Wie sage ich es dem Kind?

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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von silvaner 26.04.11 - 22:46 Uhr

Hallo,

wir haben vor 2 Jahren eine Tierheim-Hündin zu uns geholt. Uns war klar, dass das eine Herausforderung sein kann, und die Zeit war ziemlich schwierig, weil sie sehr ängstlich ist und sie auch Angst vor Kindern hat (sie wurde uns vom Tierheim als super tierlieb angepriesen - haha, guter Witz. Aber wo wir sie dann schon bei uns zuhause hatten wollten wir uns auch nicht wieder einfach so trennen), und wir es in der ganzen Zeit nicht geschafft haben, die Situation zu verbessern. Mittlerweile hat sie mehrfach nach unserer Tochter und auch einem anderen Kind aus der Familie geschnappt, am Anfang mit Vorwarnung durch Knurren, so dass ich noch dazwischen gehen konnte, zuletzt hat sie einfach so ohne Warnung geschnappt, in einer Situation, die sich im normalen Familienleben nicht vermeiden lässt, außer man will Kinder und Hunde dauerhaft voneinander trennen.

Ich muss jetzt einfach anfangen, die Konsequenzen zu tragen und einzusehen, dass ich mit dem Hund überfordert bin und ich eine Familie ohne Kinder für sie suchen, wo sie gut aufgehoben ist. Es ist für die Hündin genauso wie für mich momentan Stress pur, ich kann meine Augen einfach nicht immer überall haben (zumal wir auch noch ein Baby haben) und ich kann es nicht verantworten, wenn meinen Kindern beim nächsten Mal mehr passiert.

Ich frage mich, wie ich meiner Tochter (sie ist knapp 3) am besten erklären kann, dass wir sie hergeben müssen. Ich will nicht, dass sie denkt, dass sie Schuld ist, wenn ich ihr sage, dass sie wo hin muss, wo keine Kinder sind. Schließlich ist sie das nicht. Aber wenn ich ihr erkläre, dass der Hund schlechte Erfahrungen gemacht hat und Mama nun am Ende mit ihrem Latain ist, wird sie das wahrscheinlich auch noch nicht verstehen.

Habt ihr Tipps, was ich machen kann? Ich kann schon seit Tagen nicht mehr schlafen, aber ich sehe keine andere Möglichkeit mehr. Manchmal ist ein Ende mit Schrecken doch besser, als ein Schrecken ohne Ende, zumal ich auch nicht will, dass meine Tochter Angst vor Hunden entwickelt usw. usw.

Warum so viel Text um so eine kurze Frage? Hm. Ich vermute, die Steine werden trotzdem fliegen. Vielleicht versteht mich aber doch der eine oder andere und kann mir helfen.

LG
s.

Beitrag von tauchmaus01 26.04.11 - 23:11 Uhr

Kann Dir leider keinen Tip geben, aber darfst DU denn den Hund überhaupt selber weitergeben? Ich dachte immer dass das Tierheim darüber entscheidet....oder?

Mona

Beitrag von silvaner 26.04.11 - 23:20 Uhr

Wir müssen den neuen angedachten Besitzer natürlich dann vom Tierheim absegnen lassen und die machen auch ne Vorkontrolle dort, aber die sind auch ganz froh, wenn sie nicht noch ein Mäulchen mehr durchzufüttern haben und sie erst mal hier bleiben darf, weißt du?

Beitrag von michi0512 27.04.11 - 07:38 Uhr

Habt Ihr schon einen neuen Besitzer ins Auge gefasst?

Also ich würde der Kleinen einfach erklären, dass der Hund vor Kindern Angst hat. Dass der Hund deswegen beißt. Das Du als Mutter anfangs dachtest dass Ihr das hinbekommt - Du aber nun siehst das es nicht klappt. Erkläre Ihr dass der Hund sich nicht wohlfühlt und dass DU Angst hast dass der Hund die Kinder beißt.

Sag ihr einfach dass es DEIN Fehler war (obs nun stimmt oder nicht ist egal - so hat sie keine Wut aufs Tier oder sich selbst) und Du nun für den Hund ein zu Hause suchen möchtes in dem es ihm besser geht. Lass einfach weg, dass der Hund in eine Kinderfreie Familie kommt.

Es ist traurig was da bei Euch los ist, aber Du hast mein vollstes Verständnis. Die Kinder gehen nun mal vor. Und der Hund hat ein stressfreies Heim verdient - ich hoffe es klappt alles so, dass Ihr mit ruhigem Gewissen wisst: der Hund ist gut aufgehoben.

glG

Beitrag von silvaner 27.04.11 - 09:45 Uhr

Nein, es ist noch kein neuer Besitzer ins Auge gefasst. Es war schwer genug, mich erst mal zu der Entscheidung durchzuringen (mein Mann war da schon eher so weit) und jetzt geht es weiter...

Danke für die Antwort!

Beitrag von redrose123 27.04.11 - 07:45 Uhr

Sag ihr das der Hund eben für Menschen ohne Kinder besser ist, das da was passieren kann und das für beide seiten nicht schön wäre....#herzlich

Beitrag von diba 27.04.11 - 09:39 Uhr

hallo,

mir geht es momentan genauso...bin ehrlich,bin völlig fertig mit allem und bin am überlegen,den kleinen wieder zurück zu geben,damit er eine chance auf ein schöneres leben bekommen kann.

allerdings haben wir einen welpen,und eigentlich dachte ich,nachdem wir vier jahre über einen hund nachgedacht haben,das wir lange genug überlegt hatten.

dem ist leider nicht so und ich sitze hier und bin den ganzen tag nur noch am heulen.

Beitrag von silvaner 27.04.11 - 10:04 Uhr

Hallo,

die Welpenzeit kann ganz schön anstrengend sein - aber ich versprech dir, sie geht vorbei!

Ich hatte bei unserem Welpen damals immer Angst, dass ich war falsch mach und ich ihn dann fürs Leben versau oder so... wenn ich jetzt seh, wie viel man bei diesen Straßenhunden usw. (hatten auch schon mehrmals Pflegehunde aus Spanien) noch gut machen kann (leider nicht bei allen, wie ich jetzt feststellen muss) weiß ich auch, dass diese Sorge ziemlich unbegründet war.

Vielleicht kannst du hier ja auch noch ein paar Tipps bekommen. Was sind denn die Probleme?

LG

Beitrag von diba 27.04.11 - 10:11 Uhr

tja,im grunde bin ich das problem.

er kommt aus andalusien und ist erst 12 wochen alt. und wir haben ihn auch erst seit letzter woche donnerstag. aber ich bin hier total überfordert. angefangen von ihn bloss nicht aus den augen zu lassen,wegen meinem kleisten kind,bis hin,das ich auf deutsch nichteinmal mehr auf klo gehen kann,weil er sofort auf die kleine losgeht. und sie sagt ihm schon immer nein,aber sie merkt scheinbar,das sie ihn nicht überzeugen kann.

von allem anderen abgesehen,geht es mir körperlich,seitdem er hier ist ganz schlecht. sprich magen darm.

und,das was mir am meisten aufgefallen ist,das meine kleine sehr eifersüchtig auf ihn ist und jetzt schon hingeht und z.b. an der strasse einfach abhaut.

ich denke,es währe jedenfalls für den kleinen eher besser in eine familie zu kommen,als hier irgendwann unter zu gehen. denn,ich habe ihn aufjedenfall ins herz geschlossen,sehe aber auch ein,das ich ihm nicht ricitg gerecht werde.:-(

Beitrag von querulantin123 27.04.11 - 10:38 Uhr

Was heißt denn "losgehen" genau? Wo habt Ihr den Süssen denn her? Ist er gesund und kastriert? Ich könnte mir evtl. vorstellen, ihn zu nehmen....

Beitrag von diba 27.04.11 - 10:48 Uhr

hallo,

er geht nicht im sinne von beissen auf sie los. aber er wirft sich auf sie und zwickt sie ständig. heute morgen ist er von hinten an sie gesprungen und hat sich in die haare...mehr oder weniger verbissen.

ich weiss,er meint es nicht böse..nur ich kann damit nicht umgehen,wirklich jede sekunde neben ihn zu stehen.

gesund ist er aber noch nicht kastriert. geimpft ,entwurmd und gechipt.

achja,er kommt von einer orga aus andalusien.

eigentlich ist es mein 4 baby,aber es bringt ihm doch auch nichts mehr,wenn ich es nicht schaffe#heul

Beitrag von querulantin123 27.04.11 - 11:14 Uhr

Normalerweise darf man Hunde aus Schutzorganisationen nicht einfach so weitergeben, ist das bei dieser Organisation erlaubt? Ich verstehe Deinen Text nicht sicher, ist es richtig, dass er geimpft, entwurmt und gechipt ist?

Wie alt ist das Kind, das er so angegangen ist?

querulantin123

Beitrag von brinchen19 27.04.11 - 11:14 Uhr

Hallo,

also ich schreibe hier wirklich selten was wenn es darum geht ein Tier abzugeben denn das muss wirklich jeder selber wissen!!!

Aber wenn ich lese (hab deine Geschichte verfolgt) das du seit einer Woche deinen Welpen hast und nun schon darüber nachdenkst ihn wieder abzugeben...dafür hab ich NULL verständniss!!!

Ich habe selber 3 Kinder und ein hund...unser Jack kam auch als Welpe und da war meine große grade mal 7 Monate alt...natürlich ist die Welpen und auch später dann die Junghund und Rüpelzeit alles andere als einfach aber mit Kindern ist die Trotzphase und Pupatät auch kein Zuckerschlecken!!!

Bevor du den Welpen direkt wieder abgibst versuch ihn doch erst mal zu erziehen!!!

Geh mit ihm in die Welpenschule oder hole dir zu not eine Hundetrainerin ins Haus!

Bringe ihm bei und dass ziemlich flott wo sein Platz ist (Decke oder Korb) lerne ihm auf Kommando dadrauf zu gehen und da zu bleiben...deine Kinder müssen dann lernen das die Decke oder der Korb von dem Hund der Platz ist und er da völlig in Ruhe gelassen werden soll...damit ist dir dann schon einiges geholfen...dann kannst du auch wieder auf Toilette gehen und so...

Bei intresse kannst du mich auch gern über PN anschreiben

LG Bine mit Jana,Joel und Luis und #hund

Beitrag von summersunny280 27.04.11 - 12:13 Uhr

Du hast ihn 1 !!!!! Woche . Natürlich ist das anstrengend und wenn du noch Krank bist sowieso .
Das er das Kind "angeht" ist normal .
Dann musst du schimpfen und ihn weg nehmen.
Ich geb dir nen tipp.
Fahr heute noch in ein Tiergeschäft und kauf dir eine Box.
So eine wo vorne eine Gittertür dran ist.
Ohne diese wär ich auch schon längst aufgeschmissen.
So ein kleiner Welpe der schläft doch fast nur .....ich kann mir gar nciht vorstellen dass du so große Probleme hast .
Wie gesagt kauf dir diese Box.
Da kommt er dann Abends zum schlafen rein und auch Tagsüber.
Bei uns klappt das super ohne wär es unmöglich wie ich schon geschrieben habe

Beitrag von francie_und_marc 27.04.11 - 12:15 Uhr

Hallo!

So wie ich die Situation einschätze sieht er dein Kind als seinen Spielgefährten an. Er denkt dein Kind hat den selben Rang wie er und er kann super mit ihm spielen. Oder aber er denkt er das euer Kind unter ihm steht im Rang, da er sich auf euer Kind wirft und ihn damit sozusagen unterwirft. Ihm muss begreiflich gemacht werden das euer Kind über ihm steht und nicht sein Bruder oder seine Schwester ist. So ging es uns Anfangs auch mit unserem Welpen. Mittlerweile hat sich das gelegt und unser Sohn ist im Rang über ihm. Ich habe zum Beispiel meinen Hund dazu gebracht unseren Sohn vor ihm durch die Tür gehen zu lassen, damit er versteht das er dahinter steht. Die beiden spielen schön miteinander, allerdings lasse ich sie nie aus den Augen, nicht mal eine Minute. Unser Hund ist ein Irish Wolfhound Mix und wiegt über 50 kg also da ist ordentlich Schwungmasse hinter, allerdings ist er ein superlieber verschmuster Bär.

Es gibt verschiedene Tips wie ihr die Rangfolge klar machen könnt. Belese dich bitte und dann klappt auch das zusammenleben mit eurem kleinen Racker.

Alles Gute Franca

Beitrag von julianstantchen 27.04.11 - 10:58 Uhr

Hallo,

puh, die Erkenntnis kam jetzt aber wirklich schnell. Er ist ja noch keine Woche bei euch und wenn man keine Hundeerfahrung hat, stellt man sich solche Dinge vielleicht einfacher vor, stimmt. :-(

Mein Haushalt stand die ersten Tage auch still, weil es da wirklich nur um Hund und Kind ging, stimmt ;-) und auch heute muss ich die Kinder oft noch von unserem Riesen trennen, weil er meint ihnen lästig tun zu müssen.

Schade, dass es euch mit dem Süßen so schlecht geht aber lieber jetzt als in paar Monaten drauf kommen, dass ein Hund doch zuviel Verantwortung und Arbeit ist.

LG

Beitrag von summersunny280 27.04.11 - 12:07 Uhr

Du heulst rum weil du einen Welpen hast ?
Das doch wirklich ein bisschen übertrieben .
Ich hab zwei Kinder , zwei Hunde , einer davon Welpe und zwei Katzen
zusätzlich Arbeite ich Vormittags zuhause was das ganze noch erschwert.
Ich bin schon 5 minuten nachdem aufstehen so geschlaucht dass ich am liebsten wieder Abend hätte aber heulen den ganzen Tag - im Leben nicht.
Welpen sind wie Babys .....die Zeit geht vorbei und dazwischen wirst du doch auch mal Momente haben wo du lachst und dich freust weil etwas total lustig war. Tiere geben einem doch auch wieder einiges
Ich würd den nie hergeben auch wenn er alle paar Minuten was anstellt

Beitrag von diba 27.04.11 - 12:18 Uhr

ja du hast recht.


ich habe mich jetzt auch mit der betreuerin von uns unterhalten,sie sagte mir,das es normal sei,das ich so heultage habe.


jetzt ist es auch wieder besser.

Beitrag von redrose123 28.04.11 - 07:22 Uhr

Es wird besser wenn er aus dem Welpenalter raus ist ;-)

Beitrag von julianstantchen 27.04.11 - 11:00 Uhr

Hallo,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Kinder mit vernünftigen Worten oft sehr gut erreicht und sie dann den Verlust/Abgabe sehr gut akzeptieren.

LG