Ich bekomm das alles nicht auf die Reihe :.(

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ichundich 26.04.11 - 21:13 Uhr

Hallo,
ich möchte mal gerne eure Meinug hören!

Also erstmal die Fakten:
Ich bin 28 Jahre alt und allein erziehend (einen 5 jährigrn Sohn)
bin 50% Schwerbehindert (den vierten Herzschrittmacher)
lebe alleine mit meinem Sohn in dem Haus meiner Eltern (mit Garten usw.)

So seit Oktober habe ich wieder eine Stelle, für eigentlich 20 Stunden die Woche, angefangen. Alles war super geklärt! In den Ferien hätte ich nachmittags arbeiten sollen und mein Sohn wäre dort in einer Kita betreut worden. Ich hätte jedes zweite Wochenende arbeiten sollen und die Chefs waren sehr nett.

Und jetzt ist alles anders und ich kann nicht mehr!
Ich muss eine sieben Tage-woche machen so das ich dann bei 36 Stunden bin. An den Feiertagen dürfen wir uns nichts vornehmen, weil wir davon ausgehen müssen, das wir arbeiten müssen.

Nachmittags arbeiten geht nicht, weil sie mich vormittags brauchen.
Ich sollte um 7.30 Uhr anfangen, aber die Babybetreuung geht erst um 9.30 Uhr los. Ich soll meinen Sohn doch für die Zeit alleine in dem Kinderraum vor den Fernseher setzen!

Ich habe überhaupt keine Zeit mehr für mich. Mein Sohn schläft eine Nacht in der Woche bei seinem Papa. Das heißt das es der Einizge abend ist, an dem ich mal raus könnte. Der mir allerdings mit arbeit gestrichen wird.
Kein nettes Wort das man Silvester 17- 2 Uhr) oder Ostern arbeitet, geschweige denn mehr Geld.
Stattdessen lässt unsere Chefin ihren Frust an uns aus und macht uns vor allen Gästen lang. Die Raucher müssen sich täglich 15 Minuten weniger Arbeitszeit aufschreiben, aber eine Pause gibt es nicht, weil wir dazu keine Zeit haben.

Das Beste an der Sache ist noch, das sie mich ja als Schwerbehinderte eingestellt haben und mich vom Statt für drei Monate 100% finanziert bekommen. Haben den Gehalt extra auf Papier aufgestockt, damit sie noch mehr geld bekommen.

Ich finde es unmöglich wie unsere Chefin manchmal mit uns umgeht. Sie meint sie ist was besseres und wenn sie etwas brauch muss man sofort springen. Sollte das nicht der Fall sein macht sie einen vor allen runter oder es landet mal ein becher Schmand an der Wand.

Was soll ich tun? Ich möchte mich nicht so ernidriegen lassen. Ich bin gerne ihre Angestellte, aber nicht ihr Dienstmändchen!

Bitte um ehrliche Meinungen!

Lg ichundich

Beitrag von rotten 26.04.11 - 21:41 Uhr

Hi! :-)

Meine Meinung: so etwas muss sich kein Mensch bieten lassen. Ich habe mal arbeitstechnisch in einer ähnlich ausweglosen Situation gesteckt und leider zu spät reagiert. Mach nicht denselben Fehler.
Was willst du da, wenn es auf Kosten deiner Nerven, deines Lebens, deiner Gesundheit geht?
Ich würde die Tatsachen (Missverhältnis zwischen Abmachungen und Ist-Zustand) mit der Chefin besprechen und darauf bestehen, dass die abmachungen eingehalten werden. Ansonsten würde ich gehen bzw. dafür sorgen dass ich gegangen werde.

Viel Glück,
rotten

Beitrag von zahnweh 26.04.11 - 22:00 Uhr

Hallo,

evtl mal bei einem Anwalt erkundigen und Arbeitsvertrag prüfen lassen

a) was darfst du dir bieten lassen (so viel sicher nicht!)

b) wie sieht es mit Lohn an Feiertagen aus?

c) welche Möglichkeiten gibt es, ohne Probleme wieder aus dem Vetrag rauszukommen

d) die kassieren für dich mehr, als sie bezahlen bzw. dich voll aus

müssen ja keine rechtlichen Schritte eingeleitet werden. INFORMIEREN um selbst stark zu werden ist oft schon ein gutes Gefühl ;-)

ggf. um dich vor weiterem "Arbeitsmissbrauch" zu schützen

nach anderen Stellen umschauen. SO kann es jedenfalls nicht weitergehen!

Übrigens kann man je nach Einkommen auch Zuschüsse für Anwaltskosten beantragen. Wo genau müsste ich nachfragen, hat mir jemand gesagt, der aus ähnlichen Zuständen per Hilfe durch den Anwalt a) aus dem Vertrag rauskonnte und b) die ihm zustehende Vergütung laut Vertrag und verrichteter Arbeit erhalten hat.

Kopf hoch und nicht unterkiregen lassen.

Beitrag von janamausi 27.04.11 - 08:24 Uhr

Hallo,

das würde ich mir auf keinen Fall bieten lassen. Mal Überstunden machen, auch außerplanmäßig arbeiten sollte schon drinn sein, aber das was deine Chefin macht geht gar nicht!

Vom gesetzlichen her, steht dir nach 6 Stunden Arbeit 30 Min. Pause zu.

Ich war mal in einer ähnlichen Situation (aber bei weitem nicht so schlimm) und mir hat die ARGE super Tips gegeben. Daher würde ich dir raten, dass Du mal zur ARGE gehst und mit denen das besprichst.

LG janamausi