Charlottenhaus in Stuttgart oder Klinikum LB?

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von chayenne81 27.04.11 - 09:43 Uhr

Hallo zusammen,

hat jemand von euch Erfahrungen zwecks Entbindung im Charlottenhaus in Stuttgart bzw. im Klinikum Ludwigsburg? Mein FA ist Belegarzt im Charlottenhaus, daher tendiere ich eher dazu. Allerdings kann man dort erst ab der 36. SSW entbinden mangels Kinderstation. Alternative wäre das Klinikum in LB. Was meint ihr?

Viele Grüße
Sarah + Bauchzwerg #verliebt (19+3)

Beitrag von wemauchimmer 27.04.11 - 17:17 Uhr

Hallo Sarah,
unsere 3 Kinder sind im Charlottenhaus zur Welt gekommen und wir finden es total klasse. Allerdings kann ich zu Ludwigsburg nichts sagen und diese beiden Kliniken sind ja nun nicht gerade benachbart.
Das Problem mit der nicht vorhandenen Kinderstation haben alle Geburtskliniken in Stuttgart, denn da sind nun mal Kindergeschichten im Olgäle zentralisiert und das macht keine Geburten. Wenn man meint, daß es darauf ankommt, muß man alle Stuttgarter Kliniken ausschließen. Nur ist das ja nun sehr, sehr selten, daß ein Neugeborenes auf die Kinderstation muß. Und auch eine Geburt vor der 36. SSW ist ja nichts Erstrebenswertes und nichts Übliches. Hast Du denn da irgendwelche Indikationen für?

Wenn Du ins Charlottenhaus gehst, begibst Du Dich halt in die Hände eines extrem erfahrenen Geburtsarztes. Du verbringst die womöglich elend lange Zeit, bis es richtig losgeht, in einer sehr schönen Umgebung und die Zeit nach der Geburt in einem kleinen, quasi familiären Betrieb, der zudem eine fast reine Geburtsklinik ist, so daß Dir der Anblick "sonstiger" Kranker erspart bleibt.
In einer anderen Klinik - wie gesagt, kenne nun LB nicht direkt - wirst Du halt tendenziell ein Heer von Assistenzärzten vorfinden, die den Betrieb schmeißen, die wenig Erfahrung und wenig Entscheidungsspielraum haben und im Zweifel wesentlich schneller einen NKS anordnen (müssen). Darauf wäre es bei unserer Erstgeborenen in so einem Haus wohl wahrscheinlich rausgelaufen.

Bedenke auch, sollte das Baby tatsächlich in die Kinderstation müssen, ist der Kindernotarztwagen in 5 Minuten zur Stelle. Und umgekehrt heisst es auch in einem Krankenhaus mit angeschlossener Kinderstation, daß Du Dein Baby dann NICHT bei Dir hast, denn Du bist dann nunmal auf der Wochenstation und nicht auf der Säuglingsintensivstation. Natürlich ist dann der Aufwand für Besuche während des Wochenbetts etwas geringer, aber wegen der paar Tage und diesem doch recht unwahrscheinlichen Fall würde ich an Deiner Stelle nicht LB grundsätzlich vorziehen...
LG und alles Gute!

Beitrag von chayenne81 27.04.11 - 21:12 Uhr

Vielen vielen lieben Dank für deinen so ausführlichen Beitrag!!!! #danke

Mein Eindruck vor Ort war auch super und bislang habe ich auch eine komplikationslos verlaufende Schwangerschaft, hoffe also dass es auch so bleibt! Nur erzählen mir eben immer alle "niemals in eine Klinik ohne Kinderstation" etc., das hat mich etwas verunsichert. Ich wohne in Bietigheim, daher wäre LB die nächste Klinik für mich mit Kinderstation, nur ist das eben tatsächlich eine Art Massenabfertigung, da dort schon allein alle Risikoschwangerschaften entbinden wegen der Säuglingsintensivstation.


Mein FA ist eben Belegarzt im Charlottenhaus und er hat auch eine Beleghebamme (Frau Olfermann). Nur leider hat sie genau zu unserem Entbindungstermin Urlaub. Wie hieß denn deine Hebamme dort und stimmt es, dass sie die ganze Zeit dabei bleibt und es keinen Schichtwechsel gibt? Warst du in einem Familienzimmer? Würdest du sonst noch etwas beachten/empfehlen?

Viele Grüße!
Sarah + Bauchzwerg (19+3) #verliebt

Beitrag von wemauchimmer 27.04.11 - 22:44 Uhr

Also, bei den ersten beiden Geburten, 2006/7,gab es noch keine Beleghebammen, nur Belegärzte, und es gab auch wesentlich weniger Geburten als heute, nach der Renovierung. So war nur die letzte Geburt mit einer Beleghebamme, und ja,die bleibt dann die g anze Zeit dabei. Uns gings halt um dem Arzt und wir haben dann sozusagen eine Hebamme dazu ausgesucht (Frau Bartl). Die ist halt sehr erfahren, machte aber so ein bisschen den Eindruck: "Na, schon wieder ´ne Geburt...". All die anderen kennen wir nicht, da praktisch alle früheren festen Hebammen nicht mehr dort arbeiten bzw. jedenfalls nicht die, die wir kannten.
Wobei das nun früher auch nicht so schlimm war, da gabs dann jeweils einen Schichtwechsel direkt nach der Aufnahme, da ist es ja noch egal. Aber das war Glückssache.
Familienzimmer: Hatten wir beim 1. Kind mal, ansonsten würd ich auf alle Fälle mindestens ein Einzelzimmer nehmen, denn wenn Dir eine Geburt in den Knochen steckt kannst Du nicht noch ein fremdes Schreibaby im Zimmer oder fremde Besuchermassen gebrauchen, und all das kann Dir blühen. Das Charlottenhaus hat jetzt soviele Geburten, daß Du kaum noch auf ein Einzelzimmer spekulieren kannst, wenn Du es nicht explizit buchst (das hatte früher noch geklappt...).
LG