Muß mich mal ausheulen (Familie, Mutter)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von geldbeutel 26.04.11 - 12:18 Uhr

hallo ihr lieben,

heute bin ich deprimiert und muss mich mal bei euch ausheulen: ich bin in der 20. ssw und es ist eine risiko- #schwanger . ich hatte mal eine ganz schlimme thrombose und auch lungenembolie, es war knapp damals. eigentlich hiess es ich könnte gar keine kinder bekommen - und nun bin ich #schwanger

ich hab angst, wieder eine thrombose zu bekommen (obwohl ich heparin spritze, aber die schmerzen waren damals so schlimm, die angst werd ich nicht los); wegen heparin ist auch klar, dass ich keine PDA bekommen kann usw. sprich: ich mach mir da so bisschen meinen kopf und würde es gern sehen, wenn ich mal aufgemuntert würde.

aber ich hab den eindruck, seit ich #schwanger bin bin ich nur noch eine witzfigur für die familie. die schwieger-oma betrachtet mich immer nur mitleidig, seufzt tief und sagt "du ÄRMSTE ich wünschte du hättest es schon HITNER DIR!", während die schwimu in erster linie lacht. meine eigene mutter meinte "hach, egal, was bei der geburt reißt oder geschnitten werden muß - MIR tuts ja nicht weh!". ich weiß gar nicht was ich davon halten soll. die SS verläuft bisher gut, aber sehr anstrengend (viel erbrochen, daher bislang nur ab- statt zugenommen), und die drei frauen meinen übereinstimmend: "warts ab, das kommt noch viel schlimmer!"

so langsam krieg ich panik; am liebsten würd ich mich mit denen überhaupt nicht mehr unterhalten, denn im gegensatz zu meiner SS lief bei denen alles problemlos und planmäßig - wenns bei denen schon so schlimm war, wie schlimm wirds denn dann bei mir??

ich hab leider keine einzige freundin, mit der ich mich austauschen könnte, das würde es ggf. einfacher amchen. habe schon überlegt, mir eine hebamme zu suchen, alle für mich wichtigen fragen mit ihr zu klären und die family weitestgehend stummzuschalten...

tut mir leid dass das etwas länger wurde, aber das musste mal raus.

danke fürs zuhören,
geldbeutel

Beitrag von yamie 26.04.11 - 12:24 Uhr

hallo,


boah deine "familie" is echt der hammer. ganz ehrlich? nach dem 2. dummen kommentar hätte ich das thema schwangerschaft ausgeblendet. sollte nochmal jemand was blödes sagen, thema beenden, telefon auflegen, besuch der tür verweisen...

warum tust du dir sowas an. hast du mal klartext mit denen geredet? wie du dich dabei fühlst, wie´s dir geht, wenn sie sowas loslassen???

such dir auf jeden fall eine hebamme! grad DU kannst diese in deiner situation am besten gebrauchen.

ich drück dir weiterhin alle daumen und wünsch dir eine ruhige schwangerschaft.



lg
yamie


_________________________

dies ist KEINE signatur!

Beitrag von johannab. 26.04.11 - 12:27 Uhr

Hallo Du,

das mit der Hebamme halte ich für eine sehr gute Idee!! Die kann Dir helfen und Dir die Angst nehmen. Du brauchst keine Angst zu haben und lass Sie dir bitte auch nicht einreden. Das tut Dir nicht gut und Deinem Wurm auch nicht. Freu Dich einfach, dass es wieder geklappt hat und sagt Dir, den Rest schaffst Du nun auch noch und rede auch mit Deinem Partner darüber!

Wünsche Dir ganz viel Kraft und starke nerven und genieße die Zeit trotz aller Unannehmlichkeiten.. Nun bist Du erst einmal schwanger und der Rest kommt von ganz alleine. #winke

Beitrag von kieler-erdferkel 26.04.11 - 12:40 Uhr

Juhu, ich sehe das auch so wie die Mädels schon geschrieben haben!!
Zum einen, lass dich nicht von sollchen Sprüchen verrückt machen und schon gar nicht von den Schauermärchen!! Du wirst schon keine PDA bei der Geburt brauchen!!! Das kann man alles auch ganz gut ohne aushalten und es wird eine tolle Geburt werden!!!!!
Suche dir so bald es geht eine gute Hebamme, eine die vielleicht auch bei der Geburt dabei ist, gucke dir das KH und den Kreissaal 1-2 mal an, damit du damit schon mal vertraut bist und stelle dich rechtzeitig im KH vor!!!
Vertraue deinem Baby und lass die Angst und den gefühlten Schmerz den du bei deiner Thrombose erlitten hast vergessen!!!!

LG:-)

Beitrag von miasophie85 26.04.11 - 12:29 Uhr

Hallo,

lass dich erstmal #liebdrueck

Wow, deine Familie ist ja Horror.
Wie können die nur so reden in deiner Gegenwart?Das find ich saumässig.
Anstatt sie froh sind, dass es dir im Moment einigermassen geht und du nicht in irgendeiner Gefahr schwebst.... #klatsch
Und es ist nicht jede SS gleich.Sie sollen froh sein das ihre SS gut verlief.Ausserdem geht es doch um ihr Enkelkind.Da sollte man sich schon sorgen machen.Nee....kann ich nicht verstehen.

Ich würde mich an deiner Stelle distanzieren.Wenn man ständig so etwas hört, macht man sich nur noch mehr Sorgen.Und die hast du weiß Gott genug!!!!!

Such dir eine Hebamme.Ich spreche mit meiner alle 4 Woche für ca. 1Stunde.Ich habe nämlich Probleme mit meinem Freund.Und sie hört mir wunderbar zu und gibt gute Tipps.Die kennen sich ja mit solchen Sachen aus.Such dir eine mit der du gut warm werden kannst.

Und wenn du dann diesen Hechelkurs besuchst, lernst du andere Schwangere kennen und vielleicht findest du dort eine neue Freundin.Jemand der dir zu hört.Denn es gibt noch mehr einsame Mädels.Und gerade diese Zeit mit den Kursen und den vielen anderen werdenden Müttern, ist eine gute Zeit um neue Bekanntschaften zu machen.

Versuche dich nicht über deine Familie zu ärgern.Du kannst sie leider nicht ändern.Schade das es so ist.
Was sagt denn eigentlich dein Freund/Mann dazu?Wie steht er dazu?

Wenn du möchtest kannst du dich sehr gerne per PN mal bei mir melden.ICh weiß wie es ist und wie schwer es ist.Und du hast gerade die Hälfte hinter dir.Du brauchst für den Rest wenigstens eine Person mit der du reden kannst.
Ich höre gerne von dir.

Kopf hoch.
Du weißt:Familie kann man sich nicht aussuchen, neue Freunde schon.
Das wird.

Ganz liebe Grüße

Beitrag von geldbeutel 26.04.11 - 12:31 Uhr

huhu,

klar hab ich versucht, mit denen zu reden - vor allem natürlich mit meiner mutter. die meint aber, ich soll mich "nicht so dranstellen" und "nicht immer so zickig" sein #schmoll ich find mich eigentlich nicht zickig (mein mann auch nicht - der freut sich, weil diese schlimmen stimmungsschwankungen bisher ausblieben :-D ).

kommende woche gehen wir klinik gucken, da ergibt sich vielleicht der kontakt zu einer hebamme. je länger ich drüber nachdenk desto besser gefällt mir die idee...

danke für eure antworten; jetzt fühl ich mich nicht mehr ganz so durchgeknallt wie zuvor.

Beitrag von isi1709 26.04.11 - 12:31 Uhr

Hi,

deine verwandtschaft hat echt einen an der Klatsche....
Mach dir keine Gedanken darüber, was die sagen. Nur weil du mit Erbrechen etc. zu tun hattest heißt das überhaupt nicht, dass die Geburt dann besonders schwer wird. Versuche positiv zu denken und lass dir von denen bloß keine Angst machen und nichts einreden. Die wollen meiner Meinung nach nur Bestätigung.

Ne Hebamme würd ich mir an deiner Stelle auf jeden Fall suchen....kannst du denn mit deinem Partner über die SS etc. reden? Ansonsten gibts uns Urbianer ja auch noch ;).

Du schaffst das und vergiss nicht "Es kann nur noch alles besser werden!"

LG

isabel

auch 20. SSW

Beitrag von snuffle 26.04.11 - 12:35 Uhr

Die Idee miot der Hebamme ist echt gut. Deine Familie ist ja echt der knaller.#augen

Soooo schlimm ist eine Geburt nicht, hör da gar nicht hin. Die haben ja echt ein Rad ab...#augen

Beitrag von sterentaler1985 26.04.11 - 12:50 Uhr

Oh mein Gott,die sind echt schrecklich!
Ja ich würde auch sagen das du dir eine Hebamme suchst die kann dir auch im Vorwege schon Ängste vor der eburt nehmen und dir event. natürliche Alternativen zur PDA vorstellen!
Ich hatte bei miener ersten Entbindung zum Beispiel Akkupunktur gegen die Schmerzen!
Liebe Grü?e Jule mit Colin (24.Monate)+#ei (9.SSw)

Beitrag von nudel-08 26.04.11 - 14:13 Uhr

Hallo,

ob eine Geburt schlimm wird oder nicht,weiß man vorher natürlich nicht. Es gibt aber solche und solche Geburten. Und wenn man Angst hat,verkrampft man,was der natürlichen Geburt nicht gut tut.
Sich für eine PDA oder Spinale zu entscheiden ist völlig in Ordnung. Und: Du darfst trotz Heparin eine PDA oder Spinale haben.Allerdings muss das Medikament vorher pausiert sein. Wie lange vorher muss die Anästhesistin/ der Anästhesist entscheiden. Das klärt man in der 30.SSW ab in dem Krh. nach Wahl.
Ich selbst spritze auch Heparin und nehme ASS 100,allerdings hatte ich zum Glück noch keine Lungenembolie "nur" eine normale Grinnungsstörung aufgrund von einem Gendefekt.
Das ASS 100 setze ich mit der 30.SSW ab,das Heparin 1-2 Tage vor Entbindung oder KS. Das fand ich dann aber lustig,was weiß ich denn wann die normale Geburt stattfindet.Ich habe doch keine hellseherischen Fähigkeiten,um zu wissen in 2 Tagen könnte es soweit sein. Da meinte die Anästhesistin und die Humangenetiker,wenn man abends spritzt und am nä. Tag entbindet,würde das ausreichen, Ist es eine Sturzgeburt,können sie sowieso keine PDA mehr legen.
Sicherlich ist bei jedem der Fall anders. Ich würde Dir auch zur Info raten. Hebamme anfragen,Kh aussuchen und mit einer Anästhesistin sprechen. Evtl. auch noch einen Humangentiker.
Auch wenn es früh ist,aber fange an Dir Termine zu besorgen,die gibt es nicht von heute auf morgen. Dir wird es gut tun,wenn Du Info`s von Leuten hast,die es wissen,wie man mit Deiner Problematik umgeht. Dich beruhigt es und die Ruhe überträgt sich auf Dein Kind.

Alles Gute!

nudel

Beitrag von maerzschnecke 26.04.11 - 16:16 Uhr

#liebdrueck Erstmal drück ich Dich ganz feste. Blöde Kommentare aus der Familie sind echt übel, habe selbst genug während der SS und auch jetzt nach der Geburt hinnehmen müssen.

Zu der Geburt an sich: Klar, Du kannst stundenlang in den Wehen liegen und es kann eine ganz schlimme Erfahrung werden und bla bla bla.

Ich habe am 26.01. entbunden, ich hatte ab abends 22:30 Uhr richtige Wehen (das davor war Vorspiel), um 2:30 Uhr habe ich den Schleimpfropf verloren. Um 3 Uhr habe ich dann doch mal meinen Mann geweckt und von 04:30-06:02 war ich im KH im Kreißsaal. Die Geburt ging so schnell, dass -wenn ich eine PDA gewollt hätte- dafür überhaupt keine Zeit gewesen wäre :-p. Ich habe sie auch nicht gebraucht. Ich hatte einen Dammriß II. Grades. Aber was solls. Es ist alles recht schnell super verheilt und heute -genau 3 Monate nach der Geburt- spannt es nur gelegentlich beim #sex. Sonst merke ich nix mehr davon. Obwohl ich bei den Wehen gedacht habe, ich sterbe, sage ich heute: war alles halb so wild.

Dass eine Geburt kein Spaziergang ist, ist wohl jeder Schwangeren klar. Die Geburt ist aber ein einmaliges Erlebnis. Lass Dir das von Deiner Familie nicht kaputt machen. #liebdrueck

Beitrag von chrissy78 01.05.11 - 23:25 Uhr

HiHo!
Da haste ja eine ganz nette Familie erwischt....
ich kann deine Angst und probleme sehr gut verstehen. ich hatte das Gleiche - nur andersrum!
Erst 2 Kinder, dann, beid er Geburt des 2. Kindes vor knapp 3 Jahren einen Not-Kaiserschnitt unter Vollnarkose, danach 3 Thrombosen (tiefe Beinvene und 2 in der Beckenvene), daraufhin Not-OP, Lungenembolie, fast Exodus, 2 Wochen Intensiv, 8 Wochen Klinik und 3 1/2 MOnate "Humpeln auf Krücken"....
Alles mit einem 2 Wochen alten Säugling....
Also zum Thema Schmerz kann ich nur sagen: ich hatte 2 Muss-Kaiserschnitt. Beide waren gegen die Thrombosen und die Ops danach ein Spaziergang!!!!
Ich habe noch nie soo schlimme Schmerzen wie während dieser 8 Wochen Klinik wegen der Thrombosen gehabt.
Leider hab ich nie "natürlich" entbunden, daher kann ich nicht mitreden, was den "Geburtsschmerz" angeht.
ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du Angst davor hast. Darfst du denn "normal" entbinden!?
Auch bei mir wurde gesagt, dass eine weitere Schwangerschaft für mich lebensgefährlich wird - daher sollte ich das doch bitte sein lassen. Aber mit 2 Kindern ist das Thema bei mir eh erledigt.
Bist du vorher Marcumar Patient gewesen!?
Ich habe in den ersten 4 MOnaten auch Heparin gespritzt, wurde dann aber auf Marcumar eingestellt.
Gut, während der Schwangerschaft soll man das ja nicht nehmen.

Mir fehlte nach dieser ganzen Sache auch jemand zum Reden. Meine Familie war von dem ganzen "Gejammer" genervt, immer nur hieß es "deine Schmzeren müssen doch bald mal besser werden" oder es kamen so Hammersprüche von meinem Mann "Ich hab auch jeden tag Schmerzen wenn ich ins Büro muss"....
Resultat: ich hab eigentlich nur noch geheult und mich "gehen" lassen. Hinzu lam diese Hilflosigkeit - fast 6 MOnate konnte ich mich kaum um mein Kind kümmern - furchtbar.

Mir hat es imme rgeholfen, einfach unbekannte Leite in diversen Foren vollzujammern - einfach alles "von der Seele" schreiben #schein

Wenn du also Redebedarf hast - ich hab immer ein offenes Ohr, da ich deine Situation sehr gut nachvollzieen kann....
Versuche einfach, die ollen Sprüche deiner Familie auszuschalten.
Es ist nicht leicht, das weiß ich, aber versuch es.
Eine nette Hebamme zu finden ist bestimmt kein verkehrter Weg. ich drücke dir die Daumen, dass du jemanden findest, zu dem du auch Vertrauen hast.

Sag mal bescheid, wie es dir geht bzw. ob du jemanden gefunden hast!
Bis dahi alle alles Gute und viiiiiel Durchhaltevermögen #sonne


Lg Chrissy