Mutter demütigt mich vor meinem Kind

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von leonie1984 26.04.11 - 14:45 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin gerade total fertig und nervlich am Ende.
Es geht um meine Mutter. Sie ist kurz gesagt eine sehr schwierige Person, die alles besser weiß und immer was an einem auszusetzen hat. Man kann es ihr einfach nicht recht machen.
Kurz zu meiner Situation: Ich lebe mit Partner und Tochter in eigener Wohnung im Haus meiner Eltern. Aufgrund meiner damaligen Situation hatte ich keine andere Wahl als hier zu bleiben und wenn wir uns alle gut verstehen bereue ich es auch nicht.
Allerdings gibt es fast ständig Probleme mit meiner Mutter.
Sie lässt ihren ganzen Frust IMMER an mir aus und das vor meinem Kind. Wenn sie das noch in einem normalen Ton sagen würde, aber nein, sie muss ja immer laut werden oder sogar schreien. Ich wäre dumm, arrogant, würde ja immer nur nach Bedarf Familie spielen usw. Kurzum, sie hält mich auch noch für eine schlechte Mutter! Dass sie teilweise nicht mal weiß wie alt ich bin, kränkt mich ebenfalls sehr. Ich bin doch ihr einziges Kind, warum behandelt sie mich so???
Sie war früher schon oft verletzend zu mir, hat mir Ausdrücke an den Kopf geworfen, die ich bis heute nicht vergessen habe, aber seit ich meine Tochter habe, wird es immer schlimmer.
Mittlerweile denke ich auch, dass sie manchmal Recht hat. Wahrscheinlich bin ich einfach ein total schlechter Mensch und sollte das Leben lieber bleiben lassen. Aber da ist ja noch meine Tochter, die ich nicht im Stich lassen kann. Ich weiß überhaupt nicht mehr weiter!!!
Sorry für den langen Text aber es musste einfach mal raus. Ich kann nicht länger immer so tun als ob alles in Ordnung wäre...
Was soll ich nur tun?! Ich stecke doch in einer Sackgasse aus der ich nie mehr rauskomme...

Beitrag von heike011279 26.04.11 - 14:58 Uhr

Hallo Leonie,

nein, Du bist bestimmt kein schlechter Mensch. Vielmehr scheint Deine Mutter diejenige zu sein, die ein arges Problem mit sich selbst und ihrem Selbstwertgefühl hat.
Das Einzige was Du tun kannst, ist ihr entweder ständig Kontra zu geben und mal ordentlich auf den Tisch zu hauen oder sie aber zu ignorieren, was wohl nicht ganz so einfach werden wird, wenn ihr zusammen unter einem Dach wohnt.
Ich würde ihr klipp und klar sagen, dass wenn sie sich noch einmal wagt, Dich vor Deiner Tochter so zu behandelnt, Du nur noch Familie mit Deinem Freund und Deiner Tochter spielst und sie gar nicht mehr mitspielen darf. ;-)

Vielleicht fruchtet das ja.

Gruß
Heike

Beitrag von gh1954 26.04.11 - 15:09 Uhr

>>>sie muss ja immer laut werden oder sogar schreien.
Ich wäre dumm, arrogant,<<<

Mit so einer Person würde ich keinen Tag mehr unter einem Dach leben.

Beitrag von bettibox 26.04.11 - 15:30 Uhr

"Ich stecke doch in einer Sackgasse aus der ich nie mehr rauskomme... "

Doch, in dem ihr euch ganz schnell etwas eigenes sucht. Ich würde lieber zu 5 in einer 50 qm Wohnung leben als mir so etwas bieten zu lassen.

Du lässt dir von Deiner Mutter etwas einreden, Dich niedermachen. Das musst Du Dir und Deinem Kind nicht antun. Zieht schnellstens aus und solange bis ihr draussen seit, würde ich ihr den Mund verbieten.

VG

Beitrag von libretto79 26.04.11 - 15:32 Uhr

Du schreibst, Ihr hattet DAMALS keine andere Wahl, als unter dem Dach Deiner Mutter zu wohnen!
Wie ist das heute?
Wenn es auch nur die Kleinste Möglichkeit gäbe, würde ich SOFORT ausziehen!!!
Ich kenne das von meinem Vater!
Der ist auch oft sehr verletzend! Gottseidank lebe ich ca. 20 Minuten Autofahrt von ihm entfernt.
Er ist ein herzensguter Mensch, aber dennoch leider auch ein Ar.....
Wenn unser Baby im Juli kommt, werde ich ihm klar machen, dass es Geschreie und Demütigungen vor unserem Kind nicht geben wird, ansonsten gibt es keinen Kontakt.
Hart, aber nicht anders möglich!

Beitrag von junisonne10 26.04.11 - 15:41 Uhr

hi,

setz dich hin und überlege, was du willst. deine damalige situation ließ es nicht zu, auszuziehen, aber wie sieht es heute aus. koffer packen und raus!!!

meine mutter ist ebenfalls so, sie schreit und beleidigt und dreht völlig am rad!!! als ich auszog, dachte ich, es würde besser werden, aber weit gefehlt, wenn sie ihre "5-minuten" bekommen hat, dann hat sie hier angerufen und ins telefon "du schlampe" geschriehen und aufgelegt. auch wenn es ihr leid tat, ich habe nie eine entschuldigung gehört, habe ihr aber trotzdem immer alles verziehen, ist ja schließlich meine mutter. das ganze gipfelte dann vor drei jahren dadrin, dass sie ihren neuen freund, den sie gerade vier wochen kannte, auf meine jüngeren geschwister aufpassen lassen wollte, allein für ganze zwei wochen, was ich eigentlich übernehmen sollte und ich hatte bereits alles mit meiner arbeitsstelle geklärt. und dass alles nur, wiel ich ihn nicht als "vater" aktzeptieren wollte, hatte ja schließlich schon drei...

naja, jedenfalls verwies sie mich ihres hauses, ihres grundstück und schrie mich an und beleidigte mich vom feinsten. ich fragte sie dann ganz sachlich, ob sie das ernst meinte und sie antwortete darauf, dass ich "schlampe ihr grundstück nie wieder zu betreten habe und es nicht mein zuhause mehr sei" und damit war die sache für mich gegessen, abgehakt!!!

sie versucht es zwar weiterhin auf die schiene, als sei nichts gewesen, aber ich habe sehr nett gesagt, dass es für mich kein zurück mehr gibt, sie hat mich sehr verletzt, aber auch darauf keine reaktion. zu anderen leuten sagt sie sogar, dass ich probleme habe, weil ich "einfach so schwanger geworden wäre" (klar, woher sollte sie auch wissen, dass es ein absolutes wunschkind ist).

meine kleine hat sie auch noch nicht gesehen. ich hab ihr angeboten, dass wir uns gerne in einem cafe oder so treffen können, weil auf ihr grundstück darf ich ja nicht, aber sie meinte, entweder in meine wohnung oder gar nicht - also, gar nicht!!!

mittlerweile habe ich mich an ihre krankhaften ausbrüche gewöhnt. die beleidigenden sachen auf dem anrufbeantworter lösche ich gleich, die erzählungen bei bekannten, ich sei eine schlechte mutter, hätte probleme und meine beziehung wäre am ende (klar, deswegen heiraten wir nächstes jahr auch und sind seit über 9 jahren zusammen - länger als jede beziehung von ihr gehalten hat), überhöre ich einfach, die wissen selbst am besten, dass es nicht so ist. und ich werde nicht müde, ihr auf die frage, warum ich denn seit neustem so komisch sei zu antworten, dass sie mich sehr verletzt hat, aber da legt sie auch einfach auf!

und ja, es geht mir dadurch viel besser. ich lebe mein leben unabhängig. habe eine eigene kleine familie und verdiene mein eigenes geld. mein freund hat das geteilte sorgerecht und ist gleichwertiger partner in unserer beziehung (wenn sie das wüsste, würde sie einen anfall bekommen). ach ja, und mein schatz und ich sind total dumm, weil wir arbeiten gehen, schließlich zahlen wir damit ja nur ihr "gehalt".

es fällt schwer, ja, aber überlege dir gut, was das beste für dich und DEINE familie ist! vielleicht würde euch abstand gut tun und deine mutter kommt zur besinnung (bei meiner habe ich die hoffnung aufgegeben!)

liebe grüße

Beitrag von bensu1 26.04.11 - 15:57 Uhr

hallo,

ich würde mich NIE in abhängigkeit von einem menschen begeben, der mich dermaßen behandelt. kein wunder, dass dein selbstbewusstsein darunter leidet.

damals war das vielleicht noch begründet, aber jetzt? kannst du in eine eigene wohnung ziehen? wenn ja, dann mach's - besser heute als morgen.

lg
karin

Beitrag von singa07 26.04.11 - 16:28 Uhr

Liebe Leonie,

RAUS DA!!!

So schnell wie möglich. Deine Mutter darf dir nicht so zusetzen, sie scheint ein sehr unzufriedener Mensch zu sein, der die eigene Unzufriedenheit auf andere übertragen muss.

Ich kann dir nur aus eigener, sehr leidvoller Erfahrung sagen: solche Menschen (auch wenn es die eigene Mutter ist) braucht man nicht! Sie tun dir nicht gut! Und dieses ganze "Blut ist dicker als Wasser"-Geschwätz?! Pfeifendeckel.

Sucht euch bitte, bitte eine neue Wohnung. Gerade auch deiner Tochter zu liebe. Aber vor allem: dir zu liebe! Was redet sie dir denn da ein? Dass du kein lebenswertes Leben führst? Wie kann sie nur? Was erdreistet sie sich?

Zieh die Notbremse.
GLG
Singa

Beitrag von leonie1984 26.04.11 - 18:24 Uhr

Hallo,

vielen Dank für eure lieben und aufmunternden Worte!
Ich habe auch schon darüber nachgedacht auszuziehen, aber zum einen hängt meine Tochter sehr an ihren Großeltern und zum anderen mache ich mir einfach Sorgen um unsere Zukunft.
Unser Traum ist es, entweder ein Haus zu bauen/kaufen oder einen Anbau an unsere Wohnung zu machen. Allerdings müsste sich dazu das Verhältnis zu meiner Mutter erstmal verbessern.
Dazu kommt noch, das hätte ich eben wahrscheinlich erwähnen sollen, dass meine Mutter MS hat und man nicht weiß, was morgen ist. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass sie schon vor ihrer Erkrankung ihre Art hatte, das hat es wahrscheinlich nur verstärkt.
Ich werde das auf jeden Fall mit meinem Partner besprechen... so geht es jedenfalls nicht weiter, das macht mich kaputt!

LG Leonie

Beitrag von jeanie25 26.04.11 - 19:27 Uhr

Ich versteh das gejammer (sorry) immer nicht wenn man selber die Entscheidung trifft bei den Eltern/Schwiegereltern zu Leben.

Dann versuch einfach auf eigenen Beinen zu stehen und dich von deiner Mutter unabhängig zu machen!

Beitrag von agostea 26.04.11 - 19:45 Uhr

Das Motto in deiner VK. Wann wirst du es leben?

Gruss
agostea

Beitrag von zwergimama06 26.04.11 - 21:00 Uhr

Hallo,

als ich Deinen Text gelesen habe hatte ich echt Tränen in den Augen den genau der gleiche Text könnte auch von mir sein.

Meine Mutter ist genau so wie Du deine beschreibst, wir wohnen auch in einer Wohnung im Haus meiner Eltern und ich bin auch das einzige Kind.

Meine Mutter wenn wieder ihren "Anfall" hat schreit sie mich auch an im Beisein meiner Kinder und ist sehr sehr verletzend.
Früher hat sie mir immer gesagt das es schade ist das sie mich nicht gleich nach der Geburt im nächsten Bach ersäuft hat #heul
Sowas und noch viele andere schlimme Sachen musste ich mir mein ganzes leben lang anhören.

Ich denke mir auch oft ich kann nicht mehr ich will nur noch weg hier. Aber es ist nicht so einfach wir haben die Wohnung hier komplett ausgebaut und einiges Geld reingesteckt.

Manchmal läufts dann auch wieder gut aber ich habe keine Gefühle für meine Mutter (und auch meinen Vater). Ich kann sie z.B. nicht mit Mama anreden das geht einfach nicht ich bring´s nicht über mich. Das zeigt eigentlich wie kaputt das Verhältnis eigentlich ist.
Meine Mutter war noch nie für mich da hat mich nie in den Arm genommen und mir nie zugehört.#heul

Ich denke mir auch manchmal das sie recht hat und ich nichts wert bin.
Ich versteh Dich sehr gut wie du dich fühlst.

Du kannst mich auch gerne per PN anschreiben.

LG
zwergimama

Beitrag von moulfrau 26.04.11 - 21:37 Uhr

Liebe Leonie,
wir hatten eine bösartige Oma, Mutter von meiner Mutter im Haus.

Nie im Leben in einem Haus mit den Eltern oder Schwiegereltern, lieber zu Viert in 25 m² Wohnklo, aber sein eigener Herr.

Du machst Dich kaputt.

Dann "verlangt" Deine Mutter vielleicht noch, das Du sie pflegen sollst?

Sie zu das Du Land gewinnst, Deine Mutter wird eher noch schlimmer im Alter, bzw. wenn die MS noch schlimmer wird.

Kümmer Dich um Deine Familie, mit aller Kraft, und vermeide den Umgang mit deiner Mutter. Wenn Sie nett zu Deiner Tochter ist, kannst Du sie ja mal abgeben, aber bei der 1. dummen Bemerkung, sorry, das geht nicht, da macht Ihr auch die Kleine mit kaputt.

Sucht Euch ne eigene Wohnung !!!!!!!! Den Frieden kann man nicht bezahlen.

Gruß Claudia

Beitrag von dur 27.04.11 - 09:28 Uhr

Hallo


Nein ich denke nicht das du ein schlechter Mensch bist!!!

Vorallem finde ich es eine Frechhiet wie deine Mutter mit die umgeht. Gehts noch?????

Ignorier sie wenn sie wieder sowas sagt, gib ihr Kontra und hau auf den Tisch!!! So kann das nicht weiter gehen


Ich wäre da schon längst raus

Lg, Frossi

Beitrag von klackbusch 27.04.11 - 14:07 Uhr

Hi

So hat man mich früher auch behandelt,habe erst letzte Woche mal wieder zuhören bekommen das ich eine schlechte Mutter sei,würde mich nicht um meine Kinder kümmern und mein Mann wäre ein stänkerer (nett ausgedrückt).
Ich bin nichts,ich tauge nichts und werde auch nie etwas sein,das waren Worte meines Vaters vor einigen Jahren.Das sitzt.
Ich bin seit 3 Jahren in therapie weil ich plötzlich Panikattacken bekommen habe und so langsam nehme ich den heiligenschein von meinen Eltern runter,seit 5 Jahren lebe ich mit meinen Eltern unter einem Dach (getrennte wohnungen)weil auch ich dachte es gäbe keine andere möglichkeit für mich.
Doch den gibt es,man braucht nur Kraft und Mut.
Und jetzt lebe ich mit meiner Familie,das sage ich mir jeden Tag und jeden Tag suche ich im Internet nach Immobilien die wir uns leisten können,ich will nur noch raus hier,frei sein und mich nicht mehr demütigen lassen.

#blume

Beitrag von renoncule 01.05.11 - 10:50 Uhr

sie tut das vor deinen kindern.

sollen die sehen, daß es okay ist, so mit der mama umzugehen? daß man andere menschen auch so behandeln darf, denn die tun ja nichts dagegen, die verzeihen einem immer.

Beitrag von newlife22 09.05.11 - 13:28 Uhr

Sucht euch was anderes
Was sollen denn deine Kinder für ein Bild von dir bekommen?
Zieh ein schlussstrich
sandra