Unbeschreibliche Schmerzen beim Stillen! Warum wird das nicht besser?!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von chrissi7032 28.04.11 - 12:26 Uhr

Unsere Kleine ist nun 5 Tage alt und ich sitze wieder mit dem gleichen Drama da wie bei unserer Großen :-(
Das Stillen ist schmerztechnisch die absolute Hölle. Wenn es wenigstens nur - wie so oft beschrieben - das Ansaugen wäre, was wehtut.....der ganze Stillvorgang ist sooooo schlimm.

Wenn ich nun in den ganzen Beiträgen hier lesen, dass viele damit 4, 6 Wochen oder noch länger rummachen....derzeit für mich unvorstellbar.
Ich sitze nur noch hier und heule und zerreisse mich in dem Zweispalt, einerseits meinem Kind die Nähe und Muttermilch unbedingt geben zu wollen, andererseits unglaubliche Angst vor dem nächsten Stillen zu haben.
Zudem merke ich, dass das ganze bei mir meine altbekannte Migräne auslöst.

Ich habe eine super Hebamme, die sich sehr viel Zeit nimmt, Stillberaterin ist und genau drauf schaut, wenn ich stille. Die Kleine saugt gut und wir legen auch richtig an. Aber wieso werden diese Schmerzen nicht langsam mal besser? Ich habe alles hier - Kompressen, Salbe, Wolle-Seide-Einlagen....nichts hilft!

Beitrag von sarahjane 28.04.11 - 12:30 Uhr

Zunächst einmal: Nähe/Liebe/Geborgenheit/Wärme/Trost/gute Nahrung kannst Du dem Baby selbstverständlich auch dann geben, wenn Du Abgepumptes und/oder Premilch per Fläschchen fütterst.

Dann ist noch zu sagen: Brusthütchen könnten Dir enorm helfen. Medelahütchen sollen sehr gut sein und sind ein Segen für geschundene Brustmütter.


Gute Besserung!

Beitrag von chrissi7032 28.04.11 - 12:34 Uhr

Stillhütchen hatte ich bei der Großen auch versucht. Leider tat es mir damit genauso weh. :-(

Beitrag von sarahjane 28.04.11 - 12:37 Uhr

Das tut mir Leid.

Ich fürchte, dann wirst Du die Zähne zusammenbeißen und abwarten müssen, denn 1A-Hebammen- und Brusternährungshilfeberatung hast Du ja bereits. :-)

Beitrag von eumele76 28.04.11 - 12:30 Uhr

Hi,

ich denke das sich deine Brust an die Belastung noch gewöhnen muss. Und das kann unter Umständen auch dauern.

Bei mir waren es 3 Wochen, in denen ich auch ganz knapp davor war abzustillen. Ich hab Stillhütchen versucht, wollte sie nicht.

Bei mir kam noch dazu das meine Brustwarzen offen waren und geblutet haben.

Ich hab trotz allem die Zähne zusammengebissen und durchgehalten und stille nun seit 14 Monaten.

LG,
Nina

Beitrag von lilly7686 28.04.11 - 12:50 Uhr

Hallo!

Hast du schon mal jemand anderen draufsehen lassen? Eine weitere Stillberaterin?
Manchmal sehen 4 Augen besser als 2 ;-)

Deine Hebamme ist sicher eine ganz tolle Stillberaterin. Aber auch sie kann Dinge übersehen, oder es gibt einen Weg, der ihr im Moment eben gerade nciht einfällt.

Vielleicht hast du eine AFS oder LLL Dame in der Nähe, die du zusätzlich kontaktieren kannst.
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de

Ansonsten kann ich dir nur raten: entspann dich, soweit möglich. Versuch, dich nciht zu verkrampfen. Wenn du verkrampft bist, wirds nicht besser. Und dein Baby merkt das.
Es wird mit der Zeit besser.

Alles Liebe!

Beitrag von novemberschnecke 28.04.11 - 13:44 Uhr

Ich bin ja immer der Meinung, dass eine entspannte und zufriedene Mutter für die ganze Familie immer noch die bessere Alternative ist als krampfhaft an etwas festzuhalten und dabei nur noch zu leiden.
Also notfalls, falls keine andere Lösung greift, abstillen. Auch mit dem Gedanken kann man sich anfreunden wenn man wirklich nicht mehr kann.
LG

Beitrag von nadja.l 28.04.11 - 14:03 Uhr

bei meiner tochter saß ich auch einige zeit mit schmerzen beim stillen. die brustwarzen waren blutig und es tat einfach nur weh. hab dann versuch mich mit der glotze abzulenken, das hat etwas geholfen. mein freund saß dabei und hat mir gut zugeredet.
das einzige was richtig gut geholfen hat, war nach dem stillen noch etwas milch ausstreichen und dann an der luft auf der brust trocknen lassen.

diesmal hatte ich solche probleme nicht so lange, nach einer woche war das thema durch und meine brust hatte sich dran gewöhnt, obwohl ich öfter angelegt habe. wieder mit muttermilch, viel luft und vielleicht haben die arnica-globuli auch an dieser stelle positiv gewirkt.

Beitrag von summersunny280 28.04.11 - 14:09 Uhr

Mir ginge es genauso
Es war ne sehr schlimme Zeit.
Ich hatte mein Baby im Kh leider nicht bei mir da fehlte mir von anfang an schon die bindung.
Ich hielt nur 14 Tage durch.
Es waren höllische schmerzen. Vor jedem stillen hatte ich Angst genau wie du.
Ich hatte auch ein hin und her und wollt unbedingt stillen.
Durch den ganzen Trubel ging bei mir dadurch die Milch weg.
Also hatte sich das dann von alleine erledigt.
Ich hatte danach Monate probleme aufgegeben zu haben. War wirklich schlimm , ich sehnte mich so nach dem stillen zurück und hätte diesen schmerz gern in kauf genommen.
Aber unsere Tochter wurde mit der Flasche auch groß und letzendlich war es der richtige Weg

Beitrag von danat 28.04.11 - 15:51 Uhr

#liebdrueck ich weiß genau wie du dich fühlst!

Mir gehts genau so. Mein Sohn ist heute vier Wochen und 3 Tage alt.
Nachts ist es bei mir immer besonders schlimm. Da ist meine Schmerzwahrnehmung noch sensibler als tagsüber. Ich erlebe diesen Zwiespalt auch täglich. Man sieht sein zuckersüßes Kind, liebt es innig und kann trotzdem kaum diese kleine Schlabberschnute ertragen, wenn er anfängt zu suchen und die Zunge raus streckt und man weiß, "der nächste Hunger ist im Anmarsch".

Trotzdem will ich ihn unbedingt weiter stillen. Ich habe z.B. keinerlei Flaschenartikel im Haus ... ich will nicht in Versuchung kommen. Bzw. Ich bin eigentlich eisern genug. Aber ich will auch nicht, dass mein Mann irgendwelche Fläschchen rauskramt.

Hast du ein bisschen was mit Homöopathie am Hut / oder deine Hebamme? Ich nehme jetzt Lac caninum und Silicea.

Was ich bei mir als besonders schlimm empfinde, ist, dass das Abhärten eigentlich schon ganz gut eingesetzt hat. Das Anhappsen ist auch nicht mehr das Schlimme, sondern ich glaube mittlerweile, dass ich von der am Anfang wunden Brustwarzen auf der linken Seite kleine Narben habe - bzw. hoffe ich, dass der Heilungsprozess noch nicht abgeschlossen ist und noch eintreten wird. Und da kann die Milch nicht so gut abfließen wie auf der anderen Seite. Dadurch " staut" sie sich dort tendenziell etwas mehr im Gewebe (kein klassischer Milchstau). Und die ganze rechte Seite der linken Brust tut mir verdammt weh. Eben besonders zwischen den Stillmahlzeiten. Und das Schlimmste daran ist, dass es mich einschränkt, meinen Sohn vernünftig zu tragen / zum Bäuerchen hoch zu nehmen oder ähnliches - bzw. ich tue es halt unter Schmerzen.

Halten wir durch? Ich bin fest entschlossen! Ich hoffe, es bleibt auch dabei.

Wie war es denn bei deinem ersten Kind? Wie lange dauerte es bis die Schmerzen nachliesen? Diesesmal wird es doch bestimmt ähnlich lange dauern.

Fühl dich gedrückt von einer "Leidensgenossin".

Liebe Grüße, Dana.

Beitrag von 20girli 28.04.11 - 15:59 Uhr

Hi

ja ich kenne das auch noch. Bei meinem Sohn wars schlimm bei meiner jüngsten jetzt wars sogar noch schlimmer.

4 wochen lang. Selbst bei einer Bekannten die schon 2 Kinder gestillt hatte war es beim 3 Kind plötzlich so das sie solche Schmerzen hatte.

Bei meiner kleinen war es so schlimm weil - Hebi sagte...ihr Mündchen so klein war und sie deswegen zu viel reibung verursachte? Sie sagte auch - pass mal auf wenn sie 4 wochen alt ist - geht das weg.

Und sie hatte recht. Innerhalb 2 Tagen keine Schmerzen mehr. Ich hatte trotzdem Angst vor dem Anlegen...und war immer erstaunt wenn es nicht weh tat #augen

Ich durfte - und ich habe es auch getan - Paracetamol nehmen. Das hat etwas gelindert. Und diese Multi- Mam Kompressen die waren für mich super.
Ach und vor dem Stillen hab ich die Brustwarze mit dieser Salbe eingeschmiert - weil meine auch noch so verkrustet waren. Das hat die schön weich gemacht und dann hat es auch nicht so weh getan.

Ich wünsche Dir das es ganz flott vorbei geht. Alles gute und noch Herzlichen Glückwunsch.

Ach ja - in vier wochen bis du froh wenn du durchgehalten hast :-)

Beitrag von s1973 02.05.11 - 19:27 Uhr

Hatte auch unheimliche Probleme bei meiner 2. Tochter. Hebamme und Stillberaterin standen mir beiseite, konnten aber nicht helfen. Haben mich beide unabhängig voneinander zu einem Osteopathen geschickt. Der konnte dann mit einer Atlastherapie (Muskulatur im Nackenbereich war durch die schnelle Geburt verspannt, dadurch "kniff" sie beim Saugen.) helfen. Danach dauerte es noch ein paar Tage, aber dann konnte ich normal und ohne Schmerzen stillen.

Schau doch mal, ob Du einen gescheiten Osteopathen in der Nähe hast. Muss man zwar privat bezahlen, aber die 90,- Euro waren mir die drei Sitzungen wert.

Mein Mitgefühl und viel Durchhaltekraft!