Dürfen die das? Schwanger - kaum Stunden - kaum Gehalt

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Beitrag von farfalla.bionda 28.04.11 - 15:08 Uhr

Hallo zusammen,

ich mach mir seit ein paar Tagen ziemlich Sorgen. Das was mir derzeit bei der Arbeit widerfährt grenzt schon stark an Mobbing (auch wenn es nur von einer Person ausgeht, diese hat jedoch recht viel Einfluss).

Bei meiner Arbeit ist es so:
Man gibt einen Monat im Vorraus eine Art Zeitplan ab, wann man arbeiten kann und gibt zu diesem Zeitplan an, wie viele Std man min. arbeiten möchte.
Seit 1 1/4 Jahren bin ich nun da beschäftigt, ohne Vertrag, in der "Gleitzone" - sprich mit Sozialabgaben etc. und bisher lief immer alles glatt.

Jetzt ist die FA umgezogen und ich kann, weil ich noch zwei Kinder habe, deren KiGa erst um 7 öffnet, nicht mehr zur Frühschicht fahren.
Es ist für niemanden bei der Arbeit Pflicht Früh- oder Spätschichten zu machen, generell ist alles eher freiwillig, außer dass man zwei Wochenendschichten abgeben muss - was ich auch tat.

Nun traf mich der Schlag:
Ich habe mich für ca. 80 Std eingetragen und bekam nur knapp 15 Std. damit wäre ich nichtmal ansatzweise auch nur an die 400€ gekommen! Die von mir eingetragenen Wochenendschichten bekam ich auch nicht.
Als ich das ein paar Kollegen erzählte haben die mir sofort ein paar Schichten von sich angeboten, so kann ich zumindest meine Miete bezahlen.

Was mir aber noch viel größere Sorgen macht ist der nächste Monat! Ich kann wieder nur so wie im letzten Monat Schichten abgeben und wenn ich erneut mit so wenig Std. abgespeist werde und mir auch sonst niemand von sich Schichten geben kann: kriege ich dann überhaupt Mutterschutzgeld??

Bei der Arbeit ist natürlich bekannt, dass ich schwanger bin. Mein Mutterschutz beginnt am 05.07. und meinen letzten Arbeitstag werde ich am 26.06. haben.

Auf die Frage hin, weshalb ich nur so wenige Schichten bekommen habe teilte mir die verantwortliche Kollegin mit, dass sie mich nicht brauchen würde für die 8-Uhr Schichten, andere würden die schon übernehmen, sie braucht mich um 7 Uhr.
Ich weiß aber von meinen Kollegen, dass diese sich für noch deutlich mehr Schichten zur Verfügung gestellt haben und meine "nette Kollegin" sehr wohl die Wahl hatte, mich auch erst um 8 Uhr einzusetzen!
Sie hat mir praktisch durch die Blume gesagt: "Entweder du trägst dich um 7 Uhr ein, oder pack deine Sachen, denn ich übernehme keine Schichten mehr von dir!" Sie hat sonst nämlich nur noch zwei andere Kollegen, die so früh arbeiten können.

Darf sie das einfach so machen?? Und was ist, wenn ich tatsächlich nicht an die 400€ komme und dann kurz vorm MuSchu meine Krankenkassenleistung wegfällt? Auch Wegfall des MuSchu-Geldes?

#schwitz#heul#danke

Beitrag von susannea 28.04.11 - 18:19 Uhr

Ich würde wohl mal mit dem Frauenarzt oder Hausarzt wegen einem BV wegen Mobbins sprechen. Ansonsten ist die Frage, wieviel NAcht- bzw. Spätschichten (also nach 20 Uhr) und wieviele Frühschichten (vor 6 Uhr) du vor EIntreten der Schwangerschaft hattest, denn die müssen dir auch im Durchschnitt weiter bezahlt werden, auch wenn du sie nicht machst!
Der AG kann dich natürlich dadurch dann auch für andere Schichten einsetzen, muss dies aber so bezahlen wie vorher (also auch evtl. Zuschläge).

Beitrag von windsbraut69 28.04.11 - 19:12 Uhr

Dass sie keinen Frühschichten mehr arbeitet, hat doch nichts mit der Schwangerschaft zu tun!

Gruß,

W

Beitrag von susannea 28.04.11 - 19:48 Uhr

Du hast nicht richtig gelesen, es ging um Frühschichten vor 6 Uhr, das steht doch dort. ;)

UNd ob sie das nun eh nicht mehr gekonnt htte ist dabei nicht relevant!

Beitrag von windsbraut69 28.04.11 - 20:10 Uhr

Welche Schichten vor 6 Uhr denn?

Beitrag von susannea 28.04.11 - 21:16 Uhr

Genau danach habe ich sie doch gefragt, wieviele Spätschichten (nach 20 UHr) und Frühschichten (vpor 6 Uhr) sie vor Schwangerschaftsbeginn gemacht hat. Die müssten jetzt weiter gezahlt werden, auch wenn sie sie nicht mehr macht!

Also bitte endlich mal vollständig lesen!

Beitrag von windsbraut69 29.04.11 - 08:54 Uhr

Du hast losgepoltert, sie solle sich ein BV wegen "Mobbin" geben lassen.
Sie schreibt doch AUSDRÜCKLICH, ihre Chefin hätte gesagt, sie wird UM 7 UHR benötigt!

Beitrag von susannea 29.04.11 - 10:28 Uhr

Ich habe überhaupt nicht losgepoltert, ich habe ihr gesagt, sie kann sich bei dem Verhalten mit dem FA über eine BV wegen Mobbingsunterhalten und sie soll gucken, was sie vorher an Schithen hatte, die sie jetzt nicht mehr machen darf, denn die müssen trotzdem bezahlt werden.

Du liest immer nur die Hälfte, fällt mir schon öfter auf!

Beitrag von windsbraut69 29.04.11 - 10:40 Uhr

Mit welcher Begründung sollte sie Schichten bezahlt bekommen, die sie nicht mehr machen möchte???

Wo siehst Du denn hier "Mobbing"?

Beitrag von susannea 29.04.11 - 10:44 Uhr

Sage mal, du willst es nicht verstehen, sie soll Schichten bezahlt bekommen (ich wiederhole nicht ein 3. Mal, welche), die sie nciht machen darf nach dem MuSchG!

Lies dpoch endlich mal vollständig.

Mobbing sehe ich an der absichtlichen Einteilung der Schichten so, dass sie dort nicht kann, obwohl sonst frei gewählt werden darf!

Beitrag von windsbraut69 29.04.11 - 11:02 Uhr

Es gibt aber keine Schichten, die sie vorher gemacht hat und jetzt mutterschutzbedingt nicht mehr machen kann!

Sie konnte früher in allen/beiden Schichten arbeiten und jetzt nicht mehr, damit läßt sich die Reduzierung hervorragend begründen.

Gruß,

W

Beitrag von susannea 29.04.11 - 11:08 Uhr

Woher weißt du denn das?
Sie sprach doch nur davon, welche sie jetzt nicht machen kann, woher weißt du nicht, dass es nicht noch mehr gibt?

Danach habe ich sie doch explizit gefragt, eine Antwort aber nicht erhalten außer deine blödsinnigen EInwürfe!

Beitrag von windsbraut69 28.04.11 - 19:14 Uhr

Wenn Du keine Mindeststundenzahl vertraglich zugesichert hast und aus persönlichen Gründen (die mit Deiner Schwangerschaft nichts zu tun haben) keine Frühschichten mehr machen kannst, wirst Du nichts dagegen tun können, dass Du dann weniger eingesetzt wirst...

Gruß,

W

Beitrag von farfalla.bionda 28.04.11 - 22:28 Uhr

Hallo und #danke erstmal

Also um das Geld bei den Frühschichten geht es mir prinzipiell gar nicht. Früh- bzw Spätschicht bedeutet bei "uns" zB auch: mehr Gehalt ab 22 - 7 Uhr und ich habe immer erst ab 7 Uhr gearbeitet und nun ist es eben frühestens ab 8 Uhr möglich :-(

Dass ich generell nichts gegen eine Stundenminderung machen kann ist mir klar, jedoch bin ich schwanger, also auch ohne schriftlichen Vertrag unkündbar ;-) (soweit bin ich ja glücklicherweise schonmal gekommen #schwitz ) und eine Stundenminderung würde ja praktisch einer Kündigung gleichkommen.
Auch bin ich in der "Gleitzone" gemeldet, was eine Mindesstundenanzahl vorraussetzt, da ich sonst nicht über 400€ komme #zitter

Daher die Frage :-( denn eine direkte Kündigung ist es nicht, nur eben auch kein wirkliches Aufrechterhalten des Arbeitsverhältnisses.

Das Letzte was ich nun will ist bei der Arbeit rumzustressen oder dass es wohlmöglich noch in Machtspielchen ausartet (das darf die blöde Schrulle gern übernehmen, ist nicht mein Niveau #schein )

Mir gehts halt echt nur um die Absicherung des Mutterschutzgeldes und den Weitererhalt meiner KV, denn ich MUSS bis zum Eintritt in den Mutterschutz Sozialabgaben leisten, sonst zahlt mir die KK kein MuSchuGeld und ich bin auch in der Elternzeit nicht versichert (was mich 150€ im Monat kosten würde).
Diese dämliche Schichtplanaufteilung meiner lieben Kollegin könnte mich also praktisch arm machen #schwitz

liebe Grüße

Beitrag von windsbraut69 29.04.11 - 10:48 Uhr

Nein, eine Reduzierung Deiner Stunden aufgrund Deiner nicht mehr gegebenen Verfügbarkeit für die Frühschicht, ist nicht mit einer Kündigung zu vergleichen.
Dürftest Du lt. Mutterschutzgesetz in der Frühschicht nicht mehr arbeiten, hätte Susannea Recht und Dir stünde Ausgleich zu, das ist hier ja aber nicht der Fall, sondern Du möchtest wegen der fehlenden Betreuung nicht mehr früh arbeiten.

Du darfst wegen der Schwangerschaft nicht benachteiligt werden, Dir stehen aber auch keine Sonderwünsche hinsichtlich Wunscharbeitszeiten zu, solange das nicht mutterschutzbedingt ist.

LG

Beitrag von farfalla.bionda 29.04.11 - 13:16 Uhr

Naja von "möchten" kann nicht die Rede sein ;-) und das weiß man bei meiner Arbeit auch.

Ich habe bis zu dem Umzug auch Schichten vor 8 Uhr übernommen, nun geht das rein logistisch einfach nicht mehr und ich wurde, statt wie sonst an 16, nur an 3 Tagen eingeteilt und an diesen Tagen sogar stundenvermindert.

Ich bin diesen Monat also gezwungen mir etwas anderes zu überlegen, denn sonst fliegt hier bald die Wohnungskündigung ins Haus.
Und ich empfinde es schon sehr stark als Mobbing!

Auch bezogen auf die Wochenendschichten, die ich ja bspw. wie verlangt abgab und nicht bekam.

Gestern bei der Arbeit wurde ich von besagter Kollegin angesprochen, ich hätte noch WE-Schichten abzugeben was ich verneinte, da ich welche abgab, diese aber nicht bekam. Woraufhin ich angepflaumt wurde "Wenn du immer so kurze Schichten und dann noch nur Vormittags abgibst kann es eben auch mal passieren, dass du die nicht kriegst un dann musst du dir andere, freie Schichten raussuchen. Jetzt steht der Plan schon eine Woche und da gibt es eben nur noch Schichten zwischen 16 und 21 Uhr, das ist dann wohl Pech!"
Eine normale Schicht beträgt bei uns 4 Std. - ich gebe nie weniger ab! Und verwunderlich, dass es seit Arbeitsbeginn kein Problem darstellte, aber plötzlich, da ich keine Frühschichten mehr mache, kriege ich auch die Wochenendschichten, wie ich sie sonst auch immer abgab, nicht mehr.:-[

Und ich hatte von Anfang an gesagt, dass ich nur Vormittags Zeit habe, was sich auch auf das WE bezog. Ohne dieser Arbeitsgrundlage hätte ich dort nicht angefangen, das war Grundvorraussetzung und ist seither bekannt.

Es gibt keine festen Schichten, die ich zuvor gemacht habe. Eine gewisse "Kernzeit", zu der ich mich jeden Monat eingetragen und auch übernommen wurde gab es. Aber keine festen Tage und ich arbeitete zuvor auch nicht zu ungewöhnlichen Zeiten.

Das Problem ist "einzig" das oben beschriebene (was m.E. aber auch schon reicht).

Mein Freund wird also diesen Monat seinen Chef anbetteln müssen, ob er sich zu jeder seiner Schichten erspäten darf, weil sonst die Kinder nicht betreut sind - kommt wahrscheinlich nicht so gut, weil er erst vor 2 Wochen eine müdnl. Zusage für eine Festanstellung erhalten hat.
Aber so scheint das hier zu laufen... schade, ich dachte, es gäbe da vielleicht irgendeine Gesetzesgrundlage. Denn ein normales Gespräch ist mit dieser Kollegin nicht zu führen.
Was ich nur nicht verstehe (von ihr) ist, dass genau dieses Verhalten jetzt mich dazu bewegt, nie wieder in diesen Betrieb zurückzukehren (was ich eigentlich Stundenweise ab Dezember wieder vor hatte)... ich kann also mit einem großen Lächeln in den MuSchu gehen und die Schreckschraube muss sich dennoch weiterhin mit der 7-Uhr-Schicht-Problematik herumschlagen :-D

(Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten Susannea? Ich schiebs mal auf die Hormone, aber ich hatte beim Durchlesen irgendwie ein Brett vorm Kopf und wahrscheinlich erst jetzt? verstanden was du wissen wolltest).

liebe Grüße