Chancen bei 32+0

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von anna280278 28.04.11 - 12:27 Uhr

Hallo Ihr Lieben Frühchenmamis,

meine Freundin ist heute mit Wehen ins KH gekommen, ist aber erst in der 33. ssw (32+0). Wir wissen, dass das noch nichts zu heißen hat und sie noch ein paar Wochen durchhalten kann. Trotzdem ist sie ein wenig beunruhigt.

Deswegen würden wir gern wissen wie die Chancen in der SSW sind? Klar kann es komplikationen geben, aber wenn nicht... wie genau geht es mit dem Baby weiter, versorgungstechnisch meine ich. Kann es spätfolgen geben?

Vielen Dank schon mal und Euch weiterhin alles Gute!!!

VG Anna

Beitrag von susa31 28.04.11 - 12:40 Uhr

mein sohn kam bei 33+0 und hat, soweit man das jetzt nach zwei jahren sagen kann, keine spätschäden. es ging ihm nach der geburt gut, er hat allein geatmet. allerdings hatte er atemaussetzer, die mit einem absinken der herzfrequenz und letztlich sauerstoffentsättigungen einhergingen und mit coffein behandelt werden mussten. das hat mir damals große angst gemacht, heute (mit dem wissen, was es alles an komplikationen geben kann) würde ich es eher unter peanuts verbuchen.
wie genau es dem baby deiner freundin gehen wird, kann niemand vorhersagen. grundsätzlich sind die chancen aber bei 32 und mehr schwangerschaftswochen sehr gut, dass es keine größeren schwierigkeiten gibt.

Beitrag von henzelinos 28.04.11 - 13:21 Uhr

Mein Sohn wurde 2005 in der 30 SSW geboren wegen vorzeitigem Blasensprung ..... Er war 40 cm gross und wog 1580 gramm. Heute ..... 6 Jahre später ist er 110 cm gross wiegt 16 kg und kommt im August in die Schule. Es geht ihm gut und er hat keinerlei Schäden zurückbehalten.

Beitrag von sunshine-1111 28.04.11 - 16:26 Uhr

Hallo Anna,


Ich kann deiner Freundin nur wärmstens die Lungenreife empfehlen, ich hab sie bei 25+0 bekommen und mein Sohn kam bei 34+2 im Geburtshaus (sturzgeburt) zur Welt, dadurch waren die Lungen voll ausgereift und wir konnten entspannt in die Klinik verlegt werden.

Die Apgar-werte waren 7-8-9
47 cm und 2880 gr. KU 32,5 cm

am besten ist, damit hält man es noch einige Zeit aus. Viel entspannen, beckenbodenübungen, wehenhemmenden Tee, Po nach oben liegend und wenn möglich nicht den wehenhemmer intravenös, da der ziemlich aufs eigene und aufs kinderherz geht und meiner Meinung nach (bin ja kein Arzt) noch mehr Angst und somit Streß verursacht, den man jetzt sowieso besser nicht haben sollte.
Außerdem sollte sich falls sie wieder heim darf (vor der Geburt) ein Bv geben lassen.
Und Füße hoch und nichts tun!

Viel Erfolg und gute Genesung an die Freundin und den bauchzwerg!

Lg


Beitrag von misses_b 28.04.11 - 16:42 Uhr

Hallo!

Nur ruhig Blut! ES wird schon alles klappen!

Mein Frühchen (32+0) nach 8 Wochen KKH Aufenthalt wegen Frühwehen lag ca. 14 Tage noch im Brutkasten und dann im Wärmebettchen.

Heute ist das "Frühchen" 13 Jahre, Marke Bohnenstange, 155,5 cm groß, allerdings immer noch ein Leichtgewicht mit unter 40 kg.

Gesund und munter, frech und launisch wie so ein Teenie halt sein soll!

Habe aber auch Lungenreife bekommen, die damals allerdings öfter gespritzt wurden als heute.

Drücke die Daumen, es wird schon klappen!

Gruß

misses_b

Beitrag von aja2010 30.04.11 - 16:46 Uhr

Hallo Anna,

ich kann dir und deiner Freundin Mut machen!
Erstmal muss der Bauchbewohner nicht jetzt sofort kommen, ich hatte in der 24. SSW mit unseren Drillingen vorzeitige Wehen und dazu noch einen verkürzten Gebärmutterhals und hab dann mit intravenösem Wehenhemmer und Bettruhe noch bis zur 32.SSW durchgehalten.
Dann kamen unsere Drei mit 1400, 1460 und 1490g per KS zur Welt. Sie kamen erstmal alle in den Brutkasten, wo sie teilbeamtet wurden (1, 3 und 4 Tage lang), eine Magensonde hatten über die sie erst Milchnahrung und dann meine Muttermilch bekamen, zusätzlich bekamen sie Fette und noch irgendwas über einen Tropf. Es sieht aber gar nicht so schlimm aus wie man sich das vorstellt, nur sind die Babys (das Baby) halt sehr klein und zart. Ich hab mir vorher auch die Kinderintensivstation angeschaut, das hat mir sehr die Angst genommen. Zudem hatten wir gleich zu Anfang (24. SSW) und dann in der 29. SSW Gespräche mit dem leitenden Kinderarzt der Intensivstation, was sehr geholfen hat. Das würde ich deiner Freundin absolut empfehlen, da der am besten sagen, wie die Risiken und Chancen sind. Das wichtigste hat sie allerdings schon geschafft und zwar die 28.SSW, danach sind die Risiken auf Behinderungen relativ gering. Meistens werden sie hervorgerufen, wenn die Babys stark beatmet werden müssen und Gefäße im Kopf platzen. Daher würde ich deiner Freundin die Lungenreifespritzen empfehlen, wenn sie die nicht sowieso schon bekommen hat. Jetzt in der 33. SSW sind die Risiken weiterhin sehr gering, nur mit jedem Tag geht es etwas besser, also mach ihr Mut noch durchzuhalten! Unsere waren dann nach 1,5 Wochen im Wärmebettchen und 2 Wochen später im normalen Bett. Nach insgesamt 5 Wochen konnte ich alle drei mit nach Hause nehmen. Den Kleinen ging es von Anfang an gut und sind mittlerweile 5 Monate alt, ca 6 kg schwer, tragen Größe 62/68 und holen in der Entwicklung schon gut auf.:-D
Falls deine Freundin stillen will soll sie das unbedingt schon sagen, dann kann sie zunächst nach der Geburt abpumpen und später wird das Baby dann angelegt.
Falls du oder deine Freundin noch weitere Fragen habt, schreibt einfach oder wenn sie auch gerne direkt sprechen möchte, wäre ich bereit auch zu telefonieren. Es ist bei mir ja auch noch relativ "frisch", sodass man da noch sehr viel weiß.
Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen!

LG
W mit Aaron auf dem Arm, der gerade seine 230ml Flasche leer gemacht hat...