In guten wie in schlechten Zeiten?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von 6woche.1 27.04.11 - 19:05 Uhr

Hallo Zusammen



In diesem Forum liest man so oft von Trennung oder Scheidung.


Oft sind es aber für mich keine Gründe das ich meinen Mann verlassen würde.


Ist man heute nur noch mit seinem Partner zusammen wenn alles schön und gut ist? Hält heut zu Tage keine Ehe mehr eine Kriese aus?


mein Mann und ich sind im Nobvember dieses Jaht 10 Jahre zusammen und seit bald 7 Jahren verheiratet.


Wir hatten schon oft Probleme ob es in unsere Ehe, Finanziel oder sonst was war, aber wir haben immer einne Weg gefunden, oft sind wir stundenlang zusammen gesessen haben alles aus disskutiert, und ja es tat teilweise auch weh und es kamen auch Tränen. Aber danach war wieder gut.



Mein Mann hatte schon längere Zeit immer wieder Probleme mit seinem Bauch / Darm. Es dauerte Ewigkeiten bis einmal ein Artz herausgefunden hat was mein Mann hat, dan wurde er letztes Jahr im August operiert. Es war alles andere als eine einfache Zeit, ich hatte eine riesen Angst vor der OP.

Teils Medikamente hatten Nebenwirkungen mit Stimmungsschwankungen etc.


Eine Beziehung besteht aus nehmen und geben, an einer Beziehung / Ehe muss man immer arbeiten das kann auch mal weh tun.


Aber muss man sich trennen weil der Partner plötzlich Übergewicht hat? Weil er nicht so im Haushalt mithilft wie Frau das gerne hätte?

Mein Mann ist der beste Papa, und ein sehr guter Ehemann obwohl ich ihn manchmal auch auf den Mond schiessen könnte.



Wir habenschon so vieles zusammen durchgestanden, und wir hatten schon so schöne Momente zusammen.


Lg Andrea

Beitrag von anyca 27.04.11 - 19:12 Uhr

Natürlich sollte man sich nicht wegen der rumliegenden Socken trennen, aber hinter "er hilft nicht im Haushalt" z.B. steht ja doch oft mehr. Fehlender Respekt vor der Leistung der Partnerin, unausgewogene Arbeitsteilung, zu wenig Unterstützung ...

Umgekehrt gefragt, welcher Mann würde widerspruchslos 50 Jahre lang den Haushalt schmeißen, bloß weil die holde Gattin keine Lust hat?

Beitrag von 6woche.1 27.04.11 - 19:21 Uhr

Also wenn der Mann arbeitslos ist, dan ist es natürlich klar das er auch im Haushalt mit hilft. Aber mein Mann arbeitet hart muss am Morgen gegen 5 Uhr aufstehn und kommt am Abend zwischen 18 und 19 Uhr wieder nach Hause.


Mein Mann war ja jetzt 10 Monate wegen Krankheit Zuhause und siet dme weis er ganz genau was ich alles im Haushalt und mit dne Kidern mache. Er schätz es auch das die Wohung sauber ist und jeden Tag frisch gekochtes Essen auf dem Tisch steht.


Er bringt aber schon mal dne Müll raus, und wenn er mal Bock hat putz er sogar Fenster #schein

Beitrag von anyca 27.04.11 - 19:30 Uhr

Kommt natürlich auf die Verteilung der Arbeitszeiten an, klar. Aber wieso soll ein Mann erst "ranmüssen", wenn er arbeitslos ist? Mein Vater hat in meiner Kindheit jedes Wochenende den Großeinkauf gemacht und gekocht, und er war Vollzeit arbeiten! Schaffen Vollzeit arbeitende Mütter ja auch, oder?

Beitrag von 6woche.1 27.04.11 - 19:44 Uhr

Ja klar


Aber ich verlang es nicht von meinem Mann. Er hat seinen Job und ich hab meinen Job. Mal davon abgesehn das ich sowieso lieber selber putze und einkaufen ghe ich auch lieber alleine.

Beitrag von anyca 27.04.11 - 19:51 Uhr

Einkaufen war mein Vater auch alleine - er war ja schließlich erwachsen ;-)

Wenn ihr euch das so aufgeteilt habt, daß die Hausarbeit Dein Job ist, und beide sind glücklich damit, dann wäre das ja sowieso kein Trennungsgrund. Aber das heißt ja nicht, daß jede Frau damit glücklich sein muß.

Beitrag von claus 27.04.11 - 19:20 Uhr

Hallo Andrea,

ich bin im August diesen Jahres auch 10 Jahre mit meinem Mann zusammen und ich bin erst 29 Jahre!

Wir haben auch schon sehr schlechte Zeiten gehabt, gerade die Umstellung von Paar auf Eltern war bei un sehr schwer und anstrengend.

Aber unser Sohn ist jetzt 3 1/2 Jahre und wir sind froh, daß wir uns damals nicht getrennt haben.

Ich würde meine Ehe nie für einen kleinen Grund aufgeben, ist aber Untreue oder größere Lügen mit im Spiel, weiß ich nicht, ob ich da unbdingt bei meinem Mann bleiben könnte.

Aber sowas kann man immer nur genau sagen, wenn man in der Situation ist.


Ich selbst bin froh darüber meinem Mann und meinen Sohn zu haben.


LG

Claudia

Beitrag von 19face84 27.04.11 - 19:30 Uhr

Wie ich sehe sind wir uns recht einig. Ich gehe dann sogar noch einen Schritt weiter. Hier lese ich immer wieder Beiträge von Menschen die sagen, dass es im Bett einfach nicht mehr stimmt und sie sich deswegen trennen wollen. Als würde eine Beziehung nur aus Sex bestehen! Sicherlich gehört Sex zu einer Beziehung dazu, aber sie ist doch nicht der einzige Grundbaustein für eine gute Ehe. Wichtiger ist doch die Frage, ob man gemeinsam über Probleme reden kann und ob sich dann nicht gemeinsam eine Lösung für dieses Problem gefunden werden kann. Probleme sind nur Lösungen in Arbeitskleidung!

Und ich muss sagen: Mein Mann ist super lieb, versucht mir jeden Wunsch zu erfüllen, trägt mich auf Händen und ist ein umwerfend guter Vater. Außerdem habe ich ihn ihm einen guten diskussionspartner gefunden mit dem ich auch auch mal politische oder wirtschaftliche Themen besprechen kann. Da kann es dann auch mal gut passieren, dass mein Mann anderer Meinung ist als ich, aber das ist dann ja auch nicht schlimm denn gerade diese Diskussionen genieße ich sehr. Da kann ich dann auch mal drüber weg sehen, dass wir eigentlich nie so ein Paar werden wollten, dass "nur" einmal die Woche Sex hat. Seine persönliche Nähe ist mir einfach viel wichtiger.

Gruß

Karin

Beitrag von 6woche.1 27.04.11 - 21:24 Uhr

Da geb ich dir recht.


Nach der Geburt von meiner Tochter hatte ich lange Zeit keine Lust auf Sex. Klar mein Mann war nicht unbedingt glücklich darüber, aber er hat es akteptiert.


Ich kann mit meinem Mann über alles reden, auch über meine Ängste etc.

Beitrag von sneakypie 28.04.11 - 15:46 Uhr

>>Hier lese ich immer wieder Beiträge von Menschen die sagen, dass es im Bett einfach nicht mehr stimmt und sie sich deswegen trennen wollen. Als würde eine Beziehung nur aus Sex bestehen! Sicherlich gehört Sex zu einer Beziehung dazu, aber sie ist doch nicht der einzige Grundbaustein für eine gute Ehe.<<

Das hat eine Vorposterin schon so schön geschrieben, es sind ja oft Symptome für etwas Tieferliegenderes.. Sex zB hab ich oft als "Messlatte" dafür empfunden, wie es in der Beziehung insgesamt läuft, ganz unabhängig von der Häufigkeit - wenn man da chronisch unzufrieden ist, stimmt ja oft generell was nicht. Und da verwechselt man Ursache und Wirkung vielleicht mal im Eifer des Gefechts, auch wenn das Bauchgefühl -Trennung- eindeutig ist..

Gruß
Sneak

Beitrag von rosenrot1974 27.04.11 - 19:47 Uhr

Mein Mann hatte eine Freundin neben mir. Trotz ausserehelichem Kind habe ich zwei Jahre auf ihn gewartet... Er konnte/wollte sich nicht entscheiden. Also habe ich die Scheidung eingereicht....

War das zu schnell?!

Beitrag von taipane 27.04.11 - 20:35 Uhr

Und nun?
Er kämpft um dich oder nicht?
Zu schnell glaube ich nicht, du hast ja zwei Jahre gewartet. Nun mußt du an dich denken und wieder leben und vielleicht einen neuen Partner kennenlernen.
Alles Gute!

Beitrag von rosenrot1974 27.04.11 - 21:13 Uhr

Wir sind seit fünf Jahren geschieden! :-)

Beitrag von pcp 27.04.11 - 20:48 Uhr

Naja, die Leute wissen ja oft gar nicht wen sie da heiraten.

Wenn die Illusion dann zerbröckelt hält man natürlich nicht an einer Beziehung fest die langfristig unglücklich macht.

Warum sollte man auch?

Manche müssen eben solche Erfahrungen machen um zu lernen was sie wollen bzw. was ihnen gut tut.

lg

Beitrag von windsbraut69 27.04.11 - 20:53 Uhr

Man muß sich nicht wegen herumliegender Socken trennen aber das tut wohl auch kaum jemand.
Genau so wenig muß man aber heute noch auf Teufel komm raus zusammen bleiben, obwohl man nicht glücklich ist...

Die Generation unserer Großeltern hatte ja leider kaum die Möglichkeit, sich zu trennen, weil man schief angesehen wurde als Alleinerziehende und auch auf den Versorger angewiesen war, als Hausfrau ohne Einkommen. Heute gibt es ja glücklicherweise kaum noch solche Versorger-Ehen.

Gruß,

W

Beitrag von jasahe 27.04.11 - 20:53 Uhr

Mein Mann und ich sind seit 13 Jahren zusammen, seit 12 Jahren verheiratet. Wir hatten leichte und schwere Zeiten. Und es verbindet uns Seelisches und Intelektuelles miteinander. Dennoch denke ich mir, dass die Menschen immer länger leben und das Leben immer komplizierter wird - da ist es wirklich schwierig, ein ganzes Leben mit dem gleichen Menschen glücklich zu sein. Ich sehe es gerade bei einer Freundin, bei der es wirklich so scheint, also ob sie jetzt in einem anderen Lebensabschnitt wäre und einfach einen anderen Mann braucht um glücklich zu werden.

Aber prinzipiell gebe ich Dir recht.

Beitrag von leonie133 27.04.11 - 21:24 Uhr

Es ist so, wie hier schon oft erwähnt: Hier liest du in erster Linie von den Negativbeispielen, von den Problemen... ist doch nicht wirklich repräsentativ!!

Gibt eher wenige Menschen, die unbedingt im Forum posten wollen, was alles toll an ihrer Beziehung ist ;-)

Schön, wenn es dann doch welche tun, so wie du.

Ist es richtig, du bist 25, lt. VK?? (Also bist du,seit du 15 bist, mit dem Mann zusammen?)

Dann würde ich jedoch nicht so große Töne spucken... Wir sprechen uns wieder in 10 Jahren, wenn dann möglicherweise die erste große Midlifecrisis kommt und das Gefühl, was verpasst zu haben.



Beitrag von 6woche.1 27.04.11 - 21:30 Uhr

Ja ich habe meinne Mann kennen gelernt als ich 15j alt war.


Wir beiden waren noch nie so die Typen die gerne Partys gemacht haben.


Wir gehen viel lieber mal nett zusammen essen, ins KIno etc. aber da skommt bei uns sowieso selten vor.

Beitrag von windsbraut69 28.04.11 - 09:05 Uhr

Und ganz oft ändert sich das dann tatsächlich so mit Mitte/Ende 30 und einer der Beteiligten bricht aus...

LG

Beitrag von lichtenstein 28.04.11 - 13:14 Uhr

Man soll den Menschen nicht ihre Illusionen rauben... #schein

Gruß

Lichtenstein

Beitrag von windsbraut69 28.04.11 - 14:48 Uhr

Ich hab doch nicht gesagt, dass es bei ihr so sein wird.

Leute blind in ihr Verderben laufen zu lassen, ist auch unfair.
Rein statistisch betrachtet, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Ehe für immer hält, bei 50%, glaube ich, oder war es noch weniger?

LG

Beitrag von julia1277 28.04.11 - 09:48 Uhr

Hallo,
ich kenne meinen Mann nun 11 Jahre und wir sind seit 9 Jahren verheiratet. Er war meine 2. feste Beziehung und ich war damals 22 Jahre alt, als ich ihn kennen gelernt habe. Wir haben einen Sohn von 3 Jahren.
Du hast vollkommen recht, dass man eine Ehe nicht leichtfertig hinschmeißen sollte, aber in einigen Punkten pflichte ich den Schreiberinnen hier bei. Wenn man einen Partner hat, der freiwillig nicht im Haushalt hilft, nur weil er meint er gehe ja schliesslich den ganzen Tag arbeiten und diese Aufgabe incl. Kochen und Garten bleibt an der Partnerin hängen, vor allem wenn diese auch noch berufstätig ist, sind das Dinge, die ich nicht akzeptieren kann. Wenn dann auch noch zwischenmenschliche Probleme dazu kommen, weil man vielleicht seinen Partner nicht mehr attraktiv findet, oder das Sexleben einem zu eintönig geworden ist, kann man natürlich über diese Dinge sprechen und versuchen diese zu ändern, aber meine Erfahrung ist, dass dann ein Wurm in der Beziehung ist, welcher sich mehr und mehr ein Loch in die Partnerschaft frisst. Ob man das noch auf Dauer retten kann?

Beitrag von snaky18w 28.04.11 - 10:09 Uhr


Hallo!

Deinen Beitrag finde ich recht gut. :-)

Es kommt natürlich auf die Problem/Kriese an. Wir sind nun seid 8 Jahren zusammen, aber kein Paar, das über Haushalt, Kindererziehung streitet. Manchmal frage ich mich wirklich warum manche Menschen über so sinnlose "Dinge" streiten. Weil sie so verschieden sind? Weil sie nicht "anständig" drüber reden können?

Sicher mein Mann und ich, wir haben auch einige Probleme, wo gibt es die nicht. Aber wir haben gekämpft, auch wenn es gedauert hat. Andere hätten vielleicht die Ehe schon längt für gescheitert erklärt. Aber wir lieben uns und halten zusammen, auch wenn die Zeiten mal schlecht sind. Und dafür liebe ich meinen Mann so sehr. (nicht nur dafür #huepf)

Allerdings gibt es in meinem Bekanntenkreis einige Paar, wäre ich in der selben Situation würde ich die Ehe nicht mehr weiter führen wollen. Weil ich als Frau unglücklich wäre.

Wo der Unterschied liegt ich weis es nicht.

Gruß Snaky

Beitrag von my-opinion 28.04.11 - 11:38 Uhr

Hallo Andrea,
in guten wie in schlechten Zeiten ist warscheinlich nicht mehr Zeitgemäß.
Ich glaube das die meisten Leute eher aus "romantsichen" oder steuerlichen Gründen heiraten.
Ich denke das sich viele nicht bewusst sind was so ein Bündniss eigentlich bedeuten sollte.
Wenn dann wirklich die offene Zahnpastatube, die herumliegenden Socken, oder einfach ein paar Macken des Partners schon ausreichen die Ehe in Frage zu stellen, dann sollte man sich wirklich hinterfragen ob man sich eben der Bedeutung einer Ehe bewusst ist.
Ich heirate doch DEN Menschen, nicht aus verliebtheit heraus , sondern aus Liebe. Es gilt den Alltag zusammen zu meistern, Kinder zusammen groß zu ziehen , man geht ein Bündniss ein.
Bei vielen reicht es heute wenn jemand " besseres " daherkommt. Oft aus dem Internet, man flüchtet sich aus dem Alltag in Illusionen und idealisiert jemanden den man eigentlich kaum kennt. Interessant wie viele " Seelenverwandte " es dort gibt :-)
Ich glaube viele Ehen scheitern heute am Egoismus , viele sind nicht mehr Bereit etwas zu tun , es ist so einfach eine Alternative zu finden.
Es stimmt es gibt kaum noch " Versorger" Ehen , aber ganz oft muss der Staat ( die Gesellschafft) für kaputte Ehen aufkommen. ( Alleinerziehend , Harz4)
Ich bin seit 10 Jahren verheiratet. Jetzt kommen statistisch die " gefährlichen" Jahre

Beitrag von lucky.luke.1946 28.04.11 - 13:28 Uhr

Es kann immer einen guten Grund geben, weshalb man sich trennt und eine Trennung auch gut und richtig ist.


Das was du alles nennst, wäre für mich auch kein Grund zur Trennung.
Die Voraussetzung dafür, dass man zusammenbleibt, ist Liebe.
Manche sagen, Liebe wäre nur eine rosa Brille, aber sie macht es möglich, Kompromisse einzugehen, auch mal zurückzustecken und nicht immer stur den eigenen Kopf durchzusetzen, den Partner anzunehmen.


Hier habe ich auch schon oft gelesen, dass sofort für jeden Pups "Trenn dich!" geschrien wurde.

Solche Leute wurden wohl entweder ewig nur verarscht und sind so misstrauisch, dass sie sofort wegrennen und gar nicht mehr in der Lage sind, eine Beziehung zu führen oder sie wollen den perfekten Partner und verlieben sich gar nicht richtig oder nur in ihn?

Wie auch immer, ein bisschen Mumm gehört nunmal dazu.