Gründe fürs Kinderkriegen

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Beitrag von flying-phoenix 27.04.11 - 22:17 Uhr

Ich wollte mich mal umhören, welche Gründe jeder fürs Kinderkiegen oder zum Kinderwunsch hatte, da ich zeitweise einen starken KiWu hatte, aber mit meinen Hintergründen mich eher als Ausnahme sehe.

In den vergangenen Jahren wollte ich zwischenzeitig immer wieder ein Kind. Meist waren es Phasen, in denen mir etwas im Leben emotional fehlte, ich mit allem nicht ausgefüllt war. Oft waren es schwierige Zeiten, beispielsweise zu Beginn meiner Rheumaerkrankung oder als ich mich im Studium vollkommen überfordert gefühlt habe.

Das waren Momente, in denen ich mir beinahe wünschte, ungeplant schwanger zu werden, um dann sagen zu können: "Ich kann ja nicht, ich bin ja Mutter." Dabei habe ich das Kinderhaben auch immer wieder idealisiert, habe gedacht, dann hat man Zeit für sich, ist nicht immer gehetzt und muss sich für nichts mehr rechtfertigen.

Gerade im Studium habe ich mir oft anhören dürfen: "Du bist ja nur Studentin, du hast doch eh nichts zu tun." Es hieß zwar immer, das sei alles ein Spaß gewesen, aber ich habe mich immer zutiefst herabgesetzt gefühlt. Ich hab neben dem Studium 10-12 Stunden pro Woche gearbeitet, aber wirkliche Erfüllung habe ich in allem nicht gefunden. (Daher habe ich nun auch abgebrochen, aber das ist ein anderes Thema.) Nebenbei gesagt hatte ich auch in der Vorlesungszeit oft eine 50-60-Stundenwoche, nur für die Uni. Haushalt kam noch dazu und einen Abend pro Woche mit Freunden konnte ich mir meist freischaufeln.

In Momenten der völligen Überforderung oder - als ich länger krankgeschrieben war - der völligen Unterforderung habe ich ein Kind immer als Rettungsanker gesehen. Ich bin froh, kein Kind bekommen zu haben und niemals die Verhütung aufgegeben zu haben.

Aber genau in den Momenten sagte ich, ich sei mit meinem Leben zufrieden und sei vollkommen bereit für ein Kind.

Denn immer, wenn ich wirklich aus tiefstem Herzen glücklich bin, machen mir Kinder verdammt Angst. Bisher habe ich immer gesagt, jedes Studium ist leichter als ein Kind großziehen - und für das Studium hatte ich nicht genug Nerven. Also hoffe ich, wirklich niemals Mutter zu werden...


Daher wollte ich mal fragen, was eure Gründe waren, Kinder zu bekommen oder woran ihr gemerkt habt, dass es der richtige Zeitpunkt zum Kinderkriegen ist.

Beitrag von lulu2003 27.04.11 - 23:07 Uhr

Puuuuh, eine wirklich schwierige Frage. Aber ich traue mich da mal ran.....

Ich denke bei mir war es der Grund, den richtigen Partner gefunden zu haben. Ich hatte davor eine siebenjährige Beziehung, in dem ER ein Kind wollte, ich aber dankend abgelehnt habe. Meinen jetzigen Mann kannte ich damals vier Wochen und ich wußte, er wird der Vater meiner Kinder.

Wenn man glücklich in einer Beziehung lebt, fehlt oft zur Vollendung etwas "gemeinsames". Bei uns kam das Kind sogar bewußt vor der Ehe, weil mir die damals nicht so wichtig war.

Der Grund nicht mehr arbeiten gehen zu müssen und deshalb ein Kind bekommen, kam für mich nie in Frage. Zumal man mit Kindern durchaus sehr viel Arbeit hat. Aber ich als Mutter und Hausfrau bekomme oft Seitenhiebe verpaßt da ich ja nur daheim hocke und es ja soooo toll habe.

Wichtig finde ich, wenn man sich für ein Kind entscheidet, das die Basis stimmt. Stabile Partnerschaft, geregeltes Einkommen usw.
Ein Kind verändert sehr viel. Wenn da zusätzliche Probleme auftauchen, kann es echt kritisch werden.

Beitrag von rosastrampler 27.04.11 - 23:28 Uhr

Für mich ist Familie durch nichts auf der Welt zu ersetzen.

Beitrag von morjachka 27.04.11 - 23:50 Uhr

"Du bist ja nur Studentin, du hast doch eh nichts zu tun."

Hallo!

Mütter müssen sich auch so etwas in der Richtung anhören. Und arbeitenden kinderlosen Frauen wird auch oft vorgehalten, wie gut sie es haben. Egal was du machts, es ist falsch.

"Nur" Mutter zu sein ist blöd.
"Nur" arbeiten ist blöd.
Arbeitende Mutter zu sein ist auch blöd.

Die Leute haben immer etwas zu reden.

Ich kenne Mütter in deinem Alter, die kommen super zu recht. Ich hätte es mir mit 23 nicht vorstellen können. Die eine eher, die andere später. Warte einfach mal ab, jetzt muss du ja noch keine Entscheidung treffen.

Ich finde es schrecklich, wenn man sagt "Ach, bekomme für dich selbst ein Kind, der Partner ist egal". Obwohl ich mir ein Kind wünsche, sehe ich es als ein Ergebnis und nicht als ein Ziel.

LG und mach dir keinen Kopf!

Beitrag von kamikazekatze 28.04.11 - 01:38 Uhr

Weil etwas in mir beschlossen hat, das es so sein soll. Da war keine Vernunft im Spiel, das war reines Gefühl. 2x ;-)

Beitrag von julia2809 28.04.11 - 01:39 Uhr

Ich glaube, du bist keine Ausnahme, aber ich glaube auch daß viele Frauen diese Motivation so niemals zugeben würden- sie werden dann einfach"ungewollt"schwanger. Häufig kann man das bei sehr jungen Frauen aus problematischen Familien beobachten. Ich denke, es spielt der Wunsch "etwas ganz für sich alleine und zum Liebhaben"eine Rolle und die Vorstellung, sich selbst eine ideale kleine Welt erschaffen zu können.
Ebenso werden Kinder häufig bekommen um eine Beziehung zu retten oder sich selbst aus einer als unangenehm empfundenen Lebenssituation zu "befreien".
Aus meiner Sicht sind solche Lebensplanungen zum Scheitern verurteilt, denn es instrumentalisiert das Kind.
Ich denke, daß man Kinder um der Kinder willen bekommen sollte. Weil sie fröhlich, so ehrlich, so wißbegierig sind. Weil jedes Kind einzigartig ist, weil es sich entwickelt und man immer Neues entdecken kann. Und gerade deswegen sind sie so anstrengend. Irgendwie sind Kinder wirklich eine Selbsterfahrung: Man lernt ganz neue Seiten an sich kennen- unter Schlafmangel ruhig und freundlich zu sein, tausendmal zu erklären, warum dieses oder jenes nicht gut ist, bei Migräne trotzdem das Bett zu verlassen um Mittagessen zu kochen und die eigene Hilflosigkeit und Wut zu händeln wenn das Kind während eines Trotzanfalls schreiend in der Drogerie liegt und wildfremde Menschen gute Ratschläge erteilen. Es ist also keine Rückzugsmöglichkeit in eine kleine heile Welt-im Gegenteil: Man entläßt kleine Menschen Stück für Stück in diese große Welt und man muß sie dabei begleiten, sich selbstständig darin zurechtzufinden.
Außerdem glaube ich, daß ein Kind im besten Fall mit Vater und Mutter in einer intakten Familie aufwächst. Aber auch hier lauert echtes Gefahrenpotential, denn häufig ist es nicht so, daß mit der Geburt des Kindes alles "noch viel schöner"wird...
In deinem Alter würde ich mir wirklich noch Zeit lassen. Finde erst mal zu dir, deinen Wünschen und Zielen und dann ist immer noch viel Zeit und du kannst dir alles in Ruhe überlegen.

Beitrag von josili0208 28.04.11 - 02:17 Uhr

Ich finde, das hast Du toll beschrieben. Ich bin ungewollt mit 23 schwanger geworden und kam daher nie an einen Punkt, an dem ich mir wirklich Gedanken dazu machen konnte. Ich hatte zwar eine abgeschlossene Ausbildung und arbeitete auch schon einige Jahre, aber dann wurde ich halt schwanger und plötzlich war alles anders. Irgendwie war ich dann die "geborene Mutter", es fiel mir leicht mich in meine Tochter hineinzuversetzen und ich war gern Mutter, aber nach wenigen Monaten fing mir die Decke an auf den Kopf zu fallen - mein Kind war mein ein und alles aber sie musste nebenher laufen, weil nur Mutterdasein lag mir gar nicht.
´
Die Zeit verging und ich dachte immer wieder, dass ich niemals ein Einzelkind wollte (eigentlich wollte ich ja eh nie ein Kind, so bewusst ;-)). Aber irgendwie hat es für ein 2.Kind nie wirklich gepasst: neuer Job, neues Land, neues Leben, nie Zeit. Nach 6 Jahren wurde ich unbemerkt (wenn auch vielleicht nicht 100% ungewollt) wieder schwanger. Ich merkte es erst, als ich eine Fehlgeburt hatte. Und DA hatte ich dann zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben einen wirklichen Kinderwunsch. Und im Nachhinein war es genauso wie Du schreibst: mir fehlte was, der Verlust des anderen Kindes nahm mich sehr mit, ich wollte diese Lücke füllen und mich mit einem neuen Baby trösten. Ich wurde dann kurz darauf gewollt schwanger, nicht geplant aber gewollt.
Das 3.Kind war wieder eine grosse Überraschung und absolut ungeplant und auch ziemlich ungewollt (bis zum ersten US ;-)).
Tja und nun sitze ich hier mit "abgeschlossenem Kinderwunsch" ohne jemals wirklich einen Kinderwunsch gehabt zu haben. Btw alle Kinder vom gleichen Mann, also kann ich auch nicht behaupten, der Kinderwunsch stellte sich ein, als ich den richtigen Mann gefunden hatte.

Deswegen ist meine Antwort auf Deine Frage: es gibt keine Gründe für oder gegen Kinder, die passieren einfach wenn es so sein soll. Bei mir zumindest ;-) Ich finde, man sollte diese Frage nicht kaputtgrübeln, denn es gibt keine rationale oder richtige Antwort.

lg jo, geborene Mutter von 3 ungeplanten Kindern.

Beitrag von flying-phoenix 28.04.11 - 07:45 Uhr

Danke für die bestehenden Antworten.

Den richtigen Partner setze ich für den Kinderwunsch einmal vorraus. Mein Mann wäre wahrscheinlich der liebste Vater der Welt, aber ich zweifle sehr an meinen Mutterqualitäten.

Vielleicht sehe ich auch alles anders, wenn ich beruflich "fest im Sattel" sitze.

Mit 23 bin ich natürlich noch recht jung - wenngleich viele Freunde von früher mittlerweile Eltern sind und mich immer wieder drängen, doch auch Mutter zu werden. Eine Bekannte von mir wollte vor 35 nie Mutter werden - und mit einem Schlag dann doch.

In den letzten Jahren habe ich mir Kinder als anstrengend, aber gleichzeitig sinngebend vorgestellt. Zumal Kinder immer bei Versagensängsten sehr verlockend klangen.

Auch im Bekanntenkreis habe ich manchmal den Eindruck, dass Kinder herhalten müssen, wenn etwas schlecht läuft. Eine Freundin wurde geplant schwanger, nachdem sie die Ausbildung beendet hatte und keinen Job gefunden hatte. Noch nicht so lange vorher konnte sie sich Kinder nicht wirklich vorstellen.

Für mich hoffe ich, dass ich wirklich nicht Mutter werde. Mein großer Traum war immer Arbeit, denn ich komme aus einer Familie, die zwar Kinder, aber keinen Job hatte und wir das sehr gespürt haben.

Gegenwärtig kämen wir mit einem ungeplanten Kind wohl über die Runden - aber große Extras wären dann nicht mehr drin. Und genau diese Extras liebe ich so, mal ein Wochenende wegfahren, den Urlaub planen, Essen gehen, wenn wir Lust haben, Einkaufen gehen und mitnehmen, was gefällt. Wir genießen es, an freien Tagen einfach im Bett zu kuscheln, einen Film zu gucken, etwas essen gehen und Schatzis Pferd zu besuchen.

Wenn der Kinderwunsch aufrichtig ist, verzichtet man gern. Aber ich habe nach 2, 3 Monaten KiWu oft wieder eine 180° Kehrtwende gemacht und war unendlich froh, nicht beim ersten hormonellen Wirrwarr ein Kind bekommen zu haben. Gerade, wenn wir unterwegs sind, kann ich mir ein Kind nicht vorstellen, im hektischen Alltag denke ich aber selten doch: "Ach, wenn wir doch ein Kind hätten, dann könnten wir xyz." Ich sehe dann vor mir, dass ich tagsüber spazieren gehe (war in den letzten Monaten nahezu nie drin), male und bastle und all das mache, was ich gern mache. Wenn ich ehrlich bin, mein Kind sollte auch immer nur das mögen, was ich mag.

Und mit der Zeit habe ich gemerkt, dass mir nur Zeit für mich fehlte, weil ich mir aufgrund von Karrierewünschen meinen Terminplan so vollgepackt hatte, dass ich nur für mich keine Zeit zum Atmen hatte. Meine Freizeit habe ich dann gern mit meinem Schatz verbracht, aber zu Dingen wie einfach einer Gesichtsmaske, einem Buch in der einen Hand und einen Tee in der anderen fehlte mir alle Zeit. Die fehlt mir mit Kindern wohl aber auch, wenn ich hier bei Urbia querlese. Oft beginne ich hier einfach zu lesen, wenn mich wieder der Gedanke packt, dass ein Kind ja herrlich entspannend sei.

Beitrag von puenktchens.mama 28.04.11 - 10:07 Uhr

Hallo.

Du musst Dich doch nicht entscheiden. Du musst doch nicht jetzt für alle Zeit beschließen, ob Du je Kinder möchtest oder nicht. Unser erstes Kind kam ungeplant - daher weiß ich nicht, ob es jemals DEN perfekten Moment zum kinderkriegen gibt. Wahrscheinlich nicht.

Mit Kindern steckt man zurück. Man steht hinten an. Eigene Bedürfnisse werden fast komplett zurück geschraubt. Aber weißt Du was?! Ich glaube, die meisten machen das liebend gern! Heute frage ich micht, was ich nur 'damals' ohne Kind den lieben, langen Tag gemacht habe. Zum Glück ist uns unser Kind 'passiert', ich habe aber immer ein Kind haben wollen - irgendwann später.
Das Beste daran: Die Liebe! Ich hab nie gedacht jemals solch eine Liebe empfinden zu können! Und die reicht auch locker für ein zweites.

Mach doch erst mal Dein Ding. Sei unabhängig und gib Dein Geld aus wofür Du willst. Irgendwann wirst Du vielleicht merken, dass Dir das nicht reicht und Du bereit für ein Kind bist.


Mir fällt es übrigens schwer, nachvollziehen zu können, warum Frauen gewollt kinderlos bleiben - hätte ich doch immer das Gefühl etwas verpasst zu haben.


Lass Dir Zeit.

Beitrag von ichclaudia 28.04.11 - 08:32 Uhr

Hallo,

hm, einen richtigen Grund fürs Kinderkriegen gabs bei mir eigentlich auch nicht. Ich hab immer gesagt: Ich wünsche mir Kinder, aber mit Babys kann ich so rein gar nichts anfangen, dieses Wickeln, Fläschen machen, durchwachte Nächte etc. fand ich immer schon doof. Irgendwann war ich dann 27 und hab mir gesagt: Entweder ich fang jetzt an oder nie und schwupps, war ich schwanger...Die ersten 1 1/2 Jahre waren die reine Katastrophe, um so größer unser Sohn nun wird, um so schöner ist es mit ihm.
Zwischendurch hatte ich jetzt einige Fehlgeburten und möchte aber unbedingt noch ein zweites Kind...Das einzige, was mich daran stört: Die Babyzeit...Aber das zweite kommt bestimmt auch noch irgendwann.

Ach so, ein kleiner Grund fällt mir vielleicht noch ein, warum ich gern Kinder möchte. Ich möchte im Alter nicht ganz allein sein. Mir ist klar, dass Kinder auch vor mir versterben können oder in eine fremde Stadt ziehen etc., aber ich möchte einfach nicht so ganz allein sein - vielleicht verstehst du ja wie ich das meine..

LG

Beitrag von lbeater01 28.04.11 - 08:57 Uhr

Hallo,

ich habe noch keine Kinder, aber ich habe einen großen Kinderwunsch seit ich 17 Jahre bin.

Das ist eigentlich kein bewusstes Wünschen, sondern eher etwas was von innen kommt.
Es fühlt sich an, als ob ich jemanden stark vermisse. Nur kenne ich denjenigen noch nicht. Denn ich habe ja noch kein Kind.
Es wird auch noch etwas dauern.

Natürlich gibt es aber bei mir auch bewusste Gründe für Kinder.
Ich liebe Kinder. Ich könnte ständig Kinder um mich rum haben. Ich finde sie einfach toll.
Ich habe meinen Bruder teilweise mit großgezogen und ich passe öfter auf die Kinder meiner Freunde auf.
Und ich werde jetzt wahrscheinlich auch eine neue Ausbildung anfangen als Erzieherin (ich bin gelernte Industriekauffrau).

Außerdem möchte ich unebedingt diese Erfahrung machen. Einen Menschen großziehen, die Welt erklären, auf das Leben vorbereiten. Die bedinungslose Liebe spüren, irgendwann mal hoffentlich meine Enkelkinder verwöhnen...

Ja das sind wohl so meine Gründe die mir jetzt spontan einfallen.

LG
Janina


Beitrag von och.nee 28.04.11 - 09:47 Uhr

Für mich war es immer irgendwie klar, dass ich mal ein Kind haben werde, davon war ich als Kind, als Teenager und als junge Erwachsene überzeugt. Das Wann habe ich mir dagegen nie ausgemalt und als ich mit 23 ungeplant schwanger wurde, waren Kinder bis zum positiven Test in unerreichbarer Ferne und trotz Gewissheit einmal welche zu haben, unvorstellbar. Ich habe da einfach nie weiter drüber nachgedacht und hatte deshalb auch nicht diesen präzisen Kinderwunsch wie ihn andere haben.

Als ich dann aber schwanger war, war es plötzlich völlig normal, kein großer Schock, keine großen Zukunfstängste (wenns andere schaffen, warum nicht ich?). Es fühlte sich an wie "das muss so sein" und obwohl die Basis nicht die war, die ich mir gewünscht hätte (alleine, beruflich lief es nicht etc.), war alles einfach schön und "richtig".

Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir die Entscheidung wann ich ein Kind bekomme, quasi abgenommen wurde. Ich hatte dadurch nicht die Möglichkeit mir darüber den Kopf zu zerbrechen ob ich bereit bin und ich habe nicht Angst haben müssen, vielleicht nie oder erst sehr spät Mutter zu werden. Es war einfach so und es war gut und rückblickend hat es sogar perfekt gepasst ;-)

Man kann sich ohne Kind einfach nicht vorstellen, wie es mit Kind sein wird. Man verändert sich, Prioritäten verschieben sich - und das ist ganz und gar nicht negativ, denn man verliert nichts, man bekommt etwas dazu.

Beitrag von nebelung 28.04.11 - 10:23 Uhr

Hallo.

Ich hab mir nie Gedanken darüber gemacht, was ein Grund für Kinder sein sollten.
Meine eigene Kindheit war ausreichend zu sagen, ich will keine Kinder.
Mein Mann war damit einverstanden.

Im Herbst 2004 wurde dann bei mir Endometriose diagnostiziert und die Chancen, ein Kind auf natürlichem Wege zu bekommen auf 0 geschätzt. Danach hab ich die Pille abgesetzt, weil ich es leid war, nahm sie seit 15 Jahren und wenn ich eh`nicht schwanger werden können sollte...

Oktober 2005 bekam ich die Quittung und war schwanger, Abtreibung kam aber nicht in Frage, nun gebe ich meinen Sohn nicht mehr her! ;-)
Wir haben es dann 2007 nochmal probiert und ich wurde überraschenderweise gleich schwanger.

Nun haben wir 2 Kinder, mein Mann hat sich sterilisieren lassen und ich versuche jeden Tag, meinen Kindern eine schönere Kindheit zu geben, als ich selbst hatte.

LG

Beitrag von umsche 28.04.11 - 13:08 Uhr

Ehrlich gesagt, ich habe mir nie groß Gedanken gemacht. "Bumms" und schon war ich schwanger. #ole Nicht unbedingt in Lebensphasen, in denen man ein Kind geplant hätte. Beim ersten lebte ich noch bei "Muttern" und mein Freund hat noch studiert. Beim zweiten hatte ich mich gerade von meinem Exmann getrennt und einen neuen Job angenommen (war noch in der Probezeit) und das Kind war vom niegelnagelneuen Freund. Mit dem dritten Kind war ich schwanger in einer für mich extrem belastenden Lebensphase (gerade mein Papa gestorben und meine Mutter schwer krank). Dieses Kind habe ich verloren und ich denke, es sollte nicht kommen, weil ich es vielleicht nicht gepackt hätte.
Unser nun 3. Kind ist unser Pflegekind und auch zu dem bin ich schneller gekommen als gedacht.

C'est la vie und man nimmt es, wie es kommt und so ist dann auch richtig und gut. Ich würde es wieder so haben wollen!!! #pro

LG
umsche

Beitrag von thea21 28.04.11 - 14:34 Uhr

Ich kann dir sagen was am schlimmsten war/ IST!

Am schlimmsten war, dass ich das erste Jahr angeschrien wurde. Das Töchterchen hatte Dauerblähungen und Bauchweh ohne Ende.
Sie schlief ein Jahr lang nicht durch. 10-12 Mal die Nacht? Kein Problem für sie. Gemecker, Geschrei und ich als Mutter, die mit kleinen Babies eigentlich nie was anfangen konnte.

Essen? Ja, zwischen Tür und Angel.

Am schlimmsten ist: Sich um einen Menschen so sehr zu sorgen wie für das eigene Kind. Immer wenn etwas ist, was außer der Reihe passiert und nicht in die Kategorie Schnupfen fällt, gerät man selbst in Ausnahmezustand.

Und die Sorge nimmt nie ab, sie wird sich nur den Gegebenheiten und dem Alter anpassen.

Das schönste? Definitiv mein Kind!

Beitrag von elofant 28.04.11 - 14:42 Uhr

#verliebt

Das haste toll geschrieben!

Allerdings muss ich Dich berichtigen! Das schönste IST MEIN KIND!!

Beitrag von frau_e_aus_b 28.04.11 - 19:57 Uhr

toll geschrieben.... #pro

Beitrag von leonie133 28.04.11 - 15:01 Uhr

Grund: Kann ich nicht sagen, Wunsch war irgendwann einfach da...

Erst mit Mitte 30. Und erst mit diesem Mann. Vorher war es nie ein Thema.

Es war für mich sicher der richtige Zeitpunkt, für meinen damaligen Chef nicht :-p

LG Leo

Beitrag von gingerbun 28.04.11 - 23:37 Uhr

Hallo,
ich bin mit Eltern und einer Schwester aufgewachsen und irgendwie war mir immer klar dass ich auch mal Kinder haben werde. Konkreter war mein Plan nie denn Planung ist relativ. Um eine Familie zu gründen braucht man ja immerhin auch den passenden Mann dazu. Den traf ich erst als ich 31 war.
Alles in allem finde ich dass es das normalste der Welt ist Kinder zu bekommen. Es ist für mich eine rein emotionale Sache. Ich hatte keine Bedenken oder Angst dass ich es nicht schaffe .. Ich war bereits in den Schwangerschaften sehr gelassen und bin es immernoch. So sind auch unsere Kinder.
Hm wenn man es so will dann ist unser Grund Kinder zu bekommen vielleicht der, dass etwas von uns mal weiterlebt..
LG!
Britta

Beitrag von ostsonne 29.04.11 - 10:03 Uhr

Du bist noch so jung und sagst, das du hoffst, nie Mutter zu werden ???
Kannst du das jetzt schon ganz sicher für dein Leben bestimmen ?

Beitrag von flying-phoenix 29.04.11 - 21:58 Uhr

ich denke, keine gute mutter zu sein. und da ich selbst keine schöne kindheit hatte und befürchte, nach den gleichen schemata zu reagieren und damit einem kind keine schöne zeit zu bereiten. auch schätze ich mich für zu egoistisch ein - ein wenig gesunde selbsterkenntnis kann viel kinderleid ersparen.

Beitrag von julia2809 29.04.11 - 23:22 Uhr

Warte doch einfach mal ab! Menschen entwickeln sich.... Ich sage manchmal wenn die Kinder mich nerven, daß ich erst Anfang 30 die Ruhe und Geduld für so etwas hatte und daß ich, wäre ich zehn Jahre früher Mutter geworden, wahrscheinlich irgendwann auf Seite 1 der "Bild"gekommen wäre(..."Frau X aus Y wirkte immer so nett, niemand hätte ihr das zugetraut...")
Es soll wirklich nicht so klingen wie meine Großmutter, die immer, wenn wir nicht einer Meinung waren, sagte, ich solle mal warten bis ich so alt wie sie wäre, aber in deinem Alter habe ich wirklich nicht ernsthaft an Kinder gedacht.Ich habe ein richtiges " Egoleben"gelebt und irgendwann war es genug. Ich habe für mich nicht das Gefühl, irgendetwas verpaßt zu haben und das verschafft mir eine gewisse innere Ruhe und Ausgeglichenheit.
Vielleicht willst du auch in zehn Jahren keine Kinder und dann ist das richtig und gut für dich, aber das sind soooo lange Zeiträume, daß du am heutigen Tag dazu wohl keine Prognosen erstellen kannst.
Und jemand wie du, der sich anscheinend sehr kritisch mit sich selbst beschäftigt, ist wahrscheinlich durchaus in der Lage, nicht in die tradierten Verhaltensmuster seiner Eltern zu verfallen. Du würdest andere Fehler machen-perfekte Eltern gibt es nicht.
Lg Julia

Beitrag von gussymaus 29.04.11 - 15:10 Uhr

ich behaupte nach wie vor ein kind isat zumindest in den ersten 3 jahren ein vollzeitjob, danach mag mamn ein paar stunden ohne probleme auslagern können.

und dafür muss man erstmla zeit haben...

ich bin ungeplant schwanger geworden. hatte dann di wahl zwischen mit kind zu hause bleiben,. oder ausbildung machen, papa zu hause lassen und vom asubildungsgehalt leben, oder kind zu irgendwem und arbeiten gehen - und dann mit baby auf dem schoß lernen. DAS hätte ich nicht gepackt...

tags hätte ich ein schlechtes gewiossen gehabt, weil andere meinem baby sprechen, laufen usw beibringen, und abends hätte ich nichts fertig bekommen weil ich die wenigen stunden mit kind genossen hätte.

wäre papa daheim geblieben wäre es finanziell knapp geworden,

und so blieb ich daheim, für alle das kleinste übel. wir haben zwar nun länger "nur" das eine gehalt, weil ich ohne ausbildung eben icht mal eben so wieder in einen job eionsteigen kann, aber dafür haben die kinder ihre vollzeitmama die den haushalt größtenteils vormittags macht und nachmittags zeit haben kann für "ich will speielen" für hausaufgaben und um sie zu freunden zu bringen. bleibt hier un da noch mal ne stunde über besuche ich (meist mit den kindern) eine freundin (die meist auch ein (mehrere) kind(er) hat)

klar habe ich auch momente wo ich denke: jetzt würdest du gerne mal dies oder jenes machen was dann am fehlenden babysitter schietert oder einfach an den möglichkeitn... aber es werden noch tage kommen an denen ioch mir die babyzeit zurücksehene (haben mitr zumindest alle älteren mütter die ich kenne erzählt ;-)) und daher koste ich das jetzt aus. und genieße die freiheiten wenn die kinder größer sind...

wir wollten auch kein eizelkind, also bin ich immernoch daheim. die jungs sehe ich schon kaum mehr - mit 6 und 8 haben sie viele eigene "termine" wollen spielen mit freunden oder mit dem bruder... finde ich auch ok. aber die wochenenden genießen wir mit unseren vielen "kleinen" kindern... die zusammen groß werden dürfen. meine schwiemu meinst immer es sei ja gar nicht zu schaffen so viele kleine kinder - sie hatte nie zwei kinder gleichzeitig klein, immer fast 10 jahre dzwischen - dafür ahtte sie auch nie wirklich kinderfreie zeit... das sehe ich bei mir aber schon noch kommen... also die zeit wo man sich dann eben nicht mehr groß babysitter besorgen muss.

ob kinder einen immer besser ausfüllen als ein job weiß ich nicht... ich habe keine ahnung was meine kinder noch ausfressen in ihrem leben... meine mutter ist der meinung kinderbekommen sie der größte fehler ihres lebens und wenn bekäme sie im nächsten leben nur noch enkel - ja tut seehr gut #augen sowas zu hören - aber auch dafür hat sie scheinbar ihre gründe...

also ich habe nun meine 4 kinder, konnte den zeitpunkt dann nicht mehr wirklich selber entscheiden - war eben passiert, und abtreibung kam für uns nicht in frage - und so bleibt mir zu hoffen dass ich es in 20 jahren schön finden kann dass meine kinder zu besuch kommen, mit enkeln und frau oder eben allein - wie auch immer - und mich dann über meine neue freiheit freuen kann wenn das letzte kind eigenständig oder aus dem haus ist....

aber man kann auch mit dem was man hat glücksich sein wollen... andersrum auch immer unzufriedne sein nach dem motto "glücklich machen kann mich nur das, was ich nicht habe"

also den richtigen zeitpunkt gibt es glaub ich kaum.. irgendwas ist immer... ich hatte geplant nach meiner ausbildung, wenn ich ein oder zwei jahre gearbeitet habe und meine stelle sicher habe, oder eben gkleich, wenn ich nicht übernommen worden wäre... aber wer weiß was davon geworden wäre. finanzielles ist mMn zweitrangig, denn letztlich brauchen kinder gar nicht soooo viel geld... also nicht zwingend.. wir kommen mit dem einen gehalt gut hin, andere verdienen mehr als wir und klagen schon bei einem kind es würde so teuer dass man es sich kaum leisten kann... also das ist auch eine frage der relationen...

letztlich auch viel sache ob man es sich zutraut. denn wenn man will kann man ja oft mehr als objektiv zu erwarten gewesen wäre... wenn ich mir so angucke waas ich (rein praktisch) schon alles auf die beine gestellt hab unter teilweise widrigen umständen... dann freu ich mich schon drauf wenn die umstände noch besser werden - dann ist das ja kaum mehr auszuhalten.. andersrum könnte man auch sagen "es kann nur besser werden, weil ja alles Sooooo schwer ist..." wie man will... stellen oder umstönde die verbesserungswürdig sind/sein könnten findes sich denke ich in jedem leben... :-[

Beitrag von gussymaus 29.04.11 - 15:10 Uhr

der :-[urbini war ein fehlklick..!!

Beitrag von sarahg0709 29.04.11 - 16:33 Uhr

Hallo,

meine beiden Kinder waren ungeplant. Als ich dann schwanger war, habe ich mich gefragt, bist Du bereit für ein Kind (später dann für das 2.). Die Antwort für mich war ja. Also war es in Ordnung.

Allerdings glaube ich nicht, dass ich mich bewusst vorab für Kinder entschieden hätte.


LG

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