Freundin hat MS diagnostiziert bekommen...

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von chaosmal4 27.04.11 - 21:32 Uhr

Hallo, weiß gerade nicht wohin mit den Gedanken....machen kann ja nichts - ausser da sein wenn sie es braucht.......

Gibts hier jemanden der auch die Diagnose Multiple Sklerose hat? Wie kommt ihr zurecht, was hat euch nach der Diagnose geholfen?

Meine Freundin hat es wie ein Hammerschlag getroffen, 30, kerngesund bis dato (durch den Job sehr engmaschig gesundheitlich unter Kontrolle), alleinerziehend, viel arbeitend........einen Tag fiel das Bein etwas aus, nach einer Woche zum Arzt, dann einige Untersuchungen, MRT - 3 Tage Krankenhaus, Cortison in hoher Dosis, noch mehr Untersuchungen im spezial Kh und sofort da behalten.... und Diagnose nun schlussendlich MS.

Wissen gerade nicht so recht weiter, momentan hat sie erstmal dicht gemacht denke ich, da sie nicht auf SMS/Telefon antwortet, liegt in einer anderen Stadt im KH - ist auch ok, weiß ja das wir da sind, aber nun fragt man sich ja was man als Freundin nun machen kann.

Was hat euch geholfen oder wie seid ihr damit umgegangen?

#gruebel

Beitrag von jolin80 27.04.11 - 22:04 Uhr

Hallo ,

du kannst nichts machen ausser für sie da sein .
Bedrängt sie nicht , lasst ihr ein bisschen Zeit .

Sie muss es akzeptieren und jetzt versuchend as beste daraus zu machen .
Klar ist das jetzt erstmal ein Tiefschlag , aber das Leben geht weiter .

Ich denke sie wird medikamentös eingestellt werden , das bedeutet u.U. mehrmals die Woche spritzen , gibt aber schlimmeres und nur so kann man versuchen schlimmeres zu verhindern .

Ich habe selbst MS und hier bei Urbia treiben sich sehr sehr viele herum ;-)

Wenn du noch Fragen hast kannst du dich gerne melden .

lg

Beitrag von anbilo 28.04.11 - 14:27 Uhr

Hallo!

Da gebe ich vollkommen recht. Sei für die da und höre ihr zu. Das hätte ich damals nach meiner Diagnose auch gut gebrauchen können.

Das gute ist ,das Ms kein Todesurteil ist und das nur ein kleiner Bruchteil im Rollstuhl landen könnte.
Da sie Alleinerziehend ist und berufstätig ist hat wohl ihr Körper gesagt das sie eine Auszeit braucht.

Ich hab es nun seit fast 8 Jahren, nehme keine Medikamente und lebe wie bisher. (manchmal ein kleines Schübchen)

Die zeit wird zeigen wie die Krankheit verläuft.
Du darfst dich natürlich auch bei mir erkundigen wenn du Fragen hast.

von Anbilo

Beitrag von chaosmal4 28.04.11 - 20:30 Uhr

Hallo ihr 2!
Lieben Dank für eure Antworten! Gestern hat sie sich noch kurz via SMS gemeldet und vorhin haben wir kurz telefoniert. Warte noch auf nähere Infos und das sie morgen hier in der Stadt weiter behandelt werden kann.

Ist ja irgendwie eine Spirale und man weiß momentan nicht wo man wie anfangen muss. Ist ja nun so viel zu bedenken umdenken usw.

Wie habt ihr es euren Kindern erklärt?

Ihr Kind weiß bisher nur das sie krank ist und im KH nun behandelt wird damits ihr wieder gut geht......
Hab mal gegooglt und das Buch Benjamin gefunden. Kennt ihr das?Empfehlenswert? Er ist 5.

Seit ihr in MS Gruppen? Oder habt ihr euch nach der Diagnose z-B dem DMSG angeschlossen?

Beitrag von anbilo 29.04.11 - 17:07 Uhr

#winkeAlso meine Tochter war gerade 1/4 jahr alt als meine Diagnose herauskam. Ich habe ihr erst nun erzählt das ich die Krankheit habe ( sie wird 8), weil meine Krankheit so ruhig verläuft. Mein Sohn ist auch 5 und er weiß es noch nicht, aber irgendwann werde ich es ihm auch erklären. Ich möchte aber beide Kinder nicht nun schon beunruhigen.

Aber sicher ist es gut wenn sie ihren Sohn nun schonend erklärt, daß da etwas in ihr schlummert. Das wird er schon verstehen, denn schließlich habe die Kleinen sehr gute Fühler und merken sowieso das was nicht stimmt.

Gruß sie schön und sag das auch wieder bessere Zeiten auf sie zukommen wird.

Das benjamin Buch kenne ich garnicht, werd mal nachschauen. Danke für die Info.

Ach ja... bei der DSMG bin ich gemeldet, das ist aber nur in der ersten Zeit interessant, nachher sind es eh die selben Infos.

Lieben gruß von Anbilo

Beitrag von chaosmal4 30.04.11 - 00:20 Uhr

Sie ist komplett am Boden :(
Weiss nicht wie ich ihr Mut machen kann.... Kortison schlaegt nicht an, es ist wohl nicht der 1.Schub - hat viele Narben, Halsmark ist auch betroffen und es gibt einige akute Herde und einige noch nicht abgeklungene....
Aertze wissen wohl gerade auch nicht weiter.

Beitrag von anbilo 30.04.11 - 12:06 Uhr

Ich kann so mit ihr mitfühlen, so ging es mir am Anfang auch so. Ich habe auch lange gebraucht damit klarzukommen. Wenn sie wieder zuhause ist wird es aber besser. Weißt ja, in der gewohnten Umgebung kann man sich auch besser gehen lassen.

Die Entzündungen müssen natürlich abheilen, das kann etwas dauern. Dazu kommt die Kortison-therapie. Die schlaucht sehr,sehr,sehr.........
Aber denke daran solange sie im KH ist wird sie behandelt und ist aufgehoben.

H.G. anbilo