Zufall? Schicksal?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von butterfliege323 27.04.11 - 21:32 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich würde gerne mit euch über etwas diskutieren.
Denkt ihr, dass alles, was passiert Schicksal ist? Dass es also vorherbestimmt ist? Oder denkt ihr, dass alles einfach Zufall ist und so passiert, wie es fällt?

Aus gegebenen Gründen würde ich gerne mit euch darüber diskutieren und hoffe, dass eine schöne Diskussion zu Stande kommt!

Liebe Grüße, A.

Beitrag von svenja12 27.04.11 - 22:26 Uhr

Hallo.Ich denke das alles schon vorbestimmt ist.Mein Papa hat immer gesagt er wird nicht alt,und er bekommt die einschulung von meiner tochter nicht mehr mit.Leider hatte er recht er ist am 12.07.2010 gestorben mit gerade mal 52 jahren.Also ich sage immer so wie du Geboren bist ist dein Tod schon vorrausbestimmt.


lg svenja 12

Beitrag von parzifal 28.04.11 - 07:11 Uhr

Und seit wann hat er das gesagt? Als er kerngesund war?

parzifal

Beitrag von svenja12 28.04.11 - 21:27 Uhr

Er hat es öfters gesagt als er Gesund war und dann schon Krank war.Er ist aber völlig unerwartet gestorben.Also nicht an seine Krankheiten.


lg Svenja12

Beitrag von glucke68 28.04.11 - 17:56 Uhr

Hallo

an Silvester 89/90 haben wir meine Mutter gefragt,wie sie im Mai ihren 40. Geburtstag feiern möchte. Sie sagte uns,dass sie keine 40 Jahre wird

3 Monate vor ihrem 40. Geburtstag ist sie verstorben an einem Sekundentod, ihr Herz hatte einfach aufgehört zu schlagen :-(, sie war nicht krank.

LG
Daniela

Beitrag von schullek 29.04.11 - 13:39 Uhr

ich bin der überzeugung, dass wir ganz viel mit dem glauben an uns selbst und unsere lebensumstände beeinflussen. ein mensch, der sein leben lang fest daran glöaubt, dass geld den charakter verdribt, wird nie vieol davon besitzen. jemand, der immer glaubt eine schwere krankheit zu bekommen wird wohl eher als andere tatsächlich erkranken. und ein mensch, der davon überzeugt ist früh zu sterben, tja, was soll ich sagen. nicht dass dein vater seinen tod heraufbeschworen hat. aber es war seine überzeugung und eventuell war sie nicht unschuldig daran.
das phänomen nennt sich self fullfilling prophecy.

lg

Beitrag von tauchmaus01 27.04.11 - 22:26 Uhr

Ich denke dass alles so ist wie es eben ist. Vorherbestimmt.....nein, an sowas glaub ich nicht. Wie sollte das gehen? Irgendwo eine Riesenzentrale die entscheidet was wann passiert?

Total langweilig, oder?

Aber ich glaube dass die Menschen solche Gedanken brauchen....besonders in schweren Zeiten möchte man gerne glauben dass es das Schicksal gibt, dass "Jemand" uns lenkt und schon lange entschieden wurde was uns passiert. Wie sollte man sonst so manchen Schmerz ertragen? Wie die Angst vor dem Tod aushalten? Menschen brauchen den Glauben an Schicksal, den Glauben an Wiedergeburt oder den Himmel usw. einfach deshalb weil wir denken können.....und weil Menschen alles erklärt haben wollen.....

Im Grunde sind wir nur ein Haufen Atome,der Geist einfach elektrische "Blitze" im Gehirn und eines Tages wenn wir gehen, zerfällt der Körper, alle Atome trennen sich wieder voneinander und werden zu Erde oder zu einer Blume, zu einer Wolke, einem Schmetterling oder sonstwas. Und das ist und bleibt unser menschliches Schicksal......ein Haufen wandelnder Atome mit Gedanken an das Schicksal und dem Wunsch nach einer Erklärung des Warums!

Mona

Beitrag von punkt3 28.04.11 - 11:54 Uhr

"Aber ich glaube dass die Menschen solche Gedanken brauchen....besonders in schweren Zeiten möchte man gerne glauben dass es das Schicksal gibt, dass "Jemand" uns lenkt und schon lange entschieden wurde was uns passiert. Wie sollte man sonst so manchen Schmerz ertragen? Wie die Angst vor dem Tod aushalten?"

Oh grade das ist es, was mich daran jeglichen Gedanken an Glauben auch nur weit von sich weisen läßt! Wie kann es tröstlich sein, dass jemand anderes entschieden hat, dass ich leiden soll? Dass z.B. mein Kind stirbt und ich deshalb leide? Und dass alles was ich mache, egal ist, weil es schon vorbestimmt wurde?

Ansonsten denke ich wie Du: Alles ist wie es ist und passiert, grade weil es passiert.

Beitrag von schullek 29.04.11 - 13:41 Uhr

"Oh grade das ist es, was mich daran jeglichen Gedanken an Glauben auch nur weit von sich weisen läßt! "

und was wäre, wenn es etwas größeres gäbe, was wir nicht begreifen, da es sich unserer vorstellungskraft entzieht, was aber eben nicht über dein leben konkret entscheidet? in vielen glaubensgemeinschaften geht man von einem lenker aus, der alles bestimmt. was aber, wenn der lenker gar nicht bestimmt, sondern einfach nur das große ganze, das wir nicht überblicken, überwacht?

lg

Beitrag von umsche 28.04.11 - 11:43 Uhr

Ich denke, dass alles was passiert, irgendeinen Grund hat. Dass man etwas Bestimmtes erlernt, erlebt, erfühlt, um z.B. etwas anderes nachvollziehen zu können, etwas anderes erleben, etwas anderes vollbringen zu können. Irgendwie sowas...

Beitrag von michi0512 28.04.11 - 13:41 Uhr

Genau so sehe ich es auch. Das was uns wiederfährt macht und am Ende zu dem Mensch, der wir sind.

Vorherbestimmt sehe ich die Dinge nicht. Aber stets zum rechten Zeitpunkt um irgendeine "Lektion" zu erfahren.

Beitrag von madamefroehlich 28.04.11 - 13:02 Uhr

Hallo!

Also ich denke einiges spielt *ZUSAMMEN* eine große Rolle, das vielleicht Vorherbestimmte sowie das Schicksal und der Zufall.
Oder meinst du, das zb. bei Autounfällen, das vorherbestimmt ist, das gerade eine Familie im Auto sitzt??

Denke das ist dann wohl eher der blöde Zufall und sowas ist einfach nur Tragisch. Das kann doch garnicht vorher bestimmt sein.
Aber ich glaube auch, das viele Menschen so einen *Glauben* brauchen, damit sie damit besser umgehen können.

Meine Oma ist mit 56 Jahren an Krebs gestorben, glaube nicht das das Schicksal war sondern einfach eine schlimme Krankheit.
Meine Uroma (82) starb genau 3 Monate später nach meiner Oma, weil sie einfach nicht mehr leben wollte und da denke ich das es eher Zufall war, das es auch so für sie geklappt hatte, den sie war eigentlich gesund außer etwas Asthma.

Denke eine große Rolle, bei sowas ist eher der Mensch selber, Körper und Seele, Familie und Umfeld, in welche Richtung man sich in *seinem* Leben bewegt und auch der Zufall (ob nun positiv oder negativ) spielt da ebenfalls eine große Rolle.

VORBESTIMMT ist für mich nichts, sonst bräuchte man ja nichts mehr tun und einfach warten, auf das was passiert. Wenn es vorbestimmt ist.
Dann lohnt es sich garnicht mehr sein Leben zu Leben.
Den nur ich alleine bestimme wie mein Leben verläuft, den aus jedem Rückschlag lernt man genau so wie aus schönen Erlebnissen. Was ich aus der jeweiligen Situation mache, ist mit Sicherheit nicht vorbestimmt.

Beitrag von tinka85 28.04.11 - 13:04 Uhr

Hallo,

ich bin schon der Meinung, dass viele Dinge einen Sinn ergeben und nicht einfach nur Zufall ist.
Umgekehrt denke ich aber auch, dass man seine Strafen auch auf andere Art bekommt.

Meine Familie zB besteht nur aus Schweinen. Einzig meine Schwestern stellen meinen Halt dar.

Eins von diesen Arschlöchern ist vor einem halben Jahr gestorben.

Er saß seit ich Baby war immer wieder im Gefängnis,kam wieder frei, hat wieder vergewaltigt (auf brutale Weise), ist wieder rein und hat zwischendrin gemeinsam mit uns gelebt, nahm Teil usw. Das zog sich ewig hin.
Jahrelang wusste man nur dass er wieder raus ist.

Bis man einen Anruf erhielt, dass er seit langem schwere Herzprobleme hatte, in seiner kleinen, dreckigen Bude betreut wurde (für mehrere Stunden am Tag) und er am Morgen tot aufgefunden wurde. Er hat das 3 mal überstanden und jedesmal qualvolle Stunden gehabt - und beim letzten Mal hat er es dann nicht mehr gepackt.


Jetzt warte ich auf zwei weitere Botschaften dieser Art, die für mich noch mehr Bedeutung haben - und ich bin mir sicher, dass ich sie erleben werde.

Beitrag von espirino 28.04.11 - 15:11 Uhr

Hallo,

ich glaube nur an Ursache und Wirkung, so sinnlos wie das manchmal sein mag was passiert.

LG Jana

Beitrag von splisskill 28.04.11 - 17:09 Uhr

Es ist echt schwierig zu sagen, habe mir auch des Öfteren Gedanken darüber gemacht gerade weil wir im Bekanntenkreis einiges Erlebt haben!
Da wäre Z.B. das 3 jährige Kind, fällt vom Hochbett -> Schädelbasisbruch liegt im Koma kämpft sich zurück ins Leben! Ein Jahr später erkrankt sie an einer Hirnhautentzündung und stirbt! War es jetzt vorbestimmt?
Oder Freunde von meinen Eltern -> Mann rettet sich aus brennendem Haus ca zwei Jahre später schläft er mit einer Zigarette auf dem Sofa ein und verbrennt! Schicksal oder sollte es so sein?
Ich frage mich das immer wieder und es ist echt seltsam und was es manchmal für Sachen auf dieser Welt gibt :-(
Es passieren manchmal die schrecklichsten "Schicksale" wo man denkt (zumindest bei mir so) das hätte sollen so sein!
Ich lag während meiner Schwangerschaft lange im KH mein Opa lag zur selben Zeit auf ITS immer wenn es meinem Kind schlecht ging ging es meinem Opa besser und wenn es meinem Kind gut ging baute mein Opa ab! Schließlich kam mein Sohn auf die Welt und mein Opa starb!
Ich bin der Meinung er machte "Platz" für mein Kind!
Sorry fürs #bla
LG Splisskill

Beitrag von stoltze-mami83 28.04.11 - 21:24 Uhr

Hallo

also wenn wirklich alles vorherbestimmt ist dann möchte ich denjenigen der das entscheidet bitte gegenübertreten und den galant eine in die ****** geben.

denn so verkorkst wie mein leben gelaufen ist und weiterhin laufen wird hat er es sicherlich verdient.


lg

Beitrag von schullek 29.04.11 - 13:36 Uhr

hallo,

ich denke, dass jedem mensch gegeben ist, das beste aus seinem eigenen leben zu machen. was das auch immer sei. näher definieren möchte ich das gar nicht. das würde es zu sehr eingrenzen. die lebensumstände wiederum und alles, was einem im leben begegnet und passiert, formt und beeinflusst diesen weg.
schicksal würde ich es also nicht nennen. eher die möglichkeit.

lg

Beitrag von golm1512 29.04.11 - 13:45 Uhr

Ich hatte mehrmals im Leben die Möglichkeit zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Es hätte alles auch ganz anders laufen können.

Nein, ich denke nicht, dass alles vorherbestimmt ist. Das wäre ja auch langweilig. Diese Sterbeankündigungen, die hier als Beispiel genannt werden, können auch selbsterfüllende Prophezeihungen sein.

Nein, mir ist sich er nicht in die Wiege gelegt worden, dass ich jetzt hier in dieser Situation lebe. Es gab Ereignisse, die mich das Lwäre, wenn ich anders entschieden hätte.

Wenn ich glauben würde, dass alles vorherbestimmt wäre, dann müsste ich mich selber ja gar nicht mehr bemühen. Einige bekommen mehr Chancen als andere, aber niemand ist von der Pflicht entbunden, sich auch mal zu entscheiden oder sich auf die Hinterbeine zu setzen.

Und manchmal hilft es, einfach mal anzunehmen, was passiert. Es gibt niemanden in der großen Schaltzentrale. Manches passiert eben. Ob alles einen sinn hat, kann ich erst am Ende meines Lebens sagen....



Beitrag von derhimmelmusswarten 29.04.11 - 21:45 Uhr

Ja, das denke ich.

Beitrag von sohnemann_max 30.04.11 - 07:13 Uhr

Hi,

ich bin felsenfest davon überzeugt, dass alles, was passiert, vorbestimmt ist. Ich bin der Meinung, dass es sogar bis auf den Tag genau vorbestimmt ist.

Was man generell aus seinem Leben macht (Karriere usw.) liegt in jedem Menschen selbst. Der Rest ist vorbestimmt.

Diese Erkenntnis habe ich aber auch erst in den letzten 10 Jahren gesammelt.

Und bei mir ist es auch so, dass ich vor ca. 8 Jahren angefangen - hobbymäßig - Karten zu legen. Ich kann es nicht beantworten warum das so ist, aber grobe Richtungen sind mir IMMER richtig vorgegeben worden. Egal ob freudig oder traurig. Warum wie gesagt - weiss ich nicht. Selbst mein Mann hat immer mit den Augen gerollt, als ich mit den Karten abends hantiert habe. Ein Paar Schicksalsschläge habe ich ihm wochenlang vorher gesagt - natürlich habe ich ein Lächeln zurückbekommen.... bis diese Ereignisse eingetreten sind. Das ging 1 mal so, ein zweites Mal so, ein Drittes mal.

LG
Caro