Hört das irgendwann auf?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von hanni123 27.04.11 - 10:00 Uhr

Huhu,

mein Sohn (4,5) hat recht früh angefangen zu sprechen und seitdem nicht mehr damit aufgehört. ;-) Er spricht den ganzen Tag, führt Selbstgespräche, kommentiert seine Handlungen, erfindet/erzählt Geschichten, macht Flug-/Kampfgeräusche. Vor allem letzteres macht mich oft wirklich WAHNSINNIG. Wenn ich ihn etwas frage (ihn also unterbreche), antwortet er mir nur kurz und knapp sowas wie "Jaja…" und redet dann sofort da weiter, wo er stehen geblieben ist.
Ich habe so langsam Bedenken, weil ich das von anderen Kindern nicht so krass kenne. Auf der anderen Seite habe ich neulich irgendwo gelesen, dass solche "Selbstgespräche" nicht unüblich sind bzw auch sinnvoll für die kognitiven Entwicklung. In der Regel würde das ab ca. 5 Jahren aufhören und sich in die Gedankenwelt verlagern.
Meine Frage: Gibt es hier noch solche "Quasselstrippen"? Könnt ihr bestätigen, dass das irgendwann aufhört oder wenigstens weniger wird? Er redet wirklich ohne Unterlass, ausser abends im Bett, wenn er ein Hörspiel hört oder fernsieht, oder wenn er wirklich sehr konzentriert an etwas arbeitet, z. B. mit Fischertechnik baut.

LG

Hanna

Beitrag von tweety74 27.04.11 - 10:36 Uhr

So einen Jungen hab ich in meiner Gruppe :-). Ich kenne ihn seit 2,5 Jahren und es ist NICHT weniger geworden ;-) mit dem quasseln. Das kann anstrengend sein, aber das ist wohl nicht zu ändern. Finde es immer interessant, was in dem kleinen Köpfchen schon so vorgeht.

LG Tweety

Beitrag von hanni123 27.04.11 - 12:38 Uhr

Huhu,

danke für Deine Antwort. Wie gehst Du denn als Erzieherin damit um, findest Du das irgendwie bedenklich im Hinblick auf später (z. B. Schule), oder hattest Du das schon öfter?

LG

Hanna

Beitrag von tweety74 27.04.11 - 18:01 Uhr

Der Junge ist wirklich eine Ausnahme in meinem Berufsalltag ;-).
Habe schon so meine Bedenken, daß er in der Schule später oft getadelt wird. Aber Du kannst dem Kind ja auch nicht den Mund verbieten #nanana.
Ich denke die Kinder werden´s selber lernen.
Spätestens in der Pubertät werden sie sprechfaul ;-).

Beitrag von cori0815 27.04.11 - 10:47 Uhr

hi Hanna!

Mein Sohn ist neuerdings auch so eine kleine Quasselstrippe und kommentiert sein komplettes Spiel, wenn er allein spielt. Oder er vertont die Playmobilmännchen oder er quatscht bestenfalls mit seiner Schwester. Und ich finde es manchmal auch nervig, gebe ich zu. Aber andererseits finde ich es manchmal echt spannend zu hören, was so in seinem kleinen Kopf vorgeht. Manchmal staune ich, welche Verbindungen er dann so im Selbstgespräch herstellt, also bin ich einfach leise und beschäftige mich und lausche dabei ;-)

Erzähl mal, welche Sachen von Fischertechnik sind in dem Alter denn schon sinnvoll? Ich dachte, das geht erst viel später los.

LG
cori

Beitrag von hanni123 27.04.11 - 12:45 Uhr

Huhu,

bei meinem Sohn ist das Reden an sich quasi das Spiel, habe ich oft den Eindruck.

Mein Sohn hat vor einem Jahr den Fischertechnikkasten von meinen Neffen (sind 8 und 10 jahre alt) in die Finger bekommen und war davon nicht mehr wegzukriegen. Wir haben ihm dann zu Weihnachten einen Universal-Baukasten geschenkt, mit dem man ganz viele verschiedene Maschinen und Fahrzeuge bauen kann. Natürlich kann er die Modelle noch nicht nach Anleitung zusammenbauen, aber er spielt damit interessanterweise lieber als mit Lego. Was er damit macht ist sozusagen "Freies Konstruieren", aber es sind schon erkennbare Fahrzeuge und Fluggeräte dabei rausgekommen. Ich glaube, er mag es lieber, weil es besser zusammenhält als Lego. Er spielt damit wirklich regelmässig.

LG

Hanna

Beitrag von pinklady666 27.04.11 - 11:22 Uhr

Hallo

Oh ja, ich hab auch so ne kleine Quasselstrippe. Die redet sogar im Schlaf!
Marie hat auch sehr früh begonnen und bis heute ist kein Ende in Sicht.
Im Gegenteil, unterbricht man sie, haut sie einem "Mensch Mama, jetzt lass mich doch mal ausreden!" um die Ohren.
Sie diskutiert auch alles und jeden in Grund und Boden.
Ob das irgendwann mal weniger wird? Keine Ahnung, aber ich wage zu hoffen!

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Felix (ET 22.06.2011)

Beitrag von hanni123 27.04.11 - 12:57 Uhr

Huhu,

da bin ich ja erleichtert, dass es nicht nur bei uns so ist. Dann hoffen wir mal... ;-)

LG

Hanna

Beitrag von ansahe 27.04.11 - 12:07 Uhr

Hallo,

ja, es wird irgendwann weniger :-p Ob es irgendwann aufhört, weiß ich auch nicht, meine Quasselstrippe ist nämlich schon 14 Jahre alt:-p .

Meine Tochter hat auch sehr früh angefangen zu sprechen und hat damals schon ihre Freunde vollgequasselt, obwohl die ihr noch gar nicht richtig anworten konnten.
Ansonsten hat sie auch wirklich alles kommentiert und Selbstgespräche geführt. Mit der Geburt ihres Bruders wurde es etwas besser, zumindest was die Lautstärke anging, schließlich musste ihr Bruder ja schlafen.
Nochmal besser wurde es, als ihr Bruder mit ca. 2 1/2 Jahren auch das Dauerreden für sich entdeckt hat.

Ich denke, es war ungefähr um die Einschulung rum, dass sie alleine in ihrem Zimmer noch gerne Selbstgespräche geführt hat, es ansonsten aber weitgehend gelassen hat. Bis auf, dass sie sich an jedem Gespräch beteiligen muss und gerne erzählt.
Jetzt mit 14 Jahren wünschte ich mir manchmal, mehr "vollgequasselt" zu werden, leider werden Jugendliche ja etwas verschlossener. In ihrem Zimmer allerdings, macht sie nach wie vor Selbstgespräche. So manches mal, dachte ich, sie telefoniert...war dann aber nur ein Gespräch mit sich selbst ;-)

LG, anja

Beitrag von hanni123 27.04.11 - 12:59 Uhr

Na, bin ich ja gespannt, ob sich das bei meinem Sohn auch mit der Einschulung etwas gibt. Ich hoffe es!

LG

Hanna

Beitrag von ooojuleooo 27.04.11 - 12:13 Uhr

Hallo...

Mein Zwerg (3,5) ist auch so ne Quatschbacke... Denn ganzen Tag ist er am labern. Und wenn er mir nicht die Ohren vollquatscht, führt er Selbstgespräche oder singt und singt und singt und singt... Nur wenn er vom Kindergarten heim kommt und ein bisschen fernsehn darf ist mal Ruhe. Selbst beim vorlesen kann er nicht ruhig zuhören. Er muss immer dazwischen reden.

Aber wenn er mal nicht redet mach ich mir gleich Sorgen ob alles ok ist. Man gewöhnt sich wohl an alles...#verliebt

Beitrag von hanni123 27.04.11 - 13:00 Uhr

Hihi, Du hast Recht, mein Sohn war im Winter 3 Tage lang krank, da hat er den ganzen Tag nicht gesprochen. Das war wirklich aussergewöhnlich und daran habe ich erkannt, dass es ihm wirklich sehr schlecht gehen muss...

LG

hanna

Beitrag von nudelmaus27 27.04.11 - 13:02 Uhr

Hallo!

Meine große Tochter (bald 5) plappert auch ohne Punkt und Komma und manchmal nervt es mich so gewaltig :-[. Auch fällt sie einem ständig ins Wort obwohl ich dann schimpfe. Es ist wirklich so, sie wacht auf redet, redet, redet und selbst abends wenn sie schon ins Bett gebracht ist redet sie weiter mit ihren Plüschtieren #bla#bla.
Neulich kam sie raus und meinte sie könne garnicht schlafen, da sagte mein Mann sie soll Schafe zählen und sie meinte ja sie zähle schon aber immer nur bis fünf und beim sechsten würde sie durcheinander kommen :-[:-[, echt sie macht uns fertig... !

Aber nunja unsere Kleine (bald 1) fängt nun auch schon so an und ich glaube das ist alles völlig okay.

Ich denke immer lieber so als wenn ein Kind den ganzen Tag schweigend in der Ecke sitzt.

LG, Nudelmaus

Beitrag von hanni123 27.04.11 - 13:24 Uhr

#rofl das mit den Schafen, sehr nett!

Was erzählt sie denn den ganzen lieben langen Tag so?

Wenn sich mein Sohn mit mir unterhalten würde, würde ich ja nix sagen, aber er erzählt meistens irgendwelche Geschichten vor sich hin und möchte mit mir gar keine Unterhaltung führen... *seufz*

LG

Hanna

Beitrag von nudelmaus27 27.04.11 - 13:36 Uhr

Sie erzählt alles Mögliche z. B.:

> das die Frau Schröder (unsere Nachbarin) keine Zähne mehr hat
> das unsere kleine Tochter ihr Lego verschluckt hätte, was natürlich nicht stimmt aber mich in Panik versetzt
> sie petzt andauernd was das Zeug hält :-[
> sie flucht vor sich hin von wegen "du blödes Auto, wieso fährst du denn nicht"
> sie sieht andauern irgendwo irgendwas, irgendwen und muss das natürlich sofort ausführlich erzählen

Es nimmt einfach kein Ende. Letztes WE im Auto mein Mann fuhr schnell bergab, sie meinte: "wenn Papa so rast schwingt meine Pullerina" :-D:-D interessant ;-). Und vor Ostern, wir gingen ganz normal spazieren, da brüllt sie auf einmal Mama da Mama guck, ich bald tot umgefallen vor Schreck und frage sie was denn da sei, sie: "Ostereier" :-[

Manchmal denke ich, den Mund von ihr kann man bloß zutackern :-p.

Beitrag von zahnweh 27.04.11 - 15:50 Uhr

#winke

Hallo,

eine ähnliche Frage wollte ich auch schon stellen.

Meine erzählt vom Aufstehen bis zum Schlafen gehen und wenn sie nachts mal wach wird ebenfalls.

Selbstgespräche wären toll. Dann müsste ich mal nicht antworten!

Sie redet schon viel mit ihren Puppen, erzählt ihnen alles. Oder mit ihren Freunden aus dem Kindergarten (die sie sich im Geiste zu sich zu Besuch holt).

Aber zu 90% bin ich Ansprechpartner Nr. 1. Ist schön, dass sie so viel erlebt und verbal verarbeitet, aber auch anstrengend. Die meisten Fragen stellt sie, wenn ich gerade Zähne putze oder auf Toilette sitze.
Zukunftsgedanken (Abläufe in diesem Jahr) macht sie sich beim/statt Essen oder mitten in der Nacht, wenn sie aufwacht. Schläft dann weiter, erzählt erst mal eine halbe Stunde.

Selbst wenn wir Gesellschaftsspiele spielen, diskutiert sie bis zu 10 Minuten über die Farben, welche Figuren wann wohin ziehen dürfen, was man dafür würfeln muss, bis sie ihre Figur auf das gewürfelte Farbfeld zieht. Geduldsprobe, die ich nicht immer bestehe #nanana#hicks

Ja, ich kenne es.