"Muttergefühle" sind irgendwie SILOP

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jus-i2010 27.04.11 - 15:44 Uhr

Hallo Mädel's,

ich bin irgendwie in den letzten Wochen voll am grübeln, jeder fragt mich, ob ich bereits "Muttergefühle" habe und wie die sich anfühlen?!#schein

Ich bin jetzt 38. SSW (Erstmama), ich weis in mir wächst ein wundervolles Wunder (Wunder der Natur eben) - ich liebe es Sie zu sehen auf den US, ich weis Sie gehört zu mir / uns:-D, mein Herz klopf höher, wenn mal die Herztöne beim CTG hoch springen urplötzlich - dennoch ist SIe doch so fern und ich kenne Sie doch eigentlich kaum, wie ein fremdes Wesen in mir... Wie kann ich da Muttergefühle empfinden, wenn ich Sie noch nicht mal gesehen haben - ich denke echt manchmal ich bin bescheuert#schmollnicht normal, dabei ist Sie unser Wunschkind und meine Gedanken schweifen immer dahin: "Kann ich für die Kleine eine liebe MAMI sein"? Schaffe ich das alles - bekomme ich noch die sogenannten "Mutterinstinke / Gefühle"?

Gehts es Euch auch so oder wie empfindet Ihr als Erstmama?
Wie war das dann nach der Geburt?

Bin im Moment nur am Weinen - :-(ich will das Kleine doch nur gerecht werden...eben eine MAMA sein....im Moment bin ich aber immer noch "Jacki"

Ach sry für#blawollt mich nur mal austauschen...

Jacki 38. SSW

Beitrag von peppermint369 27.04.11 - 15:50 Uhr

Hallo Jacki!

Deine Sorgen sind ganz normal, glaub mir ;-) Bei meiner Großen konnte ich auch erst begreifen, dass ich tatsächlich Mama bin, als ich das Baby auf meinen Bauch gelegt bekam #verliebt Vorher war die SS doch eher ein Zustand und ein Gefühl und was da in mir war ein "es".

Jetzt in meiner 2. SS ist es irgendwie ähnlich. Ich weiß, da ist ein kleines Menschlein in mir, aber so richtig begreifen kann ich es doch nicht. So richtig Realität wird es wahrscheinlich erst wieder dann, wenn "es" da ist und mich mit unschuldigen Augen anschaut.

Die Muttergefühle kommen bei Dir bestimmt auch spätestens dann, wenn das Mäuslein in Deinen Armen liegt und Du seinen Duft einatmest #sonne

LG
peppermint

Beitrag von jus-i2010 27.04.11 - 15:53 Uhr

Ah die Worte tun echt gut#herzlichDanke Dir#blume#blume#blume#blume

Beitrag von supersand 27.04.11 - 16:04 Uhr

Hallo Jacki,

setz Dich nicht so unter Druck. Die Gefühle müssen doch erst wachsen. Klar, man liebt das Baby "irgendwie" schon, bevor es da ist und auch meist sofort, wenn es dann da ist, aber so eine RICHTIGE Beziehung baut sich doch erst nach und nach auf!

Ich merke z.B., daß ich jetzt erst so richtig begeistert vom Mama-Sein bin, seit unsere Tochter ca. 1 Jahr alt ist. Jetzt, wo sie mobiler ist und auch sprachlich kommuniziert (ist jetzt 20 Monate), geht mir viel mehr das Herz auf, wenn sie z.B. auf meinen Schoß krabbelt zum Schmusen, oder mir was zeigen will und mich an die Hand nimmt und "Mama kommt" sagt. #verliebt Oder wenn sie sich selber applaudiert, weil sie das Puzzle hinbekommen hat.

Klar hab ich auch das kleine hilflose Würmchen geliebt, das sie mal war, aber das ist was völlig anderes. Aber wahrscheinlich ist das auch von Mutter zu Mutter verschieden. Ich hab mich auch liebevoll um sie gekümmert, als sie ein Säugling war und gestillt und alles, aber ich bin nicht so der aufopfernde Typ und hab mich auch gefreut wieder arbeiten zu gehen.

Komisch, mich hat nie einer gefragt, ob ich "Muttergefühle" habe. #kratz Wahrscheinlich wurde es bei mir vorausgesetzt (bin so eher der fürsorgliche Typ). Lass Dich nicht verunsichern. Man wächst als Familie erst mit der Zeit zusammen.

Liebe Grüße! #winke

Sandra (mittlerweile so begeistert, daß Nr. 2 schon in der 21. SSW ist...)

Beitrag von tigerentenbine 27.04.11 - 16:20 Uhr

Liebe Jackie,

du bist und bleibst Jacki und noch dazu wirst du eine ganz wundervolle Mami sein, da bin ich mir sicher #liebdrueck. Man kann tatsächlich Beides miteinander kombinieren, zumindest nach einiger Zeit und man wächst in das Mama-Sein hinein. Im Moment hast du einen dicken Bauch, vielleicht das ein oder andere Wehwehchen und es ist völlig natürlich, dass du noch nicht total verknallt in dein Baby bist- du kennst es ja noch nicht mal ;-).

Viele Frauen lieben ihr Baby, sobald sie es das erste Mal sehen oder es auf dem Arm haben #verliebt. Bei mir hat es wesentlich länger gedauert und auch das gibt es häufig. Ich hatte eine schwere Geburt mit Not-Kaiserschnitt und dann konnte ich das kleine Würmchen noch nicht mal gleich lieben, sondern wollte einfach meine Ruhe und nichts hören und nichts sehen#schock! Was meinst du, was ich mir für Vorwürfe gemacht habe und wie schlecht es mir ging, weil ich dachte, ich sei eine schlechte Mutter usw.?! Natürlich habe ich das Baby versorgt und mir Mühe gegeben, aber die richtige Liebe stellte sich wirklich erst im Laufe der Wochen vielleicht sogar Monate ein. Ich empfand die erste Zeit als sehr stressig, erst als sich alles eingependelt hatte und der Kleine etwas mobiler wurde, konnte ich anfangen es zu genießen und Vollblut-Mama zu sein ;-)!

Also bleib ganz ruhig, es wird alles gut, beim Einen eher, beim Anderen später und diese Gedanken so kurz vor der Geburt bei dir sind völlig normal #liebdrueck!

Alles Gute #klee,

Bine

Beitrag von jus-i2010 27.04.11 - 16:27 Uhr

Ich bin so froh, dass ich nicht alleine damit bin - ehrlich#herzlich
Ich bin aber auch kein Mensch, der sowas in sich hinein frißt und nicht drüber redet:-)deswegen danke ich euch - daas ich hier einfach mal Luft machen kann#herzlich#herzlich#herzlich

Jetzt bin ich doch echt erleichtert und werd auf die Natur vertrauen#liebdrueck

Beitrag von gulcan20 27.04.11 - 17:29 Uhr

Hallo Jacki,

lass bloß nicht den Kopf hängen:-D.

Die Frage bzgl. Mutterliebe hatte mich damals bei meiner Schwangerschaft (2005) auch sehr beschäftigt. Unsere Tochter war ein Wunschkind und während der gesamten Schwangerschaft hatte ich mich seeeeeeeehr auf das Baby gefreut;-). Mit viel Liebe hatte ich die ganzen Sachen (Strampler, Bodys etc.) schon vorgewaschen, das Bettchen geschmückt usw.#herzlich

Per Notkaiserschnitt musste ich dann entbinden:-[. Eine Woche später musste ich nochmal operiert werden, weil sich ein Hämatom gebildet hatte.:-[

Erst nach etwa 6 Monaten konnte ich richtig realisieren, dass ich Mutter bin#kratz. Davor hatte ich Depressionen und meine Gefühle gegenüber meinem Kind waren sehr neutral#schmoll. Ich hatte das Gefühl, das Baby gehöre nicht zu uns und hatte immer darauf gewartet, dass das Baby abgeholt wird, um so vom "Alptraum" aufzuwachen.Ich empfand mein eigenes Kind als Eindringling in unser Leben#aerger.

Ich weiss, dass das alles sehr krass ist. Es ist nun mal ein Tabuthema. Von allen werdenden Müttern wird erwartet, dass sie nach der Geburt sehr glücklich werden und nur mit positiven Gefühlen ihren Kindern gegenüber stehen. Aber es gibt nun mal die Kehrseite von der Medaille#nanana. Damals konnte ich nicht offen über mein Empfinden reden, weil ich mich als Mutter nicht normal gefühlt habe#heul. Ich dachte "so was darf eine Mutter nicht denken, fühlen. Das ist nicht normal". Nun rede ich ganz offen über meine damalige Depression um anderen Müttern, die vielleicht das selbe durchmachen oder durchgemacht haben, zu zeigen, dass sie vollkommen normal sind#pro. Die Muttergefühle setzen sich irgendwann ein. Aber es muss auf keinen Fall direkt nach der Geburt geschehen.

Nun ist meine Tochter 5 Jahre alt. Ich könnte mir jetzt ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen#freu. Ich sage ihr, dass sie meine beste Freundin ist. Das findet sie natürlich ganz seltsam und sagt "Mama ich bin doch dein Kind und nicht die Freundin". Aber wenn sie nicht im Kindergarten ist, ist sie immer bei mir. Bin einfach nur glücklich sie zu haben.#huepf

Sorry, ist ziemlich lang geworden.#bla

Beitrag von jus-i2010 27.04.11 - 17:56 Uhr

WOW da hast du emotinal ja ganz schön was durch machen müssen:-(Umso schöner ist zu lesen, dass es doch bergauf ging #sonne
Aber genau die gefühle habe ich - mit "Eindringling" und so aber man traut sich eben nicht darüber zu reden - ich denke auch, dass es ein Tabuthema ist, meine Beste freundin fragt mich immer - warum ich so traurig bin und nicht wie ein Honigkuchenpferd all die 9 Monate lächeln durch die Gegend laufe - wohl gemerkt, Sie war noch nie Schwanger und kann sich das nur mit "strahlendem Lächeln und volle Heiterkeit" vorstellen ....

#danke#blume#herzlichDir

Beitrag von anyca 27.04.11 - 17:53 Uhr

Du bist und bleibst Jacki!

Bei mir haben sich die richtigen Muttergefühle erst nach den Geburten stückweise entwickelt. Mein erstes Gefühl, als meine Große auf meinem Bauch lag, war eher "Das soll jetzt also für den Rest Deines Lebens DEIN KIND sein? Aha ..." ;-) Jetzt liebe ich sie und die kleine Schwester über alles ...

Vergiß die "Mutterliebe auf den ersten Blick" Romantik, das geht längst nicht allen Müttern so. Wie Du selber sagst, Du mußt das Kind ja auch erst mal kennenlernen. Und die Umstellung, zum ersten Mal Mutter zu werden, ist eine der größten Umstellungen, die Du im Leben durchmachst.

Also, mach Dir bloß keine Vorwürfe, weil Du irgendwelchen romantischen Idealen nicht entsprichst - das wäre der sicherste Weg in eine Wochenbettdepression. Verlaß Dich drauf, Du wirst Dein Kind lieben, auch wenn es vielleicht erst mal einige Wochen einfach nur anstrengend ist!#klee

Beitrag von jus-i2010 27.04.11 - 17:58 Uhr

#danke#danke#danke#danke#danke#danke#danke#danke#danke#herzlichDir...
Bin so froh, dass ich nicht alleine damit bin ...