drauf ankommen lassen?

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von unipsycho 27.04.11 - 21:24 Uhr

Hallo!

Meine zweite Periode nach natürlichen Abort ist da. War mein 2. Abort. Der erste erfolgte mit Ausschabung.
Wir wollen nun wieder mit Üben beginnen.
Ich hab ein bisschen Bauchweh... #kratz #zitter

Ich möchte eigentlich nicht in der FrühSS alle paar Wochen zum Arzt rennen und Utrogest nehmen.
Ich möchte aber auch nicht unbedingt einen 3. Abort erleben #kratz

Wobei ich momentan denke.. Auf einen Abort mehr oder weniger kommt es dann auch nicht mehr drauf an... Dann nimmt mich vielleicht mal einer der Ärzte ernst und stempelt mich nicht ständig als überhysterische Ziege ab - so fühle ich mich momentan, weil ich eben wissen möchte, woher die Aborte kommen, warum meine Basaltemperatur derart hoch ist und wieso meine 2. ZH derart unruhig ist.
letztes ZB:
https://www.mynfp.de/display/view/agqw2ky4dmx3/

Dieses ständige "machen sie sich nicht so viele Gedanken" hilft mir in keiner Weise weiter #contra
Vielleicht "darf" ich dann in die Kiwu-Klinik.. Ich denk mal, die kennen sich aus.

Nun habe ich erst mal die Nase voll von Arztbesuchen, Ultraschalluntersuchungen, teuren Medikamenten und Blut-zapfen.
Nach einem 3. Abort, OK, dann nehme ich das in Kauf. Dann gehts nun mal nicht anders.

Hat schon mal wer von euch so gedacht? Hat es schon mal wer von euch "drauf ankommen lassen"?
Wie habt ihr euch dann gefühlt. OK? oder größter Fehler des Lebens?

Es kann ja schief gehen... mit großer Wahrscheinlichkeit wird es das... Aber ich will grad nicht mehr.

Mein Mann hat aufgehört mit Rauchen und ich hab ne Immun-Kur gemacht... vielleicht hilft das ja #kratz

Ich hab grad Angst, Mist zu bauen. Mich selbst zu zerfleischen, sollte es wieder schief gehen.
Aber in mir sträubt sich alles gegen die ärztliche Begleitung durch die SS. Ich will nicht mehr. :-(
Ich fühle mich so verlassen von meinen Ärzten.

Beitrag von laila1984 27.04.11 - 21:34 Uhr

HI,

also ich hatte eine MA mit natürlichem Abgang (1.FG). die FÄ meinte ich muss mir keine Sorgen machen. Eine FG ist eigentlich nicht zu werten. Sie meinte 1 FG ist sogut wie keine FG und meistens liegt es an chromosomalen Fehlern des embryos und die nächste SS klappt dann. Wollte allerdings nicht darauf Vertrauen. Bin dann auf eigene Faust zum Internist und Nuklearmediziner und habe die offensichtlichsten Dinge (Quick-wert, Schilddrüse) abklären lassen. Wollte so meine Angst vor ner 2. FG verringern.Wäre sonst viel zu beunruhigt gewesen es drauf ankommen zu lassen. Habe bei der 2. SS gleich Utrogest bekommen und bis jetzt ist alles gut

Bin jetzt in der 25. SSW!

Ich denke das musst du beurteilen, was für dich besser ist. Ich hatte zuviel Angst vor noch ner FG. War ein riesiges Drama für mich.(Geschichte steht in meiner VK) Ich bin lieber 1x zuviel zum Arzt gegangen und habe mir Blut abnehmen lassen. Habe sogar Utrogest genommen obwohl nur der Verdacht auf GKS bestand.

lg Laila

Beitrag von unipsycho 27.04.11 - 21:46 Uhr

Nun.. ich habe für die 2. SS auch sehr viel Aufwand betrieben. Hab Utrogest genommen, Vitamine, ständig zum Arzt und in die Klinik, zig US-Untersuchungen. Hoffen, Zagen, Beten... hat alles nichts genutzt. Das war alles so SINNLOS, weil es eben doch wieder abgegangen ist.

1 Abort ist kein Abort. Aber 2 ist schon sch...

Beitrag von susanne2011 27.04.11 - 22:02 Uhr

Habe auch schon mehrere FG. Letzten Monat früher Abgang. Üben schon wieder. Hatte auch immer unruhige Kurve, wegen meines TSH Wertes(schildrüsenwerte schon gecheckt?) nehme jetzt mehr LThyroxin und Kurven sehen besser aus, bin auch sofort #schwanger geworden,nur leider kurz.:-(

Beitrag von unipsycho 27.04.11 - 22:17 Uhr

schilddrüse und gerinnung sollen am Montag gecheckt werden.
ich werde noch mal betonen, dass ich gern so viel wie möglich abgeklärt haben möchte. Meine Hausärztin steht den Tests etwas distanziert gegenüber ("ist doch Blödsinn").

Beitrag von turrita 28.04.11 - 07:25 Uhr

also deine tempi-kurve kommt mir gar nicht übermäßig unruhig vor. bei mir sieht das ähnlich aus.
wenn da jemand was dazu weiß, dann lese ich gerne mit!

Beitrag von fraeulein-pueh 28.04.11 - 08:36 Uhr

Hallo,
das Auf und Ab könnte tatsächlich für eine GKS stehen. Warum sträubst du dich so sehr dagegen? Wenn das einzige Problem, das ihr habt, diese GKS ist, dann würde Utrogest das Problem lösen und ihr könntet euren Zwerg behalten? Die Behandlung ist so einfach damit und es besteht absolut keine Gefahr, mit den Tabletten dem Embryo zu schaden.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du dich mit deinen Sorgen und Nöten allein gelassen fühlst. Dieses Problem kenne ich leider auch. Nur mit 4 FG und aktuell eines drohenden MA. Mein Eindruck ist, dass viele Ärzte nicht mit diesem Problem umgehen können und auch keine wirklichen Lösungsansätze kennen. Wenn du es in einem Kiwuze abklären lassen möchtest, dann kannst du dir dazu auch die Überweisung von deinem HA geben lassen. Erwarte aber auch dort nicht zu viel Hilfe. Wir waren in vielen verschied. Zentren und wirklich helfen konnte man uns nirgends. Das Problem war immer eher nur, wie man uns schnellstmöglich eine künstliche Befruchtung verkauft. Wenn es das Internet nicht gäbe, wäre ich wohl heute nicht bei dem Wissensstand und müsste mich blindlings auf die Antworten udn Aussagen eines Arztes verlassen. Manchmal klug, manchmal leichtsinnig. Aber im Großen udn Ganzen ist es sicherlich von Vorteil, wenn man weiß, wovon der Arzt spricht und wenn man gezielt nachfragen kann. Setz dich hin und informier dich über Gründe für FG. Da gibt es zahlreiche (Hormonstörungen, genet. Probleme, Schilddrüsenprobleme, Myome, Gerinnungsstörungen, GKS, etc.). Und dann versuch, die Ursache bei dir zu finden.

Ich würde das Risiko, eine weitere FG einzugehen, nicht mehr eingehen. Ich sehe jetzt, wie sehr es mich fertig macht. Wir haben schon so viel untersuchen lassen und haben sogar die Blutproben zu Reichel-Fentz geschickt. Wir haben von dort die Laborbefunde erhalten, aber haben dann den Weg doch nicht weiter verfolgt. Aber das war wahrscheinlich ein Fehler. Morgen haben wir Gewissheit. Aber - ein weiteres Mal riskiere ich das nicht. Wir werden den Weg fortsetzen und uns behandeln lassen. Erst wenn man alles versucht hat, kann man den Kopf in den Sand stecken.

Viel Glück!

Püh

Beitrag von unipsycho 28.04.11 - 09:32 Uhr

danke für deine Antwort.

Ja.. eigentlich bräuchte ich nur utrogest nehmen und dann wirds vielleicht gut.

Durch die letzte Schwangerschaft habe ich eine Riesenaversion gegen dieses Medikament...
Kann ich grad nicht richtig beschreiben wieso... mal schauen. Ich suche mir in den nächsten Tagen einen neuen Frauenarzt. Mal sehen, ob sich wer findet, der mir auch mal zuhört und meine Fragen beantwortet.

Das ist ganz schön heftig, was man erlebt, wenn es nichts wird mit dem schwanger werden. Bzw, BLEIBEN.
Keiner hat dafür verständnis. Erst wenn du über die 13.ssw bist, bekommst du von der Umgebung mal ein bisschen Mitleid... Erst dann wird einem gestattet zu Trauern. Das andere sind ja nur "Zellhaufen". #aerger
Wenn man nicht schwanger wird gibts irgendwie mehr Mitleid und Hilfe, als wenn man es zwar wird, aber nicht bleibt.
Komme mir so... UNGÜLTIG... vor.

Du sagtest, du hättest dich im Internet erkundigt. Ich finde irgendwie nichts richtiges. Nur so vages Zeug für Leute, die GAR nicht schwanger werden.
Oder Verharmlosungen.
Hast du ein paar informative Seiten für mich?

Beitrag von fraeulein-pueh 28.04.11 - 09:48 Uhr

http://tinyurl.com/5uvw7hg

;-) Nicht böse gemeint, aber mit den richtigen Suchwörtern findet man schon ein bisschen was (und ich lieb den Link, auch wenn er schon nen Bart hat) ;-)

Zurück zum Ernst des Lebens: Ich hab zumindest in meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass doch die meisten Menschen betroffen sind, wenn sie erfahren, dass wir bereits so viele FG erlebt haben. Nur ein paar wenige, gefühlskalte Idioten gibt es, die es einfach nicht nachvollziehen können. Bei diesen Menschen gehe aber ich einfach auf Abstand, soweit es geht. Im ärztlichen Bereich geht es da anders zu, leider. Aber ich denke, dass das entweder davon kommt, dass sie mit dem Problem überfordert sind oder aber davon, dass sie sich selbst schützen müssen. Wenn man immer Anteil an der Situation eines Patienten nimmt, macht man sich auf Dauer selbst kaputt.

Beitrag von unipsycho 28.04.11 - 10:15 Uhr

#rofl
ist ja süß :-)

ja... hmm... so weit war ich aber auch schon... hilft mir irgendwie gar nichts weiter.

Beitrag von fraeulein-pueh 28.04.11 - 10:26 Uhr

Wieso? Was suchst du denn dann?

In den Links findest du verschiedene Gründe für FG. Mit einer Liste kannst du das nach und nach bei dir abklären lassen.

Beitrag von kleeblatt-83 28.04.11 - 12:18 Uhr

ich kann dich verstehen, ich habe zwar "erst" eine fg und habe auch schon eine gesunde, 6-jährige tochter aber ich habe auch das gefühl das mich weder mein HA noch mein FA ernst nehmen.
beide meinten die ganze zeit der schwangerschaft über alles sei super und meine sd-werte sind in der norm(TSH bei 3.06miU/L)... sie meinten aber die norm für nicht-schwangere und keiner von beiden wußte das der wert bei schwangeren niedriger sein soll (bei 1-2 miU/l)
das deprimiert schon wenn nicht einmal ein arzt weiß was gut für einen ist.

jetzt werde ICH dem arzt sagen wie ich meinen wert haben will und dann soll ehr meine dosis l-thyroxin dementsprechen erhöhen.
und dafür bezahlt man nen haufen geld#augen

lg kleeblatt

Beitrag von dydnam 28.04.11 - 16:01 Uhr

Ich hatte zwar keinen natürlichen Abort, aber mittlerweile schon 3 Auschabungen (mit jeweile einem gesunden KKind dazwischen).

Uns wurde auch letztes Mal (wie nach jeder AS) angeraten 2 oder sogar 3 Zyklen danach zu verhüten. Nach den ersten beiden FGen haben wir das noch gemacht, jetzt nach der 3. hatte ich nach einem Verhütungszyklus die Nase voll. Ich wollte nicht verhüten, will ja schließlich noch ein Kind. Der eine Monat Verhütung war mir selbst auch wichtig, einfach vom Gefühl her, aber alles darüber war nur noch seelische Tortur.

Ich habe mittlerweile auch nur noch ein Sch..ss-Wut, irgendwie ein eigenartiges Trotzgefühl, nach dem Motto "Jetzt erst recht!" Und wenns wieder schief geht, egal, dann halt gleich wieder, auch ohne langes Warten. Ich weiß nicht, ob man nach 3 FGen irgendwann abstumpft. #kratz

Kurioserweise war ich dann zur Zeit des ES, als es also zum ersten Mal dann wirklich so weit war, gar nicht mehr so überzeugt, dass wir schon wieder üben sollten. Haben dann zwar trotzdem geherzelt, aber ein merkwürdiges Gefühl hatte ich die Tage dann doch. Bin jetzt doch ganz froh, dass ich die 2. Mens nach AS (heute, nach langen 6 Wochen, wegen Zyste) doch noch bekommen habe. Aber diesen Monat gehts dann mit richtig gutem Gefühl wieder ran an die Sache. #huepf

Beitrag von unipsycho 28.04.11 - 22:09 Uhr

ich bin zum ES immer besonders sorgenlos. Hätte letzten Monat schon beinahe, aber mein Mann war schneller #hicks ;-)

ich such mir nen neuen FA und schau mal...