Jäger schießt DSH mitten im Dorf tot!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von feroza 26.04.11 - 22:02 Uhr

Ich bin sowas von entsetzt.....#heul

Wir haben selbst 2 große Hunde, habe jahrelang Hundesport betrieben und lieben unsere Tiere alle abgöttisch, ohne Tiere geht nicht.

Nun, wir haben vor 2 Monaten ein Haus gekauft, welches in einem recht kleinen Dorf liegt, hier kennt jeder jeden, und auch die Nachbarn rechts und links sind nett.

Auch den Jäger des Dorfes haben wir schon kennen gelernt, obwohl wir noch nicht dort wohnen, sonderen grade Kernsanieren.

Heute am Abend:
Ich schüttete eine Eimer Schutt aus dem Fenster im Obergeschoss als ich den Jäger mitten im Dorf mit Gewehr sah. ich rief direkt meinen Mann, da der ebenfalls Jäger ist, und fragte gleich, ob der mitten im Dorf mit einem "offenen" also nicht in Schutzhülle verpackten Gewehr umherlaufen darf...
Als dieser am Haus vorbeigelaufen war, und er vom anderen Fenster aus sichtbar, sah ich nur noch, wie er anlegte, und auf die gegenüberliegende Wiese zielte und schoß!!!
Als ich hinsah, WAS er denn genau treffen wollte, sah ich, wie ein kräftiger Deutscher Schäferhund ins wankeln kam, und er sich auf die Seite packte... Oh Gott!!!
Meine Tochter, 13 (auch seeeehr tierbezogen) sah das alles mit an. #schock

wie kann er nur???????????

Ich bin gleich raus, und stellte ihn (erst vorsichtig, da ich nicht wusste worum es hier ging) zur Rede.
"Der streunt schon seit 5 (erst!!!) Tagen durchs Dorf, alle regen sich schon auf."
Ich: "Und es kümmert sich kein Tierschutz??? Und muss das mitten im Dorf sein???? Kein Tierheim fängt ihn ein?? gleich abknallen?"

Er:"Alles sind schon sauer im Dorf, und ich bin ja froh, das ich ihn überhaupt gekriegt hab"

Während des Gesprächs litt der Hund 100m von uns entfernt , stand wieder auf, wollte fliehen, jankte vor Schmerz...

Ich: "Gib ihm jetzt wenigstens den Gnadenschuß!!"


Ich bin sowas von sauer, was soll ich tun?
Mein Mann, selbst Jäger, meinte, das streunende Hunde vom Ordnungsamt freigegeben werden können, aber so hörte es sich für mich nicht an, als ich mit diesem Töter sprach.
Einerseits das neue Nachbarschaftsverhältnis nicht gleich aufs Spiel setzen (wegen Anzeige) aber es auch nicht so auf mir sitzen lassen...

Mein Spruch, als ich ging: ich dreht mich um und sagte nur:
"ich freu mich schon, wenn unsere Hunde mal frei laufen... aber das machst Du nicht mit unseren"

Hilfe....

PS: meine Tochter und ich haben eine Kerze für ihn angemacht..... #schmoll


Beitrag von vulpega 26.04.11 - 22:14 Uhr

Oh gott..#schock

Den Kerl hätte ich SOFORT angezeigt-das ist doch eine Sauerei !! Der kann doch nicht einfach den Hund erschießen. Hat er diese Recht nicht nur dann, wenn er ihn im Wald beim Wildern erwischt? A...

Ich zünde auch eine #kerze an

Beitrag von anarchie 26.04.11 - 22:16 Uhr

das geht ja mal garnicht!!!!!!!


Ruf morgen beim ordnungsamt an und finde raus, ob das legal war.
Wenn nicht würde ich definitiv anzeigen - nachbarschaft hin oder her!

armer kerl...

lg

melanie

Beitrag von hunaro 26.04.11 - 23:45 Uhr

Na, von der Kerze hat der Hund bestimmt wat!#klatsch

Ihr seid nicht einmal 2 Monate im Dorf und wisst doch gar nicht, was bis dahin mit dem Hund los war. Ist ja mal möglich, das er in den 5 Tagen Freilaufs unkontrolliertem bereits Ärger gegen Personen oder andere Tiere gemacht hat.#aha Gibt ja auch sowas wie "Gefahr im Verzug" ...

Bevor ich so einen Larry mache, würd ich mich mal genauer erkundigen, was bis dahin Sache war.

Ute

Beitrag von seinelady 27.04.11 - 10:28 Uhr

so sehe ich das auch.
der jäger hat auch letztes jahr bei uns einen hund erschossen, weil der hund abgehauen ist und er aber nicht ganz ohne ist.
sprich sämtliche katzen, hühner, enten usw auf dem gewissen gehabt.
und weil wirklich alle bewohner im dorf angst hatten gabs den schuss.
gut die besitzer hätten sich drum kümmern müssen, aber die haben ihn ja zu dem gemacht was er war, keine erziehung oder dergleichen.
und man weiß halt nicht was vor gefallen ist mit dem hund!

Beitrag von redrose123 27.04.11 - 07:33 Uhr

Guten Morgen,

nein ich denke nicht das er das darf, so einfach, er darf streunende Hunde schiessen bestimmte Rassen, aber nicht mitten im Dorf, da hätte ja sonst was passieren können.....

Beitrag von michi0512 27.04.11 - 07:41 Uhr

Und gleich die Polizei rufen? Die hätten das ganze noch gestern Abend aufklären können....

Beitrag von pechawa 27.04.11 - 08:54 Uhr

Hallo,

nur im äußersten Notfall darf in einer Ortschaft geschossen werden. Der Jäger hat sich wahrscheinlich strafbar gemacht, denn ein streunender Hund ist kein Notfall! Auf alle Fälle hat er gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Aber was willst du machen? Wenn du ihn anzeigst, bist du im Dorf "unten durch"!
Traurig, dass man zur Selbstjustiz greifen muss, weil niemand sonst sich kümmert! Ich verstehe nicht, dass kein Tierfreund vor Ort war, der sich um das Tier hätte kümmern und ihn einfangen können,

LG

Beitrag von feroza 27.04.11 - 08:59 Uhr

Ja, seeehr traurig.

ich hätte mich definitiv gekümmert, hätten wir von der Problematik vorher gewusst. Einfangen und ins Tierheim bringen... Notfalls die Kosten für die Impfungen zahlen, egal.

Ich konnt die ganze nacht nicht schlafen. Hab echt geheult im Bett.

Beitrag von hunaro 27.04.11 - 12:23 Uhr

Es besteht sogar die Möglichkeit, das dieser Jäger vom Ordnungsamt BEAUFTRAGT wurde, die Geschichte auf diese Art zu lösen.

Reisst so ein Streuner Schafe, bricht Kaninchenställe auf, murkst Geflügel ab , verursacht Autounfälle oder beisst gar die Hunde harmloser Gassigänger kaputt, dann ist das Geschrei groß. Von verletzten Menschen reden wir lieber erst gar nicht.

Blöd, das der Hund nicht gleich tot war, das geht gar nicht. Und die Besitzer dieses Hundes soll der Blitz beim ka*** treffen...:-[

Dennoch, auch hier in Meck-Pomm ist nicht der wilde Westen, wo irgendwelche Jagdpächter wild im Dorf rumballern, nur um mal wieder ein Tier zu erschießen. Auch hier hat man sich an Regeln zu halten, und für einen streunenden DSH riskiert mit Sicherheit kein Jäger seine Jagderlaubnis. Der wird sich schon abgesichert haben.

Immer dieses scheinheilige Aufgebausche...*würg*

Beitrag von pechawa 27.04.11 - 13:21 Uhr

... ich glaube nicht, dass der Jäger vom Ordnungsamt beauftragt war. Er hätte dann zu TE nicht das gesagt : "Der streunt schon seit 5 (erst!!!) Tagen durchs Dorf, alle regen sich schon auf."
Er hätte dann gleich gesagt, dass er den Auftrag vom Ordnungsamt hat!
Wenn ein Tier innerhalb einer Ortschaft zum Abschießen freigegeben wird, dann wird das Gebiet abgesichert, es ist immer Polizei anwesend!
Ich denke, diesen Jäger hat das Jagdfieber gepackt ..... :-( Mein Vater war zu Lebzeiten Mitglied in einer Jagdgemeinschaft und hatte mir damals Geschichten über Jäger und ihre Jagdleidenschaft erzählt.... :-(
Richtig war, dass was geschehen musste, damit der Schäferhund nicht weiter streunt! Falsch war, ihn gleich zu erschießen!

LG

Beitrag von hunaro 27.04.11 - 14:15 Uhr

Keiner von uns weiss, wie nahe dieses "innerhalb der Ortschaft" wirklich war. Wir lesen nur einen recht emotional gefärbten Beitrag einer Urbia-Userin.

Beitrag von feroza 29.04.11 - 09:04 Uhr

Hab noch gar keine Antwort auf meinen emotionalen Beitrag gelesen...

LG feroza #winke

PS: die Kerze brennt noch immer. #kerze

Beitrag von feroza 28.04.11 - 20:23 Uhr

ich habe mich derweilen schlau gemacht.
Bei einer Mitarbeiterin der Stadt, die sich gekümmert hat.

Und der Jäger war NICHT vom Ordnungsamt beauftragt, kein Tierheim in der Umgebung war davon informiert oder benachrichtigt worden, um ihn einzufangen.

"Dorf" heißt hier, eine Dorfstrasse, die sich sehr lang zieht, große Grundstücke, aber Zaun an Zaun. Der Jäger stand DIREKT vor unserem Haus auf dem Gehweg, und schoß auf die gegenüberliegende Wiese/Weide, wo sich der Hund befand.
Also KEINE Groß-Innenstadt, aber mitten im Dorf eben!

Und er hatte KEINE Genehmigung, lediglich den gesetzlichen, "normalen" Freischuß bei DIREKTEM Wildern, also der Hund muss in dem Moment grade hinter einem Stück Wild herlaufen! In SEINEM Revier!!!!

Und: Bis auf "Nachbarschaftsbeschwerden", das der Hund eben Herrenlos im Dorf umherlief gab es nicht, weder irgend eine Art von Angriffen auf Personen oder anderen Tieren, noch Verwüstungen, Beschädigungen irgend welcher Art.
Information aus sicherster Quelle aus dem Dorf.

Durch "Nachforschungen" ist dieser Jäger (hinter vorgehaltener Hand) bekannt, das er es mit seinen Vorschriften nicht genau nimmt, sei es Reviergrenzen oder Schonzeiten.

Und nochmals erwähnt: Mein Mann ist selber Jäger, und kennt sich mit den Jagdvorschriften genauestens aus.

Frage an Dich: KÖNNTE es unter den bescheidensten Umständen bei Deinen Hunden nicht passieren, das sie mal stiften gehen???
(Bezgl. Deiner Aussage zum Besitzer)
ich stelle mir sogar vor, das vielleicht ein Kind irgendwo weint, weil sein Hund ausgebüchst ist und nicht aufzufinden ist?

Nächste Frage: Sollte dann nicht erstmal VOR einem Abschuss geprüft werden, ob Besitzer über den Chip ausfindig zu machen sind?
(Von weitem konnte der Jäger mit seinem Gewehr sicher nicht den Code einlesen und bei Tasso abfragen)
WOFÜR chippen wir für knapp 80,- € unsere Hunde?????

Zu dem jämmerlichen, qualvollen Ableben des Hundes:
Er schoß mit Schrot, welches eigentlich für Kleinwild und Vögel genutzt wird, um eine bessere Trefferquote zu erreichen.
In einer Schrotpatrone sind Hunderte kleiner Kugeln, die verstreut werden, aber nicht so eine Schußkraft haben wie eine einzelne. Demnach hat der Hund deswegen so lange gelitten, weil die Wucht für den großen Körper nicht ausreichte. Schrotkugeln sollen Brennen wie Feuer.

Warum nahm er Schrot? Um ihn definitiv zu treffen, egal ob langer Leidensweg oder nicht. Den "Erlösungsschuss" hat er nur getan, weil ich ihm das unter Druck sagte dies zu tun!!!

Und: sicher klang mein erster Beitrag emotional, und ich bin noch immer traurig, entsetzt, sprachlos.
ABER: Nicht nur emotionsmäßig war diese Tat unglaublich verwerflich, sonder auch NICHT Rechtens und sogar strafbar.

Da ich die Sache an die Stadt weiter gegeben habe, hoffe ich auf Gerechtigkeit dem Tier gegenüber.

Beitrag von pechawa 28.04.11 - 21:32 Uhr

... ich stelle mir auch gerade vor, dass da vielleicht irgendwo eine Familie ist, die ihren Hund sucht .... :-(
Was ist denn mit dem Schäferhund passiert? Wurde er abgeholt und wenn ja, wurde auf einen Chip untersucht?
Wie schon gesagt, ich bin absolut geschockt, dass da jemand durch die Gegend ballert, wie im "wilden Westen"! Ich hoffe, dass diesem Jäger die Jagdlizenz entzogen wird, aber wahrscheinlich wird er sich da raus winden :-(

LG

Beitrag von feroza 28.04.11 - 21:41 Uhr

Er selbst hat nach ca. 30 Minuten den Hund in eine Schubkarre gewuchtet und wahrscheinlich selbst entsorgt....

Das ging alles "unter vorgehaltener Hand" ab, da kommt dann auch keiner, der den Kadaver abholt! Und wegbringen würde Geld kosten!! #aerger

Beitrag von summersunny280 29.04.11 - 10:27 Uhr

Wenn ich ehrlich bin gefällt mir das Dorf jetzt nicht mehr .
Dieser Mann hättte es alle Tage bei mir gewaltig verschissen . Und dem würd ich wirklich zu verstehen geben das dass sein letztes mal gewesen ist so rum zu ballern.
Das hört sich ja wie im Film an , wo gibts denn unter normalem menschenverstand heute noch Leute die durchs Dorf gehen und Hunde abschiessen die seit 5 Tagen!!! rumstreunern.
Ich bin entsetzt.
Meine Hauptaufgabe wäre es dass der nie wieder ein Gewehr in die Hand nehmen darf.
Der Mann ist extrem boshaft , erkennt man ja schon daran dass der Schrot benutzt hat . Unglaublich.
Das arme Tier ...und ich denke der hatte bestimmt Besitzer der Hund .

Unsere Mischlingshündin läuft auch oft weg , sie ist zwar ein Chihuahua -Pinscher Mix aber dennoch mögen einige sie hier nicht .
Da sollte sich mal einer wagen mit nem Gewehr zu kommen .

Beitrag von frosch1982 27.04.11 - 11:45 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen das der Jäger einfach so mitten im Dorf einen Hund abknallt, nur weil er Lust und Laune hatte.
Schlimm finde ich das der Jäger offenbar zu dumm zum schießen ist, sonst wäre der Hund auf der Stelle tot gewesen.

Beitrag von summersunny280 27.04.11 - 12:01 Uhr

Ich würde ihn anzeigen , sowas geht doch mal gar nicht .
Ich kann doch nicht einfach umher laufen und dinge erschießen die mir nicht in den Kram passen.
Und 5 Tage ist nun wirklich nicht lange .
Und auch wenn der Hund gefährlich gewesen wäre!!!! hätte man das Amt anrufen können die das erledigen. Oder ein Tierheim oder sonst wer.
Mir sind meine Nachbarn sowas von egal ......
Abgesehen davon dass man nicht einfach ein Tier abschiessen darf wird der Hund vielleicht auch Besitzer gehabt haben #aha
ICH hätte völlig anders reagiert......#wolke