Öffentlicher Dienst - Wiedereinstieg nach der Elternzeit

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von magenta17 27.04.11 - 11:10 Uhr

Hallo zusammen!

Hoffe hier sind auch einige Kolleginnen / Kollegen aus dem öffentlichen Dienst vertreten, die mir vielleicht helfen können.

Wie schwierig ist es denn bei Euch nach der Elternzeit mit einer reduzierten Stelle (z.B. 50%) wieder anzufangen und nach einiger Zeit die Stelle noch weiter (z.B. auf 70%) aufzustocken?

Mein Plan wäre nach einem Jahr EZ mit einer 50%-Stelle zu beginnen und sobald das Kind mit 3 Jahren in den Kindergarten kommt auf eine 60 oder 70%-Stelle zu wechseln. Funktioniert das in der Realität denn überhaupt?

Freue mich auf Erfahrungen von Euch!

LG
magenta

Beitrag von diana1101 27.04.11 - 12:53 Uhr

Hi,

ich bin auch im öffentlichen Dienst angestellt im Krankenhaus..

An deiner Stelle würde ich aber auf jeden Fall 2 Jahre Elternzeit nehmen, denn du kannst in dieser Zeit bis zu 30 Stunden/Woche arbeiten, entspricht ja ungefähr einer 75% Stelle.
Ausserdem bist du in der Zeit nicht kündbar, wärst also schön blöd wenn du nur 1 Jahr nimmst.. sorry, wenn ich das so sage!

Ich persönlich arbeite noch nicht wieder, da meine Kleine erst im Sommer einen Kindergartenplatz bekommen hat - sie wird im Mai 2 Jahre alt.

Aber ich weiß das es kein Problem sein wird, eine Teilzeitstelle zu bekommen, da mein AG aber 85 km entfernt ist (einfache Strecke), werde ich mir hier in der Nähe etwas suchen.. und da wird auch viel in Teilzeit angeboten!

LG Diana

Beitrag von magenta17 27.04.11 - 13:23 Uhr

Hallo Diana,

zunächst mal vielen Dank für Deine Antwort!

Das mit den 2 Jahren Elternzeit hab ich mir auch schon mal überlegt, habe aber davon auch schon abgeraten bekommen, da man die drei Jahre Elternzeit auch noch bis zum 8. Lebensjahr des Kindes verteilen kann. Somit hätte man die Zeit "in Reserve" sollte mal etwas sein.

Mit dem Kündigungsschutz hast Du natürlich recht, trifft bei mir aber vermutlich nicht zu, bin Beamtin auf Lebenszeit.

Ui, 85km einfach ist natürlich ne Hausnummer. Ich drück Dir die Daumen, dass Du was gutes in der Nähe findest! :-)

LG
magenta

Beitrag von susannea 27.04.11 - 16:47 Uhr

Da hat dir jemand was falsches geraten, maximal 12 Monate können nach dem 3. Geburtstag genommen werden!

Aah, sehe gerade, da ist das eh alles anders, da musst du ins zuständige Beamten recht gucken, denn das BEEG gilt für Beamten nicht udn das ist dann Ländersache!

Auch mit dem was wie zu reduzieren geht!

Beitrag von maikruemel 27.04.11 - 13:10 Uhr

Hallo,

Das kommt doch drauf an, was der Stellenplan vorsieht. Ich arbeite z.B. im Moment 32 Std/Woche also ca. 85 %.
Meine Stelle wird aber im Stellenplan immer noch als ganze, 100 % geführt.
So dürfte das Aufstocken (mit einer gewissen Aufgabenumverteilung hier im Amt) in ca. 3 Jahren (wenn meine Tochter in die 3. Klasse kommt) kein Problem sein.

LG
Maikruemel

Beitrag von magenta17 27.04.11 - 13:26 Uhr

Darf ich mal blöd fragen? Wer macht denn dann momentan deine fehlenden 15%?
Das ist hier bei uns nämlich gerade Thema. Mein derzeitiger Amtsleiter will natürlich nicht, dass bei einer Reduzierung der Stelle der Rest gestrichen wird. Kollegen könnten das nicht auffangen, da ich eine Beamtenstelle habe und sonst hier nur Angestellte sind....
Ist etwas verzwickt..... möchte nämlich versuchen nach der Elternzeit wieder auf meine alte Stelle zu kommen....

LG
magenta

Beitrag von kajulju 27.04.11 - 13:19 Uhr

hallo, das ist kein Problem - wenn du jetzt eine Vollzeitstelle hast. Dann beantragst du Teilzeit von ... bis ... mit x Stunden, bekommst hierüber eine Nebenabrede und wenn diese ausläuft bantragst du die Teilzeit mit dann mehr Stunden neu. Schwierig ist es nur dann, wenn du eine besondere Spezialistin sein solltest und sie dich Vollzeit brauchen. Das wäre aber eine große Ausnahme. Die meisten Behörden haben es aber schon gerne, wenn du dich zumindest für 1 Jahr festlegst. Manche sind auch lockerer. Ich paß das meinen Leuten hier auch vierteljährlich an. Paß nur auf, dass du nur befristet reduzierst. Sonst ist deine Vollzeitstelle weg. Und man weiß ja nie, was kommt.
Liebe Grüße,
Kathi

Beitrag von magenta17 27.04.11 - 13:29 Uhr

Hallo Kathi,

danke für den Hinweis bezüglich der befristeten Reduzierung, das werd ich mir merken. :-D

Wenn sich das Stundendeputat sogar vierteljährlich verändern kann, muss man dann auch immer die Stelle wechseln? Kann mir das gar nicht vorstellen. #kratz

LG
magenta

Beitrag von kajulju 28.04.11 - 09:00 Uhr

Bei uns nicht. Hier ist es so, dass ich zwar Teilzeit mache aber die geliche Arbeit schaffen muss wie vorher ....
LG

Beitrag von becca78 27.04.11 - 15:41 Uhr

Hallo!

Hab heute mit meiner zuständigen SB "am Amt" über das Thema gesprochen:

Bei uns ist es so, dass Stellen unter 50 % nach der Elternzeit ungern oder gar nicht realisiert werden können.

Würde ich jedoch innerhalb meiner EZ Teilzeitarbeit beantragen, hätte ich wohl ein Recht darauf zwischen 15 und 30 Stunden zu arbeiten. Dies wäre dann halt befristet, solange ich in EZ bin. Danach würde neu entschieden.

LG,
Becca

Beitrag von brianna123 27.04.11 - 18:15 Uhr

Hallo!

Bei uns ist das gar kein Problem und jederzeit machbar! Wir können auch erst nur ein Jahr Elternzeit nehmen und wenn man dann noch zu Hause bleiben möchte, noch weitere Jahre dran hängen.

Ich arbeite derzeit 50 %. Meine Kollegin wollte auf 60 % hoch und null problemo!

Bin echt froh, so einen kinderfreundlichen Job zu haben!

LG

Sabrina

Beitrag von steferl1979 28.04.11 - 08:14 Uhr

Hallo,

wir sind beide Beamte und arbeiten beide in Teilzeit (seit August 2010).

Mein Wiedereinstieg nach einem Jahr lief problemlos. Ich bin erst für 3 Monate auf Vollzeit eingestiegen, da mein Mann Elternzeit hatte. Danach habe ich auf 96% reduziert. Das hört sich jetzt doof an, war aber die einzige Möglichkeit um meinen Sohn an einem Tag nachmittags abzuholen. Homeoffice an einem Tag wurde bei mir leider abgelehnt. Morgens in die Krippe bringen wir unseren Kleinen abwechselnd. Abholen tut meist mein Mann.

Mein Mann arbeitet im Moment 85% und davon einen Tag im Homeoffice von zu Hause (das geht bei lieben Behördenleitern auch bei Beamten).

Unser Teilzeitanträge laufen immer für 1 Jahr. Mein Mann muss mit 3 Monate und ich mit 6 Monate Vorlaufzeit eine evtl. Verlängerung beatragen. Nach dem Jahr hat man wieder Anspruch auf Aufstockung (da bei nicht Verlängerung ja auch wieder Vollzeit wäre). Eine Änderung unter dem Jahr in Richtung aufstocken geht meistens nicht - ist bei meinem Mann aus stellenpolitischen Gründen gerade abgelehnt worden.

Stellen unter 50% sind bei uns absolut ungern gesehen.


LG

Steffi

Beitrag von magenta17 28.04.11 - 11:09 Uhr

Dank Dir Steffi! Das klingt durchaus interessant was Du da schreibst.
Darf ich fragen ob Du nach dem Wiedereinstieg wieder auf Deine alte Stelle gekommen bist?

LG
magenta