Nicht eingeladen, obwohl Tür an Tür

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von miss-bennett 27.04.11 - 05:46 Uhr

Hallo!

Diese Frage beschäftigt mich schon seit ein paar Wochen, als ob ich nichts besseres zu tun hätte. Aber man erlebt es immer wieder:

Mein Kleiner (9) hat eine tolle Klassengemeinschaft - zumindest was die Jungs betrifft - und sie alle treffen sich auch ausserhalb der Schule, sind im gleichen Fussballverein und sind meistens alle zum jeweiligen Geburtstag eingeladen.

Nun haben sich 2 seiner besten Freunde in die Haare gekriegt. Dummerweise wohnen sie wirklich Tür an Tür und der eine hat wegen des "dummen Streites" den anderen nicht eingeladen. Zumal eben diese zwei zusammen zu Schule laufen und sich gegenseitig die Hausaufgaben mitbringen.

Neulich traf ich die Mütter und da ergab sich eine hitzige Diskussion. Manche waren der Meinung, sie hätten das Kind trotzdem einladen "lassen" und ihrem Kind ins Gewissen geredet, manch andere meinte, "Nö, ist ihr Problem"...

Ich persönlich würde mit meinem Kind reden. Man erlebt diese Streitereien ja so oft und sie versöhnen sich auch so schnell danach, dann man ruhig bisschen nachhelfen könnte (klar, ohne Druck). Dieses "Nur-Dich-lade-ich-nicht-ein" finde ich im Gegenteil ganz schön hart und verletzend.

Was meint Ihr? Wenn es um, normalerweise, gute Freunde geht? Darf man sich da einmischen, soll man das vielleicht sogar, oder soll man sich komplett raushalten? Bei den Erwachsenen geht es da gerade weiter mit dem Thema, oder nicht?

Danke und Gruß

Miss Bennett

Beitrag von maischnuppe 27.04.11 - 08:12 Uhr

Raushalten! Die Kids lösen das von alleine und auf ihre eigene Art.

Beitrag von janamausi 27.04.11 - 08:28 Uhr

Hallo,

ich würde meine Tochter schon fragen, warum sie XY nicht einlädt, aber auch akzeptieren wenn sie es nicht möchte. Es ist ihr Geburtstag und dann darf sie auch bestimmen, wehn sie einlädt.

Wir sehen die Streitigkeiten der Kinder als Kleinigkeiten an, da die Kinder sich schnell wieder versöhnen. Die Kinder sehen es aber anders. Für sie ist in dem Moment der andere kein Freund. Und warum sollten die Kinder dann den der "kein Freund" ist einladen?

LG janamausi

Beitrag von miss-bennett 27.04.11 - 15:37 Uhr

Hi!

Das mit "im Moment kein Freund" hat was, so habe ich das nicht gesehen. Und den Streit wollte ich nicht mit "Kleinigkeit" abtun, sondern damit eher betonen, wie hart ich dann Differenz zum Nichteingeladenwerden finde. Ich mag mich täuschen, wenn ich einen "kleinen" Streit weniger schlimm finde, als als einziger von der Clique nicht eingeladen zu werden.

LG

Beitrag von agostea 27.04.11 - 08:48 Uhr

Ich bin auch der Meinung: Raushalten. Es ist deren Konflikt, also sollen sie ihn austragen.

Gruss
agostea

Beitrag von meringue 27.04.11 - 09:36 Uhr

Hallo,

eigentlich wäre es richtig, sich nicht einzumischen.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass manchmal die Mütter der nicht eingeladenen Kinder sich arg auf den Schlips getreten fühlen (hatten wir das nicht schon hier?!) und eine Hetzerei unter den Erwachsenen losgeht, während die Kids schon wieder miteinander spielen.

Mein Fazit: Ich würde mein Kind schon auf evt. Folgen aufmerksam machen.

LG

Beitrag von miss-bennett 27.04.11 - 15:41 Uhr

Hallo!

Genau, in diesem Fall gab es auch Ärger mit den Müttern. Was war ich froh, nicht die Betroffene zu sein ;-)

Wie meinst Du das mit aufmerksam machen? Ich sehe das so, dass ich meinem Sohn erklären würde, dass er sich morgen vielleicht schämt, weil das andere Kind nicht eingeladen wurde. Die Müttermafia würde ich nicht erwähnen, das kann das Kind gar nicht begreifen

LG

Beitrag von binnurich 27.04.11 - 10:44 Uhr

Grundsätzlich wäre ich für raushalten.

ABER

ich bin auch der Ansicht, dass man schon mit Kindern über ihre Verhaltensweisen reden sollte. Einem Kind erklären, was es für das andere Kind bedeuten kann, z. B. plötzlich nicht eingeladen zu werden.
Auch weil ich nachtragendes Verhalten ganz schrecklich finde.
Streit ist gut und kann auch produktiv sein, ein derartiges Verhalten ist aber eher destruktiv.

Also: letztendlich muss das Geburtstagskind das schon selbst entscheiden. Aber wie gesagt, erst nach einem ordentlichen Gespräch.

Im Alter von 9 Jahren sind Kinder noch nicht vollständig in der Lage sich emotional in den anderen hineinzuversetzen.

Beitrag von heson 27.04.11 - 13:28 Uhr

Hallo!

Ich sehe das genau wie du. Ich finde, man sollte den Kids dann auch mal beratend zur Seite stehen. Das Problem von allen Seiten beleuchten und ihnen dann aber das Gefühl geben, dass sie es selbst entscheiden und die Entscheidung auch akzeptieren.

Beitrag von miss-bennett 27.04.11 - 15:34 Uhr

Hallo!

Ungefähr so geht es mir. Aber wenn ich die Antworten sehe, wird mir klar, dass wir eine Minderheit sind ;-)

LG

Beitrag von khia26 27.04.11 - 11:21 Uhr

Hallo,

meine Meinung: raushalten.

Meine Tochter wollte zu ihrem letzten Geburtstag (sie ist allerdings erst 5) von den 3 Mädels, mit denen sie regelmäßig aus der Nachbarschaft spielt, nur 2 einladen.
Auf meine Frage, warum xy nicht kommen soll, meinte sie: "Die ist immer so gemein und sagt Sachen, die man nicht sagen soll. Ich möchte nicht, dass sie kommt."

Nun ja, wir haben sie nicht eingeladen. Schließlich ist es ihr Geburtstag und sie muss die Leute einladen, mit denen sie einen tollen Tag verbringen möchte.

Natürlich wurde ich in der Nachbarschaft darauf angesprochen, aber damit kann ich leben.

LG

Beitrag von miss-bennett 27.04.11 - 15:44 Uhr

Hi!

Dein Beispiel gefällt mir. Wenn das Kind so etwas sagt und mit dem anderen Kind nur spielt, weil es in der Nachbarschaft wohnt, würde ich es genauso tun.

In diesem Fall mögen sich die Jungs, hier ging es nur darum, dass der nicht-eingeladene Junge ein Legoprodukt eher hatte und der andere darum neidisch war und so kam es zum Streit #klatsch

Beitrag von anarchie 27.04.11 - 12:42 Uhr

Hallo!

meine kinder entscheiden alleine, wen sie einladen und wen nicht.
Und mit 9 jahren sowieso.
Mit 4 oder 5 hätte ich vielleicht nochmal das gespräche gesucht..


Ausserdem würden meine großen wohl kaum zu einem Geburstag wollen, wenn sie mit dem Geburtstagskind total verstritten sind - was sollen sie denn da?

lg

melanie mit 4 kids

Beitrag von miss-bennett 27.04.11 - 15:46 Uhr

Hi!

Sie waren nicht total zerstritten, da ging es wirklich um etwas "Blödes" (neid wegen einer Legopackung). Am nächsten Tag liefen sie wieder zusammen zu Schule

Sonst finde ich es auch so wie Du!

LG

Beitrag von mama2012 27.04.11 - 13:24 Uhr

hallo,

ich würde sicher auch hinterfragen warum eine eigentlich gute freundin/freund nicht eingeladen werden soll aber ich würde es auch akzeptieren und mich raushalten. es ist der geburtstag meiner tochter und sie darf entscheiden wen sie einladen möchte und wen nicht. dabei ist es mir auch egal ob unsere tochter zuvor auf dem ein oder anderen geburtstag war oder nicht. es gibt schließlich keine verpflichtung -ich war da eingeladen also muß ich dich auch wieder einladen-

grüße
mama2012

Beitrag von sarahg0709 27.04.11 - 13:41 Uhr

Hallo,

die beiden müssen das unter sich ausmachen.


LG

Beitrag von juniorette 27.04.11 - 16:18 Uhr

Hallo,

ich würde mein Kind wohl fragen, warum es XY nicht eingeladen hat, und auf die möglichen Konsequenzen hinweisen, mehr aber auch nicht, es ist sein Geburtstag.

Wenn der Streit nur einen Tag angehalten hat und die beiden Kinder einen Tag später wieder zusammen friedfertig zur Schule gegangen sind, hätte man XY ja noch nachträglich einladen können #gruebel

LG,
J.

Beitrag von luka22 27.04.11 - 19:20 Uhr

Ich würde meinen Sohn auf jeden Fall fragen, ob der Streit so schlimm gewesen ist und ihn fragen, wie er sich im umgekehrten Fall fühlen würde. Wenn er sich nach so einem Gespräch immer noch gegen das einladen aussprechen würde, würde ich ihn lassen und ihm nichts aufzwängen. Aber ein Gespräch über die Gefühle des anderen wäre angebracht.

Grüße
Luka