Mann jetzt selbständig und nie zu Hause...wem geht´s noch so?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von pocahontas82 28.04.11 - 14:02 Uhr

Hallo zusammen,

momentan ist es ziemlich stressig für mich und ich dachte mal, ich frage hier mal nach, ob´s vielleicht Gleichgesinnte gibt;-).

Und zwar haben mein Mann und ich 2 Kinder...der Große ist jetzt 2,5 (und noch nicht im KiGa) und unsre Motte ist 8 Monate alt.

Ich bin komplett zu Hause und mein Mann ist seit Anfang des Jahres selbständig.....was für mich momentan auch das "Problem" ist.
Er geht jetzt morgens um 6.30 Uhr aus dem Haus und kommt fast nie
vor 21./22.00 Uhr nach Hause.
Anfangs war er auch Samstags immer noch in der Firma, was sich aber mittlerweile Gott sei Dank gelegt hat.

So bin ich also den ganzen Tag, die ganze Woche alleine mit den beiden Mäusen und allem drum und dran....wir haben ein Haus mit großem Garten und einen Hund, alles in allem also recht viel Arbeit.

Da mein Mann eben immer solang weg ist, bleibt natürlich alles andere ebenfalls an mir hängen, ich gehe einkaufen, zu Arztterminen, mache den ganzen Haushalt (nebenbei das Telefon der Firma meines Mannes#schwitz) usw.

Als es um die Entscheidung zur Selbständigkeit ging, waren mein Mann und ich uns leider auch nicht einig.
Er "musste" die Firma zum Anfang des Jahres übernehmen oder er hätte es gar nicht machen können. Da er das schon immer wollte und ich ja "eigentlich" auch, nur aber nicht zu diesem Zeitpunkt (da dies kurz nach der Geburt unsrer Tochter war und ich mir bewusst war, wie anstrengend die erste Zeit mit 2 so kleinen Kiddies werden würde) hab ich mich halt "überreden" lassen und zugestimmt.

Nun ja, und jetzt ist es eben so, wie ich es eigentlich nicht wollte....ich bin quasi allein erziehend und es ist echt hart#schwitz...

Geht´s noch mehr Mädels hier so?
Falls ja, würd ich mich über ein paar Berichte freuen:-D!

Viele Grüße
poca

Beitrag von ichbins04 28.04.11 - 14:06 Uhr

hallo,

ich würde mir da ganz fix unterstützung holen. und wenn es nur eine haaushaltshilfe/ putzhilfe ist, die den gröbsten shcmutz wegmacht...

glg

Beitrag von blacknickinblue 28.04.11 - 14:56 Uhr

Das nenn ich mal Jammern auf hohem Niveau.

Laß Dir gesagt sein, alleinerziehend ist was anderes.


Du bist den ganzen Tag zu Hause. Das was Du machst ist Dein Job. Dein Mann arbeitet sich den Buckel krumm um Kohle für Euch ranzuschaffen und Du heulst rum, weil Du alleine bist und alles an Dir hängen bleibt.

Haushalt, zwei Kinder und Geschäftstelefon sollten eine Frau die im Leben steht kaum überfordern. Sollte es doch so sein, dann stell auf 400 Euro Basis eine Haushaltshilfe ein.

Das Leben ist nun mal kein Spaziergang. Irgendwann werdet Ihr die Früchte der Arbeit Deines Mannes tragen und ich nehme mal an Du warst bisher auch nicht böse drüber, daß er Dir ein Leben als Hausfrau ermöglicht hat.

Kopfschüttelnde Grüße,

B.

Beitrag von budgie 28.04.11 - 15:10 Uhr

Ich verstehe was die TE meint. Meines Erachtens hat das aber nichts mit Jammern auf hohem Niveau zu tun.

Ich spreche mal von mir. Ich bin seit 4 Jahren in Elternzeit und habe ein ruhendes Arbeitsverhältnis. Ich kümmere mich also im Moment ausschließlich um unsere Kinder. ABER ich halte meinem Mann auch den Ar... frei, damit er uneingeschränkt gutes Geld verdienen kann und Karriere machen kann. Stelle mein Arbeitsleben dafür hinten an. Wäre ich auch berufstätig wäre ich arg heftig eingeschränkt, oder aber mein Mann müsste sich mit einbringen, damit ich genauso wie er die ganzen Jahre "in Ruhe" arbeiten gehen könnte. So sehen es nämlich die wenigsten Leute. Ich glaube mein Mann würde ganz schön blöd gucken wenn wir unsere "Jobs" mal flux wechseln würden ;-).

@TE: Ich kenne Leute die das so handhaben wie es bei euch jetzt läuft. Für die Frau bedeuted das natürlich viele Abstriche und man muss glaube ich auch der Typ dafür sein.
Ich könnte das nicht und wäre so eine Situation für mich vorher absehbar gewesen, hätte ich keine (2) Kinder bekommen, die ich dann größtenteils alleine aufziehe. Man kann natürlich nicht alles beeinflußen, aber ich für meinen Teil könnte mich damit sehr schlecht abfinden.

LG

Beitrag von laan2004 28.04.11 - 19:25 Uhr

sehe ich absolut genau so.

Beitrag von luka22 28.04.11 - 21:39 Uhr

Immer dieser aufbauenden Worte, die es nur aus dem Mund einer wohlwollenden Frau kommen können #augen. Und da wundert man sich, warum Frauen lieber auf einen körperlichen Zusammenbruch zusteuern, als sich Hilfe zu holen. Sie haben Angst, dass jemand genau das denken könnte, was du ohne Umschweife aussprichst: man wäre total unfähig und eine heulende Memme!
Nicht jeder ist aus dem gleichen Eisen, nicht jedem ist es in die Wiege gelegt mal eben 2 Kleinkinder, Haus, Hund und Hof zu versorgen und dabei auszuschauen wie frisch der Danonewerbung entsprungen. Es gab keine Zeit in meinem Leben, die mich körperlich und psychisch so ausgemergelt hat, wie die Zeit als meine beiden Großen Kleinkinder waren. Vor allem der jahrelange Schlafmangel und die Nichtanwesendheit meines ebenfalls arbeitenden Mannes führten dazu, dass ich ein Schatten meiner selbst war. Es war die reinste Mangelverwaltung. Ich konnte kaum aufstehen, ich war kraft- und energielos. Ich war so verzweifelt, dass ich eine nicht so dringliche Mandel-OP angesetzt habe, nur, damit ich mal 1 Woche meine Ruhe hatte und Kraft schöpfen konnte (im Krankenhaus!).

Liebe TE, jetzt, wo ich "nur" einen kleinen Wirbelwind zu Hause habe, weiß ich, warum ich damals so am Ende war. Kleinkinder sind superersüß, aber superanstrengend. Jetzt erst verstehe ich, warum Kleinkinder so süß sein sollen ;-). Damals habe ich nur darauf gewartet, dass sie ENDLICH groß werden, alleine essen können, alleine aufs Klo gehen können, ENDLICH in den Kindergarten kommen. Jetzt genieße ich die Zeit mit dem Zwerg und kann es mir absolut nicht vorstellen, wie ich so nebenbei noch eine 1jährige bespaßen sollte! Und das war ja damals der Fall! Leider kann ich dir auch keine heißen Tipps geben. Auch eine Mutter-Kindkur hätte mir sehr wenig gebracht. Der Große hing sehr an mir und meine Kleine habe ich voll gestillt. Wie sollte ich also in so einer Kur zur Ruhe kommen? In der Nacht wäre ich mit den Kindern noch alleine gewesen und hier hatte wenigstens mein Mann ein Kind übernommen. Auch wenn Oma und Opa zum Kinderhüten da waren, war es immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die freie Zeit habe ich ja nicht genutzt, um die Füße hochzulegen oder zu schlafen, sondern um meine Bude wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen... Trotzdem wird es besser :-D. Ganz sicher! Wenn dein ältester in den Kindergarten kommt, wird sich die Lage vormittags schon deutlich entspannen! Du hättest ihn am besten schon ab 2 im Kindergarten angemeldet. Ich habe hier nur EINEN 2,5 jährigen und der kommt ab Montag in den Kindi. Ich freue mich schon sehr darauf, denn dann kann ich endlich meinen Haushalt morgens AM STÜCK erledigen. Ohne Kind bin ich schon eine total chaotische Hausfrau, mit Kind ist es nicht einfacher :-).
Wenn es euch finanziell möglich ist, würde ich dir eine Haushaltshilfe ans Herz legen. Es schlägt einfach aufs Gemüt, wenn bald überall Chaos herrscht! Ich verstehe dich auf jeden Fall voll und ganz #liebdrueck.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von 1972-mamalein 29.04.11 - 19:01 Uhr

Danke!!
Du sprichst mir aus der Seele.
Ich bin auch in der Woche und oft auch 14 Tage am Stück allein mit Haus Garten und Kind ( und geh arbeiten)

Aber ich weiß auch das das der Preis für unseren doch recht guten Lebensstandard ist.
Die finanzielle Seite finden die Frauen ja ganz angenehm, aber das der Preis dafür ein hart arbeitender Mann und wenig Zeit gemeinsam ist das will keiner akzeptieren.

Ich finde das traurig.
Solche Männer zahlen auch den Preis das sie viel von den eigenen Kindern verpassen.
Und das ist auch für die Männer nicht schön weil man Zeit nicht zurückholen kann.

Beitrag von mini4 30.04.11 - 20:38 Uhr

ohhh danke Blacknikinblue ,Du sprichst mir aus der Seele :-)

was soll ich denn sagen, ich hab ein 40 Std Job zusätzlich ein Minijob, eine Tochter 8 j alt Haushalt und alles was dazugehört.
Mein Mann arbeitet immer ab 18 Uhr ist erst um 4 Uhr morgens Zuhause.
Ich muss aber um 6 Uhr wieder aufstehen, da Kind zur Schule muss.
Sehe mein Mann wenn es hochkommt 1 Tag in der Woche für ein vollen Tag ansonsten 1 Std, soll ich jetzt auch heueln?
Ich wäre froh wenn ich Zuhause sein könnte, ich kann es mir aber leider nicht erlauben.
Also das ist doch zu machen wenn du den ganzen Tag zuhause bist!!!!

ebendfalls kopfschüttelnde Grüße,

Mini4

Beitrag von paula74 28.04.11 - 15:12 Uhr

Hallo
Ich denke, Du musst einfach schauen, was DU machen kannst, um etwas zu ändern!
Was passt Dir nicht? Hast Du zuwenig Zeit mit Deinem Mann? Wird Dir das Alltägliche zuviel (das meist müsstest Du ja ohnehin machen, auch wenn Dein Mann um 6 oder 7 nach Hause käme)? Vermisst Du einen Ausgleich oder Deine Arbeit?
Je nach finanzieller Lage müsst Ihr Euch halt die entsprechende Lösung suchen! Denn jetzt habt Ihr die Firma und Jammern hilft halt wirklich nicht.
Entlastung durch eine Haushaltshilfe, Angestellte in der Firma oder Familie wäre eine Möglichkeit.
Um Familienzeit oder Zeit mit Deinem Mann zu bekommen, müsst Ihr Euch zusammensetzen und nach Lösungen suchen.
Falls Du wieder arbeiten willst, um etwas anderes zu sehen (ist zwar anstrengend, aber auch sehr belebend), musst Du eine Tagesmutter/Krippe suchen. Vielleicht kannst Du ja auch irgendetwas besser als Dein Mann in der Firma und er passt mal ein paar Stunden auf die Kinder auf und erledigt irgendetwas, während Du z.B. die Buchhaltung machst.
Das sind alles nur Ideen und Anregungen, aber Du musst halt mit Deinem Mann reden und einfach danach schauen, was Du willst und was machbar ist.
LG Paula

Beitrag von wunschkuh27 28.04.11 - 15:17 Uhr

Hallo pocahontas !

Ja mir gehts genauso. Aber so läuft es bei uns schon ca. 2 Jahre. Und so langsam droht bei uns die Beziehung daran zu scheitern. Wir haben auch zwei gemeinsame Kinder (3 und 1,5 Jahre alt)
Bei uns kommt aber noch dazu das das Geld trotzdem nicht reicht und ich deswegen noch am Wochenende arbeiten gehen muss.
Familienleben findet so gut wie gar nicht mehr statt. Da nützt einen das schömste Haus mit Garten auch nichts wenn man immer allein darin ist.

Traurige Grüße
Wunschkuh

Beitrag von diebina 28.04.11 - 16:32 Uhr

solche Antworten, wie von blacknickinblue habe ich damals auch kassiert, als ich vor einiger Zeit ähnliches gepostet habe.

Mir geht es ähnlich wie Dir. Familienleben habe ich mir anders vorgestellt. Mein Mann arbeitet ca. 90 Std pro Woche, plus 1-2 Auswärtsübernachtungen.

Ich habe eine viertel Stelle, 2 Kinder, 160qm Haus, Garten.

wir waren Ende 2010 an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr konnte. ich hatte einen Nervenzusammenbruch und bin Gott sei Dank an eine tollen Arzt geraten, der mir die Augen geöffnet hat...

lange Rede, kurzer Sinn: ich liebe meinen Mann, sein Job ist Teil seines Lebens. Wir haben klare Regeln aufgestellt (Samstags frei) und wenn es nicht seiner Gesundheit schadet so halte ich mich zurück und fahre seitdem weit besser. Anders ausgedrückt: während seiner Abwesenheit mache ich mit den Kindern "unser" Ding und erst am WE konzentrieren wir uns gemeinsam auf das Familienleben (meistens :-))

auch ich fühle mich manchmal alleinerziehend - möchte aber inzwischen mit keiner Frau tauschen, deren Mann pünktlich nach Hause kommt und die Ehe trotzdem nicht stimmt (soll ja vorkommen :-))

VG
die bina



Beitrag von rienchen77 28.04.11 - 16:36 Uhr

boah....kopfschüttel...lach...

mein Mann arbeitet immer auf Monatage...hat nur im Winterurlaub, arbeitet 6 Tage die Woche und kommt meist nur Sonntags nach Haus....

ich muß hier mit 2 Kindern alles allein beschicken...großes Haus, großer Garten, und wir wohnen auf dem Dorf, also muß ich wegen jeden Pups Kilometerweit fahren...

also...zusammenreißen...

Beitrag von vam-pir-ella 28.04.11 - 16:42 Uhr

Hi!

Mein Mann ist auch selbstständig. Und da sich der Betrieb, den er von seinem Vater übernommen hat, in seinem Geburtsort befindet, ist er von Montagmorgen bis Freitagabend ausser Haus. Jeden Tag 100 Kilometer zu fahren, um dann total geschafft auf em Sofa zu liegen, würd sich in unseren Augen nicht wirklich lohnen. Ausserdem hätten die Kinder, zumindest die 2 "Kleinen" dann eh nichts von ihm. Die wären nämlich schon im Bett wenn er heimkäme.
Ich hab mich ganz gut mit der Situation arrangiert. Klar vermiss ich ihn, aber andererseits bin ich der Meinung, dass ein wenig Sehnsucht nacheinander die Liebe frisch hält. Wir freuen uns über jede Minute die wir zusammen verbringen.
Das ich "alles" alleine regeln muss macht mir nichts aus. Und als alleinerziehend fühle ich mich schon dreimal nicht...Das stelle ich mir nämlich um einiges härter vor. Und jede Frau, die Kind/er und Beruf unter einen Hut bekommt und alleinerziehend ist hat meinen höchsten Respekt!

Gruß,

v.

Beitrag von elsa345 28.04.11 - 17:03 Uhr

Hallo,
einerseits kann ich Dich verstehen. ABER sei froh, daß Dein Mann seine Aufgabe ernst nimmt. Frage mal die Frauen hier, deren Männer den Hintern nicht bewegen. Was denkst Du was die für Sorgen haben?

Das Dein Mann jetzt schon, nach knapp 4Monaten, nicht mehr am Samstag arbeiten geht ist purer LUXUS. Mein Mann hat damit nach 8Jahren Selbständigkeit teilweise aufgehört. Aber dafür ist er jeden Tag von 6Uhr bis mind. 20Uhr aus dem Haus und das alles für ein besseres Angestelltengehalt. Großes Haus und Grundstück sind bei uns noch nicht abgefallen. ALLES im Haushalt und nebenher bleibt an mir hängen. Ich bin in der 39.SSW und gehe noch jeden Tag für einige Stunden ins Geschäft.

Das bedeutet nunmal Selbständigkeit und Du jammerst wirklich ohne ernsthaften Grund.

Genieße Deine Zeit zuhause und sage Deinem Mann einfach mal Danke.
Gruß

Beitrag von twins 28.04.11 - 18:01 Uhr

HI,
mir geht es so. Wir haben ein Haus, gr. Garten, 2 Hunde und Zwillinge im Alter von jetzt 5 Jahren.
DIe nächsten Verwandten sind zwischen 600-1000 km entfernt. Freunde keine um die Ecke und die NAchbarschaft ist verzickt,.

Mein Mann ist in der Regel die ganze Woche weg, naja, er kommt dann schon mal gegen 22.30 und muss um 5.00 uhr morgens wieder weg....also nicht wirklich nicht da.

Mir macht das nichts aus, denn das war schon immer so. Ich war früher auch arbeitsmäßig ständig unterwegs. Ich weiß noch, zwei Tage nachdem ich mit den Zwillis aus der Klinik zu Hause war, war er schon wieder in der Arbeit...puh...ist halt so, ließ sich nicht ändern. Aber Jammern bringt nicht, nur einen Ehemann der sich noch mehr unter Druck gesetzt fühlt.

Für den Mann ist es auch nicht einfach, die Familie so selten zu sehen aber dafür ist er dann am Wochenende zu 100% für uns da!

Ich mache unter der Woche mein Ding - sehe das als mein Job, obwohl ich auch noch 20Std. arbeite. Was bringt es zu jammern. Er versucht die Familie zu ernähren, seinen JOb so gut wie möglich zu machen und dann sollte er auch die Unterstützung von daheim bekommen....jajaj....vor kurzem in einem Posting wurde mir gesagt, das das Methoden aus den 70er Jahren sind - "Frau hält dem Mann den Rücken frei"
Ist halt oftmals so.

Wenn es Dir alles zu viel wird, dann versuche doch einen U3 Platz zu bekommen und wenn es nur für 2/3 Tage ist. So hast du ein bißchen Pause.

Grüße
Lisa
P.S. Ein Kollege hat jetzt gekündigt, da seine Frau auch nicht will, das er sooo oft unterwegs ist - HALLO - jetzt muss mein Mann als Chef gleich den Job auch noch mit aufarbeiten....dumme Tussi

Beitrag von any1978 28.04.11 - 20:36 Uhr

Hallo,
ich hab 3 Kids 1,5 J 3,5 J und 7,5 Jahre und ich bin fast immer allein ,mein Mann arbeitet auf Montage ist momentan immer 11 Tage weg und 3 Tage zuhause. Das wird mindestens noch 1 Jahr so weiter laufen.
Klar manchmal ist es nicht leicht aber man kann nicht alles haben Haus und Kinder wollen auch Finanziert werden ;-)
Wir kommen ganz gut damit klar wobei es natürlich am schönsten ist wenn er mal in der nähe arbeitet #verliebt

Beitrag von tanni1977 28.04.11 - 21:23 Uhr

Hi poca,

mir geht´s da ähnlich wie dir. Ich behaupte auch seit 4 Jahren (und dann lachen immer noch einige Leute :-( ), dass ich "so gut wie alleinerziehend" bin. Unsere Tochter sieht ihren Papa auch nur jeden 2. Samstag und am Sonntag. Ähnlich wie Umgangsrecht bei Getrenntlebenden... Mein Mann fährt LKW und da ist das dann eben so. ALLES bleibt an mir kleben. Seit über 1 Jahr arbeite ich halbtags. Dann ist unsere Tochter aber im Kindergarten.

Es gibt bestimmt viele Berufe, in denen es so ist.

Aber zwei Kinder in dem Alter wie Deine beiden ist sicher anstrengend.

Kopf hoch - das wird mit der Zeit besser.

Lieben Gruß #blume
Tanni

Beitrag von alocin1970 28.04.11 - 22:27 Uhr

Hey,

also, mein Verständnis hast du.

Mir können meine 3 Kinder, Haus, Garten und Tier (Pferd) auch oft mehr Stress verschaffen, als ich es in 13 Jahren Ausbildung, Studium und Arbeit erlebt habe.
Mein Mann war von vor 6 Uhr morgens bis ca. 18.15 Uhr außer Haus, dazu ist er 12-15 x im Jahr für bis zu eine Woche dienstlich weg; im Mai sind es mehr als 2 Wochen. Seit Kurzem hat er ein 2. Auto, dadurch kommt er schon gegen 17.30 Uhr nach Hause.

Was ich dir raten würde, ist, dir eine Putzfrau zu nehmen, wenn es finanziell geht, und stundenweise eine Tagesmutter. Ich habe eine Putzfrau, die 2 Stunden die Woche kommt und in dieser Zeit die Böden in den Zimmern, die keinen Teppich haben, wischt und die Bäder putzt. Alles andere gründliche Putzen, Saugen, Staubwischen, Fenster etc. mache ich, aber das ist schon mal eine tolle Hilfe. Und ab meinem 2. Kind habe ich, wenn die Kinder 2 Jahre alt waren, die Kinder für 2 x 4 Stunden in der Woche zu einer Tagesmutter gebracht. In dieser Zeit arbeite ich, wenn ich viel zu tun habe (arbeite freiberuflich), mache in Ruhe etwas im Haus oder, wenn nichts anliegt, mache ich Sport, gehe zu meinem Pferd, oder tue einfach so etwas für mich: Kaffee trinken, einen Stadtbummel, lesen ... obwohl Letzteres schon lange nicht mehr geklappt hat, da ich (einerseits zum Glück) momentan so viele Aufträge habe.

Aber beides entlastet ungemein.

LG Nico

Beitrag von hippogreif 28.04.11 - 22:46 Uhr

Nein, Du bist definitiv nicht allein erziehend, ganz ehrlich, dass ist echt etwas völlig anderes!
Dein Mann arbeitet einfach nur etwas mehr, das ist alles.
Mein Mann ist von Sonntagabend bis Freitagabend komplett unterwegs, also nur am WE zu Hause. Du hast den Vorteil, dass Dein Mann wenigstens abends zu Hause ist. Ich sehe meinen für 5-6 Tage nicht.
Und trotzdem bezeichne ich mich nicht als alleinerziehend. Auch wenn ich keinerlei Unterstützung durch meine Familie habe (wohnt 700 km weit weg) und ich selbst 35 h/Woche arbeite und meine Tochter noch nichtmal 2 Jahrte alt ist.
In unsere Kita geht eine alleinerziehende Mutter von 3 kleinen Kindern, glaub mir, dass ist echt was ganz anderes.
Und ich finde es relativ normal, dass Du Dich um den Haushalt und die Kinder kümmerst, schließlich arbeitest Du doch nicht in einem Beruf! Da finde ich das selbstverständlich, dass der Mann da nicht noch groß was macht, erst recht bei der Arbeitszeit Deines Mannes. Das versteht sich doch von selbst!
Natürlich ist nicht jeder Tag toll und man ist mal schlecht gelaunt oder unausgeschlafen. Aber so geht es vielen Millionen Frauen in Deutschland! Klar, kleine Kinder können auch ziemlich anstrengend sein und es ist nicht immer toll, dass die Haushaltsarbeit kaum Lob erfährt.
Daher: vielleicht sucht ihr euch ab und zu mal ein Kindermädchen, welches abends auf die Kids aufpaßt, damit ihr als Paar mal was machen könnt. Oder Du triffst Dich mit anderen Müttern in Krabbelgruppen. Oder geh ins Fitneßstudio, dort gibt es stundenweise Kinderbetreuung und Du kannst mal was nur für Dich tun. usw.
Es gibt so viele Möglichkeiten. Vergiß nicht: die Zeit geht soooo schnell vorbei, versuch, das Schöne zu sehen!

Beitrag von frau-pepsi 28.04.11 - 22:57 Uhr

Sei stolz auf deinem Mann, er würde ganz sicher auch lieber zu hause sein und mit den Kindern spielen.

Beitrag von anja0511 29.04.11 - 13:58 Uhr

Hallo Pocahontas.

Erstmal kann ich dich verstehen,denn ich lebe seit 16 jahren so.

Mein mann ist selbststandig, arbeitet von 08.00 Uhr bis 22.30 Uhr in der woche, und 03.00 Uhr wochenende.
Unterschied ist, es gibt keine freien tage ! Wenn wir es mal irgendwie schaffen einen nachmittag 3-4 stunden als familie zu verbringen ist das eine halbe feier...
Aber ich selber arbeite auch 40 Stunden woche, habe 2 Kids, 2 Hunde, Wellensittiche, Haus und Garten... Meine Familie lebt in Deutschland, ich auf den Kanaren... also muttersehlen aleine.... Also geht es mir wie sooo vielen anderen auch.
Aber... das alles hilft dir nichts, denn leid der anderen, ist nicht dein trost. du solltest schauen wie man die situation regeln kann, und da dein mann die arbeit spass macht, und er sich dabei wohl fühlt, solltest du versuchen Ihn den rücken frei zu halten, und abends harmonisch zusammen zu sein.

Klaro ist es sehr stressig mir 2 kleinen kindern alles zu meistern, vieleicht währe es ganz gut, ein, zwei mal in monat ne haushaltshilfe zu holen, oder jemanden zu beauftragen das er auf die Kinder aufpasst, damit du freizeit hast, (aleine oder nur mit deinen Mann) damit Ihr auch als "paar" funktioniert.
Und letzendlich... wenn mal was im haushalt liegen bleibt, dann ist das auch kein weltuntergang. Oder mal Pizza service gerufen wird, weil man die zeit vergessen hat, weil man mit den Kindern auf den Spielplatz war.
Einfach versuchen das leben locker anzugehen und zu geniesen, in ein paar Jahren sind deine Kinder gross, und gehen eigene wege, dann hast du viel zu viel Zeit... Also geniese jetzt den "stress" mit Kindern, usw... :-)

Alles gute, und hoffentlich viele besseren tage

Beitrag von ficus 29.04.11 - 18:42 Uhr

Hallo,
mein Mann ist nicht selbständig, aber ich bin es.
3x die Woche hole ich unsere Tochter aus dem Kiga ab, 1 x mein Mann und 1 x der Babysitter. An den Wochenenden bin ich nicht immer zuhause und auch mal arbeiten.
ABER: Vieles ist auch einfach eine Sache der Organisation und des wirklich wollens!
Selbständig sein, heißt zwar, dass man auf eigenen Füßen stehen muss und nur dann Geld in die Tasche zurück fließt, wenn man auch arbeitet, aber Selbständig heißt auch, dass man delegieren und abgeben muss und kann.
Sowohl du als auch dein Mann, ihr solltet euch beide überlegen, was ihr wie an wen wür welchen Preis abgeben könnt. Wenn dann eben mal etwas weniger Geld in der eigenen Tasche hängen bleibt, dann kann an abwiegen, ob es das Wert ist dafür zu bezahlen und man hat im Gegenzug etwas mehr Zeit und auch bewusst Zeit für die Familie.
Selbständig sein heißt nicht immer, jeden Tag bis 22 Uhr und am Wochenende auch arbeiten gehen zu können. Sondern Selbständigkeit heißt auch, sich gewisse Freiheiten herausnehmen zu können, die ein Angestellter eben sich nicht nehmen kann.
Und ja, ich genieße es, auch mal eine 30 Std.-Woche zu haben und sagen zu können: das Wetter ist schön, ich geh mit meinem Kind ein Eis essen und hols eher aus dem Kiga ab.
Überlegt gemeinsam, was euch wichtig ist und trefft gemeinsam eine Entscheidung.
Nicht desto trotz gibt es in der Selbständigkeit immer mal wieder Phasen, in denen sowohl Überstunden als auch Wochenendarbeit angesagt ist. Aber ein Dauerzustand sollte das im Sinne der eigenen Gesundheit und der Familie nicht sein. Da müssen dann Entscheidungen getroffen werden. Ich habe mich jedenfalls nicht Selbständig gemacht, um mich selber zu knechten und zu quälen und überhaupt nichts von meiner Familie zu haben - das hätte ich im Angestelltenverhältnis mit 50 - 60 Std./Woche auch haben können.
Klar, in der Anfangszeit hat man dann auch sicherlich weniger Geld in der Tasche als im Angestelltenverhältnis. Wenn man aber einmal die Entscheidung zur Selbständigkeit getroffen hat, ist es schwer, da wieder rauszukommen (gedanklich und von der Einstellung her), das Finanzielle ist dann eine andere Sache und wenns nicht läuft, muss man auch in der Lage sein, die Notbremse zu ziehen.
Ich hatte mal einen Chef, von dem ich sehr sehr viel gelernt habe. Er war von Montag bis Sonntag im Büro, hatte weder Freunde noch Familie - das war ein sehr gutes negatives Beispiel für mich.
vG und alles Gute