Taufe .....ÄRGER.....

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Beitrag von sonnenscheinchen69 26.04.11 - 20:41 Uhr

Hallo Zusammen!
Haben einen riesen Stress zu Hause wegen der Taufe unseres Sohnes.
Ich möchte auf jeden Fall das er evangelisch getauft wird und mein Freund verlangt das er katholisch getauft wird. Ich kann mit der katholischen Kirche rein garnichts anfangen, vor allen da mein Freund bei diesem Verein arbeitet und ich da so einiges von Nächstenliebe und so mitbekommen.
Er meint das sie ihm kündigen können wenn unser Sohn nicht katholisch getauft wird. Hallo was ist das denn ????
Wir leben eh in Sünde , weil wir nicht verheiratet sind.
Ich kann doch meinem Kind keine Konfesion geben , die man uns aufzwingt.
Dann wird er eben nicht getauft und kann es sich aussuchen wenn er alt genug ist. Was ist das denn? Lieber aktzepiert die Kirche nicht getauft zu werden, als evangelisch,
Ich möcht aber unbedingt das er getauft wird.

LG Sonnenscheinchen ohne Sonne

Beitrag von anyca 26.04.11 - 20:45 Uhr

Du, mein Mann hat mal ein Jahr bei der evangelischen Kirche gearbeitet, und glaub mir, da arbeiten auch nicht nur Engel ... Streß und bescheuerte Chefs / Kollegen kann es an jedem Arbeitsplatz geben, das hat nichts mit der Konfession zu tun.

Beitrag von emeri 26.04.11 - 20:51 Uhr

hey,

najaaa, da gibt es doch einen arbeitsvertrag. ich hätte einmal einen vorgesetzt bekommen, der mir vorgeschrieben hätte, dass ich kein uneheliches kind bekommen dürfte. sowas unterschreibe ich doch nicht. ich habe dankend abgelehnt und einen anderen job gesucht. wenn er ähnliches in seinem arbeitsvertrag stehen hat und das so unterschrieben hat - nicht das problem des arbeitgebers, wenn der arbeitnehmer so etwas unterschreibt.

lg

Beitrag von jurbs 26.04.11 - 21:00 Uhr

das sehen viel Katholiken so - bis in die70e Jahre wurde man exkommuniziert, wenn man sein Kind nicht katholisch tauen ließ.

ich habe es u.a. darum im kirchlichen Ehevertrag eintragen lassen, dass unsere Kinder evangelisch getauft werden. Meine Schwiegereltern drehen völlig hohl, mein Mann tut mir sehr leid. aber offenbar enterben sie ihn nicht - das hatten wir eigentlich vermutet (und wär uns egal). Katholiken habens echt schwer mit Druck, wenn die Kinder nicht katholisch getauft werden und wenn er nicht dahinter steht ... wollt Ihr Euch trennen?

Beitrag von lilalaus2000 26.04.11 - 21:15 Uhr

Man kann ihm nicht kündigen, denn das fällt unter das Antidiskriminierungsgesetz. Außerdem ist es so, dass es egal ist ob ihr kath oder ev tauft. Denn unter Christen ist beides erlaubt. Also mit ev Taufe kann dein Kind trotzdem konfirmieren und mit kath Taufe auch Firmen oder Kommunion machen.

Ich weiß das so genau, weil ich aus einer Pfarrfamilie komme!

Ich halte nicht viel von der kath Kirche, ganz ehrlich. Aber ihr als Eltern habt da das volle Recht und selbst WENN irgendwas im Vertag deines Mannes steht, so ist dieses rechtswiedrig und somit unwirksam. Er könnte sogar klagen wenn er aufgrund der Religion des Kindes gekündigt werden würde.

Beitrag von anyca 26.04.11 - 21:27 Uhr

Das würde bei einem "weltlichen" Arbeitgeber gelten, ein kirchlicher Arbeitgeber ("Tendenzbetrieb") kann da mehr von den Angestellten verlangen. Mal ein Extrembeispiel, ein katholischer Priester wird ja auch entlassen, wenn er heiratet - und ein evangelischer Pfarrer kann zumindest ernsthafte Schwierigkeiten kriegen, wenn er sich scheiden läßt.

Beitrag von lilalaus2000 26.04.11 - 21:33 Uhr

Das mit den ev Pfarrern stimmt nicht. Ich kenne Kollegen meises Vaters, die sind geschieden und da gabs keinen Ärger.......

Also ich finde es schlichtweg Scheiße (ja ist so) wenn eine Arbeit davon abhängt. Vielleicht kann sich der mann wo anders bewerben..... hoffentlich. Arbeit ist Arbeit und privat sollte privat sein.

Was ist das für ein Job, der so streng geregelt ist?

Beitrag von anyca 26.04.11 - 21:39 Uhr

Ist nicht ungewöhnlich. Ein Bekannter von mir arbeitet in einem katholischen Krankenhaus, da würde er selbst als Protestant Probleme kriegen, wenn er z.B. böswillig seine Frau verlassen würde - wer das im Zweifelsfall beurteilen würde, sei dahingestellt.

Beitrag von hael 26.04.11 - 22:52 Uhr

das stimmt gar nicht....mag bei der evangelische Kirche stimmen, aber bei der katholische kirche muss man ja katholisch getauft sein, um kommunion machen zu können und firmung sowieso. Eine Bekannte ihrer Tochter macht dieses Jahr Kommunion und sie wurde im ausland getauft...dann müssten sie die taufurkunde erstmal übersetzen lassen, denn sonst hätte sie die kommunion nicht machen dürfen....du muss nachweisen, dass du KATHOLISCH getauft bist.

Beitrag von lilalaus2000 26.04.11 - 22:56 Uhr

Das ist der Hammer, ich bin sprachlos.

So ein ****Verein. Ich bin wirklich irgendwie verärgert über diesen sturen Verein "kath Kirche"

Beitrag von anarchie 26.04.11 - 21:15 Uhr

Hallo!

erstmal muss man ja bedenken, dass die Taufe theologisch generell ja erstmal ökumenisch is, da sie nur vorläufig entscjheidet, bis das Kind religionsmündig ist.

Biblisch sind KINDSTAUFEN eh wertlos. Die Taufe ist die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen und die öffentliche Erklärung der Hingabe an Gott, künftig seinen Willen dem eigenen voranzustellen.

Das Untertauchen symbolisiert, dass man für sein altes Leben stirbt, das Auftauchen bedeutet die Wiedergeburt für ein Gott und dem Christus gewidmetes Leben. Der Taufe MUSS ein Lernen der Wege Gottes vorangehen, das Erkennen der eigenen Sündhaftigkeit, Reue und Umkehr und das feierliche Versprechen an Gott, nur noch ihm zu dienen.

Nichts davon kann ein Säugling/Kleinkind tun..


Habt ihr euch denn nicht vorab überlegt, in welcher Konfession ihr euer Kind aufziehen wollt?

Ich persönlich würde dann garnicht taufen lassen.
2 meiner 4 Kinder sind evangelisch getauft, nach den 2 großen habe ich dann allerdings Obenstehendes erfahren und meine Kleinen sind ungetauft.

Katholische taufe käme für mich NEVER in Frage, weil ich die Grundsätze des Katholizismus nicht teilen kann.
Mein Mann ist konfessionslos, ihm wars egal.

Meines Wissens werden aber beide taufen von der jeweilig anderen Konfession anerkannt...

lg

melanie

Beitrag von lilly7686 26.04.11 - 21:28 Uhr

Hallo!

Wie wäre es alternativ mit einer ökumenischen Taufe? Also eine Taufe ohne Konfession.
Dann ist euer Baby zwar getauft, aber weder katholisch noch evangelisch. Und es kann dann später selbst entscheiden, welcher Konfession es angehören möchte.

Lg

Beitrag von falkster 26.04.11 - 21:56 Uhr

genau SO sollte man es machen...

eigentlich eine ganz einfache Lösung, wenn man mal den Toleranzgedanken mit einbezieht...

Unsere Tochter wird katholisch getauft, da ihre Mutter katholiosch ist. ich habe es mit der Kirche eh nicht so, von daher erfülle ich meiner Frau diesen Wunsch eigentlich sehr gerne...

Beitrag von anyca 26.04.11 - 22:05 Uhr

Es gibt aber keine ökumenische Taufe - auch wenn die Taufe gegenseitig anerkannt wird. Getauft wird immer in einer bestimmten Konfession, die dann z.B. den Taufschein ausstellt, die Taufe ins Kirchenbuch einträgt o.ä.

Genaugenommen gibt es übrigens auch keine ökumenische Trauung, sondern entweder eine katholische Trauung mit evangelischem Beistand oder umgekehrt.

Beitrag von geli0178 26.04.11 - 22:22 Uhr

Hallo,

und warum muss der Nachwuchs getauft werden? Im Endeffekt ist es eine Familienfeier von dem das Kind in dem Alter nichts hat. Mein großer Sohn wurde im Kleinkindalter getauft, mein kleiner Sohn ist und wird nicht getauft. Wir erziehen beide mit einem gesunden Menschenverstand der alle Religionen zulässt. Mein großes Kind kommt dieses Jahr in die Schule und er kann den Religionsuntericht und die Christenlehre besuchen. Wenn der Bub aber in ein paar Monaten meint das gefällt ihm nicht kann ich zumindest ihn aus der Christenlehre abmelden. Wenn beide Buben alt genug sind können sie selber die Religion wählen.
Unser Sohn hat drei Paten wovon nicht einer sein Patenamt so ausübt wie es eigentlich Paten tun sollten. Die Gründe liegen unterschiedlich, aber heute ist die Übernahme eines Patenamtes etwas anderes als früher. Meine Freundin die keine Patin von den Jungs ist hat dafür eine wesentlich innigere und festere Bindung zu den Buben als das es die Paten je haben werden.
Es gibt übrigens ein schönes Buch von Margot Käßmann -> fünf Minuten mit dem lieben Gott. Es ist ein Buch von Kindern für Kinder wo einfach der Glaube erklärt wird ,frei von Religionen. Wir vier lieben dieses Buch auch wenn wir nur abundzu mal drin lesen.
Ich bin übrigens evangelisch und mein Mann ist nicht kirchlich.

VG Geli

Beitrag von nalle 27.04.11 - 06:12 Uhr

<<< Ich kann doch meinem Kind keine Konfesion geben , die man uns aufzwingt. <<<

Du zwingst ihm(Deinem Sohn) doch auf einfach eine Konfesion auf ?! #kratz

Beitrag von lumidi 27.04.11 - 06:42 Uhr

Nalle ist wieder da... :-D

Dieses Aufzwingen ist aber nicht das selbe... ;-)

Beitrag von sonnenscheinchen69 27.04.11 - 08:03 Uhr

Ja das seh ich auch so. Wenn dann möchte ich als Eltern doch entscheiden können und nicht ein mir völlig Fremder.
Wir leben hier in einer kleinen evangelischen Gemeinde und ich möchte mit meinem Sohn den evangel Kindergottestdienst besuchen, so wie ich es mit meiner Tochter gemacht habe. Die trotzdem entscheiden kann ob sie das möchte oder nicht. Auch später kann sie selbst entscheiden ob sie dort bleiben möchte oder nicht.
Ich werde ihn so oder so mit Sicherheit nicht katholisch erziehen. Das kommt für mich garnicht in Frage.

Beitrag von emeri 27.04.11 - 08:44 Uhr

"Ich werde ihn so oder so mit Sicherheit nicht katholisch erziehen. Das kommt für mich garnicht in Frage." #kratz

öhm, worin liegt genau der unterschied zwischen evangelischer und katholischer erziehung? meine eltern waren nie besonders religiös aber beides sind doch wohl christliche glauben und die von die so verhasste "katholische" erziehung ist im endeffekt doch auch nur eine erziehung nach christlichen grundsätzen. oder nicht?! vlt. stehe ich auf dem schlauch... ich denke du vermischst hier deine abneigung gegen die katholische kirche als institution (was ich nachvollziehen kann) mit der abneigung gegen katholisch-christliche grundwerte, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann, wenn ich ehrlich bin.

lg