Golden Retriever vs Irish Setter

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von geli0178 27.04.11 - 12:18 Uhr

Hallo,

wir überlegen uns im nächsten Jahr einen Hund zuzulegen und überlegen welche Rasse es sein soll. Mein Göga möchten einen Hund und keine dritte Katze haben. Davon haben wir zwei die als Freigänger leben müssen da mein Göga auf Katzenhaare reagiert. Die Allergiefrage wird bei uns allen dieses Jahr noch geklärt, und sollte da einer von uns reagieren wird kein Tier gekauft.
Es sollte eine robuste und nicht überzüchtete Rasse sein, die aber durchaus kindertauglich ist. Uns gefallen derzeit og Rassen, der Komfortländer ist meinem Göga zu klein ;-). Unser Nachwuchs wird dann mindestens sieben und fünf Jahre alt sein. Da ich derzeit noch zu Hause bin bzw nur in Teilzeit arbeiten gehen werde wird der Hund nicht allzulange alleine bleiben. Wir wohnen ländlich mit dem Wald fast vor der Haustür.
Welche Höhe muss der Zaun haben und wie sehr hält eine Hecke den Hund ab? Unsere Heimbuchenhecke ist sehr dicht und 1,5m hoch. Unsere Nachbarn haben eine Hündin die mind. vier Jahre alt ist. Empfiehlt sich in dem Falle eher ein Rüde oder eine Hündin? Derzeit tendieren wir eher zu einem Rüden, da wir das Thema Läufigkeit (bluten bei der Hündin) gerne umgehen möchten. Außerdem haben wir einen Rüden in der weit (der Hund wohnt ca.500m Luftlinie) entfernten Nachbarschaft (kleine Rasse) der permanent bei Nachbarshündin ein und aus ging und die Hündin nicht mehr im Garten alleine gelassen werden konnte. Nachwuchs wollen wir aber definitiv nicht.

Danke Geli

Beitrag von pechawa 27.04.11 - 12:47 Uhr

Hallo,

du hast dir 2 wunderschöne Rassen zur Auswahl gestellt und da beide Rassen vom Wesen her ähnlich sind (beides sind Jagdhunde, die sehr viel Beschäftigung und Auslastung benötigen), ist es im Prinzip egal, für was ihr euch entscheidet! Irish Setter können "Ausbrecherkönige" sein, da reichen 1,50 m Hecke nicht aus!
Ebenfalls solltest du die Entscheidung für einen Hund auch davon abhängig machen, ob du irgendwann mal wieder Vollzeit arbeiten gehst! Wenn du damit wartest, bis deine Kinder ca. 12 Jahre alt sind, dann ist das kein Problem, es sei denn, sie besuchen eine Ganztagsschule. Ansonsten sollte man einen Hund nicht mehr als 5-6 Stunden alleine lassen.
Ob Rüde oder Hündin ist im Prinzip auch eine Geschmacksfrage, beides hat Vor - und Nachteile, die sich die Waage halten. Die einen Menschen halten lieber Rüden, weil sie einfacher gestrickt und prächtiger anzusehen sind, die anderen halten lieber Hündinnen, weil sie einfacher zu erziehen und mehr kinderlieb sind. Aber natürlich gibt es auch "zickige" Rüden, die kinderlieb sind und Hündinnen, die Kinder nicht mögen.
Ich gebe dir den Tipp, im Falle einer Entscheidung für den Hund, den Züchter hier zu suchen
Golden Retriever
http://www.vdh.de/rassedetails.html?rasse1=Golden+Retriever&rasse2=Golden+Retriever
Irish Setter
http://www.vdh.de/rassedetails.html?rasse1=Irish+Red+Setter&rasse2=Irish+Red+Setter
http://www.vdh.de/rassedetails.html?rasse1=Irish+Red+and+White+Setter&rasse2=Irish+Red+and+White+Setter

Die Kosten für einen Welpen belaufen sich auf ca. 1200,- Euro. Vielleicht sagst du, das ist mir zuviel, aber glaube mir, diese Kosten können sich vervielfachen, wenn du einen Welpen bei einem unseriösen Züchter oder Hundehändler für viel weniger Geld kaufst, der dann aber nur krank ist!

LG Pechawa

Beitrag von geli0178 27.04.11 - 13:33 Uhr

Hallo,

sollte meinen Mann nichts zustoßen in gesundheitlicher Sicht werde ich irgendwann nur Teilzeit arbeiten gehen. Das war für uns bevor wir uns Nachwuchs angeschafft haben klar. Einer von beiden muss zurückstecken. Das das Tier vom Züchter kommt ist uns klar, es sei denn wir haben die Möglichkeit einen jungen Hund zu bekommen, der aus Gründen wie auch immer - ein neues Zuhause sucht. Aus diesem Grund soll es auch eine nicht überzüchtete Rasse sein. Klingt komisch, aber Nachbarn von meinen Eltern hatten einen Schäferhund und dieser musste sooft an den Hinterläufen operiert werden das es ordentlich ins Geld ging. Für diesen Fall werden wir uns Gedanken machen ob eine Tierkrankenversicherung sinnvoll ist, zur Abdeckung der Kosten von teuren Operationen.

VG Geli

Beitrag von babygirl2010 27.04.11 - 13:29 Uhr

Hi Geli.

Also ich kann dir nur sagen, wenn du weiterhin bei Teilzeit arbeiten bleibst, ist ein Hund eine schöne Sache. Willst du aber wieder Vollzeit arbeiten gehen, rate ich euch davon ab.

Man sollte einen Hund nicht den ganzen Tag alleine lassen. Wir konnten unsere Bella nur 2-3 Stunden alleine lassen, alles was länger ging, konnte sie nicht ab. Sie hat dann angefangen sich ihre Beine auf zu beißen etc.! Hatte also nicht`s mit Erziehung zu tun sondern mit Gefühlen. Sie wollte einfach nicht allein sein, weil sie soooo auf Menschen bezogen war (wie die meisten Hunde).

Ich kann dir nur über Golden Retriever berichte, da unsere Bella einer war. #verliebt Nen Irish Setter hatten wir noch nicht.

Unsere Bella war totaaaal verspielt, hätte am liebsten den ganzen Tag nur gespielt und geschmust. :-)
Sie war aber auch sehr anstrengend. Denn Goldis brauchen Beschäftigung. Sie müssen 3-4 x täglich raus und da nicht nur zum Geschäft erledigen sondern richtig große Runden.

Wir sind mit ihr am Morgen ca. eine Stunde raus, haben sie fetzen lassen, mit ihr gespielt. Dann Mittags ca. ne halbe Stunde. Am Nachmittag nochmal ne halbe Stunde und am Abend nochmal 1-2 Stunden. Nur so war sie ausgelastet. Sind wir mit ihr mal nicht so viel und lang raus, hat sie Unsinn gemacht bzw. sich einfach nicht wohl gefühlt.

Die Rasse braucht einfach Auslauf, Beschäftigung und Aufgaben.

Ansonsten war sie vom Wesen her supi. Total verschmust, liebevoll, war NIE aggressiv! Sie hat unsere Kleine leider nur 4 Monate kennen lernen dürfen. Und in diesen 4 Monaten war sie einfach nur lieb zu ihr.

Also ich kann Goldis super empfehlen.

Lg

Beitrag von geli0178 27.04.11 - 13:59 Uhr

Hallo,

ich danke Dir für Deine Antwort. Ich werde wenn es nicht unbedingt notwendig sein muss nur halbtags arbeiten gehen. Derzeit bin ich in Absprache mit meinem Mann zu Hause. Das hatten wir bevor wir Nachwuchs bekamen vereinbart. Beruftlich komme ich aus einer sehr männerdominaten Branchce wo es als Mutter von zwei Kindern nicht leicht ist in Teilzeit arbeiten zu gehen. Vollzeit kommt für mich (uns) nicht in Frage. Dafür haben wir zu viele Jahre auf die zwei gewartet.

VG Geli

Beitrag von windsbraut69 27.04.11 - 19:51 Uhr

Wie kommt Ihr denn auf die beiden Rassen bzw. was habt Ihr mit dem Hund vor?
Ich halte beide Rassen nicht für unbedingt anfängergeignet und sonderlich "pflegeleicht".

LG,

W

Beitrag von babygirl2010 27.04.11 - 20:59 Uhr

Das stimmt, pflegeleicht und so sind sie nicht.

Beitrag von windsbraut69 27.04.11 - 21:18 Uhr

Gerade die Golden Retriever werden ja oft nur der Optik wegen angeschafft und man glaubt, einen Selbstläufer von anspruchslosen Familienhund zu kaufen....
Da haben die Setter noch Glück, nicht so in Mode gekommen zu sein. Unserer wäre definitiv nicht glücklich geworden mit langweiligen Familienspaziergängen und einem Leben in ner Mietwohnung in der Stadt.

LG

Beitrag von geli0178 27.04.11 - 21:31 Uhr

Hallo,

wie wir auf die Rassen kommen? Wir haben uns in unserer Nachbarschaft umgeschaut was dort so lebt und da gibt es auf dem Land so einiges an Auzswahl :-). Angefangen von der Dogge, Boxer, Golden Retriever, Lapradors in allen drei Farben, Yorkis, Schnauer klein und groß, div. Mischlinge, Langhaardackel und einen Pittbulllterrier. Bei uns gibt es fast mehr Hunde als Kinder. Meine Freundin hat einen Schäferhund und die andere wuchs mit einem Irish Setter auf.
Du siehtst wir haben die Auswahl vor der Tür. Mein Göga möchte einen Hund haben der nicht unbedingt klein aber auch nicht zu groß (Dogge) ist.
Wir suchen einen familientauglichen Hund, der im Notfall auch mal drei vier Stunden alleine bleiben kann wenn ich mal unterwegs bin bzw ich wieder teilzeit arbeiten gehe. Auserdem suchen wir eine nicht überzüchtete Rasse wo uns von unserem Tierarzt die zwei Rassen empfohlen wurden. Der Komfortländer der mir gefällt, gefällt meinem Göga nicht.

VG Geli

Beitrag von windsbraut69 27.04.11 - 22:17 Uhr

Meine Frage zielte eher dahin, wie Ihr eine solche Rasse passend beschäftigen und fordern/fördern wollt.

"Gefällt uns" klingt jetzt nicht danach, dass Euch bewußt ist, einen Jagdhund ins Haus zu holen mit enormem Temperament und entsprechenden Ansprüchen.
Familientauglich ist jeder Hund, wenn er vernünftig sozialisiert ist und erzogen wird, die Frage ist nur, welche Ansprüche er neben "4h allein bleiben" stellt hinsichtlich Beschäftigung, Arbeit und Erziehung.

Ein Setter kann für Anfänger und wenig ambitionierte Halter eine unglaubliche Herausforderung sein. Wir sind immer wieder auf erstaunte Gesichter gestoßen, wenn ich mit unserem freilaufenden, jederzeit abrufbaren Irish Setter irgendwo auftauchte. Das scheint alles andere als selbstverständlich zu sein...

LG

Beitrag von windsbraut69 27.04.11 - 22:19 Uhr

Ach so - das ausgerechnet der Modehund Golden Retriever nicht "überzüchtet" sein soll, halte ich für ein Gerücht.

Natürlich achten seriöse Züchter und Zuchtverbände grundsätzlich auf Gesundheit und Wesensstärke, ABER es dürfte deutlich mehr unseriös produzierte Golden Retriever geben von Vermehrern, die dann entsprechende Probleme haben, als seriös und solide gezogene, bei denen zumindest alles getan wurde, die typischen Krankheiten zu vermeiden.

LG

Beitrag von pechawa 27.04.11 - 22:36 Uhr

Da hast du recht #pro
Beim Golden Retriever unbedingt nur einen aus einer VDH Zucht nehmen und selbst da würde ich im Internet recherchieren und die Stammbäume und Nachzuchten vergleichen!
Beim Irish Setter ist es so, dass die häufig sehr aktiv sind - bei Kindern würde ich sagen, sie haben ADHS! Die brauchen wirklich sehr viel Auslastung!

LG

Beitrag von windsbraut69 28.04.11 - 08:39 Uhr

"Beim Irish Setter ist es so, dass die häufig sehr aktiv sind - bei Kindern würde ich sagen, sie haben ADHS! Die brauchen wirklich sehr viel Auslastung! "

Genau wie Riesenschnauzer :)

LG,

W

Beitrag von geli0178 28.04.11 - 12:23 Uhr

Bei meinem Kleinen besteht der Verdacht auf Ad(h)s. Ich bin also schon erprobt ;-). Werde mir dann allerdings eine Wanderkarte von unserer Umgebung holen damit ich nicht jeden Tag die selbe Runde renne.

VG

Beitrag von windsbraut69 28.04.11 - 14:02 Uhr

Ich frag einfach nochmal, auf die Gefahr hin, zu nerven.

Wie willst Du einem Jagdhund denn gerecht werden?
Mit Spaziergängen an der Leine ganz sicher nicht.

Gruß,

W

Beitrag von geli0178 29.04.11 - 09:33 Uhr

Du nervst nicht :-). Genau aus diesem Grund überlegen wir uns schon lange im Vorfeld was zu uns passen könnte. Das ein Hund nicht auf Dauer an die Leine gehört ist logisch, aber bevor ich das gute Tier frei laufen lassen kann braucht es Erziehung. Der Besuch der Hundeschule und des Hundesportvereins ist da zwingend notwendig.
Da Du Dich bei dem Thema ein wenig auszukennen scheinst (positiv gemeint) mache mir (uns) doch einen Vorschlag für einen mittelgroßen (kleiner als Dogge) Familienhund. Kampfhunde fallen weg. Der Komfortländer der auch mir gefallen könnte und der auch oft empfohlen wird ist meinem Göga zu klein. Vor dem Riesenschnauzer meiner Freundin hat mein großer Sohn Angst weil die junge Dame sehr stürmisch ist, also auch nicht so optimal. Was wir dem Tier bieten können: in den nächsten Jahren bin ich noch zu Hause bzw gehe nur stundenweise arbeiten - ich kann mir also die Zeit einteilen, großen Garten und viel Wald in unmittelbarer Nähe. Die Kidis müssten unserer Meinung in einem Alter sein wo sich die Überlegung lohnt sich so ein Tier anzuschaffen.

VG Geli

Beitrag von windsbraut69 30.04.11 - 19:25 Uhr

Ich hätte glatt einen Staffordshire-Terrier empfohlen oder nen Bullterrier.
Das sind ideale Familienhunde.
Warum kommen diese Rassen denn nicht in Frage?

Ansonsten kann ich mir aber vorstellen, dass ein Sennenhund zu Euch passen würde, bei denen äußert sich der Jagdinstinkt wenigstens nicht im kopflosen Davonrennen und sie sind in der Regel nicht so aktiv wie ein Setter.

LG,

W

Beitrag von geli0178 01.05.11 - 21:10 Uhr

Hallo,

abgesehen das diese Rassen nicht unbedingt meine Lieblinge sind (ich mache um diese Tiere einen weiten Bogen) gehören diese Tiere bei uns zu den Kampfhunden und ich muss ein zigfaches an Hundesteuer für diese Hunde zahlen als für einen Hund der nicht auf der "roten Liste" steht.
Der Setter ist von der Liste genommen und wir schauen uns weiter in Ruhe um.

VG Geli

Beitrag von geli0178 28.04.11 - 12:19 Uhr

Hallo,

natürlich soll das Tier von einem seriösen Züchter sein. Von zwei Goldibesitzern habe ich mir auch den Züchter nennen lassen und wir werden wenn die Allgeriegeschichte geklärt ist und die Züchter und die Lebensbedingungen sowie auch die Papiere anschauen, soweit das möglich ist (nachprüfbar). Das dann so ein Tier nicht für 250€ zu haben ist, ist logisch.

VG

Beitrag von pechawa 27.04.11 - 22:47 Uhr

Was hältst du denn von einem Riesenschnauzer?
http://www.vdh.de/rassedetails.html?rasse1=Riesenschnauzer&rasse2=Riesenschnauzer

LG Pechawa

Beitrag von geli0178 28.04.11 - 12:26 Uhr

Hallo,

die Mama von der Kitafreundin meines großen Sohnes hat eine Riesenschnauzerdame in die ich total #verliebt bin. Dummerweise bin ich da mit meinem kleinen Sohn die einzigste. Mein Mann und mein großer Sohn streiken bei dem süßen Kalb welches einen vor Freude fast umrennt wenn sie mich sieht ;-). Diese Rasse wäre meine erste Wahl gewesen.

VG Geli

Beitrag von ciara_78 28.04.11 - 10:02 Uhr

Hallo Geli

Den idealen Anfängerhund gibt es meiner Meinung nach nicht. Es kommt immer auf Euch an. Wir haben einen Malinois als Ersthund, hatten diverse kleine und grössere Probleme und haben's in den Griff bekommen. Für uns ist es der perfekte Hund, auch mit kleinen Kindern. Es kommt auch immer noch mit auf den Charakter des Hundes an. In erster Linie kommt es aber auf euch und eure Leistungsbereitschaft, das Verständnis für den Hund, sein Wesen und seine Sprache an. Bei der einen Rasse braucht es mehr, bei der anderen weniger.

Einen Welpen finde ich als Ersthund allerdings auch nicht wirklich sinnvoll. Ausser ihr habt wirklich kompetente Hilfe durch eine Hundeschule oder einen Hundesportverein. Unseren Hund haben wir mit acht Monaten aus dem Tiehrim adoptiert. Dort ist er mit drei Monaten nach einer Beschlagnahmung gelandet. Wir haben ihn beim Spazierdienst kennen gelernt und er ist uns einfach passiert. Nach noch nicht mal 10 Minuten war klar: Den wollen wir nicht mehr hergeben, haben aber dennoch wg. der Rasse zwei Monate überlegt, ob wir das wirklich packen können, weil einfach zurückgeben wäre nicht gewesen. Jeder Aufenthalt im Tierheim ist schliesslich wie ein Fleck auf einer weissen Weste und macht es dem Hund in Zukunft schwerer. Wir haben ihn fast jedes Wochenende bei uns gehabt und sind jeden Tag mit ihm gelaufen. Wir haben es nie bereut ihn adoptiert zu haben, mussten aber bei manchen Leuten (auch Hundetrainern) mit Vorurteilen kämpfen.

Ich empfehle euch, euch jetzt schon beim Spazierdienst des örtlichen Tierheims anzumelden und dort mit den Hunden als Familie spazieren zu gehen. So lernt ihr viele unterschiedliche Hunde und Hunderassen kennen und vielleicht wäre euer Hund irgendwann sogar dabei. :-)

Desweiteren empfehle ich euch jetzt schon Kontakt zu den diversen Hundeschulen und Hundesportvereinen in eurer Gegend aufzunehmen. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist nicht immer leicht, vor allem nicht als Anfänger. Deshalb: Lasst euch Zeit und lernt sie ALLE kennen!! Die meisten taugen nämlich nichts.
Dort erfahrt ihr dann, was mit einem Hund alles möglich ist, könnt beim Training zuschauen und euch vieleicht schon für eine 'Sparte' entscheiden. Dementsprechend kann man die für euch passende Rasse auch schon etwas eingrenzen.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Auswahl des richtigen Hundes und der richtigen Hundeschule!!

LG, Ciara

Beitrag von geli0178 28.04.11 - 12:39 Uhr

Hallo Ciara,

danke für den netten Beitrag. Mit dem Spazierdienst vom Tierheim ist eine Idee. Wir werden aber erst die Allergietestauswertungen abwarten. Sollte einer von uns schon vorab reagieren wird kein Tier angeschafft. Unsere eine Katze konnte ich ganz gut als Freigänger gewöhnen, aber einem Hund möchten ich das nicht zumunten. Desweiteren muss unser großer erst den Schulanfang hinter sich haben und wir unser Grundstück endlich eingezäunt sein. Denn sonst sind nicht nur die Kids sondern auch der Hund dauerhaft beim Nachbarn zum durchfressen ;-).
Thema Hundeschule und Hundesportverein - wie finde ich da eine gute und was kostet sowas? Wie oft ist man dort? Können bei sowas Kinder mitmachen? Durch die besondere Geschichte der Kinder (Adoptiv- und Pflegekind) wird der Hund in erster Linie mir und meinem Mann gehören, jedoch sind beide Jungs so tierverbunden das ich sie da nicht ausschließen möchte. Der Rudelführer werde aber ich sein da ich die meiste Zeit zu Hause bin.

VG Geli

Beitrag von ciara_78 29.04.11 - 07:37 Uhr

Hallo Geli

Die Preise für die Hundeschulen variieren. Der Unterschied zum Hundesport ist, dass du beim Hundesport einen Jahresbeitrag zahlst, meist sehr viel weniger als in einer Hundeschule, bei der man jede einzelne Lektion bezahlen muss. Beim Hundesport zahlt man einen Jahresbeitrag und kann dann idR alles mitmachen. Manchmal gibt es Ausnahmen bei den Welpen und Junghunden. Ihr muesst gucken was und wer zu euch passt. Unter Umstaenden werdet ihr den Verein oder die Hundeschule auch mal wechseln. Telefonisch wuerde ich schon jetzt anfangen mal nachzufragen.

Viele bieten Kurse für Kinder und den richtigen Umgang mit Hunden an. Das ist aber unterschiedlich und da musst du nachfragen. Das kann ich pauschal nicht beantworten. Ihr muesst gucken wer zu euch passt und wo ihr euch wohl fühlt und wo ihr vertrauen zu habt.

Wenn ich an eure Kinder denke, finde ich persönlich, dass ihr keine allzu grosse Rasse auswählen solltet. Immerhin wollen und sollen die Kinder auch mal allein mit dem Hund los gehen koennen. Wenn unsere Kinder soweit sind, werden sie einen eigenen bekommen der kleiner ist. Sie mit einem Mali allein loszuschicken waere von unserer Seite aus verantwortungslos, auch wenn unser Hund dann schon aelter sein wird.

Schlag dir das mit dem "der Hund gehört mir und meinem Mann" aus dem Kopf. Der Hund wird ein Familienmitglied, ihr seid zwar als erwachsene die Halter, aber der Hund wird von allen geliebt, geschmust und geknuddelt. Ihr seid aber dafür verantwortlich dem Hund UND den Kindern Grenzen zu setzen!! Ob jetzt ein Kind adoptiert und das andere ein Pflegekind ist, spielt keine Rolle. Manche finden mit einem Hund kommt ein weiteres Kind in die Familie. Das sehe ich etwas anders, aber es hat schon ähnliche Tendenzen.

*lach* nur weil du die meiste Zeit zuhause bist, heisst das noch lange nicht, dass du automatisch der Rudelfuehrer bist. Dafür musst du etwas tun und alle, den Hund UND die Kinder in Schach halten. Und zwar ruhig und bestimmt. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. In unserem Fall sind mein Mann und ich die Rudelfuehrer, obwohl mein Mann seltener zuhause ist. Er hat den Hund in den letzten Wochen, bedingt durch die Schwangerschaft, mehr gehabt und das zahlt sich für ihn jetzt aus.

In unserer Nachbarschaft haben wir einen Colli mit dem die Kinder oftmals allein unterwegs sind. Collies sind ja auch nicht sooo klein. Sie haben aber ein Problem mit Unsicherheiten. Da musst du aufpassen, das du den Hund nicht im falschen Moment bestätigst. Er muss da alleine durch. Nur dadurch, das du dem was die Unsicherheit oder Angst ausloest keine Beachtung schenkst, hilfst du dem Hund zu lernen drüber zu stehen und weiterzukommen.

LG, Ciara

Beitrag von aussiegirl600 28.04.11 - 16:15 Uhr

Ich frag mal ganz spezifisch:

Hast du genug Zeit und Geduld für konsequentes Anti-Jagd-Training? Sprich: Tägliche Spaziergänge, bei denen du dich NUR auf den Hund konzentrierst? WO also Kinder alles andere als erwünscht sind?

Gerade Setter sind Vollblutjäger und auch Golden Retriever sind nicht so einfach zu erziehen wie viele denken. Wenn du mit dem erwachsenen Hund entspannt und ohne Leine rausgehen willst, dann musst du unter Umständen ein oder zwei Jahre sehr konsequentes Training, zB mit SChleppleine einplanen. Meine MUtter hat eine Bracke und hatte mit dem Anti-Jagd-Training sehr gut zu tun - und sie hat außer dem Hund nichts was ihre Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt.

Also: Kannst du jeden Tag mindestens (!!!) 2h rausgehen, bei einem der langen Wege jeden Tag ohne Kinder bis der Hund zuverlässig ableinbar ist?

Hast du Zeit und Nerv den Hund auszulasten. Also nicht nur gehen/wandern, sondern Kopfarbeit zu machen? Bei diesen Rassen wären das zB Dummytraining und Nasenarbeit. Mit etwas Pech hast du sonst einen völlig gelangweilten Hund, der dir auf der Nase rumtanzt.

Wenn es eine der beiden Rassen sein MUSS, dann würd ich eher zum Golden Retriever raten. Dadurch dass Goldies eine Moderasse sind, gibts doch genug Linien, die nicht mehr so arbeitsfreudig sind und damit besser fürs Familienleben geeignet.

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