Konsequenz?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lightsream 28.04.11 - 11:17 Uhr

Hallo,

ich brauche Eure Hilfe bzw. Meinung zu unserem 3-jährigen Sohn, folgende Situation:

Nach der Gute-Nacht-Geschichte und ausgiebigem Kuscheln steht er immer wieder auf, macht das Licht an, fängt an zu spielen. Mehrfache Hinweise darauf, dass wir das nicht dulden werden ignoriert bzw. werde ich angegrinst bzw. ausgelacht.
Gestern eskalierte dann die Situation und ich sagte ihm, wenn er jetzt nicht in sein Bett gehe und weiterspielt, ich ihm seine Spielsachen wegnehmen würde. Weitere 5 Minuten später hab ich ihm dann das komplette Zimmer ausgeräumt und gesagt, ich werde die Sachen jetzt in den Keller bringen. Dabei grinst mich der freche Kerl an und meint, "schau Mama, das hast du noch vergessen ..."

Eine 1/4 Stunde später war er dann eingeschlafen.

Was mach ich mit dem frechen Kerl? Dass ich ständig angegrinst werde bringt mich auf 180. Vorallem scheint es ihm ja auch nicht was auszumachen, wenn er keine Spielsachen mehr hat :-[#gruebel

Was meint Ihr? Habt ihr Tips für mich? Ich denke mal das ist eine normale Phase, aber bei meiner 5 1/2 jährigen Tochter gab es das nicht (dieses freche Auslachen/Angrinsen).

Hmm, ich bin ratlos, auf jeden Fall kriegt er seine Spielsachen so schnell nicht wieder #nanana

lg mel.

Beitrag von bine3002 28.04.11 - 11:26 Uhr

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieses Aufstehen am Abend viel mit dem Wunsch nach Aufmerksamkeit zu tun hat. D.h. er möchte eigentlich nur, dass Du da bist bzw. möglichst häufig kommst. Ob Du dabei gut gelaunt bist oder ihn anmeckerst ist letztlich egal. Du bist bei ihm, das zählt. Deswegen bringt es auch nichts, ihm etwas wegzunehmen (wie Du ja gemerkt hast).

Ich würde mal versuchen bei ihm zu bleiben bis er eingeschlafen ist. Du schreibst, dass er nach einer viertel Stunde eingeschlafen war. Das wäre ja vertretbar.

Meine Tochter macht es anders, wenn sie nicht schlafen kann: Sie kommt zu uns und klagt über "Halsweh" o.ä. Das ist IHR Weg, noch etwas mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Auf Nachfrage kann sie mittlerweile sagen, dass sie sich noch ein Lied wünscht. Ich bringe sie dann ins Bett, singe noch was vor, streichele ihre Nase und darf dann nach ca. 10 Minuten endgültig gehen. Manchmal hilft auch noch eine Kassette oder Bücher im Bett. Ich erlaube ihr auch, aufzustehen und zu spielen, wenn sie verspricht, sich ins Bett zu legen und zu schlafen, wenn sie müde ist. Das klappt grundsätzlich schon, aber alleine spielen ist nicht so ihr Ding. Sie möchte halt kuscheln und irgendwie ist das ja auch schön.

Beitrag von lightsream 28.04.11 - 11:30 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Das haben wir auch schon probiert, bei ihm zu bleiben. Nur dreht er dann total auf, sol heißen, er fängt dann an zu raufen, zu quatschen etc. und nach einer Stunde sind wir noch nicht weiter.

Beitrag von bine3002 28.04.11 - 11:59 Uhr

Das kenne ich. Bei uns läuft das so, dass ich eine Geschichte lese, dabei liege ich in ihrem Bett. Sie kann da noch hampeln und zappeln wie sie will. Danach gehe ich mit ihr nochmal aufs Klo, anschließend lege ich sie ins Bett und von dem Moment an, ist RUHE!!!!! Ich unterbinde dann jedes Gequassel und Gezappel mit einem "Nein, das kannst Du mir morgen erzählen. Jetzt ist Schlafenszeit! Schick jetzt mal deine Beine und deinen Mund schlafen und dann mach die Augen zu." Fängt sie wieder an, rede ich sofort dazwischen, immer das Gleiche: "Schlafen jetzt!" und zwar freundlich, ruhig, geduldig, gelassen, aber trotzdem mit fester Stimme.

Manchmal merke ich vorher schon, dass sie noch nicht müde ist, dann biete ich ihr eine Kassette an und sage ihr, dass ich "nochmal gucken komme". Wie gesagt, sie dürfte dann auch noch spielen oder sich ein Buch anschauen. Wenn sie mich aber da behalten möchte, dann muss sie versuchen zu schlafen und zwar ernsthaft für mindestens 10 Minuten. Ebenso wenn sie nochmal runter kommt. Wenn es dann nicht klappt, gibt es ein paar Ausnahmeregelungen, die wir aber selten brauchen.



Beitrag von knuffel84 28.04.11 - 11:31 Uhr

Hallo Mel,

einen Tipp kann ich dir nicht geben, aber wir haben ein ähnliches Probelm ;-)

Ben steht immer wieder auf mit der Begründung er müsste noch was trinken!

LG
Jasmin

Beitrag von nadeschka 28.04.11 - 12:12 Uhr

Na, also DA wäre meine Konsequenz, dem Kind einen (auslaufsicheren) Becher mit Wasser ans Bett zu stellen.

So machen wir das schon ewig. Da kann sie immer mal einen Schluck Wasser trinken, wenn sie in der Nacht durstig wird.

Beitrag von binnurich 28.04.11 - 11:48 Uhr

besser als blöde Konsequenzen ist doch eigentlich die Frage zu klären, weshalb er das wohl macht ;-)

Vielleicht möchte er einfach, dass ihr noch eine Weile bei ihm bleibt?

Beitrag von nadeschka 28.04.11 - 12:23 Uhr

Also bei uns hilft da am Besten ignorieren.

Meine Kleine braucht auch manchmal etwas länger zum Einschlafen, singt noch, 'kruscht' im Bett herum, oder ruft dauernd, dass sie NOCHMAL kuscheln und küssen will, sie eine andere CD hören will oder Stofftier XYZ ihr fehlt usw. und so fort.

Zwei, drei Mal geh ich rein und mach das noch mit, danach aber werde ich etwas strenger und sage, dass ich jetzt möchte, dass sie ruhig ist und dass ich nicht mehr ins Zimmer komme.

Ggf. gucke ich dann in längeren Abständen (10 Minuten) nur nochmal zur Tür rein und ermahne sie kurz und ernst, daß jetzt Ruhezeit ist, lasse mich dann aber auf keine weiteren Diskussionen mehr ein und geh auch nicht mehr rein.

Meistens schläft sie dann recht zügig ein und wenn es ein paar Abende so lief, dann wird es mit der Zeit allgemein besser.

Anders, wenn mein Mann da ist. Der gibt ihr bei jedem Piep nach und entertaint sie dann noch nachts um halb 10, wenn sie das will.

Da kommt sie dann erst so richtig in Fahrt... #augen

Und ich brauche dann wieder eine halbe Woche, bis ich sie wieder umtrainiert habe. #aerger

Beitrag von lyss 28.04.11 - 15:59 Uhr

Bei meinem 6-jährigen Sohn hat das damals gut geholfen, wenn ich "androhte", dass das Spielzeug wekäme, wenn er es nicht aufräumt. Bei meinem jetzt 3-jährigen hilft dieser Trick gar nicht - er drückt es mir dann in die Hand, sagt "dann schmeiss es eben weg" und geht...

So verschieden sind Kinder ;-)

Das, was wir Eltern übrigens als "frech Angrinsen" empfinden, ist in dem Alter meist noch gar nicht so gemeint. Die Kinder bemerken natürlich, dass Mama oder Papa sauer sind - und versuchen die Situation durch Lachen zu entspannen. Was wir dann wiederum als "frech" empfinden...

Mein Kleiner kann auch nicht so einfach einschlafen wie der Grosse das konnte... Wir haben einen Sessel neben seinem Bett stehen - in dem sitze ich bis er eingeschlafen ist. ich liege also nicht bei ihm im Bett, sondern sitze daneben. Wenn er mag, kann er noch bei mir auf dem Schoss kuscheln... ansonsten liegt er im Bett, wurschtelt etwas rum und schläft dann ein. Wenn niemand neben ihm sitzt, steht er auch öfters auf.

LG,
Lyss