrennen geht auch nicht, weil dies dann keine Fenster haben würde.

Wie ich oben schon einmal geschrieben habe, werden wir wohl erst einmal abwarten, ob sich unser Problem vielleicht von selber erledigt oder wie wir dann vorgehen werden.

Lieben Gruß
Sylvia

Beitrag von sarahwong 27.04.11 - 06:37 Uhr

Und wenn ihr euch mitsamt der Oma eine groessere Bleibe sucht?
Ist meines Erachtens die letzte Moeglichkeit, um eure "beengte" Wohn-Situation zu verbessern!

Beitrag von nordstern80 29.04.11 - 13:42 Uhr

Hallo Sylvia,

sieh es dochmal so. Eure 2 Jungs könnten sich doch die erste Zeit ein Zimmer gemeinsam teilen.
Ist in dem Alter sicher möglich (meine Schwester und ich haben nur ein Zimmer gehabt - und sie ist 8 Jahre älter als ich und mit 25 Jahren ist sie erst ausgezogen) Das Beispiel ist zwar etwas übertrieben - fand ich auch nicht so gut - allerdings bis zu einem Alter von 8 bzw. 10 Jahren sehe ich da weniger Probleme drin.

Und die erste Zeit wird das Kleine vielleicht eh bei euch im Schlafzimmer mit schlafen???

Also mal so gesehen hätte man 2 Jahre Zeit gewonnen - in dem - so hart es auch klingen mag - viel passieren kann.

Ich kenne auch genug Omi´s die ab einem gewissen Alter von sich aus gesagt haben, jetzt will ich ins Altersheim.

Hoffe ich konnte dich etwas aufmuntern.

Grüße


nordstern80