Warum bin ich so unzufrieden? Wie kann man das ändern?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von warum nur immer 26.04.11 - 17:36 Uhr

Hallo,

ich bin immer total unzufrieden, mit allem irgendwie.

Habe einen Traummann, der sehr einfühlsam ist, mich gerne und oft krault und massiert, sehr bemüht, dass es mir und den Kindern gut geht, er würde seine Wünsche immer hintenanstellen, sieht auch noch prima aus.

Wir sind alle gesund, haben uns den Traum vom Eigenheim im grünen erfüllt, jeder hat sein Auto, wir können sparen, haben zwar nicht viel auf der hohen Kante, da alles ins Eigenheim fließt, damit schnell abbezahlt wird.

Ich habe auch einen schönen kleinen Job, der mir Spaß macht, ich aber genug Zeit für Haushalt und Kinder habe.

Warum bin ich so unzufrieden und neidisch, die haben mehr, die können sich mehr leisten usw. WARUM???

LG
unzufriedene

Beitrag von agostea 26.04.11 - 17:42 Uhr

Wesenszug? Charaktereigenschaft? Es gibt sie eben, diese chronischen Nörgler. Im Alter wachsen denen Warzen im Gesicht und tiefe Furchen um die Mundwinkel - Vorsicht!

Gruss
agostea

Beitrag von umsche 26.04.11 - 19:01 Uhr

#freu

Beitrag von warum nur immer 26.04.11 - 19:20 Uhr

;-) glaub ich nicht, so schlimm ist es nicht, es ist mehr in mir drinnen, diese Unzufriedenheit.

Beitrag von agostea 26.04.11 - 19:27 Uhr

Dann ist möglicherweise generell das Leben, das du führst, nicht das Richtige...hast du daran mal gedacht?
Vielleicht bist du gar nicht der Typ für dieses.........solide, spiessige?....Einfamilienhaus- und Doppelgaragen - Idyll?

Ich denke grade an einen Mann, den ich mal im TV gesehen habe. Millionär. Der hat all sein Geld, seine Besitztümer verscherbelt/verschenkt...um künftig nur noch von 1.000€ zu leben. (ungefähr so, kann auch weniger gewesen sein).
Er war all das Materielle einfach überdrüssig geworden, er fühlte sich hohl, leer und unausgefüllt.

Er hat sich frei gemacht um Frei zu sein. Und letztlich das gefunden, was er suchte: Sein Glück. Seine Zufriedenheit.

Beitrag von warum nur immer 26.04.11 - 20:03 Uhr

Gar nicht so schlecht, aber ich brauche sehr viel Sicherheit, vielleicht fehlt mir im Leben wirklich das Risiko.

Bei uns ist immer alles strikt geplant.

Wie sagt meine Schwiegermutter immer, ein Wunsch bleibt immer offen, vielleicht sollte ich nach Japan schauen und mir klar machen wie wundervoll doch unser Leben ist, ohne Sorgen, es kann morgen alles anders sein.

Beitrag von leonie133 27.04.11 - 10:24 Uhr

das ist es: Alles strikt geplant. Das ist doch auf Dauer öde. Ich würde dir eine Auszeit empfehlen: geh doch mal alleine wandern im Hochgebirge, oder mach eine ausgedehnte Radtour: Etwas, wo du an deine Grenzen kommst. Mach das alleine. Plane es nicht komplett durch. Ein paar Tage reichen vielleicht, um sich klar zu werden, was man wirklich will...

Es nützt nichts, woanders hin zu gucken, wo echtes Elend herrscht.

Man ist letztendlich doch in seinem Kokon gefangen...

Beitrag von errik 27.04.11 - 10:38 Uhr

Hi,

das Problem liegt in Dir, nicht in Deinem Umfeld.

Du versuchst, Dich über Deine Umwelt zu definieren und glaubst mit dem glücklich werden zu können, was andere auch glücklich macht. Daran stimmen zwei Sachen nicht:
- den anderen schaust Du auch nur vor den Kopf, nicht ins Herz. Du würdest Dich aber wundern, wieviele von denen mindestens so unglücklich sind wie Du
- Du berücksichtigst nicht, was Dein "Ich" wirklich will, denn das ist eine zutiefst persönliche Sache, die Dir niemand abnehmen kann

Wenn Du nicht lernst, Dich mit Dir selbst auseinanderzusetzen, Dein "Inneres" verstehen lernst wirst Du dieses nagende Gefühl nicht loswerden können. Denn das Leben nach den Normen anderer wird diesem nicht gerecht - und es meldet sich auf seine Art.

Alles Gute,
Errik

Beitrag von bibiblox96 26.04.11 - 17:51 Uhr

Das Problem ist, dass du dich nur auf die Dinge der anderen konzentrierst - was die anderen mehr/besser/anders haben - anstatt dich über die eignenen schönen Dinge zu erfreuen.

#aha Vielleicht geht´s dir auch zu gut, dass du dir Probleme (die Unzufriedenheit) suchen musst ;-)

Beitrag von milka700 26.04.11 - 17:54 Uhr

Du bist die von weiter unten mit dem "Exmann und den 2 Autos"?
Mhh..auf jeden Fall kannst du gut Geschichten erfinden. :)

Ein empathischer Mann der gut aussieht und einen krault, mit Haus. Die Vorlage fast jeder Rosamunde Pilcher Verfilmung. :D

Beitrag von warum nur immer 26.04.11 - 18:51 Uhr

Welche Geschichte? Hab ich nicht gelesen, aber egal, mein Mann ist wirklich superlieb, normalerweise müsste ich eigentlich glücklich sein, aber finanziell könnte es eigentlich immer mehr sein.

Beitrag von pcp 26.04.11 - 18:48 Uhr

Du magst Dich selber nicht.

lg

Beitrag von bruchetta 26.04.11 - 20:19 Uhr

Ich glaube auch, dass es eine Charaktersache ist.
Es gibt eben Leute, die immer in Nachbars Garten schauen und noch dies und das und jenes haben wollen.
Das ist so!

Beitrag von flamingoduck 27.04.11 - 11:40 Uhr

Du darfst Dich nicht mit anderen vergleichen!

Diesen Fehler machen leider viele (ich hatte auch eine Phase, in der ich mich permanent mit anderen gemessen habe).

Das Fiese daran ist, dass man immer nur das "positive" sieht und darauf neidisch ist - und man komplett die guten Dinge bei sich selbst übersieht.

Es gibt Dinge (und wird immer wieder Dinge geben), die Du an anderen beneidest. Aber es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein bei den anderen glaub es mir.

Andere haben vielleicht eher mit dem Haus angefangen oder haben eine Erbschaft gemacht, etc etc....

Sei doch stolz drauf, dass Ihr es aus eigener Kraft wuppt!
Ihr könnt später von Euch mit Stolz sagen, dass Ihr das alleine geschafft habt!

Dass Ihr Kinder habt, denn auch das Thema ist nicht für jeden selbstverständlich! (Eine Freundin von mir und deren Mann versuchen es nun schon seit über 5 Jahren und es klappt nicht - wenn ich meine kleine Motte sehe, die gerade neben mir in ihrer Wippe gesund und vital vor sich hinschnuckelt und mich oft anstrahlt, kann ich wirklich für vieles dankbar sein! ;-) )


Dass Du einen liebevollen Partner hast, der Dir treu ist und Dich liebt und sich ned in irgendwelchen einschlägigen Onlinebörsen rumtreibt oder irgendwo noch ein "Gspusi" hat.
Mein Schatz ist auch nicht der Schmalzprinz, der dauernd mit Blumen ankommt - dafür ist er liebevoll, schreibt mal zwischendurch eine liebe e-mail oder SMS, stellt mir abends eine Tasse Tee hin oder krault meine Füße.

Wenn ich manche Männer von Freundinnen sehe - die kommen heim, da wird ERST mal ausgiebig mit dem Hund geschmust und dann wird mal die Frau wahrgenommen und statt einem lieben Bussi kommt ein dahingeröhrtes "Ich brauch an Kaffee!!" oder "Wann gibts Essen??"
(kein Scherz, ich war neulich dabei und dachte, ich spinne!)

Diese Freundin hat zwar einen superromantischen Hochzeitsantrag bekommen (der bei uns durch Hausbau und Umzugsstress etwas unterging) - aber wenn ich die Wahl hätte zwischen einem romantischen Antrag + Flegel oder unromantischem Antrag + liebevollem Partner, dann bin ich froh, dass ich mich für letzteres entschieden habe ;-))

Halte Dir das vor Augen ;-)

LG flamingoduck







Beitrag von warum nur immer 27.04.11 - 11:55 Uhr

Das stimmt eigentlich, ich müsste dankbar sein, einen so lieben Mann bekommen zu haben, der nach Jahren immer nur Augen für mich hat und mich liebt, so wie ich bin, immer für mich und die Kinder da ist.

Ich muß mir das mehr bewußt machen.

LG