ALG II beantragen - Kennt sich jemand aus?

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Beitrag von mamatessi 27.04.11 - 21:18 Uhr

Guten Abend!

Ich hab da mal ´ne Frage. Mein ALG I läuft am 30.05. aus. Ich hab jetzt einen Brief vom Arbeitsamt bekommen, dass ich ALG II beantragen soll. Ich weiss aber, dass ich nichts bekomme.

Als ich vor 4 Jahren in der Situation war, hab ich so einen Ausdruck unterschrieben, dass ich meinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Damit war das abgegessen.

Nun ist meine Frage: Muss ich mich beim Amt für Grundsicherung melden? Wegen Rentenpunkte, KV oder so? Oder kann ich Hartz 4 einfach Hartz 4 sein lassen.

Liebe Grüße

mamatessi

Beitrag von 16061986 27.04.11 - 21:31 Uhr

Von was willst du sonst leben? Das müsste man schon wissen...

Beitrag von mamatessi 27.04.11 - 21:39 Uhr

Das Gehalt meines Mannes liegt weit über der Grenze. Die beim Amt haben mir damals dieses Schreiben in die Hand gedrückt. Wovon ich lebe, war denen eigentlich egal. Die wollten nur, dass ich das unterschreibe, dass sie aus der Sache raus sind.

Beitrag von windsbraut69 27.04.11 - 21:57 Uhr

Du mußt gar nichts tun, weder einen Antrag stellen, noch der ARGE mitteilen, dass Du nichts beantragst.

Gruß,

W

Beitrag von 16061986 28.04.11 - 11:53 Uhr

Wieso solltest du dich dann wegen krankenkasse beim Jobcenter melden? bist du denn nicht über deinen mann familienversichert? wenn nicht dann würde ich das schnell machen sonst muss die die kosten für kk selbst tragen und das sind mal eben 150 euro im monat ca.

Beitrag von musterli70 28.04.11 - 07:23 Uhr

Vielleicht einfach mal nicht alles unterschreiben, was man von nem Arge bzw. nun Jobcenter Mitarbeiter hinelegt bekommt, sondern Antrag ausfüllen, nachweislich mit geforderten Unterlagen abgeben und warten was im Bescheid steht.
Wenn sich das Amt so sicher ist, dann stet ja nichts im Weg eine Prüfung durchzuführen und einen ablehnenden Bescheid zu erlassen, oder ?

Denn ob Du es glaubst, oder nicht, im ALG II Bereich wird viel mit der Methode wer nix weiß beantragt nix, ordentlich beraten müssen wir nur wenn wir gezielt gefragt werden und dann auch nur wenn ein Zeuge dabei ist, oder wenn sich der Depp vorm Tisch so einfach abschrecken lässt ist er selbst dran schuld, gearbeitet.

Derzeiot gibt es sogar Jobcenter die hauen auf Grund einer angeblich noch nicht verabschiedeten Geeetzesänderung nur vorläufige Bescheide für jeweils nen Monat raus um ihre Kunden immer wieder aufs neue schickanieren zu können, dabei wurde besagte angeblich noch nicht verabschiedete Gesetzesänderung bereits Ende
März im Bundesgestzblatt veröffentlicht und trat rückwirkend zum 1.1.2011 in Kraft.

Das Problem bei Jobcentern, Du kannst einzelne Mitarbeiter nicht belangen rechtlich, außer sie greifen selbst in die Kassen, was auch immer wieder vorkommt, ansonsten können die wunderbar mit Duldung von ganz Oben munter Menschenrechte, geltendes Gesetz und was weiß ich noch alles hintergehen.

Im Zweifelsfall gilt bei ALG II immer:

- Alles nur schriftlich und nachweisbar
- keiner muss alleine zum Amt (Beistand nach § 13 SGB X)
- alles genau prüfen was man schriftlich bekommt, da Zensursula nun ja im neuen Gesetz die Fristen für Überprüfungsanträge (das Mittel zum Nachweis von Behördenpfusch) drastisch von 4 Jahren auf 1 Jahr runtergesetzt hat, sprich habens Dich beschissen und Du hast es nicht innerhalb eines Jahres gemerkt, hast Du Pech gehabt.
- ggfs. einmal mehr klagen, weil Klage lohnt grundsätzlich immer im, ALG II Bereich, zumal die Gesetzesänderung nach Ansichten von Experten sowieso nicht grundgesetzkonform sind.