Habe ich überreagiert oder er?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von herzlos? 29.04.11 - 10:14 Uhr

Hallo zusammen!

Ich brauche mal eure Meinung zu folgender Situation.

Vorletzte Nacht ist mir mit meinem Mann was komisches passiert: Wir sind gegen Mitternacht ins Bett gegangen. Gegen 1 Uhr reisst mich mein Mann aus dem Schlaf und fragt mich, ob ich auch das komische Geräusch hören würde. Erst wusste ich nicht, was er von mir wollte und dachte, er würde ein Sex-habendes Pärchen hören (hatten wir in unserer alten Wohnung schon mal gehabt, die hat man 3-4 Häuser weiter noch gehört! ;-) ), danach horchte ich an meinem iPod, ob ich den versehentlich nicht ausgeschaltet habe, doch der war stumm. Nach ca. 2 Minuten angestrengten Horchens hörte ich das Geräusch und konnte es dann auch direkt zuordnen: Es war das alte Rutscheauto von Fisher Price, welches Musik hat und bei jedem kleinsten Windstoß losgeht (wir hatten es letztes Jahr ausrangiert und vergessen, die Batterien rauszumachen).
Das sagte ich ihm also und dachte, ich könne in Ruhe weiterschlafen. Pustekuchen! Er sagte, ich solle das ausschalten gehen. Wohl gemerkt: Es war 1.15 Uhr mitten in der Nacht und ich (!) sollte runtergehen und es ausschalten. Abgesehen davon, dass ich Bauchkrämpfe hatte (habe ich ihm auch gesagt), meinte ich zu ihm, dass er das gefälligst selber machen soll.
Plötzlich fing er an zu heulen wie ein kleines Kind und meinte, dass ihm das totale Angst macht und ich doch runter gehen sollte und das ausschalten. Ich sagte ihm, dass ich das jetzt nicht tun werde, sondern am Morgen runtergehen werde und es ausschalten (ggf. sogar die Batterien rausnehmen), bin aufgestanden und habe das Fenster geschlossen, damit er das Geräusch nicht mehr hört.
Er weinte weiter wie ein Schlosshund und ich zog mir meinen iPod auf die Ohren. Er bettelte weiter wie ein kleines Kind (er wird 42 (!)) und dann wurde ich richtig sauer und schrie ihn an, dass er wohl zu viele schlechte Horrorfilme gesehen hätte und ich jetzt nicht runter gehen werde, blos um ein verrückt spielendes Rutschauto, an dem evtl. die Nachbarskatze rumspielt, auszuschalten und ich einfach schlafen möchte, weil ich Bauchkrämpfe habe. Dann habe ich meine Sachen genommen und bin ins Kinderzimmer (die Kids sind gerade bei Oma und Opa) gezogen. Zwei Minuten später stand er in der Tür und bettelte weiter. Er hätte eine Riesenangst vor dem Ding und ich solle es doch ausschalten.
Ich habe ihm dann noch mal im Guten gesagt, dass ich das am Morgen mache, wenn es hell ist und er sich doch seinen iPod auf die Ohren setzen soll und die Musik anmachen. Dann hört er das Geräusch nicht. Ich habe dann die Türe zugemacht und versucht zu schlafen (es war mittlerweile fast 2 Uhr und wir müssen um 6 Uhr wieder hoch).

Am nächsten Morgen gab es kein "Guten Morgen" von seiner Seite (verständlich, wenn man laut seiner Aussage, die ganze Zeit nicht schlafen konnte) und auch sonst wurde ich ignoriert und geschnitten, wo es nur ging. Wir haben dann gechattet und im Chat sagte er mir, dass ich ihn mit meinem Verhalten sehr verletzt hätte. Ich sagte, dass ich sein Verhalten sehr kindisch fand und das Ding deshalb nicht ausgeschaltet habe. Ich habe es direkt nach dem Aufstehen und anziehen ausgeschaltet, wie ich es versprochen habe. Er sagte mir, dass er mich gefühlskalt findet und dass ich doch auf seine Angst hätte eingehen sollen (was ich meiner Ansicht gemacht habe, indem ich das Fenster geschlossen habe, so dass man das Geräusch nicht mehr wahrnehmen konnte (ausser, man hört die Flöhe husten, wie mein Mann offensichtlich).

Tja, jetzt ist er sauer auf mich und ich bin sauer auf ihn.

Ich bin nur froh, dass unsere Kids nicht zu Hause sind, die hätten ihren Vater wohl für Verrückt erklärt und ihn evtl. sogar ausgelacht.

Findet ihr, dass ich hätte aufstehen sollen und es ausschalten oder hätte er das auch selber machen können?

Traurige Grüsse

Beitrag von juju0980 29.04.11 - 10:25 Uhr

Hm, ganz ehrlich, nachdem ihm das ja anscheinden so sehr Angst gemacht hat, warum auch immer, dass er sogar weinen und betteln musste - ja, ich wäre aufgestanden, hätte das Ding ausgeschaltet, wäre wieder ins Bett gekrabbelt, hätte ihn in den Arm genommen und wäre wieder eingeschlafen.

Davon abgesehen, dass mich das Geräusch wahrscheinlich auch wahnsinnig gemacht hätte, hättest Du dadurch wahrscheinlich mehr Schlaf und Ruhe bekommen als so.

Auch wenn Du Bauchkrämpfe hattest - es wäre in 2 min erledigt gewesen.

Sorry, sonst regen sich immer Frauen über unsensible Männer auf - hier isses mal umgekehrt...

Einen Krach wäre mir es das nicht wert!

Beitrag von gh1954 29.04.11 - 10:26 Uhr


Sollte an deiner Story auch nur ansatzweise etwas Wahres dran sein, hast du dich absolut lieblos, stur und herzlos verhalten.

Beitrag von thyme 29.04.11 - 10:29 Uhr

dito

Beitrag von dominiksmami 29.04.11 - 21:37 Uhr

das unterschreibe ich glatt mit


lg

Andrea

Beitrag von dito 30.04.11 - 09:17 Uhr

hab ich mir auch gerade gedacht.
hätte nur noch gefehlt, das sie ihm eine runter gehauen hätte #augen

Beitrag von havanna0804 29.04.11 - 10:28 Uhr

Sorry...

...aber ihr redet nicht miteinander, aber chattet#kratz?

Ihr seid beide kindisch, da nehmt ihr euch wohl nix.

Und ja, ich wär aufgestanden, und hätte das Ding ausgemacht.
Aus welchem Grund auch immer so reagiert hat: Du hast Dich unmenschlich verhalten. Am nächsten Tag hätte ich in aller Ruhe nachgehakt, warum in aller Welt er Angst vor sowas hat und hätte die Sache nicht auf sich beruhen lassen.
Aber heutzutage chattet man wohl lieber miteinander, als zu reden:-(. Und wundert sich dann auch noch, daß nichts anständiges bei raus kommt! Ein gutes Vorbild für Eure Kiddies seit ihr sicher so nicht.

LG
Eine kopfschüttelnde Sandra

Beitrag von nightwitch 29.04.11 - 10:33 Uhr

Mit Bauchkrämpfe Fenster zumachen, stundenlang diskutieren und dann noch mit Bettzeug umziehen geht, aber nicht eben mal schnell in den Garten flitzen um son dämliches Rutscheauto auszumachen?

Ich halte dich nicht nur für gefühlskalt, egoistisch und stur, sondern auch noch für absolut idiotisch, kindisch und bescheuert...

Sorry, einmal aufstehen, in den Garten, Gerät ausmachen wieder hoch und weiterschlafen wäre einfacher und schneller gegangen als das Theater was du angestellt hast.

Ich kann deinen Mann verstehen, wenn man wirklich panische Angst vor etwas hat, dann ist es egal ob man etwas rationell erklären kann. Ich hab mich mal mehrere Stunden nicht aus dem Klo rausgetraut, weil ich dachte in meinem Flur steht ein Mann. Und NEIN, ich schaue generell keine Horrorfilme.

Gruß
Sandra

Beitrag von rissa06 29.04.11 - 22:26 Uhr

genau das war mein Gedanke stundelang diskutieren geht da hätte man x - mal das Teil ausschalten können + diese Herzlosigkeit (vorausgesetzt diese Story ist wahr) - wenn ein Mann schon Rotz und Wasser heult muß er echt Angst gehabt haben.

Desweiteren hatte ich beim Lesen so das Gefühl, dass er gar nicht richtig bei sich war was die Reaktion der netten Dame noch unverständlicher macht. Wie kann man so gegenüber seinem Mann sein?

Beitrag von mansojo 29.04.11 - 10:35 Uhr

ich würd mir ja sorgen machen ,wenn mein mann wie ein kind heult und bettelt


nehmt ihr drogen?

Beitrag von gh1954 29.04.11 - 10:37 Uhr

Ich hab schon gedacht, ob die Situation nicht andersrum war...

Beitrag von mansojo 29.04.11 - 10:43 Uhr

dann würde sich mein mann sorgen machen


bei frau wird so ein verhalten ehr toleriert oder als hysterie abgetan

alltagstauglich ist das jedenfalls nicht

ich würd eine therapie empfehlen

Beitrag von witch71 29.04.11 - 13:19 Uhr

Ich finde es menschlich, sich gewisse Ängste auch ins höhere Alter zu bewahren. Muss man als erwachsene Person denn ständig über allem stehen und jede Situation rotzcool und heldenhaft meistern?

Des Weiteren sind Ängste manchmal wirklich lächerlich. Auch für die Person selber. Ich "leide" unter Ligyrophobie. Trotzdem würde ich mich deswegen bestimmt nicht therapieren lassen. Die Situationen, in denen das nämlich auftritt und ich entsprechend flüchte sind so selten, dass ich sie auch so umgehen kann.

So lange also diese Person im Posting nicht jede Nacht in Panik wegen irgendwelcher Geräusche verfällt, finde ich es okay, das in der Familie durch Hilfestellungen zu "behandeln".

Beitrag von mansojo 29.04.11 - 13:25 Uhr

hallo,

wenn mein partner durch eine phobie eingeschränkt ist würde ich ihm eine therapie ans herz legen


weder ihm noch seiner frau ist nach dieser nacht geholfen wenn man das nicht mehr anspricht

interessant wäre noch wovor genau er angst hatte
vor dem geräusch
vor der dunkelheit?


und ja klar ist angst menschlich und normal

sich von der angst beherrschen zu lassen ist nicht normal

Beitrag von witch71 29.04.11 - 13:41 Uhr

"Eingeschränkt" ist das entscheidende Wort. Eine Arachnophobikerin wäre wohl weitaus mehr eingeschränkt, da sie jederzeit damit rechnen muss, irgendwo eine Spinne zu erblicken. Und die meisten Arachnophobien werden überhaupt nicht behandelt. Und wie oft hört man im Vergleich Nachts gruselige, ungewohnte Geräusche?

Aber da nun klar ist, dass es sich hier sowieso um einen Fakebeitrag handelt können wir die Diskussion ja auch lassen. ;-)

Beitrag von mansojo 29.04.11 - 13:49 Uhr

nein wiso denn?

findest du das keine einschränkung wenn er seine frau weckt ,und nicht in der lage ist wieder zur ruhe zu finden trotz geschlossenem fenster?

mal abgesehen von ihrer entnervten reaktion ,ich seh da ne deutlich einschränkung
sollte das das erstereigniss sein halte ich die frau für "herzlos"
ist das bereits öfter vorgekommen für mich immernoch unakzeptables aber nachvollziehbares verhalten



ich find so ein haus hat ständig irgendwelche geräusche die erst zugeordent werden müssen

das haus meiner schwester(150 jahre alt) knarzt und knarrt ständig tikt irgendwas
und jede nacht aus dem schlaf gerissen werden um zu lauschen welches geräusch wo her kommt stell ich mir furchtbar vor
daher sollte(wenn es denn wahr wäre)er sich seiner angst stellen


Beitrag von witch71 29.04.11 - 13:54 Uhr

Naja der Punkt ist halt, dass mit keinem Wort erwähnt wurde, dass das schon öfter vorgekommen sei. So einen einmaligen Vorfall empfinde ich jetzt nicht wirklich als einschränkend.

Beitrag von .neo 29.04.11 - 10:35 Uhr

Ja, Du bist gefühlskalt und ja, Du hättest es ausschalten sollen.

Google mal nach Trauma.

Beitrag von darkblue81 29.04.11 - 10:35 Uhr

Hallo,

hätte mein Mann sich mir gegenüber so verhalten, wäre ich stinksauer und dich finde ich unmöglich.

Mein Mann hat Angst vor nichts und niemand, dennoch steht er auch mal mitten in der Nacht auf, wenn ich etwas höre was mich beunruhigt und schaut nach.

Grüße

Beitrag von redrose123 29.04.11 - 10:39 Uhr

Also ich finde euch schon beide seltsam du stellst dich an kurz runterzugehen, aber ich kenne es auch nicht von meinem Mann das er wegen sowas anfängt zu heulen, aber dein Mann scheint ängstlicher zu sein und den Stress danach naja hättest du doch auch vermeiden können oder?

Beitrag von summersunny280 29.04.11 - 10:46 Uhr

Also wenn ein ,wie du sagst, 42 -jähriger Mann sich Nachts fast in die Hosen macht weil eine Rutscherauto bimmelt würde ich mich schon fragen wieso und weshalb.
Jemand der so Angst hat den quäl ich doch nicht noch damit .
Im ersten Moment würd ich auch sagen ; komm es reicht wenn ich es morgen früh ausschalte aber wenn dann jemand so fleht und bettelt und sich selbst nicht traut finde ich das schon heftig.
Ich würde mit dir auch kein Wort reden.
Ich weiß nicht was du dachtest in diesem Moment aber reagiert hast du falsch.
Es spielt auch keine Rolle ob das ein Spielzeug war , es gibt doch so viel Ängste .
Da nehme man nur mal Spinnen.
Ich könnte nie im Raum schlafen wo eine dicke fette Spinne an der Decke sitzt , ich denke ich würde sterben.
Mein Mann dagegen findet das nicht schlimm, dennoch würde er sie für mich weg tun .
Und nicht mit den Worten kommen : Morgen früh versprech ich dir ,mach ich sie weg #zitter
Man stelle sich vor die säße über der Tür , ich könnte nicht mal aus dem raum fliehen da ich ja an dieser Spinne vorbei müsste .#schock

Da ist eine richtig fette Entschuldigung von deiner Seite aus nötig .
Zumindest seh ich das so

Beitrag von anches81 29.04.11 - 14:16 Uhr

Du bist süß. ;-)
Der Vergleich mit der Spinne ist echt herzerweichend.

P.S.: Ich hätte das gleiche Problem mit so einer dicken, fetten Spinne...

Beitrag von gruene-hexe 29.04.11 - 10:51 Uhr

Also entschuldige bitte die Folgenden Worte, aber ich bin ehrlich zu dir. Ich finde deine Aktion total Herzlos! Du hast ihn in keinster Weise ernst genommen. Schlimm finde ich, dass du ihn mit seinen Ängsten allein zurück gelassen hast und er die Nacht zusehen konnte, wie er damit umgeht.

Jeder Mensch hat vor irgend etwas Angst. Das lächerlich zu finden und ihn damit einfach allein zu lassen ist nicht in Ordnung. Denk doch mal darüber nach, wie du es finden würdest, wenn dein Mann dich mit etwas Nachts zurücklassen würde, vor dem du eine panische Angst hast.

Du solltest dir was wirklich schönes als Entschuldigung ausdenken und mit ihm über die Nacht reden.

Beitrag von claudi2712 29.04.11 - 11:16 Uhr

Ähm, da find ich gar keine Worte für...

"Findet ihr, dass ich hätte aufstehen sollen und es ausschalten oder hätte er das auch selber machen können?"

Ja - Du hättest es ausstellen sollen. Unglaublich - hoffentlich bekommen Deine Kinder nicht mal irreale Ängste...

Claudia

Beitrag von anira 29.04.11 - 11:51 Uhr

wie schön das heute freitag ist

hatte ich schonmal was schönes zum lachen

fals du doch net der freitagsfake bist

fackt ist
wenn ihr irgend wann mal einbrecher im haus habt
wird er sich nicht mit den baseball schläger bewaffnen und die vertreiben

fackt 2 du hättest dir nun wirklien kein zacken aus der krone gebrochen das olle ding aus zumachen
durch die ganze disku war man doch eh wach