Von Brei auf feste Nahrung - wie macht Ihr das??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von witchblade83 28.04.11 - 09:43 Uhr

Mein Sohnemann ist jetzt fast ein Jahr alt und so langsam will ich ihn auf feste Nahrung "umstellen".
Morgens kriegt er schon keine Flasche mehr sondern Vollkorntoast mit dünn Butter und Käse (oder Leberwurst). Eine Scheibe (großen) Toast ist er fast auf... meistens bleiben ein paar kleine Stückchen übrig.
(Ich bin jetzt nicht die Person, die ständig putzen will, also lasse ich ihn (noch) nicht alleine rummatschen, sondern schieb ihm die Stückchen selbst in den Mund)
Abends evtl. das gleiche - manchmal auch noch Brei. Zwischendurch Obst...
Mittags und Nachmittags bekommt er noch Gläschen.

Gestern habe ich im dm Kinder-Müsli von Alnatura geholt. Eins, das noch relativ fein ist. Davon hat er mir heut früh 3 winzige Löffelchen gegessen und den Rest nur noch ausgespuckt. Hab dann kleine Bananenstückchen drunter gemacht. 2 Löffel hab ich noch reinbekommen mit Banane, dann war endgültig Feierabend.

Ich bin langsam einfach zu genervt von dem Gequengel - er muss doch essen!!
(man muss erwähnen: es ist mein erstes (Wunsch-)Kind und seit seiner Geburt hab ich noch nicht einen Tag frei gehabt)

Ich will nicht sagen, dass ich überfordert bin... aber im Moment hab ich einfach keine Geduld #schrei

Beitrag von widowwadman 28.04.11 - 09:46 Uhr

Wenn du ihn nicht selber matschen und versuchen laesst, kann er es auch nicht lernen. Sprich du verschiebst die Matschphase nur. Leg ein Handtuch unter seinen Stuhl, dann ist die Sauerei nicht so gross und es erledigt sich ganz schnell von selbst.

Und wenn er den Brei nicht mag, dann lass ihn. Muss ja nicht sein. Wir haben nie welchen genommen.

Beitrag von chaos-queen80 28.04.11 - 09:52 Uhr

Hey, dein Sohn will so essen wir ihr. Das ist doch toll..

Und wenn du keine Lust zum Putzen hast, sind kinder definitiv das falsche. sorry, ist leider so!

ich habe 2 davon. Tochter 3,5 J. und Sohn fast 1 Jahr. Sie isst mittlerweile ganz toll. Bei ihm unterm Tisch sieht es katastrophal aus. Ich putze nicht ständig. Räume die Brösel und Reste nach dem Essen weg, wische kleine Flecken mit einem Tuch weg. Und gut ist.

Unserer bekommt morgens um 6 Uhr ein Flasche. Dann frühstücken wir. Er isst Brot mit Butter, dazu Birnenstücke, aber die Großen, damit er beißen kann. ;-)
Mittags isst er auch mit, ich schneide alles klein. Nachmittags auch wieder Obst und Zwieback (im Ganzen), damit er schön kauen kann.
Abends dann Brotstücke mit Käse oder Wurst plus Obststücke.

Bei mir sieht es immer aus, als ob ne Bombe eingeschlagen hätte, Wenn nicht unterm Tisch, dann im Wohnzimmer vom vielen Spielzeug!

Was soll´s?!?!?!

Gute Nerven und etwas Coolnes#cool

Tina

Beitrag von haruka80 28.04.11 - 09:54 Uhr

Huhu,

das 1. Mal "frei" hatte ich erst, als ich mein Studium wieder aufgenommen habe nach 20 Monaten nur Mama sein...bist also nicht alleine und ich kenns auch, dass es Tage gibt, wo man denkt: ich mag so nicht mehr, kann denn nicht einmal was so laufen, wie ichs gerne hätte

Kanns übrigens nicht, denn ein Kind merkt die Ungeduld

Lass deinen Sohn essen wie er mag, wenn er jetzt noch nur Brei möchte, dann ist das so, wenn er zwischenzeitlich auch was festes möchte, ist das ebenfalls okay.

Mein Sohn war 11 Monate, als er begann, den Brei zu verweigern und es hier totalen Terror gab, er das Essen fast einstellte.
Er mochte einfach von sich aus keinen Brei mehr und wollte auch nur noch alleine essen.
Klar ist es ne Schweinerei, aber nach 2-3 Monaten 4-5x am Tag Küche putzen hat man auch das überstanden, dann klappte es bei uns komplett problemlos.
Du mußt ja nicht gleich mit Nudeln mit Tomatensauce das selbst-essen beginnen, bei uns wars dann vermehrt Kartoffel mit Gemüse, was man gut in die Hand geben konnte. Oder Fischstäbchen, Kroketten (Pommes gehen auch, mag mein Sohn nur nicht).
Obst nur noch in die Hand geben, klar, es matscht, aber es wird auch in 5 Monaten matschen.

Mein Mann hat nachher abends den Küchendienst immer übernommen, aufräumen, putzen, wischen, vormittags zum Frühstücken waren wir eh immer unterwegs, das ging eigentlich alles.

L.G.

Haruka

Beitrag von fbl772 28.04.11 - 09:54 Uhr

Hallo, wenn er nicht üben darf, dann kann er es auch nicht lernen ... :-) Du umgehst damit auch keinesfalls das Problem des Matschens, sondern du verlagerst diese Phase nur etwas nach hinten - irgendwann wirst du ja damit anfangen und auch dann ist es für ihn extrem wichtig Konsistenzen zu "erleben" .... je früher du damit anfängst, desto eher lernt er es.

Ich habe damit mit etwa 7 / 8 Monaten angefangen und meinem Kleinen einen anfangs gefüllten Löffel in die Hand gegeben, den er sich dann versuchte in den Mund zu stecken. Mit 10 Monaten konnte er das so weit, dass ich quasi nur zum rechts links unten oben Mund nachwischen da war. Mit 12 Monaten war er treffsicher und mit 14 Monaten hat er stückige Sachen mit der Gabel angepiekst. Jetzt mit knapp 3 Jahren schafft er es sich ein Brot mit Butter zu schmieren und Belag drauf zu legen. Seit er einigermaßen treffsicher mit dem Mund war haben wir immer zusammengegessen.

Ich kann mich auch nicht erinnern, dass wir um den Tisch ein Gematsche hatten. Klar ist auch mal was auf dem Boden gelandet ... aber sonst? Theo hat eher gerne mal den Becher ausgeleert, das war quasi wie ein Reflex ... Sehr zu empfehlen ist das Tablett von Stokke, auch wenn es sauteuer ist. Das hat außenherum einen ca. 1 cm hohen Rand, der so einiges davon abhält nach unten zu laufen :-)

VG
B

Beitrag von fbl772 28.04.11 - 09:57 Uhr

Ach ja, jetzt wo er "essen" kann sieht es unter seinem Platz viel "schlimmer" aus als früher, Krümel über Krümel - könnte man glatt noch eine Mäusefamilie nebenbei ernähren. Nach dem essen holt er die Schaufel und Besen und dann fegen wir das halt zusammen weg - no problem, alles easy :-)

VG
B

Beitrag von witchblade83 12.05.11 - 15:42 Uhr

Wir haben Stuhl und TableTop von Stokke... aber Janek schiesst alles gerne darüber hinaus und auch vom Tisch gerne auf den Boden...
Also ganz ehrlich? Mit nem normalen Becher was zu Trinken geben, kann ich vergessen.... dann kann ich den Laminat (vom Vermieter!) nach 2 Wochen komplett ersetzen wegen der Flüssigkeiten, die dann auf dem Boden landen würden ;)

Ich habs jetzt auf verschiedene Arten versucht.
1. das klein geschnibbelte Toast komplett auf sein TableTop - landet ca. 50% unten
2. immer nur 3-4 Stücke auf sein TableTop - landet ca. 25% auf dem Boden
3. immer nur 1 Stückchen auf sein TableTop - er steckt es sich zu 99% recht flott in den Mund - es sei denn, er hat keinen Hunger mehr #huepf

Naja... letztes Wochenende hatte ich so gesehen mal "frei" und bin etwas runtergekommen mit meinen Nerven. Mit dem Sauber machen gehts... Ihr habt ja alle recht.
Mit Brei in ner Schüssel und Löffel hab ich ihn aber noch nicht matschen lassen #zitter

Beitrag von anarchie 28.04.11 - 11:46 Uhr

Hallo!

Wie soll er es denn lernen, wenn du ihn nicht machen lässt?

Es ist wichtigm dass die Kleinen selber pronieren, matschen, schmecken, fühlen können...

Meine Kinder haben von Anfang an fingerfood selber gegessen...

Und so dramatisch ist es ja nun nicht nachdem kurz sauberzumachen.
wenn du willst, dass er problemlos isst, dann lass ihn machen.

Anbei ist toast, auch vollkorn, ziemlich wertloses zeug


lg

melanie mit 4 Kindern(8,7,3,1), die auch noch nie einen tag frei hatte;-)

Beitrag von witchblade83 12.05.11 - 15:47 Uhr

«Anbei ist toast, auch vollkorn, ziemlich wertloses zeug»

Anderes Brot isst er nicht. Davon ab steht das in einem Ratgeber, was die KiÄ mir gegeben hat...

Es ist FAST ALLES Müll, was man kaufen kann. Aber was haben wir früher zu essen bekommen? Bestimmt nicht Bio-Dinkel-Brot mit was weiss ich drauf... ich leb heute noch. Ach egal... das löst sowieso wieder ne Diskussion aus #rofl

«melanie mit 4 Kindern(8,7,3,1), die auch noch nie einen tag frei hatte»

Sorry, aber ich finds eben wichtig, dass die Mami auch mal NICHT Mami sein muss.
Letztens erst hat meine Schwiegermutter (die ich für kompetent in Sachen Familie/Erziehung halte) erzählt, dass sie und ihr Mann sich früher von Woche zu Woche abgewechselt haben. Da konnte immer ein Elternteil machen, wozu es Lust hat. Sprich: Kinoabend mit ner Freundin oder Pokern mit den Kumpels ;-)
Whatever... das wäre schon äußerster Luxus für mich xD
Aber das letzte WE war schon ganz angenehm - auch wenn ich mein Baby dann doch vermisst habe #verliebt

Beitrag von co.co21 28.04.11 - 13:08 Uhr

Hallo,

bei uns wars einfach...ich hab den Brei immer weniger pürriert, am Ende nur noch zerdrückt, und so war sie gleich an Stücke gewöhnt.
Mit ca 10 Monaten war dann Schluß mit Brei und gefüttert werden, sie wollte einfach nicht mehr! Sie wollte alleine essen!

Da hab ich sie gelassen, gekocht hab ich dann halt so, dass sie mit der hand essen konnte und abends gab es dann Brot statt Milchbrei, die Milch gabs dann so zum Frühstück oder Abendbrot dazu. Frühstück hat sie übrigens schonmit ca. 8 monaten alleine mit der hand gegessen.

Brei isst sie übrigens wieder, seit sie alleine mit dem Löffel essen kann ;-)

Klar sieht es zwischendrin mal übel aus, aber es wird besser...irgendwann muss er es ja lernen, und egal wann das so ist, aber desto früher, desto selbstständiger wird er. Lass ihn machen! Klar, putzen ist doof, hab ich auch nicht immer Lust zu...aber das ist halt mal so mit Kindern! Bin ja auch nur am Wäsche waschen etc...gehört halt einfach dazu ;-)

Frei hatte ich seit der geburt meiner Tochter auch nicht, hab zwischendrin sogar 8 Monate lang noch zusätzlich 30 Stunden die woche gearbeitet...und in ca 4 Wochen kommt Nr. 2...wird also wieder ne Weile nix mit frei...aber ich liebe es und kann mir nix andres mehr vorstellen #verliebt (und ja, auch ich bin zwischendrin mal genervt...gerade jetzt in der SS...vollkommen normal denke ich ;-) )

LG Simone mit Lara *20.07.09 und David 36. SSW

Beitrag von sannchen82 28.04.11 - 13:39 Uhr

ich empfehle dir gib ihm obststückchen zum selber essen! so hat mein kleiner mit 7 monaten angefangen selber zu essen und er liebt das. füttern darf ich nur noch mittags aber da fangen wir jetzt wo er 1 jahr ist langsam mit nem eigenen löffel für ihn an. ich fütter und er "ißt" selber mit. landet zwar auch einiges unten aber da wirds mit nem lappen weggewischt und gut ist.
biete ihm viel abwechslung damit er neugierig wird und zulangt. an obst zb. erdbeeren. honigmelone. birne, weinbeeren halbiert auf nen teller... die liebt meiner! bunte sachen halt. da kann er auch nicht viel matschen wenn er zulangt.
brot hat er auch zeitig selber gegessen, mittlerweile laß ich ihn nur noch abbeißen weil er stückchen doof findet und eh nur den belag runterklaut und den rest liegenläßt...#mampf

ach und ich denke das er so ne zickerei macht weil er selber essen möchte. laß ihn einfach, auch wenns ne weile dauert,er wird spaß dran haben!
(meiner hat auch öfters den brei vom löffel gepult weil er wissen wollte wie sich da anfühlt...#rofl

lg sannchen

Beitrag von nana13 28.04.11 - 15:13 Uhr

Hallo,

Gib ihm doch genau das was ihr esst!
unsere kinder haben den brei verweigert aber waren immer sehr intresiert an unserem essen.

so habe ich vom tisch gegeben, am anfang habe ich etwas weicher und sehr wenig gewürzt gekocht.

lukas durfte mit den händen essen am anfang ass er sehr wenig,aber das hat sich dan bald geändert.

neela hat von anfang an gegessen als sei sie am verhungern.

beide essen bis jetzt alles egal was ic auftische.

gut das mit dem von hand essen gibt halt etwas matsch und muss danach sauber machen, aber ich lege schon von anfang an besteck dazu, lukas isst seit er 2 jahre alt ist mit besteck.

lg nana