Freundeskreis eurer Kinder-bleibend oder wechselnd!?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sandramutti 28.04.11 - 11:06 Uhr

hallo!

meine große (6) hatte ca. 2 jahre lang "beste freundinnen" aus dem kiga. alle waren ca. 1/2 - 1 jahr älter als sie...nun gehen eben alle zur schule, meine tochter noch in den kiga.
nach dem motto "aus dem augen, aus dem sinn", hat auch niemand der mädels mehr groß nach meiner maus gefragt, meine tochter spricht auch keine sekunde mehr von ihnen.

jetzt geht sie eben auch nicht mehr ins ballett (dort hat sie die mädchen noch 1x/woche gesehen) und hat ihren freundeskreis komplett umgekrempelt.
zuhaus ist nun ihre kleine schwester, die beste freundin, spielt mit ihr bis zum umfallen.
im kindergarten hat sie auch eine beste freundin, in ihrem alter. trifft sie zwar nicht in der freizeit (mutter ist berufstätig, kein großer fan von nachmittäglichen treffen). ansonsten hat sie nun sehr viele jungs als kumpels/nachbarsjunge usw. und freundet sich gerade mit zwei mädchen an, sieht sie öfter nachmittags (töchter einer bekannten von mir).
frage ich nun nach ihren quasi ehem. freundinnen, meint sie, die sind nicht mehr ihre freunde und die xy, die sind ja viel, viel netter...

ich hatte immer die vorstellung "freunde fürs leben", aber gibts sowas überhaupt? ist meine kleine nur so "wechselhaft" oder haben eure kinder auch mal immer wieder phasen, bei denen sie den freundeskreis wechseln, frühere freunde vergessen!? #kratz

vg!

Beitrag von lisalara 28.04.11 - 11:17 Uhr

Hi!
Also ich finde es toll das deine Tochter ihren "alten" Freundinnen nicht lange nachtrauert uund sich einfach neue Freunde sucht.
Bei kleinen Kindern bedeutet es ja viel wenn sie in die Schule kommen und sie grenzen sich denn gerne von den Kindergartenkindern ab.
Ich denke bei meiner Tochter wird es ähnlich kommen wenn sie bald von der Tagesmutter in den Kindergarten wechselt.

Allerdings hat sie auch noch 3 Freunde aus Babytagen die wir regelmäßig einmal die Woche sehen und die nicht bei ihrer Tagesmutter sind. Wir treffen uns immer einen festen Tag in der woche und halten uns auch immer den Tag frei, dadurch konnten wir uns diese Kontakte denke ich erhalten und die Kids lieben den Mittwochstreff.

Allerdings würde ich sie auuch nicht zwingen irgendwelche Kinder zu sehen wenn sie kein Interesse an ihnen hat. Die Hauptsache ist doch dass ma überhaupt Freunde hat und die einigermaßen vernünftig sind.

Gruß
Christina

Beitrag von bine3002 28.04.11 - 11:35 Uhr

Meine Tochter ist sehr kontaktfreudig. D.h. sie findet eigentlich überall schnell neue "Freunde". Und egal wie kurz sie sie kennt, sie fragt fast immer, ob sie sie mal zu Hause besuchen kann oder - noch besser - ob sie mal bei uns schlafen dürfen.

Ich nenne das "portionierte Freunde" nach einem Zitat aus dem Film "Fight Club", also Menschen, mit denen man sich für einen begrenzten Zeitraum gut versteht, die man danach aber nie wieder sieht, beispielsweise auf einer Flugreise oder eben auf dem Spielplatz.

Ich denke, dass ein Mensch auch dauerhaft mit solchen portionierten Freunden glücklich sein kann. Es hat durchaus Vorteile, weil der emotionale Aspekt bei Freundschaften mitunter sehr anstrengend sein kann, wenn man sehr mitfühlend ist. D.h. man ist einfach nur so lange "befreundet" und hat Spaß miteinander bis es emotional wird und dann ist man weg. ;-)

Deswegen maße ich mir auch nicht an, zu beurteilen, ob meine Tochter das Thema Freundschaft nicht ernst genug nimmt und ich versuche ihr auch nicht eine "Freundschaft fürs Leben" schmackhaft zu machen. Es ist schön, wenn sie einen Menschen findet, mit dem sie sich ein Leben lang versteht. Aber wenn nicht... dann eben nicht.

Beitrag von jessi_hh 28.04.11 - 11:48 Uhr

Hallo,

ich glaube, in dem Alter ist das "Freunde wechseln" noch völlig normal.

Ich hatte damals eine "beste" Freundin im Kiga, dann eine in der Nachbarschaft, später jeweils noch eine in der Schule und im Hort. Mit der Zeit lernt man eben immer neue Kinder kennen, die vielleicht besser zu den eigenen Interessen passen als die alten. Die Kinder entwickeln sich ja auch in ganz unterschiedliche Richtungen. Die eine mag Pferde, die andere Ballet und die dritte geht zum Fußball. Das kristallisiert sich ja erst mit den Jahren heraus.

Mit den meisten "Freundinnen" von damals habe ich heute übrigens keinen Kontakt mehr, meine Schulfreundin ist aber noch heute meine beste Freundin, seit nun 27 Jahren! #huepf Das hat eben einfach gepaßt.

LG,
Jessi

Beitrag von englchen 28.04.11 - 12:04 Uhr

Ich glaube das kommt sehr auf die einzelnen Personen an. Mein Sohn hat einen besten Freund - mit dem er quasi aufgewachsen ist. Seine Eltern haben neben uns gewohnt und die beiden haben schon zusammen das krabbeln gelernt ;-). Entweder war Basti bei uns zum spielen oder mein Sohn bei ihm. Die beiden haben viel Zeit zusammen verbracht. Als mein Sohn 3,5 war sind sie weggezogen und sehen sich seitdem nur noch alle 3 Monate mal, aber egal wann und um was es geht "Basti ist und bleibt sein bester Freund" - sagt er selbst. Jetzt wird mein Sohn 6 und Basti kommt jetzt in 2 Wochen wieder zu seinem GEburtstag. Wenn die beiden sich sehen, dann ist das immer als wäre sie wie Brüder - als würden sie sich jeden Tag sehen.

Wir selbst sind mittlerweile auch weggezogen und unser Sohn ist jetzt in einer Vorschule, wo er keinen kannte. Er hat sich auch komplett neue Freunde gesucht. Sieht ab und zu beim Fußballtraining noch welche aus seiner Kita - freut sich dann auch - aber fragt nach keinem mehr und will auch keinen mehr einladen, da er bei uns in der direkten Umgebung viele Kinder kennengelernt hat mit denen er jetzt spielt. Aber sein Basti ist immer noch die Nr. 1. Woran das liegt? Wir wissen es nicht, aber versuchen alles den Kontakt zu erhalten, solange die Kinder es möchten ;-)