Einstiegsgehalt nach kaufmännischer Ausbildung

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Beitrag von fuxx 26.04.11 - 12:36 Uhr

Hallo zusammen,

meine "Schwägerin" hat im Januar Ihre Ausbildung zur Bibliothekarin abgeschlossen und wurde noch ein halbes Jahr übernommen. Derzeit sucht Sie einen neuen Job im kaufmännischem Bereich (Bibliothekarin ist wohl auch eine Ausbildung mit kaufmännischem Hintergrund).

Wie sieht es mit Einstiegsgehältern heutzutage aus? Das Mädel ist 26, hat super Noten und nebenbei noch Abi gemacht. Erste Bewerbung wird an einen Großhändler gehen, bei dem ich seinerzeit selbst eine Ausbildung gemacht habe. Nun habe ich eine ehemalige Kollegin angesprochen und gefragt, was man denn wohl heutzutage verdient. Diese nannte mir doch glatt einen Richtwert von 1600 Euro brutto #schock- diesen Betrag habe ich bereits Anfang 1998 nach Ende meiner Ausbildung in diesem Unternehmen bekommen!!!

Welche Erfahrungen mit Einstiegsgehältern habt Ihr gemacht? Wir wohnen in NRW.

Danke für Eure Erfahrungen.

Beitrag von bettibox 26.04.11 - 13:11 Uhr

Hallo, so wie ich weiss ist der Gross- und Einzelhandesltarif nicht so toll und ich denke die € 1.600, sind für einen Berufsanfänger durchaus realistisch zumal sie ja auch noch branchenfremd ist.

Wenn ich davona ausgehe, dass sie mit 19/20 Abi gemacht hat, dann 3 Jahre Ausbildung, aber sie ist 26 was hat sie dazwischen gemacht?

VG

Beitrag von fuxx 26.04.11 - 13:18 Uhr

Die Bezahlung im Groß- und Außenhandel ist i.d.R gar nicht so schlecht - habe selbst jahrelang dort gearbeitet. Und ich bin echt geschockt, weil ich das gleiche Geld wie gesagt schon vor 13 Jahren bekommen habe - und da gab es noch keinen T-Euro.

Sie ist mit 21 ungeplant Mutter geworden.

Beitrag von bettibox 26.04.11 - 13:24 Uhr

Du hast aber dann auch Gross- und Aussenhandelskauffrau gelernt und sie halt nicht sondern sie ist völlig branchenfremd ohne Berufserfahrung´auch wenn anscheinend ein Bibliothekar als kaufmännische Ausbildung gelten sollte.

Beitrag von fuxx 26.04.11 - 13:26 Uhr

das stimmt, aber letztendlich ist es mit einer kaufmännischen Ausbildung doch egal, wo man arbeitet. Das Wesentliche lernt man sowieso erst dann, wenn man den Job ausübt.

Beitrag von bettibox 26.04.11 - 13:30 Uhr

Das ist richtig aber, ein ausgelernter Gross- und Aussenhandelskaufmann hat mit Sicherheit einen besseren Background für die Materie als ein Bibliothekar.Ich denke, dass z.B bei einem Industrieunternehmen sicherlich ein gelernter Industriekaufmann "besser dasteht" als z.B. ein Großhandelskaufmann der in die Industrie geht. Sie soll doch mal bei der Gewerkschaft nachfragen (ist das Verdi?) wie derzeit die Einstiegsgehälter sind.

Beitrag von fuxx 26.04.11 - 14:07 Uhr

das mit der Gewerkschaft ist ein guter Tip, besten dank!

Beitrag von derhimmelmusswarten 26.04.11 - 14:42 Uhr

In NRW liegen die Gehälter in der Regal ja etwas höher. 1600 Euro brutto ist in meiner Region (Rheinland Pfalz-Eifel) ein Gehalt, das für alle möglichen Büroberufe bezahlt wird. Sei es Bürokauffrau, Steuerfachangestellte, Rechtsanwaltsfachangestellte etc. Und man muss leider dazu sagen, dass das noch nicht die Untergrenze ist. Ich habe schon Angebote von 1100-1200 brutto!!! für 40-Stunden-Wochen (plus unbezahlte Überstunden) bekommen! Und leider Gottes finden diese Ausbeuter immer einen Dummen!

Beitrag von hippogreif 26.04.11 - 17:15 Uhr

Du kannst definitiv nicht einfach verschiedene kaufmännische Ausbildungen gleichsetzen! Wenn ein Unternehmen einen Groß- und Außenhandelskaufmann/frau sucht, dann wird sie als gel. Biblothekarin kaum Chancen haben, erst Recht nicht mit der geringen Berufserfahrung und dann auch noch der Auszeit wg. Elternzeit. Sie sollte daher jede berufliche Chance im kaufmännischen Bereich nutzen für ihren Lebenslauf und keine großen Gehaltsforderungen haben.
Es gibt nun mal diese vielen verschiedenen kaufm. Ausbildungen, weil sie verschiedene Bereiche abdecken!