Stillproblem Dringend

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von himmelblau85 27.04.11 - 08:54 Uhr

Meine Kleine ist morgen 11 Wochen alt. Sie will ständig an meine Brust und überfrisst sich. Wenn ich sie nicht an die Brust lasse, schreit sie stellenweise bis zu einer Stunde und ich bekomme sie nicht ruhig. Ich darf sie dann auch nicht liegend im Arm halten weil sie dann versucht die Brust durch mein Shirt zu bekommen. Sie wird dann immer aggressiver, fängt an mich zu Kratzen, Haut gegen meine Brust und schlabbert mein Shirt an. Ich gebe oft nach, weils mir auch im Herzen weh tut sie schreien zu sehen. Das Problem an der Sache ist das sie ständig spucken muss weil sie zuviel isst und mit Koliken hat sie auch zu kämpfen. Wegen den Koliken haben wir nachher wieder einen Termin beim Arzt, der guckt nach ob was eingeklemmt ist.

Ich bin ratlos. Auf der einen Seite weiß ich ihr tut das nuckeln an der Brust nicht gut auf der anderen Seite kann ich sie ihr aber bei dem verhalten nicht verweigern, weils mir das Herz bricht wenn sie mich so flehend mit ihren Augen anschaut =( Das nuckeln hilft ihr immer kurzzeitig beim Pupsen usw. gibt ihr also linderung. Leider benutzt sie ihre Hände noch nicht so recht zum nuckeln und einen Schnuller verweigert sie. Haben es oft mitm Schnuller versucht, aber dadurch wird sie noch aggressiver und schreit immer mehr. Sie fühlt sich davon wohl veräppelt.

Was soll ich tun? Sie weiter nuckeln lassen trotz spucken im anschluss oder es verweigern? Brauche dringend einen rat =(

Danke fürs durchlesen.

Beitrag von himmelblau85 27.04.11 - 08:58 Uhr

Meine Tochter kam 2 Wochen früher, falls das bezüglich Wachstumsschub usw. wichtig ist.

Beitrag von simplejenny 27.04.11 - 09:13 Uhr

ob es dir hilft weiß ich nicht, aber meine Tochter hat damals nur die ganz kleinen Schnuller von Mam genommen. Soll wohl bei Stillkindern nicht selten sein, dass sie diese abgeschrägten Schnullis nicht nehmen. Aber wie gesagt, ob dir das wirklich was hilft weiß ich nicht.

Liebe Grüße
Jenny

Beitrag von himmelblau85 27.04.11 - 09:17 Uhr

Ich kann mich leider mit Schnullern tot werfen =( Wir haben Mam, Avent und Nuk und auch da unterschiedliche. Flasche (Muttermilch) z.B. nimmt meine kleine, wenn mein Freund mal auf sie aufpasst. Im Krankenhaus hat sie damals einen Schnuller genommen, aber seit sie mit meiner Brust klar kommt und den dreh raus hat nimmt sie leider keine einzige Sorte. So bald sie merk da kommt nichts raus oder es schmeckt nicht nach Mama spuckt sie sie aus und weigert sich richtig einen zu nehmen. Festhalten und nichts hilft. Glaube an den Schnuller werde ich sie auch in Zukunft nicht bekommen.

Beitrag von maerzschnecke 27.04.11 - 09:18 Uhr


Bei 11 Wochen könnte schon der 12-Wochen-Schub sein.

Wenn sie viel spuckt und das bei jedem Stillen, dann könnte ein Reflux vorliegen. Dann wäre es GERADE wichtig, sie lieber öfter anzulegen, so dass sie dann kleinere Mengen trinkt.



Viel wahrscheinlicher ist aber, dass Deine Kleine einfach Hunger hat. Und wenn ich Deinen Text lese, dann stellen sich mir echt die Nackenhaare auf :-(.

Generell IMMER: wenn das Kind nach der Brust verlangt, dann lass es dran. Es ist kein Wunder, dass sie anfängt zu schlagen und zu kratzen, wenn Du ihr dringendes Bedürfnis (wahrscheinlich Hunger) nicht erfüllst. Ich frage mich, wie Du sie bis zu einer Stunde schreien lassen kannst, wenn sie doch an die Brust will. Abgesehen davon, dass Du Dein Kind mit diesem Verhalten quälst: wo hast Du diese Nerven her, Dein Kind solange schreien zu lassen?

Wenn Du sie so lange warten lässt, bis sie Nahrung bekommt, trinkt sich zu hastig, dabei verschluckt sie viel Luft und das macht Blähungen. Außerdem kann es auch sein, dass soviel Luft im Bauch eben Druck im Magen macht und die Hälfte postwendend den Ausgang nach oben sucht. Du kreierst Euer Problem wohl eher selbst.

Wenn Du ihr statt Nahrung den Schnuller anbietest, ist doch klar, dass sie sich veräppelt fühlt. Wenn Du Hunger hast und Dir gibt jemand einen Schnuller, damit Du mal eine Stunde überbrücken kannst, würdest Du demjenigen wahrscheinlich auch den Vogel zeigen, oder?

Dass das Nuckeln beim Pupsen hilft ist auch ganz normal. In dem Moment, wo die Kleinen durch das Saugen im Mund stimuliert werden, macht das ganze Verdauungssystem auf. Unabhängig davon kannst Du doch ganz viele andere Maßnahmen ergreifen, um die Luft aus dem Bauch zu bekommen. Kümmelzäpfchen, Windsalbe, 'Babygymnastik' wie mit den Beinchen Fahrradfahren oder die Beinchen sanft an den Bauch drücken (ich küsse ihr dabei immer die Fußsohlen, dann denkt sie, ich spiele mit ihr), bäuchlings über Deinen Oberschenkel legen, Bigaia-Tropfen zur Reifung der Verdauung, Du selbst kannst Stilltee trinken oder Kümmel essen usw. usf.

Beitrag von himmelblau85 27.04.11 - 13:54 Uhr

Also ich finde Ihren Beitrag sehr angreifend. Zudem denke ich haben Sie sich den Text nicht richtig durchgelesen. Ich denke wenn hier jemand auf der suche nach einem Rat ist ist es ziemlich frech direkt angreifend zu werden.

Wo steht in meinem Text das ich das bei meiner Tochter immer mit der Stunde gemacht habe? Nirgends.

Wo steht das sie HUNGER hat? Nirgends. Da steht eindeutig nuckeln. Ich würde meiner Tochter NIE meine Brust verweigern wenn sie hunger hat.

Zudem sagte mir damals meine Hebamme das mit dem Nuckeln. Sie sagte ich verstärke dadurch ihre schmerzen und daraufhin habe ich das nun vor kurzem getestet um meine Tochter von den Schmerzen zu BEFREIEN.

Ich finde es unerhört das Sie mich hier halbwegs als Rabenmutter hinstellen. Zumindest kam es bei mir so an und ich musste vorhin ziemlich schlucken und hatte Tränen in den Augen als ich den angreifenden Text Ihrerseits las.

Ich spare es mir ab sofort hier irgendwas zu Fragen, weil anscheinend bekommt man hier wirklich ständig angreifende Antworten.

Beitrag von maerzschnecke 27.04.11 - 15:10 Uhr

Das soll keineswegs eine angreifende Antwort sein. Ich habe den Text sehr wohl aufmerksam gelesen und was ich lese ist: das Kind ist unzufrieden und will an die Brust. Und es spuckt sehr viel. Das Spucken kann ein Hinweis auf Reflux sein und dann ist es umso wichtiger, dass das Kind öfter an die Brust kommt und kleinere Portionen trinkt. Rauszögern mit Schnuller oder mit Weinen lassen ist da keine Lösung.

Stillen ist zudem viel mehr als reine Hungerbefriedigung - das muss man als stillende Mutter erstmal begreifen. Die Kleinen haben ein Saugbedürfnis von Natur aus. Wenn das Kind keinen Schnuller akzeptiert, dann muss es an die Brust, sonst ist es unzufrieden und quengelt. Irgendwann entdeckt es die eigenen Hände und nuckelt daran. Aber solange ist nunmal die Brust wichtig.

Nicht jeder Ratschlag einer Hebamme ist richtig. Da gibt es genügend Frauen hier, die diese Erfahrungen machen mussten. Im übrigen habe ich von einer Osteopathin auch den Tipp bekommen, die Stillabstände zu vergrößern, weil ich mit kleineren Stillabständen die Blähungen meiner Tochter verstärken würde. Dem war nicht so und meine Süße hat in dieser einen Woche, wo ich das probierte, sehr gelitten (und ich ebenfalls). UND: sie hat zu wenig getrunken und abgenommen. Man verläßt sich sehr schnell auf den Rat ausgebildeter Fachkräfte und gerät damit in höchste Not.

Also bitte auch die Antworten Ernst nehmen, die man als angreifend betrachtet. Da stecken sehr viele eigene Erfahrungen drin. Ich habe auch nirgends geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass der Beitrag von einer Rabenmutter geschrieben wurde. Eine Rabenmutter würde sich keine Hilfe suchen, der wäre der Zustand des Kindes egal.

Frieden?#winke

Beitrag von himmelblau85 27.04.11 - 15:24 Uhr

Ok, ich akzeptiere es dann mal das es nicht angreifend war.

Es ist nun mal so das Fiona ein sehr schwieriges Kind ist. Sie ist sehr viel am schreien durch ihre schmerzen und ich komme manchmal an meine Grenzen.

Ich habe Fiona nach bedarf gestillt, auch die Tage. Den Test habe ich 1 oder 2 mal gemacht, habe aber wie ich schrieb gesehen das es für sie nicht gut war. An dem Tag an dem ich das Testete war Fiona zuvor bereits 2 mal über 1 Stunde an der Brust und ich hatte während der Pause nur kurze verschnaufzeit.

Die Ärztin hat vorhin Blockaden entdeckt und zudem hatten mein Freund und ich recht das unsere kleine Zähne bekommt. Da haben auch alle zu uns gesagt wir sind bekloppt, einschliesslich seiner Mutter. Sie hat sogar am Freitag gefühlt und meinte ganz altklug nein sie bekommt keine Zähne. Uns wurde nun aber vorhin bestätigt das sie welche bekommt.

Das der Rat der Hebamme mist sein könnte war mir klar, nur ich wollte einfach alles ausprobieren damit sich meine kleine nicht qüalt. Die Eltern meines Freundes haben mich am Wochenende noch zusätzlich verrückt gemacht mit ihren ganzen Tips -.-

Ist halt mit dem ersten Kind alles nicht so einfach und ich will ja nur das beste für sie.

Frieden ;-)

Beitrag von maerzschnecke 27.04.11 - 15:41 Uhr

Na, siehst Du. Den Gang zu einem Osteopathen wg. Blockaden oder Verspannungen hätte ich als nächstes gegeben. Ich war ja mit Emilia auch bei einer.

Formuliere es Dir und Deiner Fiona zuliebe mal anders: sie ist nicht schwierig - SIE HAT ES SCHWER. Das hat es mir ein wenig leichter gemacht, denn Deine Fiona kann nichts dafür, dass es so ist #liebdrueck. Bei uns waren es die 8.-9. Woche, wo es happig wurde und da bin ich eben zur Osteopathin.

Bei uns sind's keine Blockaden oder Verspannungen, sondern einfach ein sehr empfindliches vegetatives Nervensystem. Daran hat die Osteopathin gearbeitet und es ist ein wenig besser geworden. Bis auf den Tipp mit dem Stillabstände vergrößern war der Besuch bei der Osteopathin ein guter Ansatz und durchaus hilfreich.

Und noch ein Tipp: bei 'unseren' Eltern ist die letzte Geburt meist eine Weile her. Da kommen teils ganz tolle Ansichten und Ratschläge, die sich mit heutigen Erkenntnissen nicht mehr vertreten lassen. Ganz vorne dabei: man muss ein Kind auch mal schreien lassen #klatsch. Oder: wenn es draußen heiß ist, musst Du etwas Wasser zu trinken geben usw. Am besten nicht zuviel bei den Eltern erzählen, dann kommen auch nicht so viele gute gemeinte Ratschläge und lieber eigene Erfahrungen sammeln.



Beitrag von lagefrau78 27.04.11 - 09:33 Uhr

Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an.
Es gibt einfach Kinder, die viel spucken, das liegt aber nicht daran, dass sie sich überfressen. Das geht beim Stillen gar nicht. Lass Dir das nochmal genau vom Kinderarzt oder von der Hebamme auseinandersetzen.

Und bitte quäl Dein Kind nicht dadurch, dass Du ihm die Brust verweigerst und sie schreien lässt! Wahrscheinlich ist sie wirklich hungrig, weil die Milch immer direkt wieder raus kommt. Klar, dass sie 'aggressiv' wird.

Still sie nach Bedarf - sie weiß selbst am besten, wieviel Mumi sie braucht.

Viele Grüße!